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Landesregierung – Geheimwaffe

Ivo_Hechensteiner_Wahl_2008.jpgDie Landesregierung steht, die Rebellen samt Artioli wurden ausgetrickst mit Mitteln, die scheinbar nicht ganz astrein waren. Dem Aufbruch zu neuen Ufern steht also nichts mehr im Wege, wenn solche auch kaum auszumachen sind. Ein alter Hut rutschte dann doch in die Replik des Landeshauptmanns, die Selbstbestimmung. Nachdem diese aber nicht realistisch ist, bleibt sie, sozusagen als Geheimwaffe (schon seit über 60 Jahren), im Parteistatut drinnen, für den Fall eben, dass Italien faschistisch, kommunistisch oder gar im italienweiten Korruptionssumpf untergehen sollte.

Letzteres dürfte realistischer sein, als dass der LH die im
Parteistatut verankerte Selbstbestimmung einfordern würde. Nun, solange
in unseren Adern noch ein Tropfen Tiroler Blut fließt, bleibt diese
sozusagen als Treuepfand unter römischem Verschluss. Ein kleiner
Lichtblick tut sich wenigstens für die Toponomastikregelung auf. Bevor
diese in ein Museum verschwindet, wird man dafür kämpfen, dass
wenigstens die deutschen Namen endlich rechtlich anerkannt werden. Es
gibt also viel zu tun, wenn wir weiterhin die italienische Muster- und
Herzeigeprovinz bleiben wollen.

Ivo Hechensteiner, SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

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6 Kommentar(e)

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1

tirol 1809/2009
Es liegt an Euch ,liebe Tiroler,ob die Vereinigung des Landes überhaupt noch gewollt ist, oder ob die Bevölkerungsmehrheit im Status Quo lieber verweilen möchte. Mir scheint es .
,dass die meisten Landsleute nur ihre Ruhe haben wollen,und die Selbstbestimmung eine Art Anachronismus darstellt den viele ad acta gelegt haben. Leider!

2

Durnwalder XIV
Genau im 200sten Jahr des Freiheitskämpfers Andreas Hofer, hat Durnwalder für Tirol nicht mehr übrig, als ein abwertendes "unrealistisch".
Mir kommt Durnwalder vor wie Ludwig XIV Südtirols.
L'Etat c'est moi. Der Staat bin ich.

Er, der Sonnenkönig bestimmt mit einem lapidarischen "unrealistisch" die gesamte Zukunft (Süd) Tirols und die SVP sind noch immer seine stummen Diener.
Magnago hatte wenigstens noch Format und Rückgrat und hätte vermutlich eine Diskussion um die Selbstbestimmung zugelassen.
Durnwalder ist jedoch zu einem italophilen Mitläufer der ital. Nationalisten und Faschisten geworden und unterbindet gleich jegliche Auseinandersetzung.

Er hat bereits zugegeben, dass er gegen die Selbstbestimmung ist und immer dagegen sein wird.
Zitiere: "Solange ich was zu sagen habe, wird es keine Selbstbestimmung geben."
Wie deutlich soll er es noch sagen, dass er den Süd-Tirolern damit seinen persönlichen Willen diktiert und sie an Italien festklammern will?
Was sollen die Südtiroler dann überhaupt noch bestimmen dürfen, wenn ihnen solche Grundrechte wie die Staats- und Volkszugehörigkeit verweigert werden?

In der Öffentlichkeit gibt sich Durnwalder natürlich als Demokrat und Anhänger der Autonomie.
Allerdings ist das höchswahrscheinlich nur ein Vorwand, um die Autonomie weiterhin zu schwächen oder sie nach seinem Willen zu interpretieren.
Ist er doch oberster Provinz-Italiener (Landeshauptmann) und profitiert am meisten von der Zerreißung Tirols auf der Alpensüdseite.
Da kann man nur sagen: Es stinkt zum Himmel.

3

Selbstbestimmung fordern!
Der Wille zur politischen Selbstbestimmung ist auch die Frage der mentalen Stärke der Süd-Tiroler und der Politik selbst. Überall dort in Europa, wo diese in den letzten Jahren und Jahrzehnten ohne Wenn und Aber möglich war, überall dort haben es die betroffenen Menschen nicht nur von der Macht der Fremdbestimmung klar und deutlich genug gefordert, oft genug aus einer aussichtslosen Position heraus, sondern sie haben auch alle dazu notwendigen politischen Schritte in der eigenen Politik rechtzeitig Zug um Zug gesetzt, um dieser lang ersehnten eigenen Selbstbestimmung auch in greifbarer Wirklichkeit näher zu kommen. Vor allem aber haben die Menschen an diese Selbstbestimmung felsenfest geglaubt und mit dieser mentalen Stärke war es ihnen möglich die Selbstbestimmung gegen alle möglichen regionalen, nationalen und internationalen Widerstände zum Schluß auch durchzusetzen. Ein wichtiger Politiker der SVP und Völökerrechtexperte sagte einmal sinngemäß, wir Südtiroler sind ein Volk, haben ein eigenes Land mit klar definierten Grenzen, haben dazu eigene Verwaltung und Landesregierung, daher können wir jede Zeit die Selbstbestimmung fordern und ausüben, wenn wir das nur das wollen würden. Dass die Süd-Tiroler nach 90 Jahren Politik der Italianisierung im eigenen Land das immer noch wollen, daran besteht doch kein Zweifel, würde man meinen. Die SVP hat dieses Ziel in ihrem Parteiprogramm immer noch stehen, daher sollte sie die Klärung der Selbstbestimmungfrage nicht auf einen St. Nimmerleinstag verschieben, sondern gerade das Gedenkjahr 2009 dazu nutzen, aus der Verantwortung für das Land Tirol vor dem eigenen Volk heraus, vor den eigenen Landsleuten in ganz Tirol und im Rest des Vaterlandes, vor der EU und vor dem Rest der übrigen Welt, um diese so lang ersehnte Selbstbestimmung von der bisherigen Macht der Fremdbestimmung klar zu fordern. Das bedeutet natürlich nicht, dass Italien die Klärung der Selbstbestimmungfrage leicht machen würde oder wollte, aber gerade dadurch würde das Land eine notwendige politische und patriotische Orientierungshilfe für alle Zukunft bekommen, die es brauchen würde, um einmal die Selbstbestimmung zur Gänze auszüben zu können. Eine partei wie die SVP hat die Aufgabe übernommen, den Menschen in diesem Land politische Orientierung und notwendigen Halt zu geben. Das war in vergangenen Jahrzehnten seit der Gründung der SVP im Jahre 1945 bis heute immer so gewesen, als damals diese Partei am Anfang der Nachkriegsgechichte klar, deutlich und unmißverständlich die Selbstbestimmung für das Land Süd-Tirol forderte. Nach dem Krieg forderten die Süd-Tiroler und mit ihnen die SVP eine demokratische Klärung der eigenen im Jahre 1918 verweigerten Selbstbestimmungfrage in einer freien demokratischen Abstimmung. Diesem Wunsch wurde von der Alliertenseite damals nicht entsprochen, aber das Vaterland konnte wenigstens 1946 den Pariser-Autonomievertrag für Tirol südlich des Brenners mit Rom ausverhandeln. Dieser Vertrag macht seitdem Südtirol zum ersten mal in der Geschichte nicht zum Objekt der italienischen Politik, sondern zum Subjekt des Völkerrechtes. Diese Austonomie wurde aber erst Jahrzehnte später greifbare Wirklichkeit, vor allen deswegen, weil es Menschen in diesem Land damals in dern 50er und 60er Jahren gab, die bereit waren für die Selbstbestimmung zu kämpfen. Also an mentaler und politischer Stärke hat es den Tirolern ausserhlb der Grenzen des Vaterlandes nie gemangelt. Nur aus diesem Geist heraus wurde damals vielleicht nicht die Selbstbestimmung, aber zumindest eine Autonomie möglich, die diesen Namen verdient, und die die SVP heute als größte Partei des Landes verwalten darf. Die geschlossen unterzeichnete Selbstbestimmung-Petition der Bürgermeister aus Südtirol von 2006 an den Österreichischen Nationalrat in Wien hat weiterhin unmißverständlich diesen Wunsch nach Selbstbestimmung zum Ausdruck gebracht. In diesen Jahren und Jahrzehnten ist es endlich Dank EU und allgemein Selbstbestimmung freundlicher Entwicklung in ganz Europa realpolitisch möglich geworden, die Selbstbestimmung auch in Süd-Tirol klar und unmißverständlich zu fordern. Was bis jetzt fehlt, ist aber eine klare Selbstbestimmungpolitik der Landesregierung in Bozen, im Gegensatz zu anderen Autonomien der alten EU wie Schottland, Flandern, Katalonien oder Baskenland. Dazu hat gerade das Land Südtirol die besten außenpolitischen Voraussetzungen die demokratische Klärung der eigenen Selbstbestimmungfrage zu fordern und auch einmal zur Gänze politisch in diesem Staat Italien durchzusetzen. Die AP Bozen hat eine nicht nur im Völkerrecht verankerte Autonomie, sondern auch eine eigene internationale Schutzmacht der eigenen Interessen, die für Südtirol sprechen kann und sprechen darf, sei es vor EU-Gremien oder vor der UNO. Damit befindet sich das Land in einer für die Selbstbestimmung sehr komfortablen politischen Position, im Gegensatz zu all den anderen nach Selbstbestimmung strebenden Autonomien in den Ländern der alten EU, aber auch da gab es Fortschritte, wie die gewonnene Selbstbestimmung-Abstimmung in einer dänischen Autonomie in Grönland im Nov.2008 gezeigt hat. Heute muß sich die SVP sogar Kritik in dieser Frage nicht nur von der Seite der deutschsprachigen Opposition, sondern auch von der italienischen Seite gefallen lassen. Die Frau LA. Elena Artioli von der Lega Nord meinte neuerlich wörtlich, die SVP sei "Arrogant und präpotent in Bozen, kleinlaut und heuchlerisch in Rom - eine interessante, aber wohl wenig fruchtbringende Linie, sofern man diesen Zick-Zack-Kurs überhaupt als Linie bezeichnen kann." Die letzten Erklärungen des LH Durnwalder bezeichnete Artioli als "belustigende Erklärungen", und weiter: "Genau wie Durnwalder sind wir der Meinung, dass Südtirol so wenig wie möglich von Rom abhängig und erpressbar sein soll", allerdings in den Fragen der allgemeinen Zusammenarbeit der Selbstbestimmung freundlichen Kräfte im Landtag in Bozen sei es schwierig ein "gutes Verhältnis aufzubauen, denn uns wurde ans Bein gepinkelt." Auch die Unterstützung, die ein Politiker der postfaschistischen AN Mauro Minniti für die SVP bei der Wahl der Landesregierung an den Tag legte und vice versa für ihn als stellvertretender Landtagpräsidenten von der SVP, sei lachhaft gewesen. Frau LA Elena Artioli wörtlich: "Die gesamte SVP wählt geschlossen einen Exponenten der autonomiefeindlichen Partei, ohne von oben druck erhalten zu haben? Eine wahrlich lustige, wenn auch nicht glaubwürdige Partei", so die Lega-Politikerin. Mit solcher Politik begibt sich die SVP in ein für sie in Zukunft gefährliches Fahrwasser. Sie handelt nicht nur im Sinne der Selbstbestimmung, sondern sie wählt sogar nach Meinung der italienischen Politiker in diesem Land die Politik des geringsten politschen Widerstandes sogar gegen die Interessen der Autonomie, um nur nicht irgendwo in Rom anzuecken. Warum das in diesen für die Selbsrtbestimmung freundlichen Zeiten auch in der Landesregierung der AP Bozen unbedingt so sein muß, darauf gab es bis jetzt von der SVP noch keine ausreichende Antwort. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, hat es einmal in einer anderen Autonomie kurz vor dem Mauerfall und vor der Landeseinheit im November vor fast 20 Jahren geheissen, ohne diese mit der AP Bozen ausdrücklich vergleichen zu wollen. Aber auch da in einer Demokratie gibt es scheinbar Mauern im Kopf der Politiker, die man nicht so leicht überwinden kann. Die SVP scheint heute in ihrer Selbstzufriedenheit den Zug der Zeit in Richtung der Selbstbestimmung für Südtirol um jeden Preis verpassen zu wollen. Die Zeche dafür werden aber in erster Linie nicht die SVP, sondern die Süd-Tiroler allgemein mit verpatzten Zukunftschancen bezahlen müssen, von der Idee der Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol zwischen Süd-Nord und Ost und von den real existierenden Gefahren der Altoatesinisierung ganz zu schweigen.

4

Tiroler oder Italiener
2009, Tirol-Jahr und Jahr der Wirtschaftskrise zugleich, wird sich höchstwahrscheinlich endgültig herausstellen, ob Luis Durnwalder als Tiroler oder Italiener fühlt und handelt. Davon wird nicht zuletzt die künftige wirtschaftliche Situation im Lande und überhaupt die Zukunft Gesamttirols abhängen. Es geht also nicht um eine Nebensächlichkeit.

5

Wenn mir amol alle italianisiert san, noar isches sowieso zu spat fir die selbstbestimmung.. Danke Luis.

6

Durnwalder ein Pfuscher?
Warum benützt der LH das Selbstbestimmungsrecht nur mehr als Zaunpfahl, mit dem er Italien winken und drohen kann, anstatt die Abstimmung wirklich ernsthaft zu fordern? Merkt er denn nicht, dass er auf diese Weise viele Tiroler geradezu verhöhnt, die es sich nach wie vor so sehr wünschen, dass Tirol wieder zusammengehört. Früher, als die SVP noch die Sammelpartei war, war ihr die Landeseinheit heilig. Heute hat man das Gefühl, dass sie selbst nicht mehr alle ihre Parteigrundsätze ernst nimmt. Durnwalder bleibt zu wünschen, dass er den richtigen Tiroler Weg wieder findet und ihn auch gehen will und kann. Erst wenn er die berechtigten Anliegen Tirols, zu denen zuerst die Selbstbestimmung gehört, ernsthaft vertritt, verdient er auch wieder die volle Wähler-Achtung! Andernfalls könnte Luis Durnwalder als der LH in die Geschichte eingehen, der die Selbstbestimmung leichtfertig verpfuscht hat. Will er das wirklich? Da wäre es besser, er macht jetzt wem Platz, der da was weiter bringt. Mögen die anderen (SVPler) den LH aufrütteln und das Thema ernsthaft diskutieren!