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Leserbrief: Grüne – Faschistenfreundliche Positionen

Cristian_Kollmann_Wahl_2008.jpg"Mit Mut gegen Rechts" – so laut "Dolomiten" vom 25. September das Motto der Jungen Südtiroler Grünen. Auch auf ihrer Homepage sehen sich die "Young Greens Southtyrol" als Bekämpfer des Faschismus und Rassismus. An sich beeindruckend – so weit. Doch wie heißt es im italienischen Text?

"I Giovani Verdi Alto Adige si schierano decisamente contro ogni forma
di pensiero fascistoide e razzista e ogni suo sottoprodotto e
variante." Ein Widerspruch in sich, denn warum schreiben dann die
Grünen in mitläuferischer Weise "Alto Adige"?

Weil die Grünen den Faschismus, wenn er von italienischer Seite kommt,
gerne relativieren oder gar verteidigen: Unter dem Deckmantel der
sprachlich-kulturellen Vielfalt und des friedlichen Zusammenlebens sind
die Grünen für den Erhalt der faschistisch belasteten Orts- und
Flurnamen, angefangen bei "Alto Adige". Auch die mehrsprachige Schule
und somit die Altoatesinisierung Südtirols ist ein Anliegen der Grünen
und nicht ohne Zufall auch der italienischen linken wie rechten
Parteien! Mut gegen Rechts? So lange die Grünen auf ihren
faschistenfreundlichen Positionen beharren, sind sie keineswegs mutig,
sondern bestenfalls mutwillig und ganz gewöhnliche Mitläufer!

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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24 Kommentar(e)

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P.S.
Danke an die Redaktion dieser Seite, dass der ehrenabschenderische Kommentar gegen meine Person von "Nickname" bereits gelöscht wurde. Ich bin für jede Art von Kritik von allen Seiten zugänglich, aber nicht, wenn dass jemand nur in beleidigender und ehrenrühriger Absicht macht. Hier werden sehr viele Themen kontroversiell diskutiert und es ist gut so. Daher, wenn jemand meine Ansichten nicht gefallen, kann er seine Meinung in Rahmen des zulässigen in einer Entgegnung ausbreiten. Die Schaffung einer fruchtbaren Gesprächbasis wird erst durch gegenseitigen Respekt möglich und nicht durch Provokationen solcher Art. Meine Kritik an manchen demokratiepolitischen Zuständen in Italien bezieht sich meistens auf die Einstellungen der Machteliten in diesem von ihr regierten Staat, da die sog. "La Casta" im rechten Politspektrum der Gesellschaft nach meinem Dafürhalten eine fragwürdige Linie an der Spitze dieses Staates verfolgt, die langfristig allen Menschen in diesem Land einen Schaden zufügt. So lange die AP Bozen von diesem Staat verwaltet wird, so lange wird auch das Land Süd-Tirol direkt oder indirekt davon betroffen sein. Italien ist aber eine klassische Konflikt- und keine Konsens-Demokratie, daher darf man bei vielen Fragen manche Themen durchaus sehr kontroversiell erörtern, ohne dass deswegen jemand sofort ein Stein aus der Krone fallen müsste. Das ist eben eine lebendige Gesprächkultur wie ich mir das vorstelle.

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Bitte um Reaktion
Der Forumteilnehmer "Nickname" betreibt Ehrenabschneiderei und Mobbing der übelsten Sorte gegen meine Person und das nicht zum ersten mal! Ich teile die Positionen der STF und ünterstütze die politischen Ziele dieser Bewegung in meinen Beiträgen, aber sicher in keinster Weise in der mir von "Nickname" untertellten Form! Das wird wohl jedem objektiven Leser auch klar sein. Meine Weltanschaung ist zu 100% demokratisch. Ich werde auch sicherlich nicht im Sinne des italienischen Nationalismus oder Faschismus meine Beiträge verfassen, das überlasse ich schon dem Forumteilnehmer "Nickname". Ich bitte die Redaktion daher derartige verunglimpfende und beleidigende Beiträge wie der von "Nickname" gegen meine Person nicht öffentlich auf der Seite der STF zuzulassen. Der gegen meine Person erhobene Vorwurf ist zutiefst unhaltbar, ehrenabschneiderisch, verleumderisch und ganz einfach feige. Die Seite der STF dient dem Austausch der Meinungen vor allem der gleichgesinnten Menschen in der Frage der Selbstbestimmung Süd-Tirols und nicht der Propaganda der Gegner dieser Bewegung auf der anderen Seite bei der AN oder FT! Manchen gefällt das offenbar nicht, dass es Menschen mit anderen Meinungen zu diesem Thema gibt, daher versuchen sie permanent durch ehrenabschneiderische Beiträge und durch diese Art von Mobbing sogar hier auf der Seite der STF die Andersdenkenden einzuschüchtern. Gerade hier muss man sich das nicht gefallen lassen! Ich habe es wirklich satt hinter "Nickname" immer wieder seinen Mist aufzusammeln.

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Geschichte
Eine unumstößliche Tatsache war uns ist, der sog. "Führer" des Deutschen Reiches und Volkes kat eine Karriere als Staatsmann und beispielloser Kriegstreiber und Kriegsverbrecher in München und in Berlin gemacht und nicht in Wien in Österreich! An der Schönen Blauen Donau, in seiner wiener Zeit, lebte er bekanntlich in einem Männerheim, also de facto in einem Obdachlosennachtasyl, und zwar von seiner kleinen Erbschaft und als "Künstler" vom Verkauf von selbstgemalten Postkarten. Als ihm das Geld ausging, fuhr er nach Deutschald in das Land seiner Träume und seiner pangermanischen krankhaften Phantasien, wo er Zeit seines Lebens auch bis Ende April 1945 blieb. Mit bekannten Folgen für dieses Land und für die Welt wie wir alle heute wissen. Sein Vorbild und "Kollege" im Diktatorenamt Benito aus Milano hat ihm genug Anschauungs- und Schulungsmaterial geliefert, wie ein Faschismus funktioniert, lange Zeit nocht vor der Machtergreifung der Nazis in Deutschland 1933. The copy rights darauf waren daher damals in Italien, nicht in Deutschland und schon gar nicht in Österreich. Der Aufstieg der italienischen Faschisten zur Macht begann bekanntlich auch in einem direkten Zusammenhang zu Südtirol mit dem Blutsonntag in Bozen, den die italienischen Schwarzhemden an unschuldigen Südtirolern kurz vor ihrem Marsch auf Rom (30.10.1922) angerichtet haben, mit vielen verletzten und auch Toten, um den Tirolern zu zeigen, dass ab diesem Zeitunkt 1922 nur die Faschisten das Sagen haben, zuerst in Tirol südlich des Brenners, später auch im diesem Staat selbst. Die italienischen Faschisten haben sich also den Weg zur Macht in Rom auch mit Blut, Leid und Gewalt der Süd-Tiroler gebahnt. Darüber verliert niemand so gerne enur ein Wort auf der italienischen Seite, auch nicht über die Folterknechte in Bozen und anderswo sowie über ihre Karrieren der 60er und 70er Jahre oder über die äusserst fragwürdigen antidemokratischen Machenschaften dieses Staates in Südtirol der 80er Jahre bis in unsere Zeit. Man kann sich immer fragen, wer hat etwas erfunden oder wer hat etwas zuerst gemacht. In diesem Falle der ideologischen Grundlagen des Faschismus ist die Antwort klar, es waren die Duce-Faschisten in Italien, die Nazis haben von ihnen vieles abgekupfert und perfektioniert, wie eben die Deutschen in ihrer Natur sind, sie wollen alles perfekt machen im guten und im bösen. In Österreich erzählt man sich auch heute noch den Witz, das Dritte Reich musste aus dem Grund kaputtgehen und scheitern, weil auch die Österreicher erzwungenermaßen dabei waren und durch ihre subversive, defätistische und schlampige Art den Nazis ihren "Endsieg" verunmöglicht haben. Heute ist das nun mehr eine akademische Diskussion, da die Menschen, die diese Zeit direkt bewußt erlebt haben schon uralt sein müssten. Das entlässt uns aber nicht aus der Verantwortung für die Zukunft, die immer noch auch aus der Geschiechte resultiert. Bevor man aber den ersten Stein wirft, sollte man schauen, für welche Verfehlungen andere Völker und Staaten in der Geschichte in dieser Zeit verantwortlich waren und immer noch sind. Die Allierten und Sieger des Zweiten Weltkrieges haben in einer gemeinsamen Deklaration aus dem Jahre 1943 Österreich als erstes Opferland der deutsch-faschistischen Agression eingestuft, aber gleichzeitig betont, dass das kein Freispruch für einzelne Bürger ist, die an der Seite dieses Regimes freiwillig mitgemacht haben. Wenn man einen Kriminalroman von hinten liest, weiß man natürlich alles viel besser. Im Jahre des Anschlusses 1938 hat die ganze Welt aus Angst vor dem Führer in Berlin dieses kleine Österreich völlig im Stich gelassen und damaligen übergeordneten Interessen in Europa geopfert und darüber will man nicht so gerne bis heute noch reden, weil man wahrscheinlich nicht will, dass man als glorreiche Sieger mit dem Vorwurf der Feigheit und des Opportunismus direkt ausgesetzt wird. Tatsache ist aber auch, dass weder in der BRD noch in Österreich, im großen Gegensatz zu Italien, an keiner Stelle in diesen Ländern offiziell der verbrecherischen NS-Ideologie andauern von manchen ewiggestrigen Parteien gehuldigt wird, oder dass eindeutige NS-Tempel, Denkmäler und Reliefs unter Denkmalschutz des Staates stünden, wie dies in unserer Zeit auch von der Seite der Macht der Fremdbestimmung in Südtirol praktiziert wird, siehe Siegestempel in Bozen , Ducerelief in der Stadt, Wastl-Denkmal in Brunek für italienische Einheiten, die im Krieg an Massenmorden beteiligt waren, faschistische Beinhäuser, faschistisch-tolomeische Ortsnamen bis heute amtlich in Süd-Tirol in 3/4 der Fälle in Orten, wo fast keine Italiener leben, Mussoliniandenken an jeder Ecke und in jedem Supermarkt, dort wo viele Italiener leben und und und. Die Neonazis als solche gibt es nur in der BRD und zwar als eine Art Privatvereine oder Parteien, mit denen der Deutsche Staat aber nicht einmal im Geringsten Berührungspunkte hat oder haben will. In Österreich sind die Neonazis gesetzlich verboten und jede Form der Wiederbetätigung in diesem Sinne wird vom Antiwiederbetätigungsesetz her hart bestraft. Die populistischen Partien in Österreich, oder die als solche im Ausland wahrgenommen werden haben nicht im Geringsten etwas mit dieser Gesinnung oder mit solcher Ausrichtung zu tun, sonst würde man sie bald auf gesetzlicher Grundlage verbieten können. Ich erinnere noch in diesem Zusammenhang des leider lebendigen Faschismus an die Rede des Bürgermeisters von Rom der letzten Wochen, der sinngemäß meinte, der Duce-Faschismus war völlig in Ordnung, nur die Rassengesetze waren nicht ganz in Ordnung. Das sagt schon alles über die Gesinnung der politischen Rechten in Italien. In Friedenszeiten alle demokratischen Regeln bis zur Unkenntlichkeit ramponieren und beschädigen, um nur des kleinsten politischen oder materiellen Vorteils willen. Bei Konflikten immer rechtzeitig die Seiten wechseln, die Schuld auf andere abwälzen, Vorteile aus dem Unglück der anderen ziehen, das war in der Geschichte die Einstellung und Einmaleins der Eliten in Italien. Niccolò Machiavelli lässt grüssen (Theoretiker der Rechfertigung skrupelloser Machtausübung)! Österreich versuchte hingegen damals zumindest fünf Jahre lang mit bescheidenen Kräften bis März 1938 sich gegen diese erdrückende Übermacht der Deutschen mit allen Mitteln zu wehren. Diesen Kampf hat man damals verloren. Der Ausgang des Krieges hat dem Land wieder die Freiheit und den Staatsvertrag von 1955 gebracht. Auf so einen Vertrag zur Regelung der Süd-Tirol Frage wartet das Land Südtirol immer heute noch! Den Mächtigen in Italien war es und ist es immer klar gewesen, wieviel Rückhalt dieser Staat der Fremdbestimmung in Süd-Tirol in der angestammten Bevölkerung dieses Landes hat. Aus diesem Grund hat die sog. "Italienische Demokratie" in den 50er und 60er Jahren massenhaft die Italiener in diesem Land angesiedelt, um die ethnische Mehrheit der Süd-Tiroler in der AP Bozen zu brechen. Das haben auch die Sowjets mit den Russen im Baltikum bis zum Zusammenbruch ihres Reiches in Estland oder Lettland bis in die 90er Jahre auch so gemacht. Von der SU konnte man nie behaupten, dass das eine Demokratie wäre. Italien nimmt aber gerne für sich diesen Begriff ab 1945 in Anspruch. Nur weil wir alle heute in Europa der EU leben, kann Italien nicht anders, als demokratische Regeln auch in Süd-Tirol zu respektieren und zu befolgen, zumindest nach aussen hin. Wer die Kulissen der Macht kennt, der müsste ganz genau wissen, wie es wirklich um diese vermeintliche Demokratie in den Machteliten bestellt ist und da ist sehr viel Reformstau vorhanden, den dieser Staat meiner Meinung nach in seiner heutigen Verfassung kaum jemals bewältigen will. Daher "Süd-Tirol ist nicht Italien" Parole der STF ist für uns alle, die nur das beste für das Land Tirol südlich des Brenners wollen, aktueller denn je!

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@Kollmann und Mayrhofer
Sehr geehrter Herr Dr. Kollmann,

Mein Gruß zuvor!

In Italien wird (leider!) seit der ersten Machtübernahme Berlusconis, Rechtsextremismus sträflichst verharmlost bzw. teilweise sogar gutgeheißen! Man lobt immer noch die (falschen) Mythen der "italiani brava gente" und der kulturbringenden italienischen Nation.
Das liegt genau daran, daß es nie eine kritische Aufarbeitung der italienischen Geschichte stattgefunden hat, mit Ausnahme des Engagements von Historiker und Journalisten wie Angelo Del Boca, Mimmo Franzinelli, Filippo Focardi, Gianni Oliva, Giorgio Rochat und viele andere.
Südtirol ist keine Sprachinsel, es gehört dem geschlossenen deutschen Sprachraum an. Ihre Angst, einer schleichenden Entnationalisierung der Provinz kann ich nicht teilen, oder sehen Sie sich als ernsthaft bedrohte Minderheit, im Vergleich zu anderen?

@FF
Schaue ich mir die britischen Tories oder die französischen Gaullisten an, oder die Unionsparteien in Deutschland, würde ich niemals zögern, sie als eindeutig demokratische Parteien zu bezeichnen, und sie gehören eindeutig dem rechten politischen Spektrum an.
Ganz anders ist es bei Parteien wie FPÖ, BZÖ in Österreich oder Lega Nord, Alleanza Nazionale, Forza Italia in Italien.
Das sind rechtsextreme, populistische, rassistische Parteien, die die faschistische bzw. nationalsozialistische Vergangenheit verharmlosen oder dieser sogar nachtrauern.

@Mayrhofer
Sie zitieren Otto von Habsburg:
"Was eigentlich ein Skandal war, nämlich die Diskussion hier in Österreich über die Frage, ob Österreich ein Mitschuldiger war oder ob es ein Opfer war. Meine Damen und Herren, ich glaube es gibt keinen Staat in Europa, der mehr Recht hat, sich als Opfer zu bezeichnen, als es Österreich gewesen ist."
Dieser Satz ist typisch für die Totalverweigerung der Österreicher und Österreichs, ihre Geschichte zu verharmlosen. Eine eindeutige Autobsolvierung.
Kaum jemand hat energisch Widerstand gegen den Anschluß 1938 geleistet.
5 Tage nach dem Einmarsch der Nazis wurden die jüdischen Bürger Wiens durch die Straßen gehetzt, und da waren beileibe nicht nur Piefkes dabei!
Zahlreiche Kriegsverbrecher waren Österreicher: Kaltenbrunner, Seyss-Inquart, Höss, Eichmann, Walter Raeder, Kurt Waldheim, um nur einige zu erwähnen, die Liste könnte man um einiges ergänzen udn verlängern.
Nach dem Krieg schlupfte Österreich in die bequeme Opferrolle.
In keinem anderen Land in Europa, außer Österreich und Italien, konnten sich ehemalige Nazis, Faschisten udn Kollaborationisten aus Europa so frei bewegen wie dort.
Durch Österreich verlief die vom Vatikan kreierte Rattenlinie, um die Nazis nach Lateinamerika onder gen Nahen Osten entkommen zu lassen, man denke an die Rolle des überzeugten Nationalsozialisten und Bischof Alois Hudal, Österreicher.
Großartige Prozesse gegen Kriegsverbrecher hat es in Österreich nicht gegeben, wurden alle um 1956 mehr oder weniger freigesprochen.
Es war viel bequemer und beruhigender, den bösen Deutschen die komplette Schuld in die Schuhe zu schieben.
In Deutschland haben wir aus der Geschichte gelernt und deswegen wird es hier nie einen Rechtsruck in faschistischer, rassistischer und antidemokratischen Richtung geben, wie in Österreich und in Italien es der Fall ist.
Es gibt eine sehr nette Anekdote, als die Vertreter Österreichs von der BRD wegen der Nazi-Besatzung entschädigt werden wollten: Konrad Adenauer soll die Österreicher mit dem Spruch apostrophiert haben: "Wenn wir die Reste vom Adolf wieder finden, schicken wir sie Euch gern wieder zurück!".
Er hatte vollkommen recht.

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@Herr Kollmann

Hier geht es nicht um die mehrsprachige Schule per se, sondern um ihre Auffassung, dass die Grünen faschismusfreundliche Politik betreiben und dies mit der mehrsprachigen Schule begründen.

Auf meine angeführten Punkte zum Thema Antifaschismus sind Sie aber nicht eingegangen.

@Herr Mayrhofer
Distanzieren ist der falsche Begriff. Wir distanzieren uns nicht vom Rechtsextremismus, weil wir ihm nicht nahe stehen. Und dasselbe gilt für den Linksextremismus. Solche Aussagen über jene Form des Extremismus, die der Welt mehr Schaden gebracht hat, sind relativistisch und als Argument völlig inakzeptabel. Unsere Grundlage sind die Menschenrechte, und als Antifa sehen wir uns als Verteidiger ebendieser. Wenn wir in Südtirol ein Problem mit Linksextremisten hätten, würden wir es auch ankreiden.

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Cristian Kollmann

@ Corvaja & Fink
Herr Corvaja, Ihnen würde ich schon zutrauen, dass Sie differenzieren können. Der italienische Rechtsextremismus wird von der offiziellen Politik Italiens hochgehalten, verharmlost und verteidigt. Wie ist es sonst zu erklären, dass in Südtirol die faschistischen Denkmäler immer noch zum Alltag, ja ganz normalen Wahnsinn gehören und faschistisch-belastete Orts- und Flurnamen amtlich gültig sind? Und was den Rechtsextremismus von deutscher Seite betrifft, so gibt es denn gewiss auch. Doch findet dieser nicht seinen Rückhalt durch die offizielle Politik. Oder gibt es in Südtirol offiziell nationalsozialistische Symbole oder gar Ortsnamen, die aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen?

Fast schon rührend, Herr Corvaja, wie Sie für die Grünen das Wort ergreifen möchten. Warum tun die Grünen nichts gegen die faschistischen Symbole? Die Grünen engagieren sich gegen Tolomei? Können Sie mir bitte Beispiele nennen? Ich kenne nur das Gegenteil. Warum gebrauchen die Grünen die faschistisch belasteten Namen und tragen damit zur Verbreitung von faschistischem Namen- und Gedankengut bei? So lange die Grünen nicht umdenken, müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die faschistische Ideologie des Sprach- und Kulturimperialismus unterstützen und damit ganz gewöhnliche Mitläufer sind. Tja: Die Wahrheit tut weh…

Zum Begriff "Alto Adige". Hat da jemand meinen Beitrag nicht gelesen? Der Begriff "Alto Adige" ist weit weniger amtlich, als so Mancher es vielleicht gerne hätte. Er gilt nämlich nur in Bezug auf die Region "Trentino Alto Adige/Südtirol". Und selbst wenn "Alto Adige" in Bezug auf die Provinz amtlich wäre: zu tolerieren ist er deswegen noch lange nicht! Denn ein Staat wie Italien, der nicht damit geizt, 2 Millionen € an Steuergeldern für die Restaurierung des Siegesdenkmal bereitzustellen, will freilich auch an der faschistisch belasteten Toponomastik festhalten, angefangen bei "Alto Adige".

Zum Kommentar von Herrn Andreas Fink: Schade, dass Sie gestern nicht bei der Podiumsdiskussion des Vereins "mix.ling" dabei waren, wo es um die mehrsprachige Schule ging und es aber ausgesprochen Italienisch zuging. Selbst auf den rührigen Stofftaschen der Grünen war zu lesen: "Einsprachigkeit ist heilbar". Soviel von wegen: da wird nichts aufgezwungen. Als Podiumsteilnehmer habe ich mehrfach die Frage gestellt, ob mir die Befürworter der mehrsprachigen Schule eine europäische Region nennen können, in der dank der mehrsprachigen Schule die Minderheit gestärkt wurde. Niemand vermochte eine Antwort zu geben. Aus gutem Grund: überall dort, wo die mehrsprachige Schule eingeführt wurde, ist dies auf Kosten der Sprache der Minderheit und zu Gunsten der Sprache des Nationalstaates passiert. Genau aus diesem Grund geht in einzelnen Regionen der Trend wieder zurück zur muttersprachlichen Schule: Beispiel Katalonien, Baskenland, Wales, Luxemburg. Für andere Minderheiten ist es dank der mehrsprachigen Schule bereits wohl zu spät. Vor allem denke ich an das Aostatal. Aber auch die Kärntner Slowenen und die Burgenlandkroaten stehen nicht mehr gut da. Oder die Sorben in der Lausitz und um Bautzen. Dort wo das Prinzip des muttersprachlichen Unterrichts – das ist leider nicht häufig – gilt, bleibt die Stärke der Minderheit recht konstant: bei den Schweden in Finnland. Die Katalanen haben sich recht gut erholt, und auch die Basken stehen wieder besser da. Genauso sind die Walisen im Aufwind. Alles in allem: Das Modell der mehrsprachigen Schule für Angehörige einer Minderheit im fremdnationalen Staat ist fast schon überholt. Nur die Grünen und sonstigen altoatesinischen Fundis hinken wieder einmal etwas nach...

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Wahrer Antifaschismus
Herr Kollmann, sie glauben doch selbst nicht was sie den WählerInnen glaubhaft machen wollen.

Haben Sie sich nie mit dem Vorschlag der mehrsprachigen Schule auseinandergesetzt? Da wird nichts aufgezwungen oder italianisiert, da geschieht alles freiwillig. Und wenn es der Wunsch der Südtiroler ist, dass ihre Kinder mehrere Sprachen lernen, dann muss dem nachgekommen werden.

Ihre Vorstellung von Antifaschismus hat einen ungemütlichen Geschmack von Anti-Italianismus. Was sind Ihre Forderungen gegen Neonazismus, wenn Sie schon immer so deftig gegen die "italienischen" Faschisten und ihre Relikte wettern?

Hier der Programmpunkt der JugendkandidatInnen Grüne/BLC:

• Mehr Mut gegen Rechts. Grundkonsens bei Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Prävention auf allen Ebenen. Landesweite Beobachtungsstelle. Siegesdenkmal zum Museum umgestalten.

Sie sehen: Faschistische Relikte ohne historischem Bezug entfernen, für alle anderen einen Ort schaffen (Siegesdenkmal -> Museum), wo man sich kritisch mit der jüngeren Geschichte auseinandersetzt.

Und "mehr Mut gegen Rechts" bezieht sich natürlich auf Rechtsextreme und nicht auf demokratische Mitt-Rechte, der Spruch ist dem Stern-Portal (http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de) nachempfunden. Im Programmpunkt wird das ja präzisiert.

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@ Stefan R.
Sie haben wirklich keine Ahnung von der Geschichte Österreichs. Es hat damals kurz vor dem 13.03.1938 also vor dem Anschluß in Österreich zahlreiche illegale Nazis im Untergrund. Die Staatsmacht der Republik gehörte aber, wie übrigens damals ziemlich überall in Europa, einem autoritären Regime, das sich strikt gegen jeden Anschluss an Deutschland und für die Selbstständigkeit der Ersten Österr. Republik mit allen Mitteln eingesetzt hat. Das Regime des damaligen BK von Ö. Kurt Schuschnig versuchte lange Zeit nach 1933 bis 1938 vergeblich mit Mussolinis Hilfe die Anschlussgelüste des Führers des Dt.Reiches abzuwehren. Nach dem Stahlpakt zwischen DT. Reich und I. hat Duce das kleine Österreich wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Der vom Führer zu zahlende Preis war u.a. ein Verzicht auf Süd-Tirol, ein Land das ihm nie gehört hat. In Österreich hat es sehr wohl bewaffneten Widerstand in den Alpen gegegen, vor allem dort wo die Sozialdemokraten stark waren, also in der Steiermark und Kärnten, Salzkammergut etc. Einen bewaffneten christlichsozialen Widerstand der Österreicher gegen die Nazis oder die Herrschaft des NS-Regimes in der Ostmark, wie damals Österreich geheißen hat, hat es in Nord-Tirol gegeben und zwar gegen Ende des Krieges. Damals konnten die Österreichischen Patrioten die Deutsche Wehrmacht bis nach Kufstein verdrängen und das bereits befreite Land Tirol oder das Inntal den Amerikanern übergeben. Auch hier erhoffte man sich ein Entgegekommen der West-Allierten in der Süd-Tirol Frage nach 1945, leider vergebens wie man weiß. Dazu muß man wissen, dass weit über 100 Tausend Österreicher in den KZ der Nazis aus politischen bzw. rassischen oder religiösen Gründen umgekommen sind, was damals für ein von diesem verbrecherischen Regime total kontrolliertes deutschsprachiges Land mit über 7 Millionen Menschen ziemlich viel war. Es waren vor allem Patrioten Österreichs aus den Reihen der Sozialdemokraten, Christdemokraten, Monarchisten, Kommunisten, etc., die von den Nazis in die KZ eingesperrt worden sind. Sogar der Name Österreich wurde strikt verboten, als man nach 1938 merkte, dass die neue herrschaft auf breite Ablehnung gestossen ist. Nach Stalingrad, war es für alle klar, nie mehr Anschluß an das Reich für Österreich. Kurz vor dem Einmarsch der Deutschen Truppen in Österreich im März 1938 sollte es in Österreich eine international überwachte Abstimmung der Bürger zu dieser Frage geben, es war damals allen klar, dass die Befürworter des Anschlusses die Abstimmung deutlich verlieren werden, daher wollte der sog. "Führer" vollendete Tatsachen schaffen und das Ergebnis der Abstimmung nicht abwarten. Österreich ist damals noch in Friedeszeiten von allen Mächten und Großmächten dieser Welt völlig in seinem Unglück allein gelassen worden. Ich kenne die Stimmung der Menschen von damals unter den Menschen nur aus Berichten, es war aber zweifelsfrei so, dass es auch in diesem Land genug Patrioten schon immer gegeben hat, die zu Österreich ohne Wenn und Aber gestanden sind, sonst wäre der Aufbau der Zweiten Republik nicht so erfolgreich gewesen. Nur Mexiko hat damals 1938 offiziell gegen den Anschluß protestiert. Die ganze westliche Welt war damit einverstanden, um nur um jeden Preis den Krieg mit Deutschland zu vermeiden. Bevor man daher die Schuldfrage den Österreichern stellen will, sollte man über die direkte Schuldfrage der Europäischen Großmächte und der USA gegenüber Österreich vor dem 13.03.1938 nachdenken. In Österreich hat es genug Täter und Mitläufer gegeben, aber der Staat als solcher ist ja von einer fremden Macht ausgelöscht worden und erst nach 1945 hat die freie Welt die Souveränität dieses Landes erfolgreich und mit der Zustimmung der betroffenen Menschen wiederhergestellt. Österreich ist die Freiheit von den Siegern des Zweiten Weltkrieges geschenkt worden. Die Selbstbestimmung-und Rückker zum Vaterland-Petition der Süd-Tiroler von Mai 1946, so gut wie von allen mündigen Bürgern des Landes damals trotz massivster Behinderung durch die Italiener unterzeichnet und in Innsbruck dem damaligen Österr. BK Leopold Figl übergeben worden, ist von den Allierten bis heute unbeachtet geblieben. Das muss nicht für immer so bleiben, wenn die Süd-Tiroler entschieden genung auch in Zukunft das Selbstbestimmungrecht für das eigene seit Menschengedenken angestammte Land von der Macht der Fremdbestimmung Italien einfordern werden wollen. Das kann nur die legitime Vertretung der Süd-Tiroler also die Landesregierung tun, das Vaterland Österreich hat dann die Aufgabe, diesen Wunsch, sollte er einmal klar und deutlich von der LR der AP Bozen laut und klar genug geäussert werden, national und internatiuonal zu unterstützen. Das Europa der EU hat schon viele lange Zeit für undenkbar gehaltene Selbstbestimmungen realpolitisch zur Gänze möglich gemacht, eines Tages hoffentlich auch in Süd-Tirol.

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Die Gutmenschen
gutmenschen sind die, die die betrachter von feindbildern als feindbilder betrachten; sie sind also sozusagen die darüberstehenden, was oftmals auch als die "oberen", oder "elite" bezeichnet wird.
zur elite jedoch wird jemand gerechnet, wenn er im vergleich zu anderen etwas über die maßen schneller, effektiver und effizienter - mit einem wort, besser - beherrscht.

dieser beitrag bezieht sich auf die hier vorhergehenden "off-topic" beiträge. "off-topic" kann man durchaus im bescheidenen rahmen gelten, soll man aber keinen falls ausufern lassen, sonst sind wir vom "alto adige" der grünen in südtirol über hans moser schnell beim bzö im kz auschwitz.
möge also die administration die beiträge mehr nach "inhaltstreue" wiedergeben. danke!
mfg

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Extreme Ansichten
Werter Herr Corvaja,

"Alto Adige" ist eine amtliche Bezeichnung. Das heißt noch lange nicht, dass man diese gutheißen muss oder nicht verurteilen darf.

Amtliche erfundene faschistische Bezeichnungen sind immer faschistische Bezeichnungen, auch wenn sie amtlich sind.

Anscheinend haben Sie keine Ahnung von Demokratie, denn mir scheint, bei Ihnen ist alles extrem was Recht ist.

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@enro
".ja super, das find ich klasse!"
Ich auch!

"endlich mal jemand der berlusconi entmachten will."
Das kann nur das Volk durch demokratische Wahlen, es sei, wir wollen wieder zu gewaltsamen Maßnahmen greifen, was nicht so schön wäre.

"endlich jemand der dafür sorgt das die enkelin des duce, alessandra mussolini die sich offen zum faschismus bekennt aus dem eu-parlament geworfen wird!"
Alessandra Mussolini ist ein Polit-Pausenclown. Sie aus dem EU-Parlament zu werfen, können auch nur die wähler!

"vielleicht sorgen sie auch dafür das italien die wörter einer ethnische säuberung nimma in den mund nimmt..."
Niemand betreibt hier ethnische Säuberung: Weder die Südtiroler den Italienern gegenüber, noch die Italiener den Südtirolern gegenüber.

"befreien sie uns denn auch von diesen schrecklichen und demütigenden "denkmälern"?"
Das wäre die Aufgabe einer selbstbewußten, kritischorientierte Landesregierung, daß die "Denkmäler" mindestens geschliffen werden, d.h. jeglische faschistische Symbole entfernen, so wie man die Liktorenbündel vom Bahnhof Milano Centrale entfernt hat.

"dürfen wir dann auch deutsch wieder als unsere einzige muttersprache bezeichnen?"
Wenn ich mich nicht irre, darf man bei der Volkszählung in Südtirol nur eine Muttersprache angeben. Niemand wird Dich jemals zwingen können, eine andere Muttersprache anzugeben.

"hört dann denn auch die verherrlichung von tolomei und mussolini auf, die teilweise ja als volkshelden gefeiert werden auf?"
In der altoatesinischen Gesellschaft wird es hart sein, solche Gefühle zu erlöschen. Aber man muss daran arbeiten, und es gibt auch Italiener in Südtirol, wie Gabriele Di Luca, Lucio Giudiceandrea oder Riccardo Dello Sbarba, die sich dafür engagieren.

"na den grünen sei dank!"
Ja, in der Tat!

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@Enro
Bin kein Experte in Geschichte. Fakt ist, dass Oessterreich keinen Widerstand gegen die deutsche Invasion geleistet hat. Das heisst, es wurde nicht (zumindest ist mir das nicht bekannt) auf deutsche Soldaten geschossen. Mussolini, der sich zuvor als Hueter der osterreichischen Unabhaengigkeit sah, wurde von Hitler mit der Zusage Suedtirol bleibe italienisch, zufriedengestellt. Jedenfalls waere Widerstand nur mit den Sozialdemokraten moeglich gewesen. Die waren zum Zeitpunkt der deutschen Invasion aber kaltgestellt. Fakt ist, dass die damalige Elite Oessterreichs sich selbst verraten hat.

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mit mut gegen rechts?
...ja super, das find ich klasse!

endlich mal jemand der berlusconi entmachten will.

endlich jemand der dafür sorgt das die enkelin des duce, alessandra mussolini die sich offen zum faschismus bekennt aus dem eu-parlament geworfen wird!

vielleicht sorgen sie auch dafür das italien die wörter einer ethnische säuberung nimma in den mund nimmt...

befreien sie uns denn auch von diesen schrecklichen und demütigenden "denkmälern"?

dürfen wir dann auch deutsch wieder als unsere einzige muttersprache bezeichnen?

hört dann denn auch die verherrlichung von tolomei und mussolini auf, die teilweise ja als volkshelden gefeiert werden auf?

na den grünen sei dank!

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@Mayrhofer
Komisch, daß ausgerechnet von den sog. "demokratischen" Rechtsparteien der meiste Populismus herkommt.
Wenn man sich so anschaut, was in Österreich beim BZÖ oder bei der FPÖ rumkriecht, da könnte man kotzen.
Nichts anderes als ein Haufen Salonnazis. Nur das sind sie.
Sie haben es nicht verdient, sich als demokratisch bezeichnen zu dürfen, denn das sind sie nicht.
Diese verkörpern den immer dagewesenen Rechtsextremismus in Österreich, eine Nation, die, wie Italien, nach dem Krieg die eigene Geschichte nie kritisch betrachtet hat, und in der bequemen Rolle des Opfers geschlüpft ist. Eine Rolle, die weder Italien noch Österreich verdient haben, denn diese beiden Länder gehören zu den Missetäter von damals.

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@stefan
österreich hat sicher eine mitschuld an dem was dieses thema betrifft aber ist es nicht auch so das es seitens der regierung widerstand gab, die nazis schon verboten waren als hitler in österreich einmarschierte und uns annektierte wie süd-tirol von italien annektiert worden ist?

das sich das bürgerliche volk, das noch mit den folgen des 1.weltkrieges und dem zerfall der monarchie zu kämpfen hatte, sich nicht wehrte gegen jemanden der ihnen hoffnung gab und arbeit versprach ist auch klar! damals gab es keinen fernseher und wenige hatten radio oder laßen zeitungen um gewarnt zu werden oder die drohende gefahr zu erkennen...

das ist kein gutreden von dem was die nazis taten, im gegenteil es ist zu tiefst zu verurteilen aber klar ist auch das österreich das erste opfer der nazis war!

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@Christian Kollmann und FF
Werter Herr Kollmann,

"Alto Adige" ist nunmal die offizielle italienische Bezeichnung für Südtirol. Das ist noch lange kein Grund, eine demokratischen Partei in die faschistischen Ecke zu ziehen.
In Südtirol gibt es zwei sehr eindeutig rechts bis rechtsextrem positionierte deutsche Parteien: Die FP und die UfS. Pöders Name wurde ja auch schonmal im Zusammenhang mit Neonazis in der Presse erwähnt.
In Schenna scheinen sich viele deutschsprachige Rechtsextremen wohl zu fühlen, und von Eurer Seite kein Wort.
Wieso wird gegen Rechtsextremismus nur gewettert wenn er aus Italien kommt?
Daß Ihr mit Nazis nichts am Hut habt, weiss ich allein aus der Tatsache, daß der Großvater von Lorenz Puff von den Nazis ins KZ gesteckt wurde.
Mit so einer Familiengeschichte kann man wohl kaum was mit Nazis zut un haben wollen.
Südtirol ist eine Region, in der sowohl der italienische, als auch der deutsche Rechtsextremismus besonders stark sind, und dagegen sollten alle demokratischen Parteien etwas tun.

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Ja logisch... bold wern mir erfohrn miassn, dass dr Riccardo dello Sbarba in Lehrer Innerhofer erschossen hot, obwohl er no net am Leben wor.

Ma hallo!!! I will dass mir weg fa diesem scheiss Stoot gian, net dass die Lait ins wegn settene Aeusserungen auslochn!

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@StefanR.
Du schreibst so zusammenhanglos und falsch, dass man auf gar nichts eingehen kann.

Herr Matteo Gesualdo Corvaja.
Das ist ja lustig. Alle sind Faschisten, nur die SVP ist unter den Tisch gefallen. 🙂
Was und wo angeblich deutscher Faschismus in Süd-Tirol sein soll, das würde mich brennend interessieren.

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"waehrend man in Italien um diese Zeit mit Rossellini et al. viel weiter war."

genau, und heute dürften wir uns mit Volksverblödung ala Domenica In oder Leuten wie Vespa und Fede rumschlagen.

Vergiss es!

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Cristian Kollmann

@ Matteo Gesualdo Corvaja
Werter Herr Gesualdo Corvaja,

Interessant, dass auch Sie sich dazu hinreißen lassen, die Grünen und den PD als die einzig wahren Antifaschisten zu bezeichnen. Wenn die Grünen und der PD wirklich antifaschistisch eingestellt sind, dann erklären Sie mir doch bitte, warum sowohl die Grünen als auch der PD an die faschistisch belasteten Orts- und Flurnamen, angefangen bei "Alto Adige", klammern, und warum sie die mehrsprachige Schule fordern!

Wie lautet gleich nochmal ein Wahlslogan des PD: "Per un nuovo Alto Adige". Ein schönes altoatesinisches Südtirol. Das ist die Vorstellung des PD.

Wenn schon, ist es die SÜD-TIROLER FREIHEIT, die konsequent weder faschistenfreundliche Positionen vertritt noch mit Nazis etwas am Hut haben!

Ich traue Ihnen durchaus zu, dass Sie dies bereits erkannt haben, nur leider noch nicht gewillt sind, es einzugestehen...

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Die Grünen und der PD sind wahrscheinlich die einzig wahren Antifaschisten in Südtirol, und bekämpfen sowohl den italienischen, als auch den deutschen Faschismus, der gerne von euch, von den Freiheitlichen (sind ja eh' verkappte Nazis) und der UfS (ebenfalls verkappte Nazis) verschwiegen bzw. verniedlicht wird.

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Und warum lassen wir das Colosseo stehen, wenn dort zur Volksbelustigung Menschen starben. Und warum lassen wir das KZ in Osviecim stehen? Und warum lassen wir das colosseo quadrato im Viertel EUR in Rom mit seiner pathetischen Aufschrift stehen (ich persoenlich gebe zu, dass ich mit dieser Architektur symphatisiere, obwohl sie total steril und kuenstlich wirkt, und irgendwie ist es ja auch diese grosszuegige Planung und Sterilitaet die das Viertel EUR etwas ruhiger macht, als das gewoehnliche Rom)

Die norditalienischen Separatisten, die mit dieser "Bewegung" sympathisieren, vergessen, dass die Republicca Italiana aus dem Antifaschismus heraus geboren worden ist. Das sagte auch euer heiss geliebter Scalfaro: "Geht in die Berge, wo die Partisanen gestorben sind. Dort ist die italienische Republik geboren." Und eben nicht in dem Vasallenstaat von Salo etc.

Immerhin kommen die italienischen Gruenen mit den oesterreichischen Gruenen aus. Die hier gerne und zurecht, aber mit falschen Argumenten bekaempfte Alleanza Nazionale kommt wenn es um die Bekaempfung von Miderheiten geht, vermutlich ebenfalls gut mit FPÖ und ÖBZ aus. Aber dabei bleibt es auch, weil ihre Denkmuster retardiert sind.

Oesterreich hat heute die Grenzen, die es verdient, weil es Verantwortung fuer den Nationalsozialsimus getragen hat. Wieso fordern hier so viele einen Anschluss von Bolzano e dintorni an Oesterreich, wenn wenige Jahrzente zuvor Oessterich auf seine Souveranitaet und damit auf sich selbst komplett verzichtet hat.
Und wieso fordert niemand einen Anschluss Nordtirols an Italien. Das waere wenigstens symmetrisch.

Es gibt nur eine Loesung. Wir brauchen mehr Integration. Wir muessen in einen Staat zusammenwachsen, damit Grenzrevisionen endgueltig obsolet werden. Hier auf dieser Seite wird gelegentlich Hass gesaet. Hass, der geeignet ist unter weitaus widrigeren Umstaenden als den heutigen, Blut zu vergiessen. Wir haben unsere Lehren aus dem 2. Weltkrieg noch nicht gezogen. Es bleibt viel Arbeit vor uns. Die deutsche und osterreichische hoch gelobte Vergangenheitsbewaeltigung hat sich im Kino uebrigens im Heimatfilm sehr gut niedergeschlagen, waehrend man in Italien um diese Zeit mit Rossellini et al. viel weiter war.

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Young Greenhorns Southtyrol
Über ganz Süd-Tirol verstreut gibt es faschistische Bauten und Denkmäler.

Dabei sind es genau die Grünen, die "rassistische" Absichten hegen, indem sie einer ethnischen Minderheit von 0,5% ein sprachliches Anpassungsprogramm, genannt Mehrsprachigkeit, aufdrücken wollen.

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Grüne gegen Siegesdenkmal
Wenn der Faschismus den Grünen ein grosses Anliegen ist, sollte man sie für den Abbruch des Siegesdenkmales verantwortlich machen. In jeder Diskussion sollte man fragen warum dies nicht im Programm der Grünen steht. Am Siegesdenkmal gibt es nachweisbar faschistische Symbole, also Faschismus pur.