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Jugend für die Selbstbestimmung – JG am Zug

michael_frei_algund_200.jpgDie Jugendbewegungen aller deutschsprachigen Parteien, sowie jene der zweisprachigen Grünen, haben sich klar und deutlich für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler ausgesprochen, mit Ausnahme der Jungen Generation der SVP. Unsere Jugend wünscht sich Visionen und Ziele für die Zukunft dieses  Landes.

Ich frage mich, hat diese „Junge Generation“ wirklich keine Vision für
unsere Zukunft und hängt an der zum Stillstand gekommenen Autonomie
fest oder trauen sich die Jugendfunktionäre der SVP einfach nicht ihrer
Mutterpartei die Stirn zu bieten und unkonventionelle Positionen zu
vertreten? Konsequenterweise darf sich die Volkspartei dann aber auch
nicht wundern wenn die Jungwähler die Opposition vorziehen.

Jetzt liegt es an der JG-Führung zu beweisen, dass sie den Mut hat sich
gegen die vorgegebene Parteilinie zu stellen und die Träume und
Visionen der jungen Südtiroler zu vertreten –die Vision einer Zukunft
ohne Bevormundung aus Rom!

Michael Frei, Algund
Bezirksjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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9 Kommentar(e)

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1

Ein unabhängiger Staat Südtirol ist auf Dauer doch Quatsch. Langfristig kann nur der Anschluss an Österreich das Ziel sein - und dies auch nur wegen der besonderen geschichtlichen Umstände. Schließlich geht es letztendlich um den Erhalt und Zusammenhalt der deutschen Kulturgemeinschaft. Und diese ist heute in 5 unabhängige Staaten und viele weitere Gebiete in nicht deutschsprechenden Gebieten zersplittert. Das ist sicher auch nicht die beste Wahl.

2

@Alb Pall
"Dasselbe gilt wohl auch für einen Anschluss an Österreich, wobei in einem vereinten Europa dies wohl sicher nicht zur Debatte steht."

In einem vereinten Europa sollte es eigentlich erst recht möglich sein, daß sich ein zum großteil deutschsprachiges Land dem deutschen Kulturraum wieder anschliessen kann. So wie es zur Zeit ist kann man in Südtirol eigentlich gar nichts in deutscher Sprache kaufen oder erledigen da alle großen Firmen an ihrer gesamtstaatlichen Muttergeselschaft hängen. Von Komunikatio über Strom, Versicherung Post Einkauf Autokauf Interneteinkauf usw. geht alles nur in italienisch und das in einem vereinten Europa im Jahr 2009???
Es gibt dafür nur eine Lösung und die sollte endlich eingefordert werden: Los von Rom und Anschluss an Österreich.

3

einige Fragen und Zweifel
Sehr geehrte Leser, ich habe eine Rede von Ihren Vertretern verfolgt und hierbei sind mir spontan einige Fragen in den Sinn gekommen.
Man strebt eine Loslösung von Italien an. Die Alternativen währen vorrangig: die Gründung eines selbständigen Staates Tirol, den Anschluss an Österreich oder ein unabhängiger Staat Südtirol.
Meine Zweifel sind im Falle, selbständiger Staat Tirol, folgende:
Zuerst müsste Italien damit einverstanden sein. Dann muss Österreich damit einverstanden sein die betroffenen Landesteile abzutreten und die verschiedenen Landesteile müssen mit der Gründung dieses Staates einverstanden sein (was machen wir mit Vorarlberg?). Als Nachtrag und zugleich als Prämisse muss erwähnt werden dass unsre geographische und politische Zugehörigkeit international verankert ist. Dies bedeutet dass wenn wir diese zwei Hürden genommen haben, brauchen wir die Zustimmung der Internationalen Gemeinschaft, vor allem die der Vetomächte. Vetomächte die selbst mehrere dieser Fälle haben und sogar deshalb Krieg führen oder zumindest in Konflikte verwickelt sind (Russland, England-Irland, Frankreich-Korsika, China ecc.). Zudem braucht es auch eine Zustimmung der Europäischen Gemeinschaft, wo fast alle Mitglieder diese Thematik haben, da im Endeffekt jeder Staat ein Konglomerat von mehreren Regionen ist mit deren Problemen (Spanien- Baskenland ecc.).
Dasselbe gilt wohl auch für einen Anschluss an Österreich, wobei in einem vereinten Europa dies wohl sicher nicht zur Debatte steht.
Weitere Zweifel befallen mich zum Thema unabhängiger Staat Südtirol:
Auch hier wären dieselben Hürden zu nehmen wie vorher beschrieben. Es kommen hierbei noch weitere Problematiken hinzu, unter anderem die finanzielle Unabhängigkeit, oder besser gesagt wer soll dass alles bezahlen. Wir sind wirtschaftlich stark mit Italien vernetzt, sei es im Tourismus als in der Industrie. Wenn uns die Italiener nicht mehr gerne haben, wer kompensiert dann diese Einahmen? Wie soll ein Staat Südtirol überleben, wir sind knapp eine 500.000 große Seelengemeinschaft (die Bevölkerung einer mittelgroßen Europäischen Stadt)? Ich möchte die Österreichische Zeitung „Der Standart“ zietiern die unser Land als „Wohlstandsparadies“ und „Insel der Seligen“ beschreibt und als Grund angibt „steter Geldfluss aus Rom der das Steueraufkommen des Landes deutlich übersteigt“. Ein finanziell unabhängiges Südtirol ist Utopie, so wie die politische Unabhängigkeit eine Utopie ist, denn wir würden in ein politisches Niemandsland verschwinden (z.B. wenn wir in USA wollen an welches Konsulat wenden wir uns für ein Visa?). Will es einfach niemand wahr haben, oder wird es uns erst dann bewusst wenn man uns vor Augen hält dass wir alles das verlieren könnten was in diesen Jahren aufgebaut wurde.

Probleme gäbe es zu diesen Themen noch viel mehrere und gravierende, aber das wäre zu weit reichend (Rente Krankenkasse u.s.w.). Die Frage lautet aber: Wie intelligent ist es in die Suppe zu spucken die wir gerade essen wenn es sonst nichts mehr zum essen gibt? Denn früher oder später muss jemand diese Fragen beantworten und ideologische Rhetorik wird nicht mehr ausreichen.

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Aber... (zur SVP-Jugend)
... es wird auch unter der SVP-Jugend ("Junge Generation") zahlreiche, vermutlich innerlich die überwiegenden, Unterstützer der Selbstbestimmung geben.

Die Führung der SVP-Jugend würde sich (nur) nicht getrauen, gegen den Willen von deren Geldgeber, der SVP-Mutterpartei, eine Erklärung der Unterstützung der Selbstbestimmungsforderung der anderen Jugendbewegungen herauszugeben und daher zu dieser Frage lieber betreten schweigen und sich anderem widmen.

Daraus folgt:
1. Es erscheint nicht unmöglich wenn nicht sogar sehr wahrscheinlich, einzelne Jugendliche der SVP-Jugend von dieser entweder
a) abzuwerben oder
b) zur lauteren Meinungsäußerung und -durchsetzung dieser Meinung innerhalb der SVP-Jugend sowie der Gesamt-SVP zu bewegen.

2. Der SVP-Jugend drohte die Spaltung, würde sie trotz innerer Unzufriedenheit der Mehrheit ihrer Mitglieder weiterhin diesen Kurs fahren. Daher wird sie mittelfristig umschwenken und einem gemeinsamen Bekenntnis der politischen deutschen Jugendlichen in Südtirol zustimmen. (Schließlich sollte auch das tiefe Verständnis der italienischen Jugendgruppen gesucht werden.)

3. Wenn sich die Jugend also dann bekannt haben wird, kann man es bei der nächsten Bevölkerungsschicht versuchen: Den Älteren / Senioren. Die SVP zeigt auf ihrer Webseite die Gliederung in ihre Teilvereine ja schön deutlich an. Die Älteren sind der Teilverein der SVP, der nach den Jugendlichen am zweitleichtesten zu gewinnen sein wird, wenn er nicht ohnehin schon deutlich dafür sind.

4. Wenn die deutsche politische Jugend und die deutsche Älterenvertretung Südtirols mehrheitlich - wenn nicht einstimmig - für die Selbstbestimmung eintritt: Was wollen die anderen Teilvereine der SVP dann noch weiteren Schritten entgegensetzen? DANN wird das ganze in der SVP eine starke Eigenentwicklung nehmen. DANN wird man sich mit den italienischen politischen Vertretungen in Südtirol auseinandersetzen und deren Verständnis - nicht die Zustimmung - erwirken müssen. DANN wird man vielleicht auch in Rom vorsprechen. Aber wer weiß das genau? Wenn sich das Rad einmal in diese Richtung dreht, wird alles ziemlich schnell gehen. Vorher sollte man die Vorgangsweise mit der Tiroler (Innsbrucker) Landesverwaltung und der österreichischen Bundesverwaltung besprochen haben. Die würden einer Eigenstaatlichkeit wie einer Wiedervereinigung mit Österreich dann nicht ablehnend gegenüber stehen.

An FF: Ich würde eine andere politische Bewegung (die Grünen) eher nicht bewerten ("Chaoten"), auch wenn es zutreffen mag (;-)). Das sollte dem Wähler am Wahltag vorbehalten bleiben.

Beste Grüße!

Paul R.

5
Eisele Siegfried

Kraft der Mitte oder ohne Kraft und Saft
Ich schäme mich als Vorarlberger ÖVPler für die schwachen Auftritte der SVP. Aber einerseits sich Kraft der Mitte schimpfend, gem. eines Mittelweges ist nicht immer positiv. Könnte man meinen dass es in Wirklichkeit keine Mitte gibt und ´so wohl als auch´ ist in diversen Dingen positiv, kann sich in Anderem aber als Schlecht und Linienlos, Schwänkertum, Fähnleihängend, ohne gerade Linie entpuppen, in der Erkenntniss dass es nicht über all aber doch in Vielem nur ein ´Entweder Oder´ gibt. Auch sollte man wissen dass die ÖVP aus Klerikern entstanden ist, von Breitbandchristen forne in der Riege oftmals eher Pharisäer und eben weit entfernt.

6

Zusammenhalten
Ein Gruß an alle KärntnerInnen.
Du hast dir bereits selbst die Antwort gegeben: Die SVP-ler verdienen zu viel und regieren auf Kosten der (Süd)Tiroler Volksgruppe.
Die Autonomie ist ein Auslaufmodell, und wenn die SVP nicht mitmacht, wird sie endgültig von der Wirklichkeit eingeholt.

Die Grünen sind nicht mehrsprachig, sondern staatstreue Chaoten. Sie verschleiern nur ihre deutsch- und rechtsstaatfeindliche Gesinnung mit ethnisch-kulturellem Gelabere.

7

Strategie?
Wie man hört, der gegenwärtigen und künftigen Selbstbestimmungdebatte vor allem unter der Jugend Süd-Tirols sollte "der Zahn" auf die Art und Weise gezogen werden, dass man die ganze Diskussion in eine bestimmte grüne oder links-alternative Richtung lenkt und damit in eine politische Sackgasse manövriert, wo man wie immer völlige Kontrolle über den weitreren Verlauf dieser irrendentistischen und politischen Entwicklung behält. Der Geist Tolomeis ist in diesem Land also weiter lebendig. Wenn man schon die Selbstbestimmung den Menschen Tiroler Herkunft 90 Jahre lang nicht austreiben kann, dann sollte man sie so geschickt beeinflussen, dass sie das nicht einmal merken, und damit in eine von der Verwaltern des Alto Adige sehr erwünschte sowie erhofte Richtung der Fata Morgana eines Freistaates Südtirol lenken. Diese Verwalter können nämlich die Selbstbestimmung nicht verbieten oder abschaffen, auch wenn sie sich paranoid unermüdlich seit Jahrzehnten darum bemühen, das können nur die Süd-Tiroler selbst mit ihrem Zutun bewirken. Daran wird gerade fieberhaft gearbeitet, und zwar in Takt mit der steigenden Popularität dieses Freiheitgedanken in der Gesellschaft und in Takt auch mit den praktischen Möglichkeiten der Umsetzung der Selbstbestimmung auf lokalen, nationalen und internationalen Ebene, die Italien heute und auch morgen nicht so leicht verändern oder verhindern kann, und daher früher oder später nolens volens zulassen muss, so lange es ein EU-Land bleiben möchte.

8
Günther Morat

Die Grünen sind glaub ich deklariert dreisprachig! Trotzdem, alle Süd-Tiroler aller Landessprachen sollten sich gedanken darüber machen. Und vor allem keine Angst davor haben!

9

Kein anderer Weg!

Ich bin Kärntner und würde gerne verstehen warum die Süd-Tiroler nicht schon längst etwas unternommen haben!? Als man damals Kärnten teilen wollte sind wir aufgestanden und haben uns gewährt! Es ist toll das anscheinend auch die Tiroler entlicht einmal den Mut haben sich zu währen (friedlich)! Ich hoffe nur das die Jugend es versteht, das es nur ein Tirol geben kann. Genauso wie es nur ein Kärnten geben kann.

Ihr habt doch mit Italien gar nichts gemein! Eure Heimat ist Tirol, und Tirol ist seit 600 Jahren Österreich!

Ich hoffe das Ihr Süd-Tiroler entlicht alle aufsteht und etwas dagegen tut! Dann kann auch die SVP nichts mehr dagegen tun. (Die wissen doch ganz genau, das sie in einem vereinten Tirol nicht mehr die absolute haben.)

Das die Jugendorganisationen anscheinend alle dafür sind erfreut mich sehr! Das gibt mir Hoffnung das wir euch eines Tages entlicht wieder in unserer Runde willkommen heisen können.

Ob als Teil ganz Tirols, oder als 10tes Bundesland sei dahin gestellt.
(Eins nach dem anderen!)

Das wichtigste ist jetzt erst einmal, das ihr von Italien loskommt und zu euren Wurzel zurückkehrt!