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Landesweite Plakataktion: FREIHEIT FÜR SÜD-TIROL

plakat_parlamentswahl_2008.jpg Mit der landesweiten Plakataktion unter dem Motto „Freiheit für Süd-Tirol“, macht die SÜD-TIROLER FREIHEIT auf das Hauptanliegen der Bewegung um die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz aufmerksam.
Während die Südtiroler Volkspartei das Selbstbestimmungsanliegen längst aufgegeben hat, will die SÜD-TIROLER FREIHEIT diese Botschaft wieder verstärkt in den Mittelpunkt rücken.

 

Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT nimmt daher bewusst die anstehenden Parlamentswahlen zum Anlass, um die Diskussion über die weitere Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien in Frage zu stellen.
Die jüngsten politischen Ereignisse in Europa, aber vor allem im Kosovo zeigen, dass kein Staat einem Volk die Freiheit langfristig verwehren kann, wenn diese mit Vehemenz gefordert wird.

Im Falle Süd-Tirols, spricht sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT dafür aus, es den Minderheiten gleich zu tun, die sich bereits in völligem Frieden von Fremdbestimmung befreit haben, und endlich das Selbstbestimmungsrecht in Anspruch zu nehmen. Konkret würde dies bedeuten, dass die Süd-Tiroler Bevölkerung, frei und demokratisch, in einer Abstimmung darüber entscheiden könnte, ob sie sie eine Loslösung von Italien wünscht.
Die SÜD-TIROLER FREIHEIT spricht sich klar für eine Zukunft ohne Italien aus.

Die weitere Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien ist eine permanente Zitterpartie, die uns Süd-Tirolern politisch und wirtschaftlich nichts als Probleme bereitet. Zwar konnte mit der Autonomie eine akzeptable Übergangslösung geschaffen werden, langfristig ist die diese jedoch nicht geeignet, das Fortbestehen der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung zu gewährleisten, weshalb das politisch anzustrebende Ziel, die Freiheit für Süd-Tirol bleiben muss.
Diese Freiheit soll durch die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes erreicht werden.

Werner Thaler
Mitglied der Landesleitung der SÜD-TIROLER FREIHEIT

 

plakat_parlamentswahl_2008.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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14 Kommentar(e)

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1

Weg von Italien! Wir sind Österreich!
Wann denn endlich?
werden wir nie mehr von italien getrennt? Müssen wir uns weiter demütigen lassen? Wir sind in Tirol und das wird auch imma so bleiben. Ich wünsche euch viel Glück mit einer Hoffnung der Vereinigung Tirols

2

Aber, aber..
@da Hofa; bist du gegen Mischehen,
das wäre aber fatal und defacto am rechten Südtiroler Rand?
Hoffe aber nicht!
Grüsse nach "Walschanien"
Ein Walscher aus dem Ausland

3

besser heute als morgen!
Freiheit für Süd-Tirol!

Wie lange noch warten?
Entweder, oder und nicht vielleicht...

Los von Rom, und das heute noch!!! noch ein paar Generationen und in Süd-Tirol fließt nur noch "walsches" Blut in den Adern der Menschen - Wer soll dann noch nach einer Tiroler Landeseinheit schreien?

Meine Oma sagt: "Verschiebe nicht auf morgen was du heute kannst besorgen!"

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Ideale
@Georgos
Die Idee der Regionen ist bereits deutlich älter als die EU selbst; die Bayernpartei forderte bereits in ihrem Urprogramm 1949: "Ein bürgernahes und demokratisches Europa kann nur über möglichst subsidiaritäre Zuständigkeiten und in unmittelbarer Zusammenarbeit zwischen den historisch gewachsenen Regionen gestaltet werden."

Woran scheiterte bisher die Durchsetzung dieses föderalistischen und minderheitenfreundlichen Prinzips?

Der politischer Widerstand in der EU kam und kommt vor allem von den zentralistischen Mitgliedsstaaten, da ein Kompetenzzuwachs der Regionen zu Lasten der nationalstaatlichen Aufgaben geht.

Warum sollten die Regionen die Kompetenzen (Gesetzgebung, Steuerhoheit, Sicherheit usw.) in kleineren Strukturen nicht bewältigen können?
Die kleinen Länder machen es uns doch vor, sie sind flexibler, reicher und attraktiver als die großen Nationalstaaten.

Es liegt an uns, unsere Zukunft zu gestalten, dazu braucht es etwas Mut, Weitblick und Visionen, und vor allem: Den Ist- Zustand nicht als Gottgegeben zu betrachten.

5

Selbstbestimmung in der Landesregierung
Es gibt ein Land und eine Autonomie in der Europäischen Union, wo die entschiedenen Befürworter der Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes nicht nur diese im Wahlprogramm vor der Landtagswahl klar und glaubwürdig gefordert haben, sondern mit diesem Ziel die LW 2007 auch klar gewonnen haben. Seit diesem Zeitpunkt im Mai 2007 wird das Land Schottland in einer Koalition aus rechten und linken Befürwortern der Selbstbestimmung auch regiert, und in diesem Sinne hat man auch einen fixen Fahrplan in der lokalen und nationalen Politik dafür penibelst ausgearbeitet und im Schottischen Landtag beschlossen. Was unterscheidet eigentlich so sehr Süd-Tirol von Schottland, wo es eine in einem Land und Staat der EU Grossbrittanien eine fast 1:1 übertragbare Autonomie heute gibt, wie wir das auch aus Süd-Tirol kennen, und wo diese Selbstbestimmung heute politisch möglich geworden ist und in Süd-tirol immer noch nicht? Das Modell der süd-tiroler Autonomie war in den 60er oder 80er Jahren in Europa und in der Welt sehr innovativ, modern und für andere Minderheiten demokratiepolitisch bahnbrechend und anstrebenswert. Aus diesem Beispiel einer von Italien nur widerwillig, halbherzig und unvollständig gewährten und bereits 1946 völkerrechtlich im Pariser Vertrag versprochenen Autonomie in Süd-Tirol haben wahrscheinlich auch die Schotten heute ihre Lehren gezogen und sie schätzen die heutige nationale und internationale Lage völlig realistisch ein, wenn sie sich "trauen" in das Programm der Landesregierung Schottlands in Edinburgh als oberstes Ziel der politischen Arbeit der nächsten vier Jahre die Selbstbestimmung des Landes festzuschreiben und in diesem Sinne auch klar und deutlich politisch Zug um Zug zu handeln. London hat den Schotten bis jetzt deswegen keine Vorhaltungen gemacht oder mit ernsthaften Konsequenzen im Falle der Abspaltung von GB oder UK nach Abhaltung des Selbstbestimmung-Referendums im Jahre 2011 gedroht. Das, was bis jetzt aus London zu vernehmen war, das war ein Lüfterl der Verschnupfung und eine gewisse Irritation, nicht mehr und nicht weniger. Die meisten Engländer meinen heute dazu, wenn die Schotten von unserem gemeinsamen Staat weg wollen, sollen sie das machen, die Reisenden sollte man nicht aufhalten. Auch das ist Europa, wo es in einem Land der Union möglich ist, nicht erst im Notfall wie in der AP Bozen, oder bei Rückfall in die alten Zeiten der Bedrohung der Autonomie, erst an die Selbstbestimmung überhaupt zu denken und in diesem Sinne politisch auch glaubwürdig und konsequent zu handeln, sondern heute in einer autonomen Region in einem land der EU, wo eine Landesregierung als die politische Repräsentanz die eigene Bevölkerung für diese Selbstbestimmung der Zukunft erst gewinnen müsste. In den 60er oder 70er - 80er Jahren war vieleicht das land Süd-Tirol in seinem Kampf um die Verwirklichung der 1946 versprochenen Autonomie ein leuchtendes Vorbild und Vorreiter im Kampf um bedingte Selbstbestimmung von der Staatsmacht der Fremdbestimmung für alle Völker in Europa, die danach damals auch gestrebt haben. Seit diesem Zeitpunkt hat sich aber gerade in Europa, in der EU sehr viel geändert und politisch weiter bewegt, was die Rechte der autonomen "Staatsvölker" betrifft. Seit dem Fall der "Berliner Mauer" hat es in Europa über zwanzig gelungene Selbstbestimmungen in allen Formen und Schattierungen gegeben. Das letzte Beispiel einer geglückten Selbstbestimmung im Kosovo ist erst ein Monat alt. In Hinblick auf die aktuellen tragischen Ereignisse in Tibet wird international den Machthabern in China geraten, dem Beispiel Italiens in Süd-Tirol folgend, den Tibetern eine echte und weitreichende Autonomie zu gewähren und real ermöglichen. Heute wird in Tibet eine Autonomie von China auf dem Papier praktiziert, die auch Italien dem Land Süd-Tirol bis 1957 ermöglicht hat. Der gestrige und heutige Versuch der gesteuerten ethnischen Majorisierung der Tibeter durch eine andere Ethnie im eigenen Land mit Brachialgewalt, wird vielen noch aus der eigenen Geschichte bekannt vorkommen. Der geistige Führer der Tibeter der Dalai Lama spricht daher in diesem Zusammenhang von einem ethnischen und kulturellen Versuch eines Genozids durch die Macht der Fremdbestimmung in China, die dieses Land damals ohne Chinesen 1950/51 gewaltsam militärisch besetzt hat. Diese leidvolle Geschichte Tibets kennt man auch aus dem Film "Sieben Jahre in Tibet", wo eine wahre Geschichte eines Österreichers Heinrich Haarer in diesem Land an der Seite des Dalai Lama verfilmt wurde. Schön wäre es, wenn gerade China Tibet bald mehr Autonomie ermöglichen würde, aber totalitäre Regierungsformen haben für die Demokratie so viel Verständnis und Vorstellungskraft, wie ein Blinder von der Farbenlehre. Das Beispiel der süd-tiroler Autonomie taugt also heute zur Nachahmung als ein vernünftiges Modell der Wahrung der Rechte einer echten oder einer behaupteten Minderheit wahrscheinlich nur für die sog. "Dritte Welt" in Tibet, auch Kaschmir in Indien, wo es sich aber um eine echte Demokratie handelt, oder für die Schwellenländer, die noch nicht die gleichen demokratiepolitischen Standards erreicht haben, wie das in der EU der Fall ist. Nirgends in Europa, weder Ost noch West gibt es heute Regionen, die die Autonomie Süd-Tirols als Lösung ihrer Probleme mit der Staatsmacht eingeführt haben wollen, vieleicht mit Ausnahme der Ungarn in Siebenbürgen in Rumänien. Daran kann man es heute deutlich ablesen, dass die Autonomie der Provinz Bozen Südtirol sich seit der Einführung dieser 1972-92 nur punktuell weiter entwickelt und überhaupt bewegt hat. Eine moderne Gesellschat in West-Europa, dazu noch in der EU, wie die in Grossbrittanien, hat eigene demokratiepolitisch hochentwickelte Konzepte und Vorstellungen der Autonomie für Länder und Provinzen im eigenen Machtbereich entwickelt und eingeführt. Aus diesem Grund findet heute die Schottische Selbstbestimmung statt, und sie wird auch nicht von London behindert, sondern man wartet dort ab und trinkt Tee. Daraus könnte man auch für die Selbstbestimmung in Süd-Tirol vieles lernen, gerade auf der Ebene der Landesregierung, was bereits schon heute in der EU an weiteren konkreten Entwicklungen der Selbstbestimmungen politisch möglich geworden ist. Wer mehr über aktuelle Entwicklung in Schottland erfahren möchte, der kann sich auf der Seite der Schottischen Landesregierung informieren: http://www.scotland.gov.uk

oder direkt zum Thema der Selbstbestimmung unter der E-mailadresse: http://www.scotland.gov.uk/Topics/a-national-conversation

6
Georgos Egger

Korrektur
… nach dem ERSTEN WK, wollte ich sagen.

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Plakate im Vergleich
Mir gefaellt mehr das Plakat "Allein gegen die Mafia" mit onorevole Poeder, das an die guten alten Zeiten erinnert, als Italien als kinematographisches Produktionsland noch eine bedeutende Stellung innehatte und mit dem Poliziottescho ein neues Genre begruendet wurde. Diese Filme sind geradezu anruehrend naiv, bestechen aber auch durch ihre Authentizitaet. Ich weiss nur nicht, ob Poeder sich eher an Maurizio Merli oder an Franco Nero orientiert.

8
Georgos Egger

Ideale
@Libertad: „…weshalb unser Kontinent ein Europa der Völker und Regionen und nicht der Nationalstaaten werden muss!“

Wie soll das aussehen? In der Tat: Die Nationalstaaten sind eine relativ neue „Erfindung“ und haben sich erst im 19. Jahrhundert, besonders aber erst nach dem 2. WK etabliert. Ein Absterben der Nationalstaaten ist auch wesentliches Ziel der marxistischen politischen Dialektik. Allerdings ist dieses Ziel offensichtlich nicht erreicht worden, obwohl seit Marx mehr als hundert Jahre vergangen sind. Zweierlei scheint im dichten Nebel zu liegen: eben wie ein solches Europa aussehen soll (wer z. B. soll die Gesetze geben, nach welchen Grundlagen erfolgt die Gesetzgebung, wie weit reichen die Gesetze usw.?), und wenn das klar ist: Wie soll das erreicht werden? Hat es eine solche politische Ordnung jemals gegeben? Auf welche Erfahrungen kann man zurückgreifen? Wenn es ein Experiment ist, wer kann dann sagen, wie es ausgeht? Entspricht es den unabänderlichen und unüberwindbaren Eigenschaften des menschlichen Wesens, den Grundlinien seiner Psyche, wie sie sich in mehreren Jahrtausenden historisch gezeigt und erwiesen haben? Ohne fundierte Antworten auf solche Fragen bleiben solche Ideen m. E. Luftschlösser.

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Frage zum Plakat
Sehr gut finde ich die Idee.
Hinterfragen will ich aber, warum Ihr auf dem Plakat lächeln müßt?
Freiheit ist eine ernste Sache. Das Lächeln würde ich den eingesessenen Politikern überlassen.
Beste Grüße und weiter so!

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FREIHEIT
@Georgos Egger
Die Südtiroler und andere unterdrückte Völker oder Völker ohne Staat wie die Basken, Katalanen, Andalusier, Schotten, Iren, Waliser, Sarden, Korsen usw. wissen, was UNFREIHEIT ist.
Sie wollen eine philosophische Diskussion über den Begriff "Freiheit". Das ist gut so, nur wird das die obgenannten Völker nicht sehr viel weiterbringen.
Ich meine, daß z. B. die Tibeter die Freiheit von China heute mit Gewalt und nicht mit Philosophie anstreben, zeigt die Auswegslosigkeit, in die Minderheiten irgendwann geraten.
So weit darf es in Europa nicht kommen, weshalb unser Kontinent ein Europa der Völker und Regionen und nicht der Nationalstaaten werden muss!
Dann erst wird Frieden und Freiheit für alle Völker Europas möglich. Davon träume ich!

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Georgos Egger

Oschtia!
Scho wieder a Genusfehler in meim G’schreibach. Jetzat glabt vieleich do no oaner, daß i koa Tiroler bin sundern a Walscher — womit i nix geg’n die Walschen gesogt hob’n will.

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Georgos Egger

guter Text
Ein guter politischer Text, Herr Markus. Respekt! Gemäß Plan der STF soll die Selbstbestimmung zur Freiheit, oder wohl besser gesagt, zu einer Art Freiheit führen. Wie diese Freiheit aussehen soll, ist für mich nicht gerade deutlich erkennbar. Es ist verhältnismäßig leicht, den Begriff „Selbstbestimmung“ zu definieren. Mit dem Freiheitsbegriff schaut es aber anders aus. Sehr anders! Freiheit ist ein Relationsbegriff, also in diesem Fall heißt es wohl: frei von Italien. Gut. Aber ist das alles? Das Programm der STF hat bestimmte Schwerpunkte. Ich setze deshalb voraus, daß unter Freiheit im Sinne der STF die Möglichkeit verstanden wird, diese Schwerpunkte politisch umzusetzen, wobei freilich zu fragen ist, ob dieses Programm vollständig genug ist, um einem anspruchsvollen Freiheitsverständnis entsprechen zu können. Was soll den Rahmen dieser Möglichkeit bilden? Die politische Zugehörigkeit zu Österreich? Zur EU? Wodurch gewährleisten diese größeren Einheiten diese Möglichkeiten? Man müßte doch seriöserweise den Ausübenden der Selbstbestimmung in dieser Hinsicht gewisse Garantien bieten können. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird garantiert eine nutznießende graue Oligarcheneminenz das Abstimmungsergebnis zu seinem Vorteil auszuschlachten wissen, egal wie es ausgeht. Wann ist das in der Politik jemals anders gewesen?
Die „Freiheit“ ist sensibel. Wir beobachten z. B., daß im Namen der Toleranz Intoleranz geübt wird, daß „Freiheit“ in einer Weise interpretiert wird, die die Glaubens–, Gewissens– und Meinungsfreiheit beschränkt, relativiert und letztlich beseitigt. Wer die Freiheit in den Mund nimmt oder auf seine Fahnen schreibt, hat sich auf einen Eiertanz eingelassen. Allzuschnell kann er in einen Bereich kippen, von dem es heißt: Es wird Freiheit verspochen von denen, die selbst von Unfreiheit und Verderben beherrscht sind.

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Freedom for Südtirol- Grüße aus Lettland
Als Bürger Lettalnds wünsche ich Südtiroler Freiheit. Wer hätte gedenkt, dass, wir Letten und andere Unterdruckte der Sowjetunion frei werden? Ich denke aber , dass südtiroler in anderer Lage befindet, dennoch Freiheit ist die schönste Ding der Welt.
Viel Erfrolg und Gelingen,

Reinar

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Volksabstimmung
Die Selbstbestimmung Süd-Tirols befindet sich heute und morgen bei der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit in den besten Händen, aber es wird sich erst dann etwas in dieser Frage national und international weiter bewegen, wenn auch die grösste Partei des Landes die SVP sich der Forderung nach Abhaltung einer Volksabstimmung oder Referendums anschliessen wird. Im völkerrechtlichen Sinne gibt es grosse Unterschiede zwischen möglichen politischen Konsequenzen, die sich aus solchen Willensbekundungen der Bevölkerung ergeben würden. Eine Volksbefragung oder Volksabstimmung könnte nur als eine wertvolle Orientierungshilfe und Entscheidungsstütze für die Landespolitik und die Landesregierung dienen, ein Referendum hingegen hat mit dem erzielten Ergebnis eine rechtlich verbindliche Wirkung und Bedeutung für die Partien und Subjekte des Völkerrechtes, die so ein Referendum im gegenseitigen Einvernehmen im eigenen Machtbereich beschliessen, dulden oder abhalten. Süd-Tirol ist bereits ein Subjekt des Völkerrechtes, und zwar spätestens seit dem Pariser Autonomievertrag für Südtirol von 1946, abgeschlossen zwischen der heutigen Staatsmacht Italien und der Schutzmacht der süd-tiroler Interessen Österreich und eben keine ausschliesslich innerstaatliche Angelegenheit Italiens mehr, da in diesem Vertrag damals einvernehmlich zwischen Italien und Österreich die UNO als Schiedsinstanz ohne Zeitlimit festgehalten wurde und bei allen künftigen Südtirol betreffenden Entscheidungen in Streitfragen schlichten und entscheiden darf. Alle Subjekte des Völkerrechtes müssen sich dann auch an die diesbezüglichen Entscheidungen der UNO auch halten und im eigenen Machtbereich vollziehen. Die führenden Politiker der grössten Partei des Landes der SVP sind in diesem konkreten Fall der Selbstbestimmung der Meinung, dass ein Selbstbestimmung-Fall theoretisch erst dann in einem politischen Notfall für die AP Bozen-Südtirol eintreten könnte und würde, wenn Italien oder eine künftige Regierung in Rom die Autonomie ernsthaft in Frage stellen würde, oder diese bedeutend einschränken wollte. In diesem Fall erst würde nach Meinung der Edelweisspartei der Notfall eintreten, wo man auch auf der Ebene der Landesregierung in Bozen die Selbstbestimmung Süd-Tirols ohne Wenn und Aber ernsthaft betreiben würde oder betreiben wollte. Diese würde man dann vermutlich national von und in Italien in der Landespolitik als politisches Ziel verfolgen und auch international, vor allem in Hinblick auch auf die künftige Verankerung der Schutzmachtfunktion Österreichs für ddie AP Bozen Südtirol und für die deutschsprachige Bevölkerung des Landes, die immer noch eine 3/4 ethnische Mehrheit im eigenen Land stellt. Diese Schutzmachtfunktion des Österreichischen Vaterlandes für Süd-Tirol ergibt sich allein schon automatisch aus der völkerrechtlichen Funktion und Bedeutung des Pariser Vertrages, aber sollte ausserdem zusätzlich noch die Verankerung Süd-Tirols in der künftigen neuen Österreichischen Bundesverfassung dazu kommen, wird es Österreich innen und aussenpolitisch leichter fallen, sich für die Interessen Süd-Tirols mit ganzer Kraft einzusetzen. Dabei darf man aber nie vergessen, dass niemand in Tirol südlich des Brenners zu seinem Glück der Selbstbestimmung von aussen gezwungen wird. Österreich unterstützt vor allem das, was an das Vaterland von der Seite der Landesregierung in Bozen an Wünschen und Vorstellungen der weiteren nationalen und internationalen Zusammenarbeit und Politik herangetragen wird. Eine konkrete praktische Umsetzung der Selbstbestimmung mit einer klaren Fragestellung nach einem Ja oder Nein dazu, und einem Datum sowie Durchführungsbestimmungen, auch in Form einer unverbindlichen orientierungsstiftenden Volksbefragung, müssten zuerst also die Süd-Tiroler selbst geschlossen im Landtag und in der Landesregierung wollen, und dieses Recht irgendwann auch einmal von und in Italien, sowie auch von der internationalen Gemeinschaft klar und deutlich einfordern. So eine rechtlich unverbindliche Volksabstimmung wäre für die Politik sogar als wertvolle Orientierungshilfe von grosser ideologischer Bedeutung, sogar für viele Generationen in der Zukunft und würde folglich weitere Schritte in Richtung der Selbstbestimmung wesentlich erleichtern, einmal sogar in Form eines völkerrechtlich verbindlichen Referendums zur Klärung der Frage der Selbstbestimmung als solche und der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtrol, wie das seinerzeit 2006 der italienische Altpräsident Francesco Cossiga mit seinem im Senat in Rom eingebrachten Gesetzesentwurf auch vorgeschlagen hat. Dieser Wunsch nach Selbstbestimmung ist in Süd-Tirol so alt, wie die italienische Fremdherrschaft, aber Italien hat zu keinem Zeitpunkt der Geschichte seit 1918/20 eine freie und demokratische Abstimmung zu dieser Frage ermöglicht oder geduldet. Was es heute an Willensbekundungen und Orientierungshilfen zu diesem Thema gibt, dass sind drei wichtige Petitionen, die in Namen der Süd-Tiroler verfasst wurden und fast von allen Menschen oder politischen Interessensvertreter unterzeichnet wurden, so z.B Selbstbestimmungpetition an US-Präsident Wilson der Gemeinden von 1918, eine Selbstbestimmungpetition der Bevölkerung an Österreich von 1946 an damaligen Bundeskanzler Leopold Figl und die Selbstbestimmungpetition der 99% der Bürgermeister aus Südtirol an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006, die bekanntlich von der grössten Partei der SVP gestellt werden. Die Klärung der Frage der Selbstbestimmung kann auch heute und morgen die Opposition in der AP Bozen politisch vorantreiben, wenn es z.B. nach der nächsten Landtagswahl im Herbst 2008 es notwendig sein könnte oder wäre, dass bei der Bildung einer neuen Landesregierung auch die Oppositionsparteien in diese Aufgabe eingebunden worden wären, und dann folglich mit der SVP das Land gemeinsam regieren würden. Der Selbstbestimmung Süd-Tirols könnte daher nichts besseres in Zukunft passieren, als wenn nach der nächsten Wahl zum Landtag die Praktiker und Kenner der Macht mit den entschiedenen Befürwortern der Selbstbestimmung eine gemeinsame Landesregierung stellen würden, vieleicht erst dann würde man überall auch auf dieser Ebene der Politik weitere Fortschritte in dieser Frage sichtbar und hörbar vernehmen. Das Andreas Hofer Jubiläumsjahr 2009 wäre aber ganz sicher eine ausgezeichnete Möglichkeit, für dieses verbriefte Menschenrecht der Süd-Tiroler auf eigene Selbstbestimmung mit erlaubten und demokratischen Mitteln weiterhin glaubwürdig und konsequent überall wo das notwendig wäre, mit ganzer vorhandener Kraft einzutreten. Europa wird sich langfristig höchstwahrscheinlich einem demokratiepolitisch begründeten Wunsch der Süd-Tiroler nach eigener Selbstbestimmung nicht verweigern wollen, damit wird sich auch Italien nicht mehr selbst aus der Pflicht der Klärung dieser Frage entlassen können. Die Frage der Selbstbestimmung sollte oder könnte damit endlich einmal zum ersten mal seit 90 Jahren in einer freien und demokratischen Abstimmung oder Referendum geklärt werden. Die Zukunft gehört auch in der Selbstbestimmungfrage denen, die auch bereit sind, einen substanziellen Beitrag dafür zu leisten, damit diese so lange aufgeschobene Klärung dieser Frage kein frommer Wunsch mehr bleibt, sondern greifbare und spürbare politische Realität in der AP Bozen Südtirol.