Start / Leserbriefe / Leserbrief: Italienische Medien – Unwürdiges Verhalten

Leserbrief: Italienische Medien – Unwürdiges Verhalten

stefan_zelger_2.jpgAls unwürdiges Verhalten kann man die Berichterstattung einiger italienischen Medien in den letzten Tagen zusammenfassen. Während die Rettungsaktion für die in Not geratenen Bergsteiger Walter Nones und Simon Kehrer teilweise heftige Kritik einiger italienischen Zeitungen hervorrief, blieb die angekündigte Renovierung des „Siegesdenkmals" in Bozen unkommentiert. Die Bergung der Bergsteiger kostete einige zehntausend Euro, die Renovierung des Siegesdenkmals zwei Millionen Euro. Ist die Verherrlichung des Faschismus mehr wert als zwei Menschenleben?

Italienische Zeitungen kritisierten vor allem die Hubschrauberrettung der beiden Bergsteiger und warfen die Frage auf, ob die Flüge notwendig waren. „Sie sind aus eigener Kraft (bis auf 5.700 Meter) abgestiegen und hätten auch so in das Basislager zurückkehren können", meinte die Zeitung „La Repubblica". In dieselbe Kerbe schlugen auch „La Stampa" und „Alp". Es ist richtig und wichtig, dass freie Medien als tragende Säule einer Demokratie Vorgänge und Aktionen der öffentlichen Hand kritisch durchleuchten und in Frage stellen. Doch fragt man sich ob die schreibende Zunft im Süden jeden Bezug zur Realität verloren hat? Die Rettung zweier Menschen, die einige zehntausend Euro kostete (und zum großen Teil wahrscheinlich von Versicherungen getragen wird) löst eine mediale Diskussion hervor, während die Renovierung faschistischer Symbole um Millionen von Euro scheinbar zum italienschen Alltag gehört. Und niemanden kümmert es, noch nicht einmal die Medien. Armer Staat!

Stefan Zelger
Hauptausschussmitglied und Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

9 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Vereinbarung und Trennung
Wie kann man zu einer Vereinigung kommen wenn man trennen will?
Welchen Sinn hat es ein vereinigtes Tirol zu haben wenn es ein vereinigtes Europa gibt?
Warum der Vergangenheit nachtrauern und nicht jetzt oder in der Zukunft etwas miteinander aufbauen?
Warum glaubt ihr dass der Südtiroler oder Tiroler etwas Besseres ist?
Wer ist hier der Nostalgiker?
Wer stuft sich hir höher ein als andere Volksgruppen beziehungsweise Völker?
Wollt ihr wieder ein Königreich Österreich-Ungarn oder sogar wieder ein Viertes Reich?
Versucht in der grossen Welt zu leben, nicht nur in unserem 500.000 Menschenland!

2

"den eigenen Staaten loszulösen"

Wir wurden schon losgelöst, eben!!

3

@ courinne5

Ich wollte sagen, du bist gegen die tiroler landeseinheit, mit andere worte: eine verräterin, wenn du eine süd-tirolerin bist!
Die Tiroler im eigenem land "als gäste willkommen"!!
Damit es zur vereinigung kommt, muss man alles getrennt halten?
suscht no wos??

4

@ courinne5

Es gibt eine Vereinigung, wenn es bei der Trennung bleibt... des glabsch woll selber net!!

5

Tirol und Südtirol
Sicherlich habe ich nicht gegen Tirol und den Tirolern und habe auch nichts gegen Südtirol und den Sienischen Staat bleibt.
Und alle zusammen in einem vielleicht vereinigten Europa.
Aber bis man auf Landesebenen versucht sict von den eigenen Staaten loszulösen kann es sicherlich keine Vereinigungen geben.
Also sind die Tiroler in Südtirol / Alto Adige als Gäste willkommen

6

@ courinne5

"Wie immer seid ihr gegen Italien"
Nur weil wir für die tiroler Landeseinheit eintreten, heisst dass noch lange nicht, dass wir gegen Italien sind!
Ich würde sagen, du bist gegen Tirol!

7

Ital. Zeitungen.
"Und dies hat nicht mit Völkergruppen zu tun...... "

Ja, aber!
Wenn die ital. Zeitungen so korrekt sind oder korrekt sein wollen, dann müssen auch die Erneuerung des Faschismusses (Restaurierung des Siegesdenkmals) verurteilen.

Auch beim Völkerrecht kann man nicht nach Volksgruppen unterscheiden!!!

8

bergsteiger
Es tut mir leid dass Karl Unterkircher aus dem Nanga Parbat nicht mehr zurückkommt, aber wie alle Bergasteiger und seine Frau Silke sagten und sage, ist jeder Bergsteiger darauf vorbereitet.
Warum müssen andere Menschen ihr Leben riskieren weil andere ihr Leben aufs Spiel setzen?
Und dies hat nicht mit Völkergruppen zu tun......
Wie immer seid ihr gegen Italien....
Auch einheimische Menschen und Zeitungen haben sich so geäussert wie ich......
Alle Extremsportarten sind mit dem Tod verbunden.......
und der Tod kennt keine Sprache und er kennt sie alle....

9

Wen wunderts
Mussolinis Tempel brauchen die Italiener zur Befriedigung ihrer imperialistischen Arroganz.
Da sind auch 10000 Euro für zwei lebende Südtiroler zu viel.

Was hält uns noch an diesem Staat, liebe SVP?