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Leserbrief: Bloß keine Sammelpartei!

roland_lang_bozen_500_01.jpgDie SVP hat mit Dr. Franz Pahl und Anderen Wahlbeobachter zu den spanischen Parlamentswahlen ins Baskenland geschickt.  Der Rat des SVP- Obmannes auf einer abschliesenden Pressekonferenz, die dortigen Unabhängigkeitsbewegungen sollten eine ‚Sammelpartei‘ gründen, wird hoffentlich nicht umgesetzt.

Denn auch die SVP wurde als ‚Sammelpartei‘ für die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechtes gegründet und endete mit einem SVP- Landeshauptmann, der sich in seiner Amtszeit für den Verbleib des Südtiroler Volkes bei Italien ausspricht. Damit hat die Sammelpartei ihren Gründungsauftrag klar verraten. Wie kann man da noch einem anderen Volk, das berechtigt nach Freiheit strebt, auch noch Ratschläge erteilen wollen und selber den Weg der Fremdbestimmung gehen? Lernen müssen wenn die SVPler von denen, die ‚independentzia‘ fordern!
 
Roland Lang, Terlan

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19 Kommentar(e)

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Freiheit für Baskenland
Es waren schon unzählige Länder- Abordnungen in SüD-TIROL und haben sich über die hiesige Autonomie informiert.
Aber spätestens nach den verblüffenden negativen Antworten auf ihre Fragen zu eigenem Außenministerium, Bildungsministerium, Exekutive usw. haben sie abgewunken!
Diese Mini- Lösung á la Italiana will man dann doch nicht!
Den Basken darum ALLES GUTE!
Für uns SÜD-TIROLERN bleibt mit vielen anderen Völkern vorerst nur der Wunsch nach Friheit. Aber er wird immer stärker!
Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
JOHANN CHRISTOPH FRIEDRICH VON SCHILLER

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Der Tisner Ander

Post Scriptum
Die Tischelwanger mögen es mir verzeihen!? Bei der Aufzählung des deutschen Sprachelements in Italien habe ich die Tischelwanger vergessen! Unter dem Plöckenpaß liegt abseits der Hauptstraße das Dorf Timau/Tischelwang/Tischlbong. Dort wird auch heute noch eine kärntner-deutsche Haussprache gesprochen. Der deutsche Name soll von dem dort häufig wachsenden Täschelkraut stammen. Wer dort vorbeikommt soll einmal das Flussheiligtum "Dr olde God vo Tischlbong" besuchen. Sporadisch erscheint die Ortszeitung "Asou geahts un ka Teifl versteahts". Mit seinen schönen Gasthöfen wird einem das Einkehren schmackhaft gemacht.

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Der Tisner Ander

Propagandaworte
Es ist an der Zeit mit kritiklosem Nachplappern von SVP- Propagandaworten aufzuhören. SVP-Politiker haben Schlagworte erfunden und eine Schar von Journalisten beten dieses Neuösterreichertum nach:
1.) "Schutzmacht Österreich". Ganz einmal abgesehen davon, dass der Begriff "Macht" in Zusammenhang mit dem Kleinstaat Österreich eine Lachnummer ist, soll dies auf die Tatsache hinweisen, dass im Gruber-Degasperi Abkommen (Pariser Abkommen) (kein Vertrag!!!) zwischen Österreich und Italien einige Dinge geregelt sind. Italien war der Meinung, dass dies im ersten Autonomieabkommen schon erfüllt war. Ich bin dieser Meinung NICHT! Bei allen Dingen, die über das Abkommen hinaus später verhandelt wurden, (Magnago, Benedikter, Moro usw.) war, ist und bleibt Italien, der Meinung, das dies eine inneritalienische Angelegenheit sei. Dem kann man nicht widersprechen.
2.)Österreichische Minderheit in Italien: Es gibt keine österreichische Minderheit in Italien! Im Pariser Abkommen steht: Die deutschsprachigen Einwohner der autonomen Provinz Bozen haben das Recht....
3.) Daher ist es an dieser Stelle einmal angezeigt wo heute noch in Italien Deutsch als Mutterspache gesprochen wird:
- Über die deutschsprachigen Einwohner der autonomen Provinz Bozen, also die Südtiroler wurde schon gesprochen.
- In der Provinz Trient/Trento gibt es in einem Tal links von Persen/Pergine fünf deutschsprachige Dörfer, gewöhnlich Fersentaler oder Mócheni genannt.
-Ferner auf der Hochebene von Vielgereut/Folgaria noch ein deutsch/zimbrisch redendes Dorf Lusern/Luserna.
- In der Provinz Wiesenthein/Vicenza gibt es die Sette Comuni/Sieben Gemeinden wo noch zimbrisch/deutsche Haussprache existiert.
-In der Provinz Verona/Bern(Berne) gibt es im Dorf Giazza/Glietzen/Ljetzan noch zimbrisch/deutsche Haussprache.
- In der Provinz Belluno(dessen deutscher Name verschollen ist) gibt es die große, reiche Wintersportgemeinde Sappada/Bladen/Plodn wo über tausend Menschen ihre deutsche Mutterspache pflegen.
- In der Provinz Udine gibt es Sauris, die Zahre, die in drei Dörfern noch "noch dr Zahrersproch reidn". Sauris di sotto/Unterzahre/Derf und Sauris die sopra/Oberzahre/Plotz sowie Lateis/Salateisa.
- Im Kanaltal/Val Canale ist kärtner-deutsche Umgangssprache noch lebendig.
-In der autonomen Provinz Aostatal ist südlich des Monte Rosa/Großes Rothorn in der Gemeinde Gressoney und weiter südlich davon deutsche Hausprache, das Walserdeutsch, noch sehr verbreitet.
- Und schließlich ist im Piemont in Fortsetzung um das Monte Rosa Massiv walserdeutsche Sprache noch in den Gemeinden Alagna,Rima und Rimella des Sesia-Tales, sowie im Anzanzatal in Macugnaga, walserisch Makannah, noch deutsche Haussprache vorhanden. Sehr lebendig ist das Walserdeutsch noch im Val Formazza/Pomatt wo die Orte auch zweisprachig bezeichnet sind. Es grüßen Orte wie Pote/Zum Stäg und Pomazza/Pomat.
Fazit: Alles das Aufgezählte stellt 2008 noch die deutsche Sprachminderheit in Italien dar.

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Süd-Tirol und Österreich
Wo ist Österreich. Die Stunde null der Fremdbestimmung hat bekanntlich im Nov.1918 für Süd-Tirol begonnen. Das Vaterland Österreich ist damals von einem Imperium auf die Grösse eines Kleinstaates im Alpenraum reduziert worden. Aus Angst vor diesem immer noch "übermächtigen" Gegner Österreich verlangte damals das Königreich Italien die strategisch wichtige Grenze entlang des Alpenhauptkammes, also die heutige Nordgrenze Süd-Tirols am Brenner. Fast von Anfang der italienischen Herrschaft an, wurde Italien von Duce-Faschisten, in Süd-Tirol bis 1943, südlich davon bis 1945 regiert. Die Erste Österreichische Republik konnte für Süd-Tirol nicht viel machen, da dieser Staat viel zu schwach war um international in dieser Frage Muskeln und weltpolitische Macht spielen zu lassen. Mussolini garantierte dazu bis 1936 die Unabhängigkeit Österreichs gegenüber Nazi-Deutschland. Nach dem Zusammenbruch der beiden Faschismen in Italien und im Dritten Grossdeutschen Reich hoffte das wiederauferstandene neue und demokratische Österreich dem Land und Volk Süd-Tirols würde nach dem Zweiten Weltkrieg endlich historische Gerechtigkeit widerfahren, leider vergebens. Alles was Österreich für die Landsleute in Tirol südlich des Brenners zum damaligen Zeitpunkt erreichen konnte, das war die Autonomie des Pariser Vertrages von 1946. Seit diesem Zeitpunkt ist Süd-Tirol ein Subjekt des Völkerrechts und Österreich hat völkerrechtliche Verpflichtung, Schutzmachtfunktion und Mitspracherecht bekommen. Nach dem österr. Staatsvertrag 1955 ist das Vaterland der Süd-Tiroler endlich selbst von Fremdbestimmung und Besatzung frei geworden, und konnte sich aus ganzer Kraft auch für die Interessen der Süd-Tiroler international wirksam einsetzen. Wegen Nicht-Einführung der 1946 versprochenen Autonomie ist Italien von Österreich mehrmals vor der UNO in den 50er und 60er Jahren des Wortbruches angeklagt worden und musste sich dafür vor der Weltöffentlichkeit verantworten, wie heute vieleicht die Volksrepublik China in der Tibet-Frage. Die bekannten bürgerkriegsähnlichen Ereignisse in Süd-Tirol führten damals letztenendes dazu, dass Italien die 1946 versprochene Autonomie stufenweise von 1972 bis 1992 halbherzig und immer noch unvollständig erlaubt hat. Dafür waren unzählige Treffen der Spitzendiplomaten aus beiden Ländern über viele Jahrzehnte in ganz Europa auf neutralem Boden und bei der UNO notwendig, von Kopenhagen, Paris, Brüssel, Zürich bis Genf usw. Im Vorfeld der EU-Beitrittsverhandlungen musste Österreich dem alten EU-Mitgliedland Italien eine entsprechende Streitbeilegungserklärung bez. Süd-Tirol abgeben, damit Italien des Anspruches auf Alto Adige sich weiterhin sicher sein sollte. Österreich ist daher Italien heute im Wort, es sei denn die Süd-Tiroler würden bald in Zukunft etwas anderes an demokratischen Willensbekundungen der Bevölkerung zustande bringen, das würde die gesamte Situation natürlich stark verändern. Die alten Gespenster der gewaltsamen Italianisierung aus der Zeit des Duce-Faschismus und die neueren aus der Zeit des Widerstandes gegen Italianisierung Süd-Tirols mit der Brechstange bis in die späten 60er Jahre wirken leider im negativen Sinne immer noch in die heutige Politik hinein, und ihre verheerende Wirkung auf den immer klar vorhandenen Willen zu Selbstbestimmung des Landes ist für mich bei der SVP in ihrer bisherigen Politik in dieser Frage klar ablesbar. Österreich wird aber ohnehin fast immer nur das tun, was Wien in den Süd-Tirol betreffenden Fragen die Landesregierung in Bozen raten wird. So gesehen wird auch umgekehrt die SVP als grösste Partei des Landes erst dann die Selbstbestimmungampel auf grün schalten, wenn auch Wien der Meinung sein sollte, der richtige Zeitpunkt dazu wäre gekommen. Das heisst, die Entscheidung in Richtung der Erlangung der vollen Handlungsfreiheit in der Selbstbestimmungfrage kann womöglich nur gemeinsam auf Initiative der Süd-Tiroler selbst gefällt werden. Ich bin mir persönlich ganz sicher, dass in der Führungspitze der Parteien in Süd-Tirol und in Österreich solche Überlegungen angestellt werden. Der Landeshauptmann wird aber nicht etwas tun, was zwischen Wien und Bozen in dieser Frage der Selbstbestimmung nicht abgesprochen ist, und weiters keine Chance auf Erfolg in Italien oder in der EU haben kann. Die Frage der süd-tiroler Selbstbestimmung hat sich aber sehr stark zum Positiven hin in den letzten 20 Jahren bewegt, erstens wegen der vielen gelungenen Selbstbestimmungen in Ost-Mitteleuropa seit 1989 und seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995. Seitdem die Bürgermeister der AP-Bozen 2006 geschlossen die Selbstbestimmungpetion an den Österr. Nationalrat in Wien abgeschickt haben, ist politisch eine neue Ära der Selbstbestimmung für Süd-Tirol angebrochen. Diese Petition wurde in Österreich mit sehr viel Aufmerksamkeit in allen Parteien aufgegriffen, und der entsprechende neue Südtirolpassus in der künftigen neuen Bundesvervassung sollte hoffentlich bald noch 2008 mit einer 2/3 Verfassungsmehrheit im Parlament in Wien beschlossen werden. Das ist aber momentan nur dann möglich, wenn die ganze Verfassungs- und Verwaltungsstaatsreform als abgeschlossene Gesetzesvorlage als ein Gesamtpaket dem Nationalrat in Wien zur Abstimmung vorgelegt wird. Alle in diesem Parlament vertretenen Parteien, die ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ mit Ausnahme der Grünen, die das auf Anraten ihrer Parteifreunde in Bozen ablehnen, werden voraussichtlich geschlossen auch dem Südtirol-Passus in der Präambel der reformierten Verfassung der Zeiten Republik zustimmen. Sollte das geschehen, wird die Republik Österreich augrund der eigenen Verfassung in Zukunft dazu verpflichtet sein, nicht nur die alte Schutzmachtrolle weiterhin wahrzunehmen, sondern zusätzlich all das national und international zu unterstützen, was vor allem auch in der Frage der Selbstbestimmung von der Landesregierung in Bozen an Wien in Zukunft an Wünschen und Vorstellungen herangetragen wird. Meines Wissens versuchte man bis heute gerade diese Südtirol betreffende neue Bestimmung aus dem Land wo die Zitronen und noch vieles mehr blühen, um jeden Preis zu verhindern. Vieleicht ist das der Grund, warum die Arbeit daran so lange schon dauert. Ein sehr bekannter Politiker süd-tiroler Herkunft in Wien meinte einmal dazu, diese Südtirol-Erwähnung wird kommen, oder die neue Verfassung wird nicht kommen, sollte man den Südtirolpassus doch in letzter Minute streichen wollen, auch das hat es schon realpolitisch gegeben. Daher bevor man sich unnötig den Kopf über angeblichen Unwillen der SVP in der Selbstbestimmungfrage zerbricht, sollte man viel eher diesen geplaten Beschluss der neuen Bundesverfassung der Republik Österreich abwarten. Schliesslich waren es die SVP-Bürgermeister, die diese oben erwähnte Selbstbestimmung-Petition 2006 nach Wien abgeschickt haben. Die weiteren Fortschritte auf dem Wege der Selbstbestimmung werden davon abhängen, ob die SVP nach der nächsten Wahl alleine in der AP Bozen Südtirol regieren wird, oder ob sie andere Parteien aus der Opposition dazu brauchen wird. Für die Führung der Edelweisspartei in der Brennerstrasse wird der Selbstbestimmungfall bekanntlich aber dann klar eintreten, wenn Italien die hart errungene Autonomie Süd-Tirols in Zukunft ernsthaft in Frage stellen würde. Noch vor zwei Jahren hat der Landeshaputman in einem Journalistengespräch sinngemäß gemeint, man müsste uns nur ein halbes Jahr für die Vorbereitung geben, und er sei sich sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Süd-Tiroler in einer Abstimmung für die Rückkehr des Landes zum Vaterland stimmen würde. Dazu passt ein Zitat aus dem Parteiprogramm der SVP: "4. Südtirol ind Österreich. Südtirol war durch Jahrhunderte Teil Österreichs. Als Folge des Ersten Weltkrieges wurde Südtirol vom Mutterland abgetrennt. Dieses historische Unrecht wird von der SVP und vom Südtiroler Volk nach wie vor empfunden. Der Anspruch auf die geistige und kulturelle Zugehörigkeit Südtirols zum Vaterland Österreich, zum deutschen Sprachraum und zum mitteleuropäischen Kulturraum ist und bleibt ein wesentliches Gestaltungselement unserer eigenständigen Entwicklung." Die nächsten Monate und Jahre werden unter Umständen zeigen, ob die Edelweisspartei als die Sammelpartei der Südtiroler es damit wirklich ernst meint, nämlich mit demokratischen Mitteln für die Klärung der Frage der Selbstbestimmung weiterhin kämpfen zu wollen, um den Anspruch auf die geistige und kulturelle Zugehörigkeit Südtirols zum Vaterland Österreich weiterhin zu stellen. Das beinhaltet aber noch nicht die staatliche Zugehörigkeit, vorausgesetzt der "Selbstbestimmungnotfall" tritt einmal ein, und die SVP wird auch diesen Anspruch klar und deutlich stellen wollen. In dieser Hinsicht wäre ganz sicher dieser geplante Südtirolpassus in der künftigen österreichischen Bundesverfassung sehr sinnvoll und nützlich. Dabei darf man eines noch nicht vergessen. Die EU ist eine Staatengemeinsachaft, die erst dann Selbstbestimmungbestrebungen unterstützt, wenn solche Forderungen erstens von einer Ethnie überhaupt demokratisch, ethnisch, historisch legitimiert gestellt werden, und zweitens, wenn sie eienen Promotor oder sogar mehrere in der EU selbst finden. Italien wird aber auch niemand in der Welt reinreden wollen, damit Rom sich mit solchen Sezession-Bestrebungen abfinden sollte. Italien würde eher in so einem Fall gewaltige demokratiepolitische Defizite aufweisen, würde man klare Willensbekundungen nach der Klärung der Frage der Selbstbestimmung in einer seinerzeit annektierten Provinz ganz einfach bis in alle Ewigkeit ignorieren wollen. Ich würde daher aus heutiger Sicht eher glauben, dass weitere Fortschritte auf diesem Wege nur dann möglich sein werden, wenn solche Forderung nach Klärung der Frage der Selbstbestimmung überhaupt einmal von der eigenen Landesregierung einmal erhoben werden, so ähnlich vieleicht, wie heute anderswo in der EU in Schottland seit Mai 2007. Weiters müsste in Wien eine Regierung an der Macht sein, die dem wohlwollend entgegentreten würde. Die Landesregierung könnte sogar einmal auf dem Wege einer Volksbefragung in Erfahrung bringen, ob dieser Selbstbestimmungdrang in Süd-Tirol überhaupt noch eine klare Mehrheit findet, und wenn ja, in welche Richtung sollte es dann weiter gehen. Ich persönlich würde sogar bescheiden eine Lösung bevorzugen, die die Widerherstellung der Landeseinheit in Süd, Ost und Nord-TIrol in zwei EU Staaten ermöglichen würde. Die erste und wichtigste Voraussetzung dafür wäre natürlich überhaupt eine klare Linie und Politik der Selbstbestimmung der SVP. Nach der nächsten Landtagswahl wäre das vieleicht vorstellbar, wenn SPV gemeinsam mit FP, SF oder UfS die Landesregierug im Herbst 2008 stellen würde.

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Wo ist Österreich?
Mich würde interessieren, warum sich die Republik Österreich offiziell so wenig für Süd-Tirol einsetzt. Abgesehen von der Schutzmachtrolle, die, glaube ich, nur bei extremen Völkerrechtsverstößen wahrgenommen wird, scheint nicht viel vom Vaterland zu kommen.

Hat Österreich Angst, dass sie keine Pizza und Spaghetti mehr aus Italien bekommen, wenn sie sich für ihre österreichische Minderheit in Süd-Tirol einsetzen?
Ist die wirtschaftliche Expansion nach Osteuropa lukrativer?
Oder hat die SVP schon über Jahrzehtnte gesorgt, dass man den deutschen Süden Tirols in Wien vergessen hat?

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@Tisner Ander
Besten Dank für die Geschichtslektion,das Thema interressiert mich nicht, wir hatten in der CH den Namen BK Schusnigg nie gehört im Geschichts Unterricht. Ich versuche mal etwas Bücher zu erlangen. Also Dank und Gruss nach
Tirol (ins südliche)

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Der Tisner Ander

Re.: Doppelbürger
Lieber Doppelbürger, Sie scheinen sich aufrichtig für die Südtiroler Geschichte zu interessieren. Daher ist Vorsicht am Platz wenn irgendwelche Propaganda von welcher Seite auch immer getrieben wird. Mir fällt Ihre verwunderte Frage auf, warum Österreich sich dies hat bieten lassen. Nun es ist schon so, dass das Land nach dem Ersten Weltkrieg am Boden lag. Aber wahr ist auch, dass die offizielle Politik in Deutschland und Österreich über weite Strecken der 90-ig jährigen Abtrennung Südtirol nur als Last in den Beziehungen zu Italien empfunden hat. Der Ö- Bundeskanzler Schuschnigg eigentlich ein Kärntner slowenischer Abbstammung, der Name zeigt es, aus Radsberg/Radise bei Klagenfurt, war ja nur eine abhängige Kreatur von Mussolini, genau wie sein Vorgänger Dollfuß. Als Mussolini ihn fallen lies, hatte Hitler freie Bahn. Dollfuß und Schuschnigg waren Faschisten wie Hitler und Mussolini, eben nach der österreichischen Spielart des Austrofaschismus, auch Klerikalfaschismus genannt. Aber auch Hitler hatte Südtirol regelrecht gehasst. Der dahergelaufene berufslose Österreicher ohne Schulabschluß (geboren in Braunau, aufgewachsen in Linz, rumgegammelt in Wien, dort wohnhaft im Pennerheim)hatte für Südtirol nie etwas übrig. Auch nach dem Krieg hatten die deutschen und die österreichischen Regierungen kein Interesse an Südtirol. Der historischen Wahrheit wegen aber galt das in Österreich nur bis Kreisky. Von da an begann Südtirol in Österreich einen höheren Stellenwert einzunehmen. Damit die zwiespälige Rolle Schuschniggs einmal beleuchtet wird: Bevor er den Ausspruch "Gott schütze Österreich" tat, sagte er im Satz davor er wolle "kein deutsches Blut vergiessen". Er sagte nicht österreichisches Blut! Nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieser österreichische Patriot 1948 in die USA ausgewandert. Dort scheint es ihm aber auch nicht gut gefallen zu haben. Er kam zurück nach Österreich, lebte und starb 1977 in Mutters bei Innsbruck als USA- Bürger. Gott schütze uns vor solchen Politikern!

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Georgos Egger

Was schütze Gott?
Tirol? Dieses Land hat sich per Verfassungspräambel und durch historischen Schwur zur Treue zu Gott verpflichtet. Wie schaut es aus mit dieser Treue??? Österreich? Dieser Staat hat jeden Gottesbezug in der Verfassung abgelehnt, ja sogar die Kirchenvertreter aller hier anerkannten Religionen und Bekenntnisse haben das abgelehnt — der damalige Nationalratspräsident stand mit seiner Absicht alleine da. Dieser Staat ist in seinem Wesen atheistisch. Die Europäische Union? Der ist der Schutz schwuler Lebensweise wichtiger als der Schutz und die Förderung von Familien (siehe EU–Verfassungsentwurf). Die EU schließt Gott ebenso aus wie Österreich und läßt Repressionen gegen gläubige Christen durch Einschränkungen ihrer Gewissensfreiheit erkennen. Wie kann man Gott bitten, etwas zu schützen, was IHN ignoriert, mißachtet und bekämpft, ja was Gottes Gericht verdient hat??? Ich halte das für eine Entheiligung Seines Namens, in offenem Widerspruch zur ersten Bitte des Vaterunsers.

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Gott schütze-
@Markus:Ganz in meinem Sinn natürlich..... Gruss!

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@ Doppelbürger in CH
Gott schütze Österreich, Süd-Tirol, Welsch-Tirol und Italien!

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Gott schütze...
@Markus, Gott schütze BITTE auch Italien....

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Tiroler Geschichte, Gott schütze Österrr
Warum das Land Süd-Tirol im November 1918 bis zum Brenner von italienischen Truppen besetzt wurde, das ist weitgehends bekannt. Das Königreich Italien hat im Ersten WK 1915 heimlich die Bündnisseiten gewechselt und Österreich ohne Grund den Krieg erklärt. Das geschah in Italien im Zeichen von Irredenta, wo man damit spekuliert hat, dass wenn Österreich an der Seite Deutschlands den Krieg mit England und Frankreich verlieren würde, Italien dann die italienischsprachigen Gebiete nach dem Friedensschluss zugeschlagen bekäme, was nach 1918/19 auch geschehen ist, vor allem aber im Trentino, in ehem. Österr. Kronland Küstenland, sprich um Triest bis nach Pola, Fiume, Zara etc. Bis zum Waffenstillstand zwischen Italien und Österreich im Nov. 1918 hat aber kein einziger italienischer Soldat den Boden des heutigen Landes Südtirol betreten oder erobert. Der letzte österr. Kaiser Karl I. zeigte sich in Geheimverhandlungen mit Italien zwar Gesprächbereit, aber nur über Trentino und nur auf dem Wege der Abstimmung, Triest, Dalmatien und Istrien waren für ihn nicht verhandelbar. Letztenendes hat Österreich den Krieg verloren und musste sich dem Willen der Sieger fügen, dazu ist dieses Land auf seinen deutssprachigen Teil und die heutigen neun Bundesländer reduziert worden, und musste noch dazu die Teilung in Tirol und Annexion Süd-Tirols im deutschsprachigen Teil hinnehmen. So einen Zusammenbruch der sich gewaschen hat, muss man zuerst einmal in einem Land mental verkraften, das über Jahrhunderte ein Riesenreich war. Das wäre so, als ob z.B. Italien irgendwann auf die Grösse von Rom und Umgebung schrumpfen würde, was würde dann so ein Land international zu melden haben. An der Küste Dalmatiens und Istriens lebten damals fast nur Italiener. Im Hinterland lebten immer schon die Slawen, Kroaten und Slowenen, trotzdem wurden sie nach dem Zusammenbruch der Österr. Monarchie 1918 auch dort ungefragt und ungewollt in den italienischen Staat hineingezwungen, nicht anders als die Menschen in Süd-Tirol im heutigen Sinne zwischen Salurn und Brenner. Bis 1918 hat man in Österreich und in ganz Tirol diesen Begriff "Südtirol" eben nur im geografischen Sinne verwendet und verstanden, und meinte vor allem damit Welsch-Tirol-Trentino und den südlichen Teil der heutigen AP Bozen. Schon damals hat man in Europa das Menschenrecht auf Selbstbestimmung der Völker gekannt und überall in einer langen Reihe von Referenden auch praktiziert, sogar in Österreich selbst in Süd-Kärnten und im Burgenland, wo Österreich diese Abstimmungen gewonnen hat, mit Ausnahme der Wahlfälschung in der Stadt Ödenburg/Sopron. Da war vor allem der US-Präsident Wilson federführend, der vielen Ländern in Mittel- und Ost-Europa damals zur ethnischen Selbstbestimmung und Unabhängigkeit tatkräftig und aktiv verholfen hat. Nach dem Ersten WK 1918-20 verlangte Italien eben den versprochenen Preis für den Seitenwechsel und der wurde auch auf Kosten der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler und der Slawen in Istrien und Dalmatien von den Siegermächten ausgezahlt, sogar die Griechen auf den damals zu Italien gehörenden Dodekanes Inseln mussten daran glauben. Man hat international zugunsten Italiens eine ethnisch ungerechte und absurde Grenze ohne Abstimmung gezogen und das hat sich nur 20 Jahre später bitter gerächt. Die italienischen Duce-Faschisten erhofften sich auf der Seite Hitlers durch gemeinsame Raub- und Eroberungszüge noch mehr territoriale Gewinne in Europa. Das hat z.B. die Situation zwischen Slawen und Italienern so eskalieren lassen, dass gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Italien nicht nur Dalmatien und Istrien verloren hat, sondern auch die italienische Bevölkerung, ich glaube an die 320 Tausend Menschen, von den Tito Partisanen aus ihrer angestammten Heimat brutalst vertrieben wurde. Unzählige auch unschuldige Italiener haben damals in dieser kriegerischen Auseinandersetzung mit Tito-Partisanen nicht nur Hab und Gut, sondern sogar das Leben verloren. Das war letztenendes der wirkliche Preis, den das Königreich Italien bis 1946 für die Ziehung von 1918 einer ethnisch ungerechten Grenze bezahlen musste. Die Tito-Partisanen haben auch kurzfristig sogar die Stadt Triest besetzt, und hätten die West-Allierten sie von dort nicht mit Androhung der Waffengewalt vertrieben, wäre heute Triest und Gorizia, sogar vieleicht Friaul und Udine, wahrscheinlich ein Teil von Slowenien. Die Zwischenlösung mit der "Freien Stadt Triest" dauerte bis 1954 und erst dann ist dieses kleine Land international als ein Teil Italiens anerkannt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg, ich glaube 1946, hat es auch eine Abstimmung auf den bis dahin zu Italien gehörenden griechischen Dodekanes-Inseln mit Rhodos gegeben, diese sind so ählich wie Süd-Tirol und damals fast zeitgleich zu Italien gekommen, und im Sinne der Ausübung der eigenen Selbstbestimmung haben sich die Griechen für das Vaterland Griechenland und gegen Italien entschieden. Nur das Land Süd-Tirol hoffte im Jahre 1946 vergeblich auf Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Aus dieser Zeit stammt auch eine Petition der Süd-Tiroler an Österreich, die von fast allen mündigen Bürgern unterzeichnet worden ist, und zwar für die Landeseinheit Tirols und für die Rückkehr Südtirols zum Vaterland Österreich. Damals war bekanntlich Frankreich und vor allem Grossbrittanien mit Winston Churchill für ein Referendum zu dieser Frage in Süd-Tirol, zur Klärung der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit des Landes. Die USA waren dagegen, da man ein zweites mal in der Geschichte bei der Landung auf Sizilien 1943 anderslautende Versprechungen Rom gemacht hat, nämlich sollten die Italiener aus eigener Kraft den Duce stürzen, was auch geschehen ist, wird man mit Italien nach dem Krieg grosszügig umgehen. Wahrscheinlich war in diesem Sinne auch die alte Grenze Italiens zu Jugoslawien nicht verhandelbar, aber die Tito-Partisanen haben in Istrien und Dalmatien mit Waffengewalt vollendete Tatsachen geschaffen, daher einigte man sich zum Schluss mit diesem Nachbarland auf eine Teilung der umstrittenen Gebiete. Im Jahre 1946 war aber die Schutzmacht der Süd-Tiroler Österreich ein diplomatisches Leichtgewicht und ein vierfach besetztes Land. Das, was Wien für Süd-Tirol letztenendes damals ausverhandeln konnte, das war die 1946 im Pariser Vertrag versprochene Autonomie. Dieser Vertrag macht das Land Süd-Tirol zum ersten mal in der Geschichte zum Subjekt des Völkerrechtes und er ist noch heute sogar im Sinne der Ausübung der Selbstbestimmung des Landes anwendbar. Das deutschsprachige Land Tirol war nach 1945 dreifach besetzt. Das Königreich Italien hat bekanntlich im Frühjahr 1943 bis 1945/46 die direkte Kontrolle über Süd-Tirol gänzlich verloren, da nach dem Sturz Mussolinis die deutschen Truppen das Land besetzt haben. Die noch bis Mai 1945 verbliebene faschistische italienische Salo-Republik war in Süd-Tirol nicht anwesend. Süd-Tirol befand sich nach dem 08.05.1945 in der US-Zone, Nord-Tirol in der französischen, und Ost-Tirol in der brittischen Zone. In diesem Sinne ist damals auch die Entscheidung über die weitere Zukunft des Landes Tirol gefallen, d.h. Fortschreibung der Teilung des deutschsprachigen Teils Tirols in Süd, Nord und Ost. Erst die hart umkämpfte und hart errungene Autonomie hat eine Besserung der Lage mit der Zeit gebracht, und heute wächst das historische Land Tirol wieder zusammen, vor allem seit Österreich 1995 der EU beigetreten ist. Für viele vieleicht zu langsam, aber die europäische Perspektive macht weitere Fortschritte sicher möglich. Heute ist sogar im europäischen Geiste die Wiederherstellung der Landeseinheit zwischen Süd, Ost und Nord-Tirol möglich, aber erst dann, wenn alle Seiten das wollen und danach handeln, natürlich zuerst einmal sind damit alle Tiroler zwischen Kufstein und Salurn gemeint. Der klare Wunsch der Bevölkerung nach Einheit aller Tiroler ist auch immer noch eindeutig vorhanden, was es in unserer Zeit nicht oder noch nicht gibt, das ist ein Konzept und eine gemeinsame Politik der Wiedervereinigung Tirols der beiden Landesregierungen in Bozen und in Innsbruck. Allein aus diesem Grund ist es wichtig weiterhin demokratisch legitimierte Willensbekundungen der Bevölkerung zu fordern und zu fördern. Eine Volksbefragung zu dieser Frage in süd-Tirol würde höchstwahrscheinlich für alle Seiten eine wertvolle Orientierungshilfe schaffen. Eine Befragung ist aber nicht dasselbe wie ein Referendum, man würde dann aber wissen, wie es um den Selbstbestimmungswillen der Bevölkerung bestellt ist. Die Selbstbestimmungpetition der 99% der süd-tiroler Bürgermeister an den Österr. Nationalrat in Wien von 2006 ist noch in frischer Erinnerung. Als Folge dieser Petition wird Österreich höchstwahrscheinlich seine Schutzmachtrolle für Süd-Tirol in die Präambel der neuen Bundesverfassung festschreiben, und das heisst schon etwas. Im März dieses Jahres gedenkt gerade das Vaterland der Süd-Tiroler, Österreich den 70. Jahrestag der tragischen Auslöschung des eigenen Landes von der Landkarte Europas durch Nazi-Deutschland. Der aus Süd-Tirol stammende, in Riva geborene, letzte österreichische Bundeskanzler der Ersten Österr. Republik Kurt von Schuschnigg verabschiedete sich in einer Radioansprache an seine Landsleute und an die freiheitsliebende Welt am 12. März 1938 mit einem Ruf und Herzenswunsch, "Gott schütze Österreich!" Nach den Zweiten WK ist Österreich nach dem Willen der Sieger wiederauferstanden und heute gehört dieses kleine neutrale Land im Herzen Europas zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Aus den Ruinen des in dieses kleine Alpenland von aussen getragenen verbrecherischen Anschlusses und Krieges, sowie der eigenen Irrtümer, haben die Menschen gelernt und heute sind die Österreicher ein unverwechselbares, stolzes und selbstbewusstes Land und Volk, zu dem der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder auch die Tiroler südlich des Brenners zählt, und zwar als die österreichische Minderheit in Italien, im eigenen Land in der AP Bozen ist man immer noch eine 3/4 Mehrheit. Das Land Süd-Tirol hat 1918 seine Selbstbestimmung verloren, Österreich 20 Jahre später 1938 nach dem Anschluss. Österreich ist spätestens nach dem Staatsvertrag 1955 wieder frei. Die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler oder die Klärung dieser Frage bleibt heute 2008 in einem Europa und in der EU der freien und selbstbestimmten Völker weiterhin ungelöst. Das Land Tirol bleibt weiterhin in Süd, Nord und Ost geteilt, und auch wenn überall in Europa neue Selbstbestimmungen gerade in unserer Zeit stattfinden, finden sie bis heute wenig Echo und Nachahmung auf der Ebene der Landespolitik in der AP Bozen Südtirol. Die EU macht mit allen ihren Möglichkeiten langsam die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler ohne Wenn und Aber politisch möglich, die Schotten beschreiten bereits diesen Weg mit einem Fahrplan für ihre Selbstbestimmung seit Mai 2007. Auch in Katalonien und im Baskenland tut sich vieles in dieser Frage. In Süd-Tirol hat man heute hingegen den Eindruck, die Politiker handeln nach dem Spruch, Stell dir vor, die Selbstbestimmung wird endlich national und international möglich und keiner in der Landesregierung in Bozen will als erster klar und deutlich dieses Recht einfordern, auch wenn sogar der ital. Altpräsident Francesco Cossiga dies 2006 mit von ihm im Senat in Rom eingebrachten Gesetzesentwurf vorgeschlagen hat. Die Selbstbestimmung Südtirols als solche steht in allen Parteiprogrammen immer noch, aber vor allem die grösste Partei, die SVP, wird erst dann den Selbstbestimmungsfall für die AP Bozen ausrufen wollen, wenn ein echter Autonomie-Notfall in Zukunft eintreten sollte. Die kommenden Wahlen im April 2008 und Landtagswahlen im kommenden Herbst werden vieleicht in dieser Hinsicht Orientierung bringen, wie es weiter mit der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler gehen wird. Für mich persönlich ist dieser Notfall der Selbstbestimmung immer dann klar vorhanden, solange diese Frage nicht halbwegs geklärt wurde, und das kann man ganz sicher nicht mit dem Hinweis auf die real existierende Autonomie heute in der AP Bozen abtun. Das Recht auf die eigene Selbstbestimmung und die der eigenen Ethnie ist erstes, wichtigstes und unteilbares Menschenrecht, das scheint man fortdauernd dort zu vergessen, wo man danach handeln könnte. Die politische Bewegung der SF sorgt aber dafür, dass der Wunsch nach Selbstbestimmung politisch klar und deutlich einen Widerhall in der Landespolitik, national und international findet, hoffentlich auch einmal in der Landesregierung in Bozen, in diesem Sinne, Gott schütze Österreich und Süd-Tirol!.

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Südtiroler...
@lieber Tisner Ander: erstmals besten dank für die Erklärung.
Es ist halt so, dass die Schweizer Schulbücher dies etwas anders darstellen.
Also dann wurde Oesterreich über den Tisch gezogen, wiederum durch die Engländer > sprich allierte.
Die Engländer haben ja überall Chaos hinterlassen: Indien, Ägypten, Palästina, Pakistan, etc.
Es ist sicher nicht korrekt, aber die politik war das noch nie. Nun stellt sich mir die Frage, warum hat Oesterreich nicht interveniert, warum wird das heute nicht zwischenstaatlich geregelt? In der so hochgelobet EU dem riesigen Despot, der alles an sich reisst und Volksrechte
unterbindet - via Brüssel.
Mein Grossvater hat 15/18 als Alpino gekämpft, wurde schwer verletzt. Meine beiden Onkels waren im KZ Hannover da sie aus der ital. Armee geflohen sind und sich den Partisanen im Veneto anschloss. Einer war bei der Befreiung von Bulsan (Bozen) dabei.
Dass ich da als "walscher" Sympathie für Italien habe ist doch klar, ich bin Italo, aber auch Schweizer- ich habe immer für die kulturelle Belange der deutschsprachigen Tiroler gestanden, auch der Ladiner - aber auch der italiener des Südtirols. Sicher gibt es Un-
gerechtigkeiten auf beiden seiten, aber die sind doch lösbar. Ein Staat wie Bayern als Freistaat Südtirol?
Nun Gartenarbeit lieb ich, aber 100 Euro von ff, der immer monologisiert, aber nicht sachlich kritisiert, gerne nicht!
Bhüats Euch... nach Südtirol...

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Grenzen aufgelöst
Die Grenzen der DDR, der Sovjet-Republik und Jugoslaviens waren ebenfalls "international anerkannt". Wo sind sie jetzt? Aufgelöst!

Wir hingegen sind noch immer Kriegsbeute Italiens. Nur, die SVP verdient so gut daran (Durnwalder 25000 monatlich), dass sie das nicht ändern will.

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Der Tisner Ander

Südtirol ist Kriegsbeute
Hier lieber Doppelbürger folgt nun die, selbstverständlich nachprüfbare, Erklärung für die Annexion Südtirols. vor dem Ersten Weltkrieg waren das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und das Königreich Italien Verbündete. Das Bündnis war der "Dreibund". Als der erste Weltkrieg ausbrach (Sarajewo!) erklärte sich Italien zunächst für neutral. Um Italien aus dem Bündnis herauszubrechen, schlossen die Alliierten mit Italien das "Londoner Geheimabkommen", die über das Trentino hinaus das deutschsprachige Tirol bis zum Brenner als Beute vorsah. Nach dem Krieg galt es das Versprechen einzulösen. Um es ein wenig volkstümlich auszudrücken: Ich bitte Doppelbürger bei mir im Garten zu arbeiten umd verspreche ihm dafür 100€ aus dem Brieftaschel von ff. Das war nicht fair? Was ist denn fair in Palästina, Tibet oder Kurdistan?

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Aber ohne Baskenmütze..
@lieber ff: schon wieder deine Manöverkritik!
Ich bin weder Faschist, noch Kommunist, noch liberal, sonder einfach nur ein mensch mit zwei Heimatländern.
Ich habe nichts gegen dich, betreffebd der Anektion Italiens,
muss man da nicht etwas weiter zurückblicken, Rolle Deutschland,
Rolle Kaiser von Oesterreich, bis heute konnte mir noch niemand sagen , was genau der Ursprung war
dieser Anektion. Warum hat dann Oesterreich nicht heftig zugeschlagen? Hier kommt wieder die Rolle von Deutschland, meine ich- hier kann dir @Markus sicher mehr erklären.
Was das kulturelle betrifft ist matürlich Südtirol nicht Italien,
aber die Grenzen sind international anerkannt und solange ist es eben Italien.
Mir passt an Italien auch nicht alles, wie an der Schweiz auch nicht.
Zum Kommentar: Ich meine, solange die Situation nicht geklärt ist hat doch die svp im Baskenland nichts zu suchen, sondern
in "Bolsan", die Hausaufgaben für alle!!Ladiner, deutsche und Italiener, korrekt zu erledigen, deshalb wurden sie ja gewählt, das meinte ich damit. Ist den das so daneben lieber ff? Und nun überleg doch bitte ob meine Kommentare immer so daneben sind... Te salüde dal svizra!!!
Un taliang...

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Deine Kommentare
...sind einfach nur daneben @Doppelbürger.

Die Südtiroler wurden gegen ihren Willen annektiert. Warum soll hier jeder Italiener wählen dürfen? Da könnte doch jeder kommen.
Vertreiben wollten uns schon die Faschisten (Option). Gehörst du auch zu denen?

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Aber ohne Basken Mützen..
Zuerst mal im eigenen Land wischen, dann anderen helefen wie es gehen soll. Ist es doch so, dass ein Kalabrier der ins Südtirol zieht 4 Jahre warten muss bis er wählen darf? Und ihr wollt anderen vorschreiben - wie es gehen soll.
@ff: hast du den Italo pass schon abgegeben, wohnst du schon in Austria?

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Wie ich das verstanden habe, sollen laut SVP die Basken eine Sammelpartei gründen, sich von Madrid richtig bezahlen lassen und der eigenen Volksgruppe die Selbstbestimmung verweigern.
Das macht doch die SVP schon mit Süd-Tirol so?!