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Landtagswahl 2008: Nr. 3 – Dr. Cristian Kollmann

cristian_kollmann_2.jpgDr. Cristian Kollmann belegt Platz 3 auf der Liste der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Er ist 37 Jahre alt und stammt aus Laurein. Er studierte in Innsbruck Romanistik, Sprachwissenschaft, Germanistik und Anglistik. Als sogenannter Toponomast war Cristian Kollmann am Südtiroler Landesarchiv in Bozen knapp fünf Jahre lang tätig. Derzeit wohnt er in München, wo er vor Kurzem das Promotionsstudium Germanistische Linguistik/Allgemeine Sprachwissenschaft abgeschlossen hat. Die Politik ist für Cristian Kollmann zwar Neuland, aber sein Einsatz in der Frage der Ortsnamengebung hat seine politische Meinung stets klar durchblicken lassen. Cristian Kollmann ist Träger des Ehrenkranzes des Südtiroler Schützenbundes.

Als Sprachwissenschaftler, der von sich überzeugt ist, einfach die besseren Argumente zu haben, möchte Cristian Kollmann seine zukünftigen Kollegen im Landtag, besonders jene der Südtiroler Volkspartei und der Grünen, zu einem wissenschaftlichen und faschistisch unbelasteten Diskurs in der Toponomastik bewegen. Cristian Kollmann fühlt sich in einer selbstverständlichen Weise primär als Tiroler und erst dann als Europäer. Als Bürger, der genau weiß, wo er sprachlich und kulturell hingehört, möchte er der „Altoatesinisierung“, die nicht nur von den italienischen Parteien, sondern auch von der Südtiroler Volkspartei und den Grünen vorangetrieben wird, den Kampf ansagen.

Cristian Kollmann spricht mehrere Fremdsprachen. Trotzdem und vielleicht gerade deshalb kann er der besonders von italienischer und interethnischer Seite ständig vorgebrachten Forderung nach einer mehrsprachigen Schule nichts abgewinnen – solange ein derartiges Unterfangen auf Kosten des Deutschen geht. Gerade im Gebiet des heutigen Südtirols, in dem bis heute Tiroler Dialekt gesprochen wird, gilt es in erster Linie, die deutsche Standardsprache richtig zu erlernen, aber auch das Bewusstsein für den Unterschied zwischen Dialekt und Standardsprache zu fördern. Beidem gilt dieselbe Wertschätzung, und beides hat in den passenden Situationen seine Existenzberechtigung. Ein drittes oder gar viertes Idiom zu erlernen, ist, besonders für einen Südtiroler mit einsprachigem Familienhintergrund, erst dann sinnvoll, wenn man in der eigenen Muttersprache sattelfest genug ist. Ansonsten läuft man Gefahr, das muttersprachliche Gespür zu verlieren und nicht mehr zu wissen, wo man eigentlich hingehört. Wer am Ende von dieser Unsicherheit der Südtiroler profitiert, ist das nationalistische Italien, für das es ein Leichtes sein wird, seine „Altoatesinen“ gar zu Italienern zu machen.
 
Als überzeugter Antifaschist und Mensch mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden verabscheut Cristian Kollmann jede Art von Sprach- und Kulturimperialismus, wie er im Gebiet des heutigen Südtirols, vielfach unter dem Deckmantel des friedlichen Zusammenlebens und der Toleranz, noch offiziell betrieben wird. Gerade jene politischen Gruppierungen, die sich gerne mit „PACE“ schmücken und für sich in Anspruch nehmen, tolerant zu sein, sind nicht bereit, auch selbst einen Beitrag zu leisten: z. B. der Verzicht auf die faschistischen Symbole – diese verdienen keine Toleranz! Cristian Kollmann ist es ein wichtiges politisches Anliegen, auf derartige Situationen von falscher Toleranz hinzuweisen und insbesondere die „weltoffenen“, „friedliebenden“ und „toleranten“ Grünen als Freunde der italienischen Nationalisten zu demaskieren.

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3 Kommentar(e)

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hmmm... olbm no Streitereien mitn Grianen...
praktisch isch "si vis pacem, para bellum" dein Leitmotiv, odr?

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Wandel
Stimmt schon...faschistische Symbole sollen als solche nicht verharmlost werden; vorallem dort, wo Menschen Sie deziediert im Gedenken an faschistische Ideologien hochhalten.

Wo aber ein hoher Anteil an italienischsprachigen Südtirolern wohnhaft ist, sollte man die italienischen Namen auch belassen dürfen und das Ganze etwas entspannter abgehen. Immerhin hat man sich an viele Namen gewöhnt und sie sind in den alltäglichen Sprachgebrauch eingeflossen. leistet man dazu noch entsprechende Aufklärungsarbeit in den Schulen, dann sollte jeder differenzieren können...

Dabei muss ich natürlich zugeben, dass ich mir generell eher wenig Sorgen mache. Aus welchem Grund sollte "Südtirol" einen Wert an sich haben? Südtirol ist ein Land, in welchem verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen leben! Es geht um die Menschen, nicht um "Südtirol" als Abstraktum! Menschen verändern sich und mit Ihnen die Kultur! Wer trauert heute noch den Langobarden, den Bajuwaren oder den Ostgoten nach? Südtirol ist ein sehr schönes Land; aber es ist im Wandel! Und daran sehe ich im Prinzip nichts schlechtes...

mfg A.P.

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Ortsnamenfrage
Die italienischen Ortsnamen machen nur dort Sinn, wo genug Italiener auch leben, d.h. z.B. ab 10% an Gesamtbevölkerung einer Gemeinde wäre das angebracht. Nur die Flur- und Ortsnamen von überregionaler Bedeutung müssen nicht daruf Rücksichten nehmen.