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Landesregierung: Nur Zuschauer

Hans_Bachmann_200_01.JPGDurnwalder will von Veränderung nichts wissen. Er denke nicht daran, das Amtieren zu lassen. So fürchten viele, es bleibt alles beim Alten, fünf weitere Jahre, in denen wir wieder nur Zuschauer sind. Darum gab es bisher schon Hader und Streit, weil er immer obsiegt und uns das Recht verleidet, die Stimme zu erheben. Dabei hat er lang nicht alles verstanden, was den Menschen Sorge bereitet.

Er hat manches zerstört, hat die Großen nicht eingebremst. Blind vertraute er solchen, die sich in hässlicher Gier der Natur bemächtigten, ließ die Seinen stets schalten und walten. Über die Berge ziehen sie ihre Spuren, verknoten die Gipfel mit stählernen Seilen, erschließen jeden Winkel, der uns noch blieb. Und er schaut zu, wenn in den Bergen Schändliches geschieht, das Land mit irrsinnigen Projekten überzogen wird.

Ist der ein guter Sachwalter, fragen die Leute, der die Grenzen des Verkehrs nicht kennt, die Umwelt zerstört und das Land verschachert? Bei ihm haben Italiener es gut, die einst arm kamen und heute sich gütlich tun an den Früchten des Landes. Wir wünschen Durnwalder viel Kraft in der neuen Legislatur, um das Schlechte zu unterdrücken.

Dr. Hans Bachmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, Bozen

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7 Kommentar(e)

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1

Träume weiter...
Wir behalten 90% der eingenommenen Steuern bei Italien, wie viel würden wir bei den Österreichern einbehalten?
Dort müssten wir einiges für Sicherheitskräfte, Zoll, Ausgleichfonds, usw. abzwacken (So manches bekommen wir derzeit von den Walschen geschenkt!).
Und was ist mit den Ladinern, wenn es hier so zu geht wie in Kärnten, dann gute Nacht!
Am besten wir bleiben wo wir sind, oder wir warten ab, bis die SF an die Macht ist, die machen sowieso Alles besser als die böse SVP.

2
@ no name geht

Lieber als noch länger an diesem fast bankrotten fremden Staat zu hängen ließ ich mich noch von Wien aus fernsteuern. Da Österreich jedoch kein zentralistischer Staat wie Italien ist werden wir nichts verlieren, ich glaube sogar daß wir noch selbstständiger werden würden und ausserdem vom Umstand profitieren daß wir im ganzen Staat die gleiche Sprache sprechen.

3

keine Chance
Nicht über die Gesichter, sondern über die Programme verliefe die Erneuerung, sagte der Luis. Und verkündete die Halbierung der Politikergehälter.
Aber wer glaubt ernsthaft, dass jemand, der jahrezehntelang im Sattel sitzt, auf seine alten Tage nun plötzlich sein Lebenswerk verleugnet?
Nein, alles bleibt so wie immer, nur schlimmer.

4

In Österreich hat jedes Bundesland mehr Eigenständigkeit als Südtirol in Italien mit Autonomie, da Österreich ein föderalistischer Staat ist!

Vielleicht sollte die Süd-Tiroler Freiheit ein wenig mehr Aufklärung in diese Richtung betreiben!?

5

Stockholmsyndrom
Manche Menschen, die die Fremdherrschaft noch so sehr lieben, leiden scheinbar unter Stockholsyndrom. Es ist ein Fachbegriff aus der Medizinsprache. Damit wird ein Zustand umschrieben, wo ein Mensch oder eine Gruppe, um besser die Fogen einer traumatischen Erfahrung zu bewältigen, nicht die Partei für sich selbst oder die der eigenen Gruppe ergreifen, sondern sie stellen sich bewußt und medienwirksam auf die gleiche Stufe mit dem Verursacher des Unrechts und hoffen so aus dieser Situation einen persönlichen Nutzen zu ziehen. All diese Menschen sollen wissen, man kann ihnen in Therapiestunden helfen. Dazu sollen sie sich nicht allzu sehr darauf verlassen, dass Rom in allen Zeiten umgekehrt für sie Partei ergreifen wird. Das war und ist immer von der politischen Konjunktur abhängig. Sollte man einmal in Italien glauben, dieses Land könnte einen nachhaltigen Nutzen aus der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler ziehen und diese auch zulassen, dann wird man all die Verteidiger des Tolomeischen Herrschaftsanspruchs in Alto Adige von einem Tag auf den anderen wie eine heisse Kartoffel fallen lassen, wenn das nur einen erkennbaren Nutzen für La Casta bringen sollte. Was die mögliche Selbstbestimmung der Süd-Tiroler der Zukunft betrifft, werden nicht sie dann nach ihrer Meinung gefragt, sondern das wird einzig und allein anderswo in Verhandlungen zwischen Rom-Brüssel und Wien entschieden.

6

Typisch SF!
typisches SF Katastrophismus...
Durnwalder ist böse, die Walschen sind die Nutznießer der Autonomie (und nicht wir!), gell? Wir hatten früher keine Schwabenkinder und der Vinschgau ist immer sooo wohlhabend gewesen!!!! Mal im Ernst, glauben Sie wirklich selbst den ganzen Irrsinn, den Sie verzapfen?
Zurück nach Österreich, um unsere Eigenständigkeit nach Wien abzugeben? Nein Danke, da sind mir nochmal 10 Jahre Durnwalder lieber!

7

ich habe den selben eindruck. zeitgleich finde ich, dass die SF noch immer viel zu wenig macht und sehr, sehr, sehr wenig probleme löst. es reicht nicht aus, wenn die gegnerischen parteien die SVP kritisiert. MACHT ETWAS!

lernt doch etwas von den italienischen schauspielern (politiker) die mit hungerstreiks, ankettungen, lauten demos, protestaktionen auf sich aufmerksam machen? oder will die SF keine andauernde lösung noch HEUTE umsetzten? das ist mein bescheidener eindruck... manchmal.

ich sage bestimmt nicht, dass man strommasten in die luft jagen muss. aber gerade die SF sollte mehr tatenkraft zeigen.

mit der tracht im landhaus sitzen ist ein zeichen... das leider null komma josef verändert.