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Landesregierung: Tafeln an Beinhäusern

barbara_klotz_300.jpgHerr Gottfried Walcher lobt in seinem Leserbrief vom 10.3. die Landesregierung für die zügige Entschärfung und Entgiftung der faschistischen Relikte. Demokratisch-antifaschistische Bürger Südtirols, Deutsche wie Italiener, empfinden die Anbringung der Tafeln jedoch als reine Kosmetik.

Eine derartige Geschichtslüge und Fälschung erklärt und korrigiert man
nicht, sondern entfernt sie gründlich. Ein so großartiges und epochales
Ereignis, wie Herr Walcher meint zu erkennen, wäre nur die gänzliche
Schleifung dieser makabren Lügen-Bauwerke. Dann, und nur dann könnte
man die Landesregierung loben!

Barbara Klotz, Bozen

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2 Kommentar(e)

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1

Ich finde es erbärmlich, dass die Südtiroler nur Tafeln an faschistischen Symbolen anbringen oder anbringen dürfen. Das ist absolut keine Lösung.
In einem Staat, der uns mit Geschichtslügen und Symbolen beleidigt und tyrannisiert und damit unsere Volksgruppe menschenunwürdig behandelt, haben wir nichts verloren.

„Ein positiver Umgang damit wäre viel sinnvoller....“
Jeder „positive Umgang“ mit Demütigungen und Lügen wäre wohl ein Selbstbetrug.

In Deutschland wurden Nazi-Symbole entfernt, im Irak Saddam Hussein Statuen umgerissen und weggeräumt.
Nur in Süd-Tirol ist Mussolini noch immer lebendig.

2
Eisele Siegfried

Steinzeugen zeugen!
Eines hat die gaze Sache zum Guten! Durch die Anbringung dieser Tafeln samt Inhalt bezeugt die Politik Italiens daß die Südtiroler im Recht sind. Immerhin wenn nicht gar großartig aber zumindest ein kleiner Büggling der Italienerpolitiers. Ich wäre zwar für eine Umgestaltung z. B. des Mussolinidenkmals, in dem man alles Fachistische an Skulptur wegmontiert, abschleift und abtragt. Die Gebäude aber an sich soll man ja nicht schleifen. Um Gottes Willen eben nicht, sondern zu aller Zufriedenheit gemeinsam friedlich gestalten. Sie müssen in einer Form Zeitzeugen bleiben zur Mahnung und zur Erinnerung aber auch als Erfolgstrophäe, welche man z. B. ähnlich eines erlegten Bocks oder erfolgreichem Prüfungszeugnis etc. auch nicht weg wirft und ausradiert. Ein positiver Umgang damit wäre viel sinnvoller und im Sinne auch der anderen Denkmäler und Ehrenmähler als Zeitzeugen sein sollen und bleiben sollten, dem Kampf des Gerechten zur Ehr, der Jugend zur Lehr.