Start / Leserbriefe / Leserbrief: Faschismus – Gräuel

Leserbrief: Faschismus – Gräuel

Ivo_Hechensteiner_Wahl_2008.jpgHans Heiss, Verteidiger der Era Faschista des Alto Adige, sah nicht gut aus im Pro & Contra mit LSK Bacher. Unmöglich und deplatziert war sein Ausweichen zur Kristallnacht in Innsbruck 1938. Zur Erinnerung, 1938 war der Faschistendruck gegen die Südtiroler unerträglich geworden, und nicht wenige konnten sich nur durch Flucht vor Verfolgung retten. Im selben Jahr hat Mussolini trotz Stahlpakt die Bunker gebaut, und es war der Vorabend des Aussiedlungs-abkommens zwischen Hitler und Mussolini, um eben diese deutsche Rasse restlos aus Südtirol zu vertreiben. Dass die Südtiroler 1938 also ganz andere Probleme zu wälzen hatten, ist offenkundig, und sie in diese fürchterliche Geschichte hineinziehen zu wollen, ist eine ungeheuerliche Unterstellung.

Ab Sept. 1943 begann dann auch hier die Judenverfolgung, und
wahrscheinlich, wenn Heiss und Genossen damals schon gelebt hätten,
hätten sie der Gestapo gehörig auf die Finger geklopft. Dazu auch eine
Gräuelgeschichte aus Südtirol: Am 15. Mai 1945 wurden fünf Grödner
Väter aus St. Christina von ital. Partisanen aus den Betten geholt und
bestialisch zu Tode gebracht, wie viele Südtiroler auf dem Rückzug von
ital. Partisanen ermordet wurden, dürfte die Grünen Gutmenschen kaum
interessieren, es waren ja nur Südtiroler, und keine Juden.

Ivo Hechensteiner, SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

 



Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

13 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

"deutsche Rasse" - wer einen solchen Begriff verwendet, sollte doch ideologische Schwächen nicht bei anderen suchen.

2

super ausgesehen!
"Hans Heiss, Verteidiger der Era Faschista des Alto Adige, sah nicht gut aus im Pro & Contra mit LSK Bacher"
Wer nicht einmal "Nationalsozialismus" fehlerfrei aussprechen kann, hat natürlich super ausgesehen!!!

3

@nickname
Der Nationalsozialismus als Regime ist, zum Glück, schon längst tot.
Nur sind seine "Kinder" immer noch unter uns, in allen europäischen Ländern. Und Italien ist das Land Europas in dem am wenigsten was dagegen getan wird, weil der jetzige Premier sich gern auch von Faschisten unterstützen läßt, wenn es um die Macht geht.
Auf youtube gibt es ein interessantes Video, da wird der Parteichef der rechtsradikalen Fiamma Tricolore, Luca Romagnoli, auf Canale 5 vom Journalist Enrico Mentana interviewt.
Romagnoli behauptete tatsächlich, Adolf Hitler sei ein achtenswerter Staatsmann gewesen, der sein Land von der Krise gerettet, und seinem Volk die Würde wiedergegeben hätte.
Als Mentana ihn fragte, was er über den Holocaust denke, meinte Romagnoli ernsthaft, er habe keine sicheren Beweise, daß es jemals stattgefunden hätte !!!!!!!!!!!!!!!
Letzte Woche erschien ein Artikel im Corriere della Sera ein Artikel, in dem sich das Simon Wiesenthal Zentrum in Jerusalem sich über das Vermehren von rechtsradikalen und rassistischen Gruppen auf Facebook beschwerte. Die meisten diese Gruppen sind italienischsprachige Gruppen.

4

der Nationalsozialismus ist nicht seit 60 Jahren tot. Bestimmte Leserbriefe sind der Beweis dafür.

5

Geschichtsverdrehung
"Am 15. Mai 1945 wurden fünf Grödner Väter aus St. Christina von ital. Partisanen aus den Betten geholt und bestialisch zu Tode gebracht, wie viele Südtiroler auf dem Rückzug von ital. Partisanen ermordet wurden, dürfte die Grünen Gutmenschen kaum interessieren, es waren ja nur Südtiroler, und keine Juden"

Hahaha! Das ist purer Revisionismus, was in Italien hoch in Mode ist, siehe die Bücher von Gianpaolo Pansa. Die Widerstandskämpfer werden jetzt als die Bösen dargestellt und die armen Südtiroler sind mal wieder nur Opfer.
Sehr bequeme und selbstexkulpatorische Sicht der Dinge.
In dieser Hinsicht scheinen sich manche in Südtirol einiges von den Italienern abkopiert zu haben.

6

Perfide Show abgezogen!
Herr Heiss hat hier eine perfide Show bzw. eine Unterstellungstaktik abgezogen.

Er hat vom eigentlichen Thema dem Faschismus in Südtirol abgelenkt und sich auf den Nationalsozialismus eingeschossen, und den Schützen vorgeworfen, sie würden nicht angemessen gegen den Nationalsozialismus demonstrieren. Damit wollte er den Schützen versteckt, aber gezielt eine Nazi-nahe Haltung unterstellen.

Bei der Schützen-Kundgebung ging es aber nicht oder nicht in erster Linie um den Nationalsozialismus, sondern um den noch immer gegenwärtigen Faschismus in Südtirol. Herr Heiss vermischte bewußt Geschichte und Gegenwart beider Diktaturen und drehte es so hin, als würden die Schützen gegen das falsche Regime demonstrieren.

Dass der Nationalsozialismus seit 60 Jahren tot bzw. Vergangenheit ist, sollte dem „großen“ Historiker Heiss eigentlich nicht entgangen sein. Auch stehen in Deutschland keine Hitler-Denkmäler oder Inschriften, dass Juden Barbaren wären. Und nicht zuletzt legt der deutsche Staat auch keine Kränze für Massenvernichter vor zweifelhaften Denkmälern nieder.

Der Faschismus in Süd-Tirol hingegen ist noch immer Gegenwart und Teil der italienischen Kultur. Es werden noch immer Kränze für den Krieg gegen uns Süd-Tiroler niedergelegt. Und eine Inschrift bezeichnet uns als Barbaren. Italien und Italiener sind sogar noch stolz auf den 1. Weltkrieg, dass sie unsere ehemals österr. Heimat besetzt und uns ihr imperialistisches Gerümpel bis heute aufgewzungen haben.

Diese faschistischen Relikte, wie auch die erfundenen Ortsnamen gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.

7

bittää?
"einen kranz im jüdischen friedhof soll TIROL gemeinsam hingeben! aber solange tirol getrennt ist, wird das wohl nicht möglich sein."

warum? bitte um eine erklärung.

8

ich verstehe diesen grünen tauschhandel nicht. unter den deutschen waren nazis. nazis haben judenverfolgt und getötet. beide sachen sind furchtbar!

heiss unterstellt aber meiner meinung nach den schützen indirekt (mit seinem vorwurf/bitte, einen kranz im jüdischen friedhof zu legen) nazis zu sein - nur weil sie faschistische relikte entfernt haben wollen und tirol vereinen wollen? ich sehe das nicht ein. als historiker scheint mir dieser herr doch sehr starkes sackgassendenken zu betreiben, ohne dabei einen gesamtüberblick zu haben.

einen kranz im jüdischen friedhof soll TIROL gemeinsam hingeben! aber solange tirol getrennt ist, wird das wohl nicht möglich sein.

9

@Herrn Matuella
Entnazifizierung war in Österreich eindeutig eine Farce. Auch in der BRD bekamen zwar viele Nazis den Persilschein von den Amis, weil sie sie gebraucht haben, aber nirgendwo anders in Europa konnten sich ehemalige Nazis ungestört frei bewegen und ihr Unwesen treiben wie in Österreich und in Italien.
Beide Länder haben immer einen Problem damit gehabt, ihre Geschichte zu verarbeiten, da es viel bequemer war, in die Opferrolle zu rutschen und den bösen Deutschen sämtliche Schuld in die Schuhe zu schieben.

10

Unglaublich!
Es muss einem die Haare zu Berge stellen bei solchen Äußerungen!

Sie wollen für die Einheit Tirols sein und schreiben dann, das was in Nordtirol (Innsbruck) geschehen sei habe mit uns nichts zu tun?!

Und deutsche Rasse?! Sind Sie ein Rassist oder wieso verwenden Sie solche Begriffe?

Wirklich, unter jedem Niveau.

11

P.S.
Ich habe natürlich 75 Tausend Menschen gemeint, die das Land als Folge der Option verlassen haben. Die wenigsten davon konnten nach dem Kreig wieder nach Südtirol zurückkehren und hier auch leben, weil Italien es so wollte, trotz anderslautenden Versprechen und Behauptungen in der Frage der Behandlung der Optanten nach dem kreig gegenüber Österreich und der allierten Seite.

12

Wini
Hans Heiss von den Grünen (Melonenpolitiker außen grün und innen rot)und mit ihm viele seiner Gesinnungsgenossen würden in Österreich wenn er bzw. sie sich so für den Faschismus einsetzen mit dem Verbotsgesetz in Konflikt kommen.
Verbotsgesetz 1947.
Das Verbotsgesetz 1947 in der Kurzform als Verbots G bezeichnet, ist ein österreichisches Verfassungsgesetz, mit dem die NSDAP verboten und die Entnatifizierung in Österreich gesetzlich geregelt wurde. Das Gesetz wurde unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg am 8. Mai 1945 beschlossen, jedoch 1947 neu verlautbart. Das Gesetz verbietet unter anderem bei Strafe jede Betätigung im Sinne des Nationalsozialismus. Als "politisches Delikt" fallen die Strafbestände des Verbotsgesetzes in die ausdrückliche Zuständigkeit der Geschworenengerichte.
Für Herrn Heiss wäre es sicher besser er würde sich für ein Gesetz das den Faschismus in Italien verbietet stark machen. Aber da hätte er so manchen Italiener zu Feind. Es muß schlimm sein in einem Land leben zu müssen, in den dem der Faschismus noch geduldet ja wo ihm sogar noch gehuldigt wird.

Das Motto von Heiss: Lieber ein walscher Faschist als ein Tirole Schütz. Leider kein Witz.

13

ZDF-Doku a.d. Seite der Schützen
Einer der aktuellsten Themenbeträge auf der Seite der Südtiroler Schützen beschäftigt sich mit der Vorgeschichte und Auswirkungen der beiden Faschismen auf Süd-Tirol, und zwar nach 1922 bis 1939, vor allem aber in der sog. Optionfrage von 1939, die bis 1943 eine Absiedlung, d.h. de fakto eine ethnische Säuberung, von über 75 Menschen aus Süd-Tirol nicht italienischer Herkunft ins damalige Dt. Reich, mit sich gebracht hat. Diese ZDF-Dokumentation "Option - Schicksalstage Südtirols" von 2008 kann man soeben auf der Seite der Schützen in voller Länge von fast 24 Minuten anschauen, sie ist deswegen allen sehr zu empfehlen, weil sie von objektiven und unparteiischen, d.h. nicht grünen oder schwarzen, roten etc. Historikern aus dem Ausland gemacht wurde. Die Adresse lautet:

http://www.schuetzen.com/