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Kindische Bestätigung mangelnder Geschichtskentnisse – Schmierereien an Kerschbaumer-Gedenktafel

schmierereien_kerschbaumer_04.jpgAls kindische Bestätigung ihrer mangelnden Geschichtskentnisse bezeichnet der Obmannstellvertrer des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang, die nächtlichen Schmierereien an der Gedenktafel für Sepp Kerschbaumer und seine Mitstreiter in St. Pauls/ Eppan.

Die Tafel ist in der Nacht vom 26. auf den 27. Jänner durch Vandalen
mit weißer Farbe besprüht worden  Der Südtiroler Heimatbund wird eine
Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung und Grabschändung
machen. Auch das Kriegerdenkmal wurde beschmutzt.

Den Tätern sei
gesagt, dass der SHB die Schriften baldmöglichst entfernen lassen wird
und legt ihnen nahe, die Internetseiten über den Tiroler Freiheitskampf
und besonders über das Leben von  Sepp Kerschbaumer zu lesen. Denn ihre
„Heldentat“ zeugt von Unkenntnis der Geschichte und Feigheit, bei
Tageslicht ihre Meinungen zu äußern.

Roland Lang
Obmannstellvertreter  des Südtiroler Heimatbundes

 

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4 Kommentar(e)

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1

Dummheit oder Bosheit?
Wollen wir hoffen, daß das nur ein dummer Lausbubenstreich war und nicht eine Äußerung einer Haßkampagne! Leider kennen wir solche Haßkundgebungen in Deutschland und Österreich zur genüge, wo Deutsche und Österreicher gegen ihr eigenes Fleisch und Blut polemisieren und alles, was mit der Achtung deutscher Kultur und mit der Liebe zur Heimat und zu unseren Vorfahren zu tun hat, schamlos und bar jeden Respekts mit rhetorischem Unrat bewerfen. Sie spucken gleichsam auf die Grabsteine ihrer Mütter und Väter und erweisen sich damit als die Schlimmsten von allen.

2

Die "jungen Linken" haben überhaupt keine Ahnung von unserer Geschichte und beschmutzen so ein wertvolles Kulturgut und Zeichen für den Freiheitskampf der Süd-Tiroler..

Wenn ich diesen Tätern gegenüberstehen würde, so könnte man ihnen nur die Ohren lang ziehen weil sie damit sowieso nichts hören, wenn sie nicht einmal Ahnung von der eigenen Geschichte haben.

3
der Tafelwächter

Tafel am Brenner
Auf auf, ös Murmeltiere: schauts mol wos am Brenner los wor!!

http://www.orfino.mioblog.it/

4

Andenken an Sepp Kerschbaumer
Der Süd-Tiroler Patriot und Widerstandskämpfer Sepp Kerschbaumer ist im Jahre 1964 an Folgen der in italienischer Haft erlittenen Folterungen und der Bedingungen dieser Haft in einem Gefängnis in Verona gestorben. Er ist daher ein Blutzeuge des berechtigten Widerstandes gegen Fremdbestimmung und Italianisierung der tiroler Heimat südlich des Brenners mit unmenschlichen und undemokratischen Methoden der damaligen und heutigen Staatsmacht. Ein Zitat aus einer ihm gewidmeten Gedenkschrift: Sepp Kerschbaumer, Ein Leben für Südtirol. "Ganz Südtirol stand klagend und trauend am Grabe des Kaufmanns aus Frangart, Sepp Kerschbaumer. Weit über 20.000 Südtiroler geben ihm das letzte Geleite. Niemand hat die Menschen gerufen. Sie kamen einfach. Die wenigsten hatten Sepp Kerschbaumer persönlich gekannt. Aber sie kamen. `Mit ihm sein Land Tirol`, stand auf der Schleife eines riesigen Kranzes. Deutlicher konnte damit nicht die Trauer und Achtung für einen Mann bekundet werden, der im Leben nie an sich gedacht, dem das Schicksal seiner Heimat mehr am Herzen lag und der die Heimat mehr geliebt hat als sein Leben. (...) Blenden wir einmal zurück! Am 13. Dezember 1964 wurde er in seiner Heimat begraben; er war ein Lichträger des Idealismus. Schon längst nimmt er einen ehrenvollen Platz in den Annalen unserer Heimatgeschichte ein. Sepp Kerschbaumer hatte das Terrorregime des Faschismus am eigenen Leibe erfahren, er stand im Jahre 1933 vor einem faschistischen Sondergericht, das ihn zu eineinhalb Jahren Verbannung verurteilte. Nach dem Zusammenbruch der faschistischen Gewaltherrschaft glaubte Sepp an eine grundlegende Wandlung der Verhältnisse in Südtirol. Der Mann, der immer und überall für das Recht eintrat, der auf das Recht in einem demokratischen Staate glaubte, wurde bitter enttäuscht. Als einfacher Mann mit gesundem Hausverstand und von einem unerschütterlichen Rechtsgefühl durchdrungen, hat er die Entwicklung in der Nachkriegszeit mit Besorgnis verfolgt und vorausgesehen. Er, der persönlich nie politische Ambitionen hatte und sich nie in den Vordergrund drängte, fühlte sich verpflichtet, sich für das Recht einzusetzen: Als Christ der Tat und nicht nur der Worte, und als überzeugter Tiroler. Hass gegen Anderssprachige war ihm fremd, aber heiliger Zorn und entschiedene Ablehnung erfüllten ihn gegen ein Gewaltsystem, dessen Endziel weiterhin die Verdrängung der Südtiroler aus ihrer angestammten Heimat und die Italianisierung des Landes war. (...) In einem Fluglatt wurden die Protestaktionen begründet: Aus dem Unrecht, das Mussolini und Hitler unserem Land zugefügt haben, versucht nun Rom sein Recht abzuleiten. Dagegen werden wir uns mit allen Mitteln zur Wehr setzen, und notfalls wie unsere Vorfahren von 1809 in die Berge steigen und unsere Heimat verteidigen. (...) Er hat sein Leben nicht umsonst für die Heimat geopfert; ebenso waren das Opfer der beiden Mithäftlinge, Franz Höflers und Anton Gostners, der gewaltsame Tod von Luis Amplatz und jener Burschen , die im Zusammenhang mit den Ereignissen der 60er Jahre ihr Leben lassen mussten, nicht umsonst. Dasselbe gilt für die zahlreichen Häftlinge, die ihre Liebe zur Heimat und ihren Opfersinn mit jahrelangen Haftstrafen und Folterqualen büssen mussten, nur weil sie sich dafür eingesetz haben, damit Südtirol uns Südtirolern als Heimat erhalten bleibe. Das Leben und Sterben Sepp Kerschbaumers sollte Mahnung und Verpflichtung für jeden aufrechten Tiroler, besonders für alle gewählten Volksvertreter Südtirols sein!" Dem heiligen Gedenken und der edlen Opferbereitscheft dieser mutigen Männer und Frauen des Süd-Tiroler Widerstandes gegen Unrecht, Unterdrückung und Vergewaltigung der verbrieften Rechte der Bevölkerung Süd-Tirols in den 50er und 60er Jahren ist dieses Mahnmal gewidmet. Vor diesem uneigennützigen Opfer der Süd-Tiroler Patrioten verneigen sich in allen Zeiten alle aufrechten Patrioten und Menschen guten Willens, für die heute und morgen Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte keine leeren Worthülsen sind.