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Landesgedenkfeier: Am falschen Ort

hartmut_staffler_500.jpgAls Teilnehmer der diesjährigen Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier in Meran kommt mir der Verdacht, dass der Festredner, Altlandeshauptmann Alois Partl, das Manuskript verwechselt haben könnte. Sein Lob für die Autonomie, für Magnago und Durnwalder hätte gut auf eine Wahlversammlung der SVP gepasst, war aber bei der Gedenkfeier in Meran am falschen Ort.

Schließlich hat Andreas Hofer nachweislich nicht für eine Autonomie
Süd-Tirols, sondern für die Freiheit und Einheit ganz Tirols gekämpft.

Hartmuth Staffler, Brixen, SÜD-TIROLER FREIHEIT

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4 Kommentar(e)

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1
Eisele Siegfried

Partls "Schnitzer" oder Diplomat?
Ich interpretiere Kriegerdenkmäler in Österreich und Italien und ihre Sinnfindung

Bei uns in Vorarlberg gibt es leider auch Ewiggestrige die sogar bald jeden Soldaten auf einem Kriegerdenkmal wie seinerzeit im Montafoner Silbertal wo ein Falaster der in einem KZ dem System unterlag und Mittäter wurde, ehe man ihn meuchelte, mit akribischer Genauigkeit durchleuchten und entdecken, sich als wahre Nazijäger entpuppen. Oder Semiten die in Österreich Moscheen fordern, selber Erzfeinde gegen Moslem so in Israel gegen Palästina. Das ist einfach nicht ehrlich und läßt System einer Glaubensausspielung vermuten.
Wenn einerseits Partl mal überspitzt genau das Gegenteil gesagt hat, was man hören wollte könnte es nicht sein daß er damit bewußt das erreichen wollte, was daraus entstanden ist, eben sich im Nachhinein darüber zu äußern und zu diskutieren? Oft erreicht man durch Provokationen genau das Gegenteil, das ist höhere Diplomatie. Das Prinzip beherrschen die Stzaatsherren Italiens ja bestens.
Wenn man in all den zivilisierten Staaten Europas, auch in Österreich und ganz besonders in Tirol und Vorarlberg sich am Denkmal versammelt um sich der Vergangenheit Militärischer und Heimatverbundener Auseinandersetzungen zu erinnern, so verwehre ich mich diese Art von Kultur als irgendeiner Verherrlichung wegen Geschichte zu Politzwecken zu verwenden.Dafür sind die Gefallenendenkmäler nicht geschaffen. Es gibt genug andere Organisationsmöglichkeit, dem Besatzer verbal einzuheizen.
Doch haben Tradition und Gedenken, wenn man sie richtig handhabt wohl einen Sinn. „Alles was wir von der Vergangenheit aussagen, sagen wir von uns selber aus. Wir können nie von etwas anderem reden, etwas anderes erkennen, als uns selbst.“ Aber in dem wir uns in die Vergangenheit versenken, entdecken wir neue Möglichkeiten von unserm Ich, erweitern wir die Grenzen unseres Selbstbewußtseins, machen wir neue ob schon gänzlich subjektive Erlebnisse. Dies ist der Wert und Zweck aller Geschichtsstudien und Gedanken bei den Denkstätten.
Doch anderseits, wer gibt uns das Recht, Organisationen oder einzelne Personen welche sich für diese Tradition auseinander setzen, diese pflegen, erhalten und gestalten, zu beurteilen, zu kritisieren und dessen jeweilige kritische Bemerkung für alle zu generalisieren und zu pauschalieren?
Wir sind zum Glück noch in einem Demokratischen Land (Relativitätstheorie nach Einstein, aber doch) wo solche Hinterfragende in ihrer Meinung belassen werden und diese in Respekt ihrer andersartigen Ansichten stehen gelassen werden, aber natürlich nur im Respekt Jener, die auch ihr Recht haben, diese Tradition so fortzuführen eben im Sinne der Gegebenheit und Tradition.
In einer Demokratie, wo das Recht eines jeden Menschen in der Flexibilität der Gestaltungsarten und Gedanken eines jeden einzelnen Menschen in Form seines Wissens, Schulbildung, Mentalität aber auch Prägung durch Vergangenheit Erinnerung usw. anerkannt und respektiert wird.
Näher erklärt: Der Eine sieht darunter eine Kriegerehrung, der Andere ein Kriegergedenken, der Eine, eine Kameradengedenkstätte, wieder Einer, eine Gedenkstätte des 1. und 2. Weltkrieges, die einen denken liberal die Anderen patriotisch, jedem das Seine. Wer gibt uns das Recht Tote zu diffamieren in Überlegung ob er tapfer oder gezwungen in den Krieg zog, ob er der damaligen Situation in seinen Gedanken entsprach oder er ein Gegner des zu dieser Zeit als das richtige im Sinne der Staatsführung war, denn Gesetz ist immer noch der jew. Staatsform und Staatsmacht vorgeschriebenem und für jeden Bürger zu dieser Zeit als das Richtige Hand zu haben und zu befolgen.
Kriege, Völkermorde, Menschenleid, Unterdrückung gab es schon im Neandertal, bei den Indogermanen, später unter Rom, auch im Mittelalter und wurde erst im Nachhinein als das “Für Uns Verkehrte“ entdeckt. Man sollte sich aller Gewalten stets besinnen, in Zukunft dafür zu arbeiten, daraus zu lernen, aber immer im Respekt der damaligen anderen Zeit, des andern Systems und der anderen Mentalität, Lebensweise und Lebensumstände auch Denkweise.
Könnte es sein, daß man oft gerne Geschichte einseitig und überhaupt vergewaltigt, um als diverse Organisationen dem anwerbenden Menschen zu gefallen in dem man eben sich der Geschichte nicht besinnt sondern nur verurteilt?
Aber auch Erinnerungsstätten, so nenne ich es, sind Kunstwerke die man jenen Menschen die dies geschaffen haben und jene die es aufstellten und auch heute noch erhalten, für die Jungen zur Mahnung, in Respekt und würdigem Gedanken ähnlich anderer Wohngebilde, die oft modernistisch, abstrakt, grau in grau, so wunderbar in Idyllischen Gefilden aus dem Boden sprießen, genauso respektiert und stehen lassen muß.
Einzig jene Denkmäler wie sie heute noch in Tirol - Süd (gemeint sind nicht die Kriegermähler in den Dörfern Tirols – Süd), stehen, vom Staat verherrlicht und im Politischen Faschistentum wo es beispielsweise schriftlich lautet daß Italien dem einfachen Germanentum die Kultur gebracht hätte oder Beinhäuser die ein Sieg Italiens gegen Österreich verherrlicht, der dort nie ausgetragen wurde und zu alle dem Österreich als Sieger verraten den Sieg verspielte, politisch aufgestellt, als einzige Lüge! Gegen solche Politik als Geschichtsvergewaltigung und Verdrehung, dagegen verwehre ich mich!
Ich spreche für alle Väterahnen, Vereinigungen, Traditionsvereine, Schwarzem Kreuz, aber auch Priester, Exekutive, Heer und Politik meinen Dank aus, für ihren Mut, aber auch für die Selbstverständlichkeit, die der Würde jedes Menschen entspricht. Den Kriegstoten, Zivil wie Militärisch, Klein oder Groß, Frau oder Mann, Jung oder Alt, egal welcher Hautfarbe, Organisation und auch egal welcher Fehler und Schwächen jeder Einzelne im Leben hatte, zu alle dem wir es nie wissen können und müssen, usw. Ehre zu erweisen, anstatt ihr Andenken unflätig zu beschmutzen, was beschämender weise heute oft der Fall ist. Dazu steht auch ein respektloses Vorgehen gegen Denkmäler in Österreich, unachtsam die Diskussion solche Dinge zu verändern. Verändern könnten das nur die Verstorbenen um die es letzten Endes gehen sollte oder geht oder nicht gehen sollte und deren Erbauer welche leider auch schon das Zeitliche gesegnet haben.
Eher dann ein zweites Denkmal zu erstellen, für Moderne oder Traditionelle Künste und Gedanken, was zu respektieren wäre als Kameradschaftsgedenkstätte verstorbener Mitglieder der Gemeinde aus Körperschaften, Politik und Vereinen.
Die Anzahl Jener die im Verlauf der Weltgeschichte ums Leben kamen, incl. deren der ´übrig Gebliebenen´ auch Geschädigten und Waisen, ist seit Menschengedenken nie zählbar. Ihr Andenken zu ehren, sich zu erinnern und nicht in Vergessenheit ab zu schieben, gebietet Menschlicher Anstand, egal bei welchen Kriegerischen Aktionen sie Opfer waren, ob in den Feldzügen Alexanders, der Römer, bei Zeitlich viel früheren Fehden, den Kreuzzügen, in den Appenzeller und späteren Schwedenkriegen, in den Muselmannenkriegen, den Franzosenkriegen und Kämpfen Andreas Hofers, Speckbachers, Mayers und Nachbauers, im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg unter Nelson, in Vietnam, den Punischen Kriegen im Kongo, den Burenkriegen in Afrika, dem Boxeraufstand, dem 1. und 2. Weltkrieg, im Irak oder Afganistan, in den Nato und Uno´einsätzen. Welch ein Meer von Tränen!!
Manche werden das Verhalten dieser Erinnerungsträger Persönlich oder als Vereine und Organisationen als rechtslastig in Österreich oder Italienisch Staatsfeindlich in Südtirol das ja gar nicht Italien ist, einstufen.
Sie wären vermutlich weniger kritisch und verharrten in noblem Schweigen, wenn sie ein Lebtag lang um einen Gefallenen Vater, Mutter, Bruder, Sohn, Gatten, Freund trauern müßten, auf seine Gegenwart und Fürsorge verzichtend. Ihnen rate ich zu beten, daß sie von der Teilnahme an einem zukünftigen Krieg verschont bleiben mögen, nicht als körperliche und seelische Krüppel nach Hause kehren zu müssen, ihre Kinder nicht als Kriegswaise zurücklassen müssen, ihre jungen Frauen als Kriegerwitwen, deren oft erbärmliches Los man oft länger als 65 Jahre kennt.
Lassen wir das Milliardenheer von Kriegstoten in Frieden ruhen, egal aus welchem Land, welcher Hautfarbe, welcher Nation, aus welcher Zeit, aus welcher Konfession, sie stammen, ob hoch dekoriert in Schule, Funktion und Uniform oder nicht! Ehre ihrem Andenken! Und mit dem Lateiner: De mortius nihil nesi bene – über Totes nur Gutes-----------------------

2

wahrlich richtig
Ich war auch dabei und habe mit wohlwollen festgestellt dass ein Raunen durch die Zuschauer ging als der Altlandeshauptmann diese denkwürdige Aussage gemacht hat!
Einfach lächerlich!

3

blablabla
Partl hat gut begonnen, als er die Familie als Keimzelle für Volk, Staat und Kultur bezeichnete, aber dann...
Was mich überhaupt bei diesen Reden stört, sind die ewigen anfänglichen Vorträge über die zugrundeliegenden geschichtlichen Ereignisse: diese können in jedem Geschichtebuch nachgelesen werden! Besser wäre es, dass der Redner entweder kuriose Anekdoten oder Details vorbringt, oder gleich zu seinen persönlichen Stellungnahmen Ansichten kommt, ansonsten ist das Zuhörervolk lange schon stuff und unkonzentriert, und niemand bringt einen bleibenden Eindruck mit nach Hause.

4

Ist ja peinlich. 🙂
Also was will uns Alois Partl sagen: tolle Autonomie, toller Magnago, toller Durnwalder, tolle Provinz-Tirol....

...und wir sollen, vermutlich, gefälligst den Mund halten und uns mit unserer ital. Kolonie Süd-Tirol abfinden??? Oder wie soll man das interpretieren?