Start / Archiv / Landesinteresse vor Parteiinteressen stellen!

Landesinteresse vor Parteiinteressen stellen!

eva_500_ehrenburg.jpgDie Bewegung SÜD- TIROLER FREIHEIT fordert die SVP angesichts der jüngsten  Entscheidungen der römischen Regierung auf, endlich alle Anstrengungen zu unternehmen, um so schnell als möglich von diesem Staat wegzukommen. Es geht dabei nicht nur um die allgemeine Rechtsunsicherheit, die immer mehr um sich greift, sondern in erster Linie muss es um die Zukunft des Landes gehen.

Es ist erschreckend, zu sehen, mit welch klein kariertem Bezirksdenken
sich die Volkspartei auf die Bildung der neuen Landesregierung
konzentriert, anstatt ihren Blick auf die großen politischen
Herausforderungen zu lenken und die Lösung unseres größten Problems,
nämlich die Zugehörigkeit zu Italien, endlich konkret anzugehen.

Sie sollte sich an Grönland ein Beispiel nehmen, das sich vor kurzem
mit ausschließlich friedlichen Mitteln beinahe die staatliche
Souveränität erkämpft hat.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
01.12.08

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

5 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1
Eisele Siegfried

Wenn man genau die Dinge beobachtet, was alles in Südtirol versucht wird, ein wiedervereinigtes Tirol zu bekommen ist es schon sehr eigenartig daß zwar in allen Österreichmedien über den Daleilama, jetzt wieder über Irland etc. in großen Lettern berichtet wird, auch ein Kosovo. Aber Südtirol existiert weder in Medien noch im Gros der Österreichischen Bevölkerung. Südtirol ist genauso in Vorarlberg aber auch in den andern Bundesländern nicht relevant, ja nicht einmal der Name Südtirol ausser Werbezweck und Ausflug, wird in irgend einem Zusammenhang Südtirol in den Mund genommen. In Österreich ist Südtirol größtenteils leider ein Loch in der Natur. Dabei wäre aber schon die Frage gestellt, ob die Wiener und Restösterreicher überhaupt dieses Südtirol will! Die Sozialisten und Grünen wollen es ganz sicher nicht und in den Medien haben nun mal das Gros der Roten ala Berlusconi. Im ORF gibt es nur Italiener und Italien auch beim Sport, Südtirol existiert einfach nicht. Das wäre aber das eigendliche Roß das man von vorne, sprich Österreichmedien und Politik aufzäumen sollte. So lange die Roten ihre Finger in der Staatsmacht haben nutzen keine Bemühungen in Südtirol denn ohne Staat Österreich geht garnichts, leider.

2

Selbstbestimmung
Ja, Ja, Ihr Träumer!
Wenn wir die Selbstbestimmung haben, dann erreichen wir einen Zustand vollkommener Glückseligkeit und wir brauchen kein Mittagessen mehr, gell...
Bis es so weit ist, lobe ich mir diese Autonomie und die g´scheiten Leut der SVP, die sie erreicht haben: Magnago, Benedikter, usw.
Zum Schluss: Südtirol ist nicht Italien aber Südtirol ist in Italien!

3

"Mander`s isch Zeit!!!"
"Mander`s isch Zeit" unseren "geliebten" LH wachzurütteln! Man hat in der SVP schließlich lange genug geschlafen und zum Glück stellt wenigstens Lt. Abg. Dr. Eva Klotz den Langschläfern den Wecker! Sicherlich wird der Schritt in die Selbstbestimmung kein Leichter sein, doch mit jenen treuen Politikern der Süd-Tiroler Freiheit und mit Hilfe der Freiheitlichen ein schaffbarer Sprung in die Freiheit! Jedoch müsste dazu die SVP aufhören die Schlaftabletten aus Rom anzunehmen!!!

4

Was will die SVP?
Durnwalder [STOL]: „Während die Wähler der Union und der Südtiroler Freiheit immer gegen uns sein werden, da sie die Selbstbestimmung verlangen und die SVP für die Autonomie ist, können wir Stimmen, die an die Freiheitlichen gegangen sind, wieder holen“

Trotz großer Wahlniederlage hält die SVP an Autonomie und Annexion durch Italien fest. Die SVP ist somit nicht die Partei der Autonomie, sondern die Partei der Annexion und damit der verlängerte Arm Roms.

Ich will den Süd-Tirolern nur reinen Wein einschenken.

5

Wo ein Wille da ein Weg
Die SVP sollte sich nicht nur ein Beispiel an Grönland nehmen, sondern zum Beispiel auch an der Schottischen Volkspartei in der Autonomen Region Schottland von Großbritannien unter dem heutigen Landeshauptmann Alex Salmond. Schottland ist heute die Avantgarde in Europa, was den friedlichen demokratischen Kampf eines fremdbestimmten Volkes um die Selbstbestimmung in einem Land der alten EU betrifft. Die Selbstbestimmung kann auch so sogar in einer west-europäischen "Supermacht" Grossbritannien stattfinden, ohne dass deswegen jemand die Schotten in Glasgow oder Edinburgh mit britisch-nationalistischen Provokationen und Denkmälern ständig verunglimpft. Man fragt sich schon manchmal, was müsste noch alles in Europa passieren, bis die SVP in dieser angeblich allerbesten Autonomie der Welt von der praktischen Notwendigkeit der KLärung der Frage der Slbstbestimmung überzeugt sein wird. Seit 1989 gibt es einen neuen Demokratie- und Selbstbestimmungfrühling in ganz Europa, auch im Westen des Kontinents. Man könnte sich noch in diesem Zusammenhang an den Spruch des Michail Gorbatschow aus dem Monat Oktober 1989 an die Adresse der politisch autistischen und vergreisten Führung der verblichenen Autonomen DDR erinnern, als er sagte, "Wer zu spät kommt , den bestraft das Leben". Im Fall von Süd-Tirol wird aber wahrscheinlich nicht die politische Führung der AP Bozen bestraft, sondern allein die Tiroler um das Menschenrecht auf die eigene Selbstbestimmung ohne höheren politischen Zwang und Not betrogen. Wenn man die demokratische Klärung dieser Frage in der dafür politisch so günstigen Zeit in Europa weiterhin nicht zulässt, dann riskiert man, dass diese Zeit für Süd-Tirol ungenützt verstreicht. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagte einmal der Architekt der Glasnost und Perestroika. Der Rest ist die Geschichte einer friedlichen und demokratischen Wiedervereinigung eines seit Generationen geteilten Nachbarlandes der Österreicher und der Alt-Österreicher in der AP Bozen. Dieses Nachbarland hat 2008 bereits den 18. Jahrestag der eigenen Wiedervereinigung gefeiert. Die Deutsche Einheit ist damit "volljährig" geworden und auch wenn es im östlichen Teil dieses Landes systemtransformationbedingte Probleme immer noch gibt, fast niemand wünscht sich dort die alten Zustände vor der Wiedervereinigung zurück. Wir leben alle in ganz Tirol hingegen in einer freien und demokratischen Gesellschaft, daher würde man annehmen können, dass eine reife Demokratie umso leichter mit solchen Fragen der Klärung der Frage der Landeseinheit umgehen kann, wenn nicht vor 1989 dann nach der Jahrtausendwende, in der Zeit, in der wir heute alle leben. Wie man sieht, in Süd-Tirol ist das eine trügerische Hoffnung, von diesem Land wo die Zitronen blühen, die demokratische Klärung der Frage der Selbstbestimmung zu fordern. Italien ist vielleicht keine Bananenrepublik aber es hat leider nicht das Niveau der politischen Kultur einer reifen Demokratie, wie im Falle des Vereinigten Königreiches oder von Dänemark, Belgien zum Beispiel. Das Selbstbestimmungrecht mag vielleicht für Grönland, Schottland, Flandern oder sogar Katalonien gelten aber immer noch nicht für den Stiefelstaat. In den letzten zwei Jahren hat es in Europa zwei weitere gelungene Selbstbestimmungen gegeben, nämlich 2006 in Montenegro und 2008 in Kosovo. Der LH von Südtirol hatte ausdrücklich so eine Selbstbestimmung wie die des Landes Kosovo abgelehnt, so lange er dieses Amt ausübt. Das kann man auch zur Gänze verstehen, da kein Mensch mit ein wenig Vernunft sich solche Zustände wie gerade in diesem Land vor der Selbstbestimmung wünschen kann. Das kann sicher kein zu zahlender politischer Preis für die Ausübung der eigenen Selbstbestimmung sein. Mit dem Beispiel der Selbstbestimmung von Montenegro könnte man aber hingegen schon viel eher in der Landespolitik der AP Bozen etwas anfangen. Diese Selbstbestimmung ist von der EU aktiv politisch vorangetrieben und vorbereitet worden und die alte Macht der Fremdbestimmung hat das auch nolens volens zur Kenntnis nehmen müssen. Die Vorgaben der EU waren damals, Erreichen bis zu 2/3 Wahlbeteiligung und eine Mindestmarke der Ja-Stimmen zu Selbstbestimmung von mindestens 55%. Das alles ist auch beim entsprechenden Referendum im Monat Mai 2006 auch erreicht worden und die Selbstbestimmung ist ein Monat später ein unwiderrufliches Faktum geworden. Danach dauerte die Fremdbestimmung in Montenegro zwischen 1918 und 2006 und konnte auf einem völlig friedlichen und demokratischen Wege beendet werden. Auch die heutige Staatsmacht in Südtirol Italien hat diese zwei Selbstbestimmungen von Montenegro und Kosovo aus freien Stücken politisch unterstützt und auch ohne Vorbehalte anerkannt. Seit diesem Zeitpunkt kann sich daher die Landespolitik der AP Bozen mit Fug und Recht auf diese Präzedensfälle berufen und nach gleichen Vorgaben auch die Selbstbestimmung jetzt und in Zukunft auch für die AP Bozen berufen. Wenn die SVP Bürgermeister eine Petition der Selbstbestimmung 2006 an das Vaterland geschlossen in Namen des Landes Tirol südlich des Brenners unterzeichnen und diese dem Österreichischen Nationalrat im Mai 2006 in einer Art Staatsakt feierlich übergeben, dann sollte diese Partei auch heute noch so viel politischen Mumm haben und weiterhin dazu stehen, sowie in diesem Sinne glaubwürdig weitere Schritte in der Frage der Selbstbestimmung der deutschsprachigen Süd-Tiroler setzen. Langsam werden es die Menschen satt haben, wenn alle "Kinder in ganz Europa" reichlich mit der Freiheit der Selbstbestimmung beschenkt werden, nur dieses "Schmuddelkind" Italiens Süd-Tirol aber immer noch nicht. Es liegt allein an uns selbst, ob wir das so hinnehmen und zulassen wollen. Das Land Süd-Tirol hat aber ganz sicher etwas besseres bei der Lösung und Beantwortung der Frage der eigenen Selbstbestimmung verdient. Wie wäre es um diese Frage bestellt, wenn es die Bewegung der STF der Frau Eva Klotz oder die FP, Union, bzw. die Schützen nicht gäbe, würde sich die frühere Sammelpartei SVP allein auch heute darum kümmern wollen? Die neue Legislaturperiode im Bozner Landtag hat gerade erst begonnen, die Opposition wird noch viele Gelegenheiten haben, Initiativanträge zu Selbstbestimmung an die Tagesordnung zu setzen, dabei wird auch die Edelweißpartei klare Positionen beziehen müssen. In diesem Zusammenhang darf man daran erinnern, dass die SVP in einem Mehrheitsbeschluß von Februar 2007 die Fortschreibung der endgültigen Zuhehörigkeit der AP Bozen zu Italien per Beschluß des Landtags ausdrücklich abgelehnt hat. Dsmit ist die Frage der Selbstbestimmung ohne Zeitlimit weiterhin offen. Auch das kann man als ein Akt der Selbstbestimmung empfinden, diesem müssten nun weitere Schritte in diese Richtung folgen. Ein wiedervereintes Land Tirol wird euch allen diese Mühen einmal lohnen. Tirol isch lei oans, von Salurn bis Kufstein!