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Leserbrief: Fremdbestimmung – das ist immer Dornenkrone!

leonida_bissolati.jpgAm 11. Jänner 1919 hielt der italienische Minister Leonida Bissolati (im Bild) in Mailand eine große Rede. Darin trat er für eine Grenzziehung südlich von Bozen ein und führte aus „ …Südtirol wird immer ein Stachel im italienischen Fleisch sein …“. Diesen Worten eines italienischen Ministers 1919 folgten brutaler Faschismus, Option, Folterungen und Demütigungen bis in jüngster Zeit herauf! Der Stacheln sind es viele geworden, seit 1919.

Darum mein Ja zum Tragen der Dornenkrone beim Landesfestzug! Die
Dornenkrone symbolisiert die Leiden eines fremdbestimmten Volkes, oder
will jemand der selbsternannten Anti- Dornenkrone- Experten diese
leugnen? Wurde Südtirol immer liebevoll mit Samthandschuhen behandelt?
Ich glaube wohl nicht.

Immer setzte Italien auf die Ausmerzung der Tiroler Identität, mit Zuckerbrot wie mit der Peitsche.

Jedes Volk hat das Recht auf ein Leben in Freiheit. Die Dornenkrone
veranschaulicht die Vergangenheit unter italienischer Herrschaft! Die
Zukunft aber sollte ein Symbol zeigen, das ebenfalls beim Landesfestzug
mitgetragen werden soll: Ein freies Tirol in einem freien Europa! Denn
Vergangenheit trifft Zukunft.

Roland Lang, Terlan

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7 Kommentar(e)

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1

Lehrstunde
herr anton, das niederreden mit scheinbar gewichtigen argumenten dürften sie einigermaßen gut übernommen haben. ich bin so frei, und lasse diese ermüdungstaktik an mir vorbeiwirken.
der inhalt dieses, wie des letzten beitrags von ihnen ist schwachsinnig, da die scheinbar so treffsicheren argumente entweder der realen tatsachen entbehren, oder sich unsachgemäß falscher zusammenhänge bedienen.
machen sie die augen auf, und blicken sie hinter die kulissen, geben sie sich dabei aber nicht bei jenen zufrieden, die mit "vorsicht nicht erwünscht" bezeichnet sind, sondern brechen sie alles auf, wo mit "ACHTUNG VERBOTEN" gewarnt wird.
Judas hatte nichts von den 30 silberstücken, ja selbst die anstifter hatten bei deren wiederaneignung ihre liebe not damit. 😉
mfg

2

Alternativen
Welche Alternativen haben wir in der Geschichte zu Europa der EU gehabt? Etwa Faschismus in Spanien, Portugal und Griechenland bis in die 70er Jahre, Kommunismus und Totalitarismus zwischen Tallin, Ost-Berlin und Sofia? Aufrüstung, atomare Bedrohung, Stacheldraht, Mauer, Minenfelder an der Grenze, Archipel Gulag, schrittweise Vernichtung von kleinen ethnischen Minderheiten in eigenen angestammten Ländern wie die der Esten oder Letten, Verweigerung der grundlegendsten Menschenrechte wie Presse und Meinungsfreiheit etc. und und und? Sind das die Alternativen unserer Zukunft gewesen? Welche Alternatativen haben wir heute global gesehen in der EU zu den neuen Mächten in Asien, zu 1,4 Milliarden Menschen in China und über eine Milliarde in Indien? Was Süd-Tirol und Österreich betrifft, Gott sei Dank hat das Land Tirol südlich des Brenners ein Vaterland und eine Schutzmacht. Süd-Tirol war nie ein Teil von Deutschland, daher sehen die meisten Deutschen in Süd-Tirol heute leider eine italienische Provinz wie fast jede andere, im Gegensatz zu den meisten Österreichern, die immer noch zu wissen scheinen, dass die Süd-Tiroler Tiroler und damit auch ethnisch gesehen Landsleute und Österreicher sind. Das betont auch immer wieder der LH von Südtirol Luis Durnwalder immer wieder. Ohne diese Funktion der völkerrechtlich anerkannten Schutzmacht in den 60er Jahren würde die Politik der ethnischen Majorisierung der Süd-Tiroler durch Rom munter bis in unsere Zeit weiter gehen, eine mehr oder weniger echte Autonomie würde weiter auf sich warten lassen und heute würden wohl die Süd-Tiroler sich damit abfinden müssen, dass sie wirklich eine echte Minderheit im eigenen Land geworden wären. Das hat der Widerstand der Süd-Tiroler der 60er Jahre, die Landespolitik der AP Bozen in Zusammenarbei mit Wien vor der UNO damals in den 60-70-ern verhindern können und die heutige immer noch mangelhafte Autonomie dadurch erreicht, die wenigstens diesen Namen verdient. Seitdem passt Wien mit einem Argusauge drauf, dass die Bestimmungen der Autonomie von Italien erfüllt werden, auch wenn man von diesem chaotischen Staat keine Wunder in diesen Fragen erwarten darf. Übrigens, die EU hat ganz am Anfang ihrer Existenz und fast zeitgleich mit ihren Römischen Gründungsverträgen eine Selbstbestimmung der Saarländer klipp und klar ermöglicht, wo die Bevölkerung die freie Wahl in einer Volksabstimmung bekommen hat, entweder Status quo und Verbleib bei Frankreich für immer, oder Rückkehr zum Vaterland. Fast jeder Mensch weiß es heute, dass das Saarland in Deutschland liegt. Die französische Zeit dort ist schon längst vergessen. Eine ähnliche politische Alternative der Wahl wird es auch einmal für Süd-Tirol geben, davon bin ich überzeugt und zwar höchstwahrscheinlich nur Dank der demokratiepolitischen Entwicklung der EU der Zukunft in Richtung eines Europa der freien und der selbstbestimmten Völker. Sollte man der Meinung sein, wir sind noch sehr weit davon entfernt, dann sei es jedem Bürger überlassen, mit seinen Mitteln, mit seiner Kraft dafür einzutreten und zu kämpfen, dass es einmal so wird, das ist nämlich der Sinn der Demokratie in der wir alle leben dürfen. Eine bessere Form der Gesellschaft kennen wir bis heute nicht, daher gibt es auch keine Alternativen dazu!

3

Anton aus Tirol
grüße herr anton!

der kontinent europa ist unbestreitbar. die idee europa wurde vor nahezu 30 jahren schändlich verraten und ist heute eine lüge sondergleichen.
ich lebe in keiner europäischen demokratie, auch sie nicht, niemand tut das. die wiedervereinigung der brd war ein ergiesen des kapitalismus in ein ausgetrocknetes speicherbecken. nicht im traum durfte sonst ein deutscher auf ein größeres wir laut hoffen; diese option hat man sofort gnadenlos erstickt und bereits nach kurzer zeit wieder ins unseelige gegenteil verkehrt.
die von freiheit und demokratie beglückten länder im osten und südosten europas wurden zwangsprostituiert, menschlich auch, aber vor allem wirtschaftlich. schmiergeld wird dort seit beendigung kommunistischer zeiten nicht mehr unter der hand vergeben, wie bei uns noch(!) üblich, nein, zum spott des bürgerrechts und jeder rechtsstaatlichkeit wird dort kein sentimentales hehl mehr daraus gemacht.
österreich ist ein vaterland, ein sicherer hafen für südtirol? österreich hat längst allen scham dem eigenen bürger gegenüber verloren. bereitwillig biedert es sich brüssel an, wollüstig streift es auf verlangen das letzte höschen ab, und läßt sich achtlos alles mögliche hinten reinschieben.
soviel zum europa der vaterländer in gegenwart und zukunft und zu den potemkischen dörfern, die uns unablässig vorgesetzt werden.
mfg

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Europa freier Bürger
Die Freiheit in der leben wollen, muss man sich als Undividuum und als Gemeinschaft erkämpfen. Die Standards an denen diese gemessen sind meistens vom Land und Zeit abhängig. Das gilt auch für uns alle in Europa. Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass wir heute in einem friedlichen demokratischen, wohlhabenden Europa der EU ohne sichtbare Grenzen leben. Ohne die EU und ihre demokratiepolitische Vorbildwirkung wäre keine demokratische Entwicklung in der Geschichte Spaniens, Portugals, Griechenlands der letzten Jahrzehnte möglich, keine Deutsche Wiedervereinigung, keine demokratische Wende in Ost-Europa vor fast 20 Jahren, keine Selbstbestimmungen am Balkan der letzten Jahren und eines Tages auch keine Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol. Diese wird aus heutiger Sicht eher wegen der gesamteuropäischen politischen Entwicklung der nächsten Jahre und Jahrzehnte nach Tirol südlich des Brenners kommen und nicht weil Italien aus freien Stücken Süd-Tirol die Freiheit der Wahl in der ganzen langen Geschichte der Fremdbestimmung schenken wollte. Natürlich muss man sich irgendwann mit der eigenen Geschichte in jedem Land versöhnen, das tun die Süd-Tiroler ohnenhin für ihren Teil. Auf der italienischen Seite gibt es nur wenig Ansprechpartner in dieser Frage, solange man glaubt Südtirol als eine Art "eroberte Provinz" von oben herab behandeln zu müssen. Ich persönlich betrachte die Frage der Selbstbestimmung Süd-Tirols von einer gesamteuropäischen Ebene, wo derartige Fragen im Konsens friedlich und demokratisch reslos geklärt werden können. Das sind Europa der freien und der selbstbestimmten Völker einfach schuldig, dass kein Volk sich ausgegrenzt oder um sein Recht auf die eigene Selbstbestimmung betrogen fühlt. Dieses Recht wird auch nicht wegkommen, würde man von der italienischen Seite den Schlern in Süd-Tirol mit Gold überziehen, sagt ein Spruch. Das ist auch kein extravagantes Verlangen oder antiquierte Forderung an den Staat der Fremdbestimmung, sondern ein Menschenrecht eines jeden Bürgers und seiner ethnischen Gemeinschaft. Wer den Wohlstand über die Freiheit stellt, wird früher oder später beides verlieren! Die Zukunft der Süd-Tiroler Selbstbestimmung sehe ich persönlich mehr als optimistisch, gerade Dank Europa. Keine Macht der Welt kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist! Das gilt für uns alle gerade jetzt in diesem Jahr am Vorabend des Andreas Hofer Jahres, während und nach 2009. Dieses Jahr kann zu einem Jahr der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler werden oder eines Beginns einer demokratischen Entwicklung, wo man als Ergebnis die Klärung dieser Frage lokal, national und international erreichen kann, d.h. Status quo oder Tiroler Einheit, bzw. ein neues 10. Bundesland des Vaterlandes Österreich. Wieviel Zeit diese Entwicklung in Anspruch nehmen wird, kann heute niemand sagen, eines ist aber sicher, je früher man damit beginnt, desto nachhaltiger und besser werden die Rechte der Süd-Tiroler in diesen oben erwähnten Zusammenhängen abgesichert sein. Diese Politik der Selbstbestimmung kann natürlich nur die Landespolitik in Namen der überwiegenden deutschsprachigen und ladinischen Bevölkerung der AP Bozen machen und die international anerkannte Schutzmacht der Südtiroler Interessen Österreich muss dabei sehr genau darauf achten, dass der demokratische Wille der Bevölkerung der AP Bozen in Frage der Selbstbestimmung der Zukunft international auch respektiert wird. Das unterscheidet nämlich diese von anderen Selbstbestimmungen. Süd-Tirol hat ein treues Vaterland an seiner Seite, wo in jeder Regierung in Wien die Zukunft der Süd-Tiroler eine Herzensangelegenheit war, ist und immer bleiben wird. Das Land Süd-Tirol hat immer einen sicheren Hafen und das war und ist das rot-weiss-rote Österreich, das Vaterland der Tiroler in Nord Ost und Süd.

5

Freies Europa...?
dass ich nicht lache,wer meint
die EU sei für Freiheit der Völker,
läuft auf einem Auge "blind" umher.
Wohl eher Bestimmung durch Brüssel! Deshalb Freiheit für ein Europa der Staaten ohne das dumme Gebilde EU!!!!

6

"Immer setzte Italien auf die Ausmerzung der Tiroler Identität"

Ein misslungener Satz, denn "ausmerzen" ist nationalsozialistischer Sprachgebrauch und steht fuer Morden, während es hier um Transkulturation ging, aber nicht geht, weshalb die Bewegung "Suedtiroler Freiheit" eigentlich obsolet ist. Faschistische Behoerden haben der SS Listen von Menschen zur Ausmerzung gegeben.

7

Für Tirol
Am Samstag den 08.November 2008 gibt es eine gute Gelegenheit für das Recht der Süd-Tiroler auf die eigene Selbstbestimmung friedlich und demokratisch zu demonstrieren. Die Südtiroler Schützen veranstalten an diesem Tag ab 16.30 Uhr vom Waltherplatz zum Gerichtsplatz in Bozen einen Protestmarsch gegen Relikte des italienischen Faschismus und planen während dieser Kundgebung laut und deutlich in einem Manifest die Forderung nach Selbstbestimmung der Süd-Tiroler und Wiedervereinigung des deutschsprachigen Landes Tirol zwischen Salurn und Kustein in erster Linie an die Adresse der heutigen Macht der Fremdbestimmung in Süd-Tirol zu erheben. Ein Europa der EU der freien und der selbstbestimmten Völker macht endlich dieses Recht auch in Süd-Tirol eigentlich zum ersten mal seit der Teilung des Landes Tirol mehr und mehr möglich. Nur erkennen muss man das und konsequent politisch in diesem Sinne als Landespolitik der AP Bozen für eine freie Zukunft ohne die Fremdbestimmung handeln.