Start / Junge SÜD-TIROLER FREIHEIT / Italienische Polizei dringt widerrechtlich in Österreich ein und schikaniert Bürger

Italienische Polizei dringt widerrechtlich in Österreich ein und schikaniert Bürger

polizia_di_stato.jpgErnste Konsequenzen fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT für das ungeheuerliche Verhalten der italienischen Polizei (Polizia di Stato), welche am vergangenen Freitag am Brenner widerrechtlich in österreichisches Staatsgebiet eingedrungen ist und dort einen Bürger schikaniert hat.

Am Freitag Nachmittag begab sich der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, auf den Brenner, um an der „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN“ Tafel, welche auf österreichischem Staatsgebiet steht, einige Reparatur- und Säuberungsarbeiten vorzunehmen.
 
Kurze Zeit darauf erschien ein Einsatzwagen der italienischen Polizei, ein Beamter kam über die „Grenze“ auf die Tafel zugelaufen und forderte Sven Knoll in schroffem Ton auf, sich zu rechtfertigen, was er da mache.
In sichtlicher Missbilligung der Tafel und den daran vorgenommenen Instandsetzungsarbeiten, forderte er weiters, ihm unverzüglich die Ausweispapiere auszuhändigen, da er ein Protokoll aufnehmen werde.
Sven Knoll machte den Polizisten freundlich, aber bestimmt darauf aufmerksam, dass er dazu nicht verpflichtet sei, da er sich hier auf österreichischem Staatsgebiet befinde und die italienische Polizei daher nicht berechtigt sei, ohne Grund Amtshandlungen vorzunehmen und ihm den Ausweis abzunehmen.

Der italienische Polizist verneinte dies jedoch und meinte abschätzig, dass es ihm völlig egal sei, dass er hier in Österreich sei.

Da inzwischen noch zwei weitere bewaffnete Polizeibeamte hinzukamen und Sven Knoll alleine war, händigte er dem Beamten den Ausweis aus, machte ihn jedoch nochmals darauf aufmerksam, dass sein Handeln im höchsten Maße widerrechtlich sei.
Erst nach 20 Minuten kehrte der Beamte dann mit dem Ausweis wieder zurück.

Ein solch arrogantes Verhalten der italienischen Polizei, welche sich einfach über alle internationalen Gesetze hinwegsetzt und sogar nicht einmal davor zurückschreckt, die staatliche Souveränität Österreichs zu verletzen, erinnert an die Methoden einer Militärdiktatur, aber nicht an jene eines Rechtsstaates.

Bereits in der Vergangenheit waren mehrfach Beschwerden eingegangen, dass italienische Polizeibeamte, Passanten die zur Tafel gehen, filmen und photographieren würden, bzw. sogar den Ausweis abnehmen, sobald sie sich auf Süd-Tiroler Seite befinden.
Der jetzige Vorfall übersteigt nun jedoch den Rahmen jeglicher Rechtsstaatlichkeit und muss daher strengstens überprüft werden, da der Willkür der italienischen Polizeibeamten und deren permanenten Einschüchterungsversuchen und Schikanen, endlich ein Ende bereitet werden muss.

Sven Knoll meldete diesen Vorfall auch umgehend der österreichischen Polizei, welche sich entrüstet über die Grenzverletzung und die widerrechtliche Amtshandlung zeigte und unverzügliche Untersuchungen ankündigte.
Da sich Knoll das Kennzeichen des italienischen Streifenwagens notiert hat, dürfte es leicht ausfindig zu machen sein, welche Beamten im Einsatz waren.

Inzwischen wurden bereits auch schon mehrere Politiker in Nord-Tirol von diesem Vorfall in Kenntnis gesetzt, welche das Verhalten der italienischen Polizei ebenfalls als schwerwiegende Verletzung der österreichischen Souveränität verurteilen und ankündigten, in dieser Sache umgehend politisch aktiv zu werden.

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55 Kommentar(e)

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Tiroler Einheit

Unverschämtheit!
Vorbildliches Handeln von Herrn Knoll!
Das Verhalten der italienischen Polizei ist eine absolute Souveränitäts Verletzung an Österreich!

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Ich möchte nicht viel dazu sagen, da ich niemanden beleidigen möchte. Ich frage mich nur warum manche menschen immernoch an so alten geschichten festhalten. den menschen in südtirol geht es prächtig. schaut nach süditalien mit seinen problemen und ihr werdet sehen dass es euch nicht besser gehen könnte. desweiteren halte ich die unabhängigkeitsbestrebungen für gefährlich. es geht hier nicht darum wer stärker oder schlauer ist, aber meint ihr nicht dass eine unabhängigkeit des alto adige in einer katastrophe enden würde? meint ihr italien würde die ohne weiteres zulassen? wie gesagt, ich möchte niemand beleidigen, jeder kann seine meinung haben, aber das thema "unabhängiges südtirol" halte ich für aussichtslos.

liebe grüße

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?
@matje: Am besten sie ziehen nach Rom, eine zivile person verletzt nie Grenzgebiet, aber uniformierte
haben sich anständig zu benehmen!
Am besten sie ziehen gleich nach Brüssel, dort gehts Ihnen beser!
Freiheit für Südtirol...

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GROSS ÜBER STAATLICHE SOUVERANITÄT REDEN, UND GLEICHZEITIG WIRD AUS ÖSTERREICH DIE ITALIENISCHE VERLETZT, INDEM SOLCHE SCHAMSCHILDER GEDULDET WERDEN!

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Danke
@Peter: Herzlichen Dank für die Mitteilung via Kommentar, werde das mal abchecken - und trotzallem
ich halt auch Norditaliener bin, bleibt mal schön Tiroler -das seid ihr und das kann euch niemand wegnehmen. (Yvo ZH/ Rocca Pietore (BL) schon fast Südtirol) lässt grüssen.

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@Yvo
- Ich glaube es gibt sogar Süd-Tiroler bei der Staatspolizei.
Ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
Soviel ich weiß sind es nur paar vereinzelte Möchtegern-Beamte und die sind ganz sicher nicht am Brenner.
- Der unbequeme Politiker war Christian Waldner und wurde 1997 von ital. Geheimdienst beobachtet.
So ein Staatsorgan mit allen Mitteln stellt sich natürlich nicht dumm an.
Das Buch gibts sicher im Internet oder bei der Athesia.
Wäre Waldner nicht aus dem Weg geräumt worden, würde (Süd) Tirol heute anders aussehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Freiheitlichen
- Mir ist nichts bekannt, dass es Gesetzbücher in Deutsch geben soll.
Die österr. Gesetze hatte man abgeschafft. Warum auch in Deutsch? Wir sollten doch zu Italienern erzogen werden.

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Selbstbestimmung
Die Schweizer haben sich seiner Zeit in ihrer Geschichte der Selbstbestimmung von der damaligen "Supermacht" in ihrem Freiheitskampft befreit, und feiern seitdem jedes Jahr als freies und stolzes Volk das Fest der Erinnerung an die Befreiung auf der Rütli-Wiese im Kanton Uri. Die Süd-Tiroler haben auch ihre eigene "Rütli-Wiese" auf der Burg Sigmundskron und sie steht auch heute noch symbolhaft für den Selbstbestimmungskampf der Süd-Tiroler und für alle bisherigen Erfolge auf diesem Wege. Die Schweiz hatte damals Wilhelm Tell gehabt, Süd-Tirol hat unsere Frau Selbstbestimmung, Eva Klotz. Helvetiorum Fidei ac Virtuti und auch hier heisst es heute, Et Austriorum fidei ac virtuti! Das Andreas Hofer-Lied kennen alle Tiroler, das Rütli-Lied aus der Schweiz nicht.

Das Rütli-Lied

Hier standen die Väter zusammen
Für Freiheit und heimisches Gut,
Und schwuren beim heiligsten Namen
Zu stürzen die Zwingherrenbrut.

Der Schimmer der Sterne erhellte
Nur düster die nächtliche Flur.
Als Rächer zum Himmelgezelte
Entschwebte der heilige Schwur

Und Gott der Allmächtige sandte,
Gedeihen zum heiligen Schwur.
Sein Arm die Tyrannen verbannte.
Und frei war die heimische Flur.

Drum Rütli sei freundlich gegrüsset
Dein Name wird nimmer vergeh´n
So lange der Rhein uns fliesset,
So lange die Alpen besteh´n

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Pfui EU::
@Markus: Cosiga, Solana, der letztere weiss wohl gar nix über das Südtirol. Was wollt ihr den mit der EU, habts noch nicht gemerkt, dass das Geldvernichter
(s. Neapel, Thesaloniki und vorweg
schon Zahlungen an die Türkei- sind?(Sonst sind deine Einträge nachvollziehbar)
Es gibt nur ein`behaltet eure Austria Wurzeln und werdet soverän.
Apropos A: Die haben wir geschichtlich in der Schweiz nicht gut in Erinnerung, die Habsburger!
Schöne Grüsse nach Tirolien...

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@ Paul R
Nicht nur ein Staat, auch eine politische Bewegung muß sich Tag für Tag seine Berechtigung neu erarbeiten. Wenn ich mir ansehe, mit welchen billigen Polemiken die SF verzweifelt um Aufmerksamkeit bettelt, dann krümme ich mich geradezu vor lachen! Mehr als proletiode Hetzkampagnen in einem gehässigen Ton schafft die SF nicht. Kein Wunder, daß sie südlich des Brenners für nicht besonders voll genommen und nördlich des Brenners komplett ignoriert wird. Die Angst der Frau Klotz und Co., bei der Wahl schlechter als die UFS abschneiden zu können, führt sie in eine immer niveaulosere bilige Hetzkampagne. Erinnert mich irgendwie an 3 - jährige Kinder, die alles mögliche tun, um etwas Aufmerksamkeit seitens der Eltern zu bekommen. Und solche Leute möchten unser Land nach Österreich bringen??? Zum Totlachen!

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Polemik in der Politik
Eine politische Bewegung hätte gänzlich ihre Funktion, gerade als Oppositionspartei und auch ihre Berufung verfehlt, wenn sie keine Maximalforderungen in der Politik aufstellen würde, und nicht dafür mit den Mitteln der polemisch geführten Debatten eintreten würde. Das müsste doch allen Beobachtern der Politik ja klar sein, dass eine politische Bewegung oder eine Partei kein Kartenspielerverein ist. Das Land Süd-Tirol ist bekanntlich heute ein Teil einer Konflikt-Demokratie und die unterscheidet sich ziemlich von einer Konsensdemokratie, wie man sie vieleicht in Deutschland lebt. Dazu muss man in diesem Land weder italophob oder austrophil sein, sondern im Einklang mit der politischen Kultur des Landes die eigenen Argumente und Forderungen vorbringen. Ich kann nur in meinem Namen schreiben und sprechen, bzw. die Meinungen meiner Freunde zu diversen Themen in diesem Forum reflektieren, daher wer aufpasst, findet bei mir keine Stelle, wo ich im Entferntesten italophobe Äusserungen tätigen würde, genauso wenig auch Deutschtümelei. Mir persönlich ist nur die Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol wichtig und das ausschliesslich mit friedlichen und demokratisch legitimierten Methoden, wo man in Dialog mit der italienischen Demokratie und mit der Unterstützung aus dem Vaterland Österreich diese Frage im Geiste der Europäischen Einigung auch erörtern kann. Manche Italiener, gerade in Süd-Tirol nehmen Kritik an Italien mit zu viel Emotionen auf, obwohl sie selbst permanent über diesen Staat schimpfen. Diese berechtigte Kritik richtet sich auch nicht an Menschen italienischer Herkunft, oder an ihre Kultur, sondern einzig und allein an den italienischen Staat, der heute das Land Süd-Tirol verwaltet. Dabei darf man nicht vergessen, wer der Schwächere in dieser Auseinandersetzung um die Selbstbestimmung in Süd-Tirol ist, bzw. die leidvolle Geschichte dieses Landes darf man dabei nicht ausser Acht lassen. Daher, bitte von uns nicht erwarten, dass wir Italien dafür lieben oder lieben werden, nur weil das Land Süd-Tirol gerade noch verwaltungsmässig zu diesem Staat gehört. Italien war ausserdem nie die Heimat für die meisten Menschen Tiroler Herkunft, und wird es auch nie werden, nämlich das Vaterland der meisten Süd-Tiroler, das bekanntlich nördlich der Brennergrenze in Tirol und in Österreich liegt. Das weiss doch jeder, der sich einigermassen in diesem Land auskennt, oder mit Süd-Tirol zu tun hat. Ich oder wir, haben nie gehabt, bzw. haben kein Problem mit den Menschen italienischer Muttersprache aufgrund ihrer Herkunft, da wir miteinander gut auskommen, sondern mit dem Staat, der dem Land Süd-Tirol eine demokratische Klärung der Selbstbestimmungfrage bis heute immer noch verweigert. Der Altpräsident Francesco Cossiga ist auch nicht irgendwer in diesem Land und wenn er die Notwendigkeit der Klärung der Selbstbestimmungfrage der AP Bozen Südtirol anerkennt, dann muss das doch was in Italien heissen. Wenn fast alle Bürgermeister eine Selbstbestimmungpetition von 2006 an das Vaterland Österreich unterschreiben und in Wien übergeben, ist dabei nichts illegales oder verwerfliches, sondern ganz im Gegenteil. Ein im eigenen Siedlungsgebiet fernbestimmtes Volk macht die Aussenwelt auf dieses Unrecht mit demokratischen Mitteln aufmerksam. Ich muss mich noch einmal wiederholen, solche Fragen werden langsam aber sicher in der Europäischen Union bald politisch lösbar sein. Das, was gerade in Schottland und Baskenland, Katalonien, Flandern passiert, das sind auch die besten Beispiele dafür, dass diese Frage viele ethnische Gruppen bewegt. Das betrifft alle Volksgruppen, die eine grundlegende Änderung der heutigen Situation anstreben. In Süd-Tirol bedeutet das meistens keine weitere Bevormundung aus Rom und irgendwann eine freie Bahn für die Wiederherstellung der Einheit des geteilten Landes Tirol, die man nur im Dialog auf dem Wege der Zustimmung von allen Seiten erreicht, auch wenn das heute noch sehr utopisch erscheint. Dieses Recht auf die Einheit des Landes und diese politische Entwicklung in Richtung Freiheit der Ausübung der Selbstbestimmung ist von den höchsten politischen Repräsentanten unlängst beim letzten SVP Parteitag in ihren Referaten, wie ich das verstanden habe, auch so gesehen worden. Das bedeutet auch nicht, dass man am Ende das bekommt, was man sich von der Seite der Landesregierung wünschen würde, aber ein wirklicher Neuanfang wäre dann doch für alle Sprachgruppen möglich. Alle 5-10 Jahre wird der Unterschied sichtbar, wie weit die Einigungsprozesse der EU bereits fortgeschritten sind, und was alles an neuen Möglichkeiten gerade in dieser Frage politisch machbar wird. Heute darf man über alles reden und dafür werben, ohne Verdacht auf Majestätsbeleidigung in Italien, wie noch vor mehr als 30 Jahren. Ausserdem, was macht die Gegner der Selbstbestimmung so sicher, dass in Anbetracht dieser schwierigen Geschichte Süd-Tirols das Land Italien auch in Zukunft uneingeschränkt das moralische Recht der Fremdherrschaft über eine 3/4 Bevölkerungsmehrheit auf seiner Seite hätte. Die Diskussion gerade jetzt in Serbien über weiteren Verlauf der Kosovarischen Selbstbestimmung irinnert mich sehr an alles, was man in Italien an Argumenten dagegen im Falle von Süd-Tirol schon so oft gehört hat. In diesen Tagen findet eine hochrangige Kosovo-Konferenz in Slowenien zu dieser Frage statt, und zwar mit F, D, GB und Italien, sowie Solana von der EU und mit dem Erweiterungskommissär Rehn. Der Vorschlag am Samstag war, die vier mächtigsten Staaten der EU annerkennen bald gleichzeitig die Kosovarische Unabhängigkeit und später fogen dann weitere Staaten. Das soll bald in nächsten Wochen und Monaten geschehen, obwohl gerade Italien und Spanien Vorbehalte angemeldet haben, und zwar wegen der möglichen Folgen bei eigenen Minderheiten. Sollte das so geschehen, dann kann man gespannt sein, mit welchen Argumenten Italien sich weiterhin gegen eine Klärung dieser Frage aller Fragen in Süd-Tirol aussprechen und wenden wird, wenn sie gerade die Kosovarische Selbstbestimmung anerkennt. Das war aber 1945/46 auch nicht anders, als Italien sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Falle der 2/3 ethnischen italienischen Mehrheit um Triest und Gorizia im Streit mit Jugoslawien berufen hat, aber gleichzeitig dieses Recht den Süd-Tirolern und gegenüber Österreich zu 100% verweigert hat. Wird sich diese Geschichte, diesmal unter anderen Vorzeichen in der EU wiederholen?. Die neue Verfassung der EU wird ohnehin viel Macht den Nationalstaaten abnehmen, und bei Bedarf wird vieleicht einmal sogar jede demokratisch legitimierte Selbstbestimmung in der EU politisch möglich sein, wo nicht ausschliesslich Rom und Italien darüber entscheiden werden, sondern die europäischen Institutionen und demokratische übernationale Gremien, vorausgesetzt natürlich Süd-Tirol würde auf der Ebene der Landesregierung und in Italien dieses Recht auf Klärung oder Anerkennung der eigenen Selbstbestimmung von Europa auch einmal verlangen. Einen fixen politischen Fahrplan dafür gibt es bereits für die nächsten Jahre für Schottland, Baskenland und Katalonien und hoffentlich auch bald für die AP Bozen Südtirol.

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Stefan Rennert

Francesco Cossiga wird von der SF instrumentalisiert. Verträte Cossiga nicht eine der SF günstige Ansicht, wäre es der SF schnurzpiepegal was Cossiga denkt. Oder interessiert sich die SF für die Ansichten Scalfaros oder Ciampis und zitiert diese ebenso häufig? Hier wird stets Cossiga zitiert, weil er der SF genehm ist.

@Markus A. Sie versuchen immer den Eindruck zu erwecken, als sei Italien "voll am Arsch". Ich will die Situation in Italien nicht schönreden. Zweifellos funktioniert das Gemeinwesen in Österreich besser als in Italien. Aber etwas mehr Sachlichkeit würde ich mir wünschen. Italien hat immer noch das siebtgrößte BIP der Erde. Und sie sind es, der stets Vergleiche mit Balkanrepubliken und Zerfallsprodukten der UdSSR anstellt. Wenn sie die politische Diskussion in Italien verfolgten, würden sie sehen, dass man sich meistens an Frankreich und Deutschland orientiert.

Die Aktion der Südtiroler Bürgermeister mit ihrer Petition ist schlichtweg illegal. Aber sie dürfen sich freuen, in Italien zu leben, wo solche staatsfeindlichen Aktionen nicht sanktioniert werden, wie das z.B. in Österreich der Fall wäre.

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An Freigeist: Warum ewiggestrig?
"Ihr Ewiggestrigen seid da nur im Weg und interessiert keinen Menschen mehr."

--> jeder Staat muss sich täglich, wöchentlich oder monatlich seine Berechtigung aufs Neue erarbeiten.
Warum geht die höchste Macht in Südtirol von Rom und nicht von Bozen aus?
Eine demokratische Regierung ist eine, die die Interessen der Vertretenen am besten vertritt.
Demzufolge verstehe ich nicht, warum die Regierung derzeit in Rom ist.

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Selbstbestimmung
@ Wiener . Die Süd-Tiroler leben meiner Meinung nach in keiner Gefangenschaft, sondern in einem demokratischen Staat Italien, der sich aber immer davor gescheut hat, die Frage der Selbstbestimmung in Süd-Tirol gestellt zu bekommen, und bei einer Klärung dieser Frage nicht im Wege zu stehen. Jede Regierung in Wien hat zu jeder Zeit ohne Wenn und Aber die Interessen der Autonomie diplomatisch, international und auf der Ebene zwischen den österreichischen Bundesländern mit allen Mitteln unterstützt. Ein anderer Forumteilnehmer meinte gerade, der Vorwurf des Revanschismus wäre bei der politischen Arbeit der SF gerechtfertigt. Ich würde meinen, wahrscheinlich bei der Interpretation der demokratischen Rechte der Süd-Tiroler bei den italienischen Neofaschisten, bei den italienischen Rechten im allgemeinen oder bei solchen Menschen, die in totalitären Denkmustern verharren. So war das auch seit 1989 und davor in ganz Ost-Europa bis heute bei der Selbstbestimmung im Kosovo. Für die EU waren diese Bewegungen Befreiung von der Fernbestimmung, für die alten Mächte eben Revanschismus. Diese Länder und Völker haben damals Mut aufgebracht, um bei dieser Wortwahl zu bleiben, haben eben auch "revanschistisch" gehandelt, und Dank der Klärung dieser Selbstbestimmungen leben heute die Menschen von Ost-Berlin bis Sofia, von Tallin in Estland bis Podgorica in Montenegro in Freiheit und auch immer mehr in Wohlstand, sodass manche dieser "Armenhäuser" und "Revanschisten" aus der alten Zeit Italien heute bereits überholt haben oder gerade in demokratiepolitischer Hinsicht überholen, wenn man dabei an die neueste Selbstbestimmung 2007/08 denkt, und was die alte Staatsmacht dagegen unternehmen will oder kann. Ist das auch Revanschismus, wenn 2006 so gut wie alle Bürgermeister der Süd-Tiroler Gemeinden die Selbstbestimmungpetition des Landes Südtirol an den Österreichischen Nationalrat unterschreiben und feierlich in Wien übergeben? Ist das Revanschismus, wenn sogar der italienische Altpräsident Francesco Cossiga ein Referendum zur Klärung der Selbstbestimmungfrage 2006 vorgeschlagen hat, und einen klaren Gesetzesentwurf zur Klärung der "Endgültigen staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol" im Römischen Senat eingebracht hat? Für mich ist das gelebte Demokratie des 21. Jahrhunderts in einem Europa und in der EU der freien und der selbstbestimmten Völker. Leider scheinen das viele auf der italienischen Seite nicht verstehen zu wollen. Es steht diesen Menschen frei die Freiheit und Demokratie nach ihren Kriterien zu definieren und zu leben, aber ganz bestimmt haben sie kein Recht einer nicht italienischer Volksgruppe vorzuschreiben, was diese für sich selbst an demokratischen Rechten in Italien und in der EU beansprucht. Die AP Bozen Südtirol war stets bemüht sich mit den besten Regionen in Europa zu messen und nicht mit den letzten, wie gerade jetzt Italien das tut. Das lächerliche Argument, die SF möge sich um Abtrennung Tirols von Österreich bemühen, greift nicht, da die deutschsprachigen Süd-Tiroler nach der Definition der Politiker der SVP und Opposition, eine Österreichische Volksgruppe in Italien sind. Ich rate daher Herrn Rennert sich dafür einzusetzen und dafür zu werben, dass ein heute freies ost-deutsches Bundesland an die Russische Föderation angeschlossen wird, vieleicht will das dort jemand so haben. Seinerzeit vor 1989 war dieser unfreie Teil von Deutschland oft genug in Mitteleuropa als "Russissches Deutschland" verschrien. Dass das Land Süd-Tirol heute sprachlich und ethnisch nicht Italien ist, das verdankt man der Geschichte der letzten 60 Jahre. Was ist z.B. aus Friaul um die Autonome Region Udine in Nord-Italien, bzw. um die Autonome Region Trento, Val d´Aosta geworden? Die Vielfalt kann man nicht gross genug schätzen, genauso wie die Freiheit und die Demokratie. man könnte ausserdem der Verteidigern der Italianità des Alto Adige raten, sie mögen nach Süd-Italien fahren und dort, wo man dfas vieleicht brauchen würde diese Italianità verteidigen, damit die Demokratie und der Rechtsstaat dort nicht endgültig untergehen. Stattdessen bleiben sie hier, um dieses Potemkische Konstrukt der Italianità Süd-Tirols zu verteidigen, weil es nichts kostet, weil das belohnt wird, und weil as am leichtesten und bequemsten ist über die schwächeren diese Herrschaft der Fernbestimmung auszuüben. Sich echten und dringenden Problemen in Italien zu stellen, war nie die Stärke dieses Landes, daher war und ist Italien "der kranke Mann Europas" und eine Besserung ist nicht in Sicht. Darüber aber muss man nicht unbedinngt gerade in Süd-Tirol verzweifeln, da Süd-Tirol sprachlich, ethnisch und kulturell nicht Italien war und ist.

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Stefan Rennert

Selbstbestimmung?
Solange die SF sich nicht mit gleicher Vehemenz für eine Sezession des Bundeslandes Tirol von Österreich einsetzt, bleibt sie eine italophobe austrophile (von einseitigen Hasstiraden lebende) revanchistische "Bewegung".

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@ Werner
"ihre, in Gefangenschaft lebenden, Landsleute einzusetzen." Selten so gelacht. Die Österreichen wollen mit Südtirol und mit dem restlichen Italien handeln und Geld verdienen. Ihr Ewiggestrigen seid da nur im Weg und interessiert keinen Menschen mehr.

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Auch wenn ich es hier schon öfters gelesen habe: Die Tatsache, dass Österreich nicht auf eine solche Aktion reagiert heißt noch lange nicht, dass Südtirol seinem Mutterland egal ist. Solche Schikanierungen sind traurig, verstörend und unterstreichen die Südtirolproblematik, aber nicht sie sondern die ganzheitliche Situation wird noch zu einer Reaktion führen, sofern die Österreicher den Mut aufbringen, sich für ihre, in Gefangenschaft lebenden, Landsleute einzusetzen.

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@Hubertus
Wieso regt Ihr Euch eigentlich so über das Schild am Brenner auf? Weil es vielleich auch endlich zur Diskussion zur Selbstbestimmung anregt oder Ihr einfach nur Angst habt vor neuen Chancen, gemeinsam mit allen Tirolern, egal ob es Nord-, Ost- oder Süd-Tiroler deutscher, itlienischer oder ladinischer Zunge sind.

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Lei net augebn
SF lot ench et untokriagn sischt miasma amol a poor manondopleschn

olm waita

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Yvo It.im Ausland Raum ZH

guardate...
ach so ich soll ja deutsch schreiben: Also werter @protest, @klaus. Wens die Oesterreicher nicht interessiert, hier in der Schweiz gibt es viele Italiener, bzw. Norditaliener und vorallem mit Leuten aus dem Grenzgebiet
(Val Cordevole), habe ich diskutiert: mit jung und alt. Es wird mit Argus Augen auf das Etschtal geschaut. Es gibt viele Norditaliener die gerne mit euch wären, da bei euch, von euch aus Ordnung herrscht. Und es darf auch keine Unterdrückung geben, da ihr nicht in einer "Bananen Republik"
wohnt. Wenn ihr schon nicht selber entscheiden könnt auf politischer Ebene, soll eure wertvollste Kultur(für Europa) genauso vom ital. Staat gefördert werden, wie die sardische etc.
Zu den Grenzen: Wenn es keine Grenzen gäbe, wärt ihr nicht bei
Italien, sondern wventuell dort wo die Wurzeln der Tiroler Kultur liegen. Antwort: es gibt halt jetzt auf Grund der hirnverbrannten Gebilde - Situation EU, offene Grenzen, ... diese müssen akzeptiert werden! Ohne Diskussion!!
Ich meine es sollte eine EU Abstimmung geben, wo ihr selbst
entscheiden könnt, wohin ihr gehört, die Italiener die mit euch am gleiche Strick ziehen, sollen bleiben die anderen über die Grenze! nach offiziell Italien.
Nein wirklich, ich habe auch Bekannte in Südtirol und erfahre einiges. Ich bin Italiener und stehe dazu, aber eben ich seh`s halt anders.
Und nun dürft ihr wieder über die CH lachen, aber es ist so gemeint.
Zudem war ich selber in der Gde Politik und weiss was abläuft.
Zum Schluss; allen Treffen und Gründungen von Ortsgruppen in euren schönen LAND-VIEL ERFOLG!
freiheitlicher im Ausland lässt grüssen...

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Wieso stellt sich der Herr Knoll nicht so ein Schild einfach in seinem Garten auf, schön sichtbar für jeden. Da kann er jeden Morgen im Morgenmantel gemütlich rausspazieren, die Eierschalen und Tomaten abwischen, dann kräftig polieren damit alles glänzt.
Aber das wäre ja zu dumm, falls so blöde Italiener beim werfen der Eier das Schild verfehlt.. und Knolls Haus trifft. Wen würde er da rufen müssen? Na klar, die nette und ihm so freundlich gesinnte italienische Staatspolizei.

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@ Klaus
Eben! Hier wird wegen dieser Sache geschrieen als wäre eine Atombombe explodiert... und in Österreich haben weder Fernsehen, noch Zeitungen darüber berichtet, WEIL´S KEINEN INTERESSIERT! Die SF nimmt sich viel zu wichtig und glaubt wohl, die Welt dreht sich um sie.

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Protetst
@freigeist
na na, Wien zieht ihren Botschafter ou, gfährlich dass a kriag kimp...;o) i loch mi hin, niamand isch österreich scheisst des... im geliebten österreich...;o)

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Sven Knoll hat richtig gehandelt!!!!!!
Ich als Italiener sage: Die Staatspolizei hat eine Grenzverletzung begangen.
Weiter hat die italienische Polizei
eine CH/It doppelbürgerin, die wegen der Haager Problematik von ihrem ital. akademischen Ehemann geflohen ist, mit ihren 3 Kindern CH Pass in Maputo (MOC) verhaftet.
11.07 und entgegen dem Versprechen
der CH Konsulin dort, statt nach Genf, nach Rom gebracht. Aus dem Hotel verhaftet.(Haager Entführungsfalle). Das einte Kind kam zum Vater. Jetzt sind 3 Anklagen verschwunden und der Kontakt des Kindes zur Mutter ist unterbrochen. http://www.kindswohl.info
Weitere Verfehlungen der italienischen Justitia sind in anderen Fällen bekannt.
(Mit dem Segen des "faschistischen" Vatikans!

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ich dachte Knoll behauptet es gäbe doch gar keine grenze zwischen süd und nordtirol? 😉

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Protest
Und noch immer keine Protestnote Wiens. Merkt ihr eigentlich wie egal ihr ihnen seid?

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Die "Gesetzhüter" halten sich nicht an die Gesetzte.
Sie behaupten, sie seien da, um die Zivilbevölkerung zu "schützen".

Wie will der Gesetzhüter das erreichen, wenn er die Bevölkerung erst gar nicht vor sich selbst schützen kann?

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Wie man in den Wald ruft...
Manche Teilnehmer in diesem Forum unterschreiben ihre Beiträge mit einem deutschen Vor- oder Nachnahmen, aber sie argumentieren genauso, wie ein national-italienisch denkendender Mensch in Süd-Tirol. Ich frage micht daher, vorausgesetzt diese Namen sind echt, wo leben diese Leute und in welchen Kreisen verkehren sie, wenn sie dermassen einseitig pro-national-italienisch schreiben. Dafür kann es nicht viele Erklärungen geben. Eine davon könnte sein, es sind Italiener, die in Süd-Tirol mit der Zeit perfekt die deutsche Sprache erlernt haben. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die italienische Fremdherrschaft in diesem Land von Anfang an auf breiteste Ablehnung in der Bevölkerung gestossen ist, und daher später einmal in den demokratischen Zeiten, vor allem in den Zeiten der real existierenden Autonomie dieser Staat bestrebt war, sich eine kleine Schicht von gefügigen deutschsprachigen Süd-Tirolern zu schaffen und zu sichern, die zu allem was aus Italien kommt immer ja und amen sagen. Da es aber nicht viele Menschen dieser Sorte gibt, wurden und werden Menschen italienischer Herkunft für echte deutschsprachige Süd-Tiroler ausgegeben, oder bei der Volkszählung der Sprachzugehörigkeit als solche deklariert. Ich habe bereits unzählige male solche Süd-Tiroler kennengelernt, die zwar perfekt die deutsche Sprache beherrschen, aber in ihrer Gesinneung der Fiamma Tricolore oder Unitalia in nichts nachstehen, was auch nicht verwunderlich ist, wenn man Zuhause natürlich italienisch spricht, und die eigene Familie ist erst in dritter Generation in Süd-Tirol wirklich heimisch geworden. Auch wenn man in diesem Forum einen deutschen Vor- und Nachnahmen angibt, was nicht immer stimmen muss, muss man auch nicht unbedinngt von hier stammen, sondern zum Beispiel aus Italien, Deutschland, oder vieleicht sogar aus Ost_Deutschland? Es ist allgemein bekannt, wer und warum früher bis 1989 in Italien die Ost-Deutschen über Ost-Berlin Pankow als "Gastarbeiter im besonderen Dienst" angeheuert hat, um sie auf die patriotischen Kräfte in Süd-Tirol zu hetzen. Sind diese Leute nach 1989 wirklich "arbeitslos" geworden? Hat das jemand vieleicht in den Medien oder in der Zeitgeschichte untersucht, ob es noch "Überbleibsel" dieser Sorte nach dem Untergang der totalitären DDR in Süd-Tirol in Italien noch gibt? Wenn es so wäre, hätte mich das nicht verwundert, da manche Argumentation von manchen Forumteilnehmern sogar hier fast 1:1 ident ist und zwar mit der Propaganda der besonderen Dienste des 1989/90 verflossenen Paradieses der Werktätigen. Z.B. der Vorwurf, bei der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler würde sich um eine Art von Revanschismus handeln. Dem ist entgegenzuhalten. Am Anfang der italienischen Fremdherrschaft in Süd-Tirol war das Königreich Italien seinerzeit eindeutig und unprovoziert der Agressor gewesen, der ohne höheren Zwang und ohne Not ein Land Süd-Tirol damals ohne Italiener angegriffen, besetzt und Tirol in drei Teile geteilt hat. Dieses Königreich hat unter dem Duce den Zweiten Weltkrieg mitverursacht und nur durch ein geschicktes diplomatisches Spiel hat es sich 1945/46 seiner Verantwortung dafür entzogen. Die Zeche dafür in der Süd-Tirol Frage musste damals das Vaterland der Süd-Tiroler bezahlen, nämlich Österreich. Danach sind die Menschen in diesem Land ein zweites mal um ihr Recht auf Selbstbestimmung betrogen worden, sogar die eigene Verpflichtung Italiens zu Autonomie bestand bis 1972 nur auf dem Papier und dieses Land gewährte die 1946 versprochene Autonomie nur in Zeitlupe und vor allem aufgrund der äusserst gewaltsamen Ereignisse der 60er Jahre. Die entsprechende Umsetzung dauerte sogar noch bis 1992, also mit über 40 Jahre Verspätung und sie ist immer noch lückenhaft, vor allem was die Frage der eigenen süd-tiroler Polizeikräfte betrifft, die es gar nicht gibt. Also so weit kann es mit dem Vertrauen Italiens in die Menschen hier auch nicht her sein. Die lebendige Demokratie setzt aber Vertrauen und Gegenvertrauen und die Partizipation der Gesellschaft in diesen so wichtigen Fragen voraus. Das ist in Süd-Tirol bis heute leider nur eingeschränkt möglich. Italien fand und findet trotz uneingeschränkter Staatsgewalt immer noch nicht ausreichend Leute unter den Süd-Tirolern, die ohne Wenn und Aber die Interessen dieser Staatsmacht unterstützen würden, und ohne die ist die Italianità ja unmöglich. Daher suchte man seinerzeit nach deutschsprachigen "Gastarbeitern" in den 60er Jahren in Ost-Deutschland, die in allen diesen Fragen mit totalitären Methoden der italienischen Demokratie behilflich sein könnten. Es ist eine historisch bewiesene Tatsache, dass es diese Zusammenarbeit in Italien mit diesen Leuten ais Ost-Deutschland zu Schaden der Süd-Tiroler bis in unsere Zeit gegeben hat. Mich würde daher interessieren, ob es noch Menschen gibt, die 1989 "arbeitlos" geworden sind, und die sich nach einem neuen "Job" umschauen mussten. Für eine transparente und demokratisch verfasste Gesellschaft ist diese Tatsache auch heute von grosser Bedeutung. Es ist auch eine historische Tatsache, dass Italien zu jeder Zeit zu allen Mitteln gegriffen hat, um den Widerstand der Süd-Tiroler zu brechen oder zu schwächen, seien diese Mittel aus der Sicht einer aufgeklärten Demokratie noch so abwägig und verabscheungswürdig, für den Stiefelstaat waren sie es nicht. Zu den von Stefan Ekkert vorgebrachten Argumenten kann ich folgendes vorbringen. Das Selbstbestimmungsrecht ist ein Menschenrecht und dieses verjährt auch nicht. Aus diesem Menschenrecht haben über 20 Völker und Länder in Europa in den vergangenen fast 20 Jahren Gebrauch gemacht und erst eine demokratische Diskussion darüber auch im Westen Europas möglich gemacht. In dieser Frage geht es darum, wie ich das verstehe, dass man zum ersten mal in der Geschichte des Landes Süd-Tirol in Italien das Volk befragt, ob man die Selbstbestimmung noch will, oder ob es mit der heute herrschenden Situation einverstanden ist oder auch nicht. Es ist auch kein frommer Wunsch einer kleinen Minderheit, sondern es ist nach bevor der brennende und der noch nie aufgegebene Wunsch der Süd-Tiroler und ihrer politischen Parteien, wenn man das Ziel der Selbstbestimmung in allen Parteiprogrammen als eines der obersten politischen Ziele in unserer Zeit vorfindet, so bei der SVP, STF, FP und Union. Die Selbstbestimmung-Petition der 99% der süd-tiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006 spricht in dieser Hinsicht eine klare Sprache. Die Klärung dieser Frage ist meiner Meinung nach notwendig, damit man in der Zeit danach einen Neuanfang für alle Menschen wagt, ohne Sprachgruppentrennung und Disagio und mit mehr Entwicklungspotential für Menschen aller Sprachen. Solche Forderung ist heute in der EU nichts extravagantes mehr, wenn andere Autonome Regionen in der EU bereits selbst diesen Weg bereits erfolgreich eingeschlagen haben. Wenn die Regierung der Autonomen brittischen Region Schottland für das Jahr 2011 bereits fix ein Sellbstbestimmungsreferendum eingeplant hat und das ohne Widerspruch aus London, dann ergeben sich daraus automatisch neue Chancen und Möglichkeiten für andere Selbstbestimmungen in der EU, auch wenn Italien glaubt, sich immer mit den letzten der politischen und wirtschaftlichen Liga der EU messen zu müssen. Falls jemand vieleicht aus Altersgründen das noch nicht richtig verstanden hat, wo wir uns alle heute in der EU realpolitisch befinden, wo die Nationalstaaten sich selbst bereits überlebt haben und die Grenzen dazwischen abbauen, wo wir verpflichtet sind Kraft der heutigen und künftigen Europäischen Verfassung uns alle aufeianander und nicht voneinander zu bewegen, der hat ganz sicher den Zug der Geschichte bereits verpasst. Die Generationen, die mit Grenzen, Grenzkontrollen, Eisernen Vorhang aufgewachsen sind oder damit gut gelebt haben, die tun sich vieleicht schwer das zu verstehen, aber die neueste politische Entwicklung in der EU geht eindeutig in diese Richtung, nämlich Abbau der Grenzen, Förderung der Einigungsprozesse, Zusammenführung der Bevölkerung in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Wenn wir alle in der EU ein Land werden wollen, dann können wir nicht anders handeln und gerade aus süd-tiroler Sicht ist diese Entwicklung sehr begrüssenswert. In Italien tut man aber so, nicht der Stiefelstaat müsste sich den europäischen heute und in Zukunft geltenden Spielregeln unterordnen, sondern die EU müsste sich damit abfinden, wie man mit den italienischen Methoden diese Regeln umgeht oder anders interpretiert. Ich weiss schon, dass die Gesellschaft in Italien immer und überall zu spät kommt, politisch, wirtschaftlich und auch mental, aber das entlässt nicht die politischen Führungseliten in diesem Land über den eigenen Tellerrand zu denken und zu handeln. Il Declino, Italiens Niedergang heute ist der Preis dafür. Nach Graf Joseph de Maistre, einem Denker der Aufklärung, hat jedes Volk die Regierung, die es verdient. Den Süd-Tirolern ist natürlich das eigene Wohlergehen am wichtigsten und da es mit Italien heute steil berab zu gehen scheint, wird sich diese Kluft noch verschärfen. Es ist auch auf die heutige Situation in diesem Land keine angemessene Antwort, wenn man auf italienischer Seite in alten Verteidigungsreflexen der Italianità verharrt und wenn man glaubt mit Destruktivität in der Selbstbestimmungsfrage den heutigen status quo über die nächsten Jahre so zu retten. In dieser Frage geht es in erster Linie um die Weiterentwicklung der Demokratie und der Rechte der Bürger. Dort wo das passiert, dort ist auch der Fortschritt und Wohlstand Zuhause. Wenn eine Gesellschaft, sei es noch so klein, sich noch zu einem Teil aus welchen Grund auch immer unfrei fühlt, oder glaubt um ihre Rechte betrogen worden zu sein, und daher auf die Gerechtigkeit für sich selbst hofft, dann ist das keine gesunde und gute Ausgangsbasis für die Zukunft für alle Parteien in dieser Auseinandersetzung um die Selbstbestimmung. Nach meinem dafürhalten müsste man daher einmal in einem Europa freier und selbstbestimmter Völker früher oder später die Frage dieser Selbstbestimmung in Süd-Tirol einer Klärung zuführen. Ich würde eher meinen, am ehesten würde das sogar auch ohne eine Volksabstimmung gelingen, wenn z.B. Italien sich einmal mit der Landesregierung in Bozen auf echte Verhandlungen über die Weiterentwicklung der Autonomie und die Klärung der Selbstbestimmungfrage einlassen würde. Das wird wohl aber noch lange Zeit eher ein Wunsch an das Christkind bleiben, da keine der Seiten einander genug vertraut, was aufgrund der Erfahrung mit dieser Staatsmacht auch nicht verwunderlich ist. Es ist nicht das erste und das letzte mal, dass man in Italien zu spät kommt. Seinerzeit hat das anderswo in Europa äusserst fatale Folgen in einer anderern Zeit und unter anderen Bedingungen gehabt. Es ist ein gutes Recht der süd-tiroler Politik, dass man das eigene Land vor dieser Entwicklung zu bewahren versucht. Italien darf nicht auf immer und ewig Süd-Tirol in Geiselhaft seiner Politik nehmen, da man in bei entsprechenden Gelegenheiten den heutigen Staat auf diesen Umstand der unfreiwilligen Zugehörigkeit immer wieder hingewiesen hat, und das Recht und Wunsch nach Verwirklichung der Selbstbestimmung bleibt weiterhin in diesem Land lebendig wie immer, ohne Zweifel auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.

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@Markus A
Danke Markus A. für deine guten Beiträge

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@Rennert
Sehr geehrter Herr Rennert,
ich akzeptiere durchaus, dass sie Italien mit allem drum und dran schätzen und lieben, in Süd-Tirol (Bozen) vermutlich studieren, sich dabei mitten in Italien zu glauben wissen, aber was für Sie doch fein und bequem ist, Ihre Mutterprache sprechen können. Doch wenn Sie sich ganz Richtig in Italien fühlen wollen, dann müssen Sie Milano, Firenze oder noch besser Roma oder Napoli gehen.
Eben das ist gemeint mit "Süd-Tirol ist nicht Italien" ... eben ist Süd-Tirol anders, als das restliche Italien

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@Rennert
Sehr geehrter Herr Rennert,

auch ich kann Ihre geschriebenen Zeilen nicht einfach so stehen lassen.
Wahrlich, Sie sind wirklich kein Süd-Tirol-Kenner.
Das historische Tirol geht von Kufstein bis Ala (d.h. Nord-, Ost-. Südtirol und Trient), wobei die deutsch/italienische Sprachgrenze bei Salurn ist und die Ladiner im Dolomitenraum angesiedelt sind. Wie Sie richtig sagen, gab es in Südirol bis 1918 ca. 3% Italiner, was für ein Grenzland, wo 2 Sprachen aufeinandertreffen, nicht unüblich ist. Die Sprachgruppenzughörigkeit gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dies kam im Zuge des Autonomiestautes zustande um zu gewährlisten dass alle 3 Sprachgruppen gemäß ihres Anteils Arbit im öffentlichen Dienst bekommen. Bis zur Verabschiedung des 2. Autonomiestatutes im Jahr 1972 arbeiteten ausschließlich Italiener im öffentlichen Dienst.
Das Verhalten der Polizisten ist meines erachtens nicht korrekt. In Süd-Tirol ist es leider an der Tagesordnung, dass Irredentisten oder auch nur Menschen die das Recht auf die Deutsche Muttersprache fordern, schikaniert werden.
Bemerkung am Rande: Sie werden schon nicht südländisch ausschauen, ansonsten hätten Sie die österreichischen Polizisten vermutlich italienich begrüßt ;o)

Wie schaut es derzeit in Deutschland aus? Die Bewölkerungsanteil der Türken ist sicher höher als 3%. Ist Deutschland somit türkischsprachig? Und in 50 Jahren mit der Türkei gleichzusetzen?

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Reaktion???
Wo bleibt eigentlich die entrüstete Reaktion der österreichischen Politik??? Ist der italienische Konsul zum österreichischen Innenminister zitiert worden? Wurde seitens Österreich eine Entschuldigung oder zumindest eine Stellungnahme gefordert? Nichts. Gar nichts ist geschehen. Den Österreichern ist dieser Vorfall sowas von egal, man sieht es an den Reaktionen. Ihr seid Österreich völlig gleichgültig!

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Frage zur Situation
Mir ist etwas unklar: Sin bei der Staatspolizei (Carabinieri), auch Südtiroler dabei? Wie verhalten sich diese? Sind die Offiziere auch Südtiroler oder nur aus anderen Provinzen von Italien?
Wie stehen diese dazu? Gibt es Südtiroler Zeitungen auf deutsch? Finde am Kiosk nichts..
Danke für allfällige Antworten!

Yvo Mitglied die freiheitlichen
Südtirol, resident im Auland dankt sehr für allfällige Antworten.
Ferner suche ich das Buch über einen Mord an einem freiheitlichen der erschossen wurde, hat jemand die ISBN Nr oder den Titel/Verlag.
Gibt es Gesetzbücher auf Deutsch?
Leider fand ich nichts, nochmals Danke!

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Südtirol - Südafrika
Hier wurde wieder mal offensichtlich was Süd-Tirol in Wirklichkeit ist.
In Südafrika kontrollierten die Weißen das Land und die Afrikaner leb(t)en in Homelands.

In Süd-Tirol gibt es in jedem deutschen Dorf eine italienische Polizei.
Gewisse Ähnlichkeiten lassen sich nicht leugnen.

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Stefan Rennert

@arminv
Ich bin Laie und kein Experte für Südtirol. Eine Revision der Grenzen ist in Italien nicht mehrheitsfähig und dient nur dazu alte Wundenaufzureißen und den sozialen Frieden zu stören. Ich ziehe überhaupt in Frage, Grenzen nach ihrer Rechtmäßigkeit zu klassifizieren und würde sarkastisch anmerken: "Eine rechtmäßige Grenze ist eine Grenze, die man international erfolgreich durchgesetzt hat." Auch wenn in vielen deutschsprachigen Medien zuletzt (wegen Alitalia, der ständigen Müllmisere etc.) viel von einem "Niedergang Italiens" die Rede war, halte ich das außenpolitische Gewicht Italiens für so hoch, dass Italien auf absehbare Zeit mühelos Südtirol behalten kann, auch wenn der italienische Anteil weiter abnehmen sollte und die deutschsprachige Gruppe sich radikalisieren würde. In diesem Punkt widerspreche ich Markus A, der glaubt "das Problem", könne Italien entgleiten. Eine Legitimation zukünftiger Grenzen anhand vergangener kann nicht erfolgen, da die Erde nicht unendlich alt ist. Dann könnte Italien von Frankreich auch Korsika, Nizza etc. verlangen.
Die gemäßigten Teilnehmer dieses Forums finde ich auch sympathisch und ich kann nachvollziehen, dass sie separatistisch agieren. Eine Revision der Grenzen wird in Deutschland beispielsweise von der NPD gefordert. Das sind expansionistische Zielsetzungen. Weite Teile Polens sind historisch auch deutschsprachig, aber dort liegen die Voraussetzungen auch anders, weil die Wehrmacht und die SS das Land regelrecht vergewaltigt haben. Vielleicht sollte man sich aber auch im kleinen Südtirol damit begnügen, dass aus historischen Gründen auch Österreich etwas "zurechtgestutzt" gelassen wurde. Die Tatsache, das von "Landespolitik" geredet wird, beweist den hohen Grad an Autonomie, den Südtirol heute schon hat.
Nicht das geringste Verständnis habe ich dafür, dass die SF Bilder von Leuten ins Netz stellt, die ihre separatistischen Plakate entfernen. Und ich mag die Frecce Tricolori, die Carabinieri Uniformen und die Tricolore, alles nur Symbole, die von vielen hier insbrüstig gehasst werden. Und ich mag auch Südtirol und seine Luft.

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@ steffan rennert
Sehr geehrter Herr Rennert!

Sie sind wahrlich kein Experte für Süd-Tirol und gehören offenbar zu jenen die sich freuen, dass derzeit südlich des Brenners der Staat Italien beginnt.

Das ist Ihr gutes Recht. Italien ist ein schönes Land, aber lassen Sie es bitte dort, wo es hingehört.

In Süd-Tirol ist das Italienische aufgezwungen. Die Ortsnamen sind nur deshalb italienisch, weil diese frei übersetzt wurden um den Siegermächten des Ersten Weltkrieges eine italienische Bevölkerung vorzugaukeln, die es nicht gab. Ihre Theorie von den vielen "armen italienischen Schluckern" die sich aus wirtschaftlichen Gründen der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe zugehörig gefühlt haben sollen ist wohl mehr als unglaubwürdig.

Ich gehöre zu jenen, deren Heimatland nördlich und südlich des Brenners liegt. Italien hat
dieses Heimatland zerschlagen. Die Brennergrenze ist und bleibt für mich ein Unrecht und trennt, was zusammengehört.

Es muss daher legitim sein, auf dieses Unrecht hinzuweisen.
Es muss legitim sein, nicht nur auf eine geistige und kulturelle Landeseinheit zu verweisen, sondern auch eine politische Landeseinheit anzustreben.

Die Aktivitäten der Süd-Tiroler Freiheit sind nicht illegal sondern sehr zu begrüßen. Die Mitglieder der SF sind meines Erachtens sehr engagiert und arbeiten mit ganzer Kraft für unsere gemeinsame Heimat mit dem Ziel, dass den Süd-Tirolern endlich ihr Recht gegeben wird, selbst über die politische Zukunft zu entscheiden.

Zu Ihrem Seitenhieb auf Kärnten: der slowenischen Minderheit in Kärnten wurde dieses Recht nach dem 1. Weltkrieg gewährt - am 10. Oktober 1920 entschied sich eine Bevölkerungsmehrheit im südkärntner Abstimmungsgebiet für den Verbleib bei Kärnten und somit Österreich!

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@ Klaus: Aha, und dann hat die Südtiroler Freiheit sich auch noch selbst dabei gfilmt, um dann Anzeige gegen ich selbst zu erstattet, oder?
Ich kenne genug Menschen, denen das "Südtirol ist nicht Italien" Schild ein Dorn im Auge ist. Da hat es keiner der Mitglieder nötig, das Schild selbst zu beschmutzen...
Südtiroler Freiheit, lasst euch nicht unterkriegen!

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hahaha
Sehr witzig Klaus. deinen letzten eintrag werde ich als Witz des Tages für die zeitschrift "Die Dümmsten Witze der Welt" vorschlagen! Als ob man zuerst sehr viel Geld für die Tafeln ausgibt, um sie dann selbst zu beschädigen. Geh, hör auf, und fang mal an zu denken, bevor du solche sachen schreibst.

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Mein letzter Post wurde nicht veröffentlicht, also probier ich`s nochmal! Bin der Meinung dass die SF die Tafel selber beschädigt um in die Medien zu kommen... Vielleicht wollte die Polizei ja das Schild schützen und die Schmierfinke ausfindig machen... zufällig hat es sich ja dann um den Hr. Knoll gehandelt....

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erste Reaktionen NAbg Hauser FPÖ reagier
NAbg. Hauser: „Verletzung von Österreichs Souveränität darf nicht geduldet ...
strichlinie

werden“

Zum heutigen Tiroler-Krone-Bericht „Südtirol-Tafel: Wurde Staatsrecht verletzt?“ teilt Gerald Hauser, Nationalrat und FPÖ-Landesparteiobmann, mit: „Ich fordere das Außenministerium auf, den Sachverhalt – es hat sich vermutlich um einen rechtswidrigen Übergriff der Italiener gehandelt - aufzuklären. Das Ministerium muss auch dafür sorgen, dass derartige Übergriffe, welche Österreichs Souveränität verletzen, seitens italienischer Behörden hinkünftig unterbleiben.“

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Klarheit zu Schengen
Wenn "Schengen" behauptet die Polizei dürfe so einfach "wenige" Kilometer in das Nachbarland hineinfahren und dort Kontrollen durchführen, so ist dies sachlich falsch!
Im Titel III, Kapitel 1, Artikel 39 ff des Schengener Durchführungsübereinkommens ist der Polizeieinsatz über Binnengrenzen hinweg genau geregelt.
So darf die Polizei nur in genau beschriebenen Fällen (schwerere Straftaten) über Binnengrenzen hinweg verdächtige Personen verfolgen und ggf. dort festnehmen. Österreich hat im bilateralen Abkommen mit Italien nur eine "beschränkte Nacheile" vereinbart. Auf Autobahnen sind dies 20 km und auf Landstraßen 10 km.
Im vorliegenden Fall wurde von der italienischen Polizei eine sogenannte verdachtsunabhängige Kontrolle im Nachbarland durchgeführt, was eindeutig dem Text des Übereinkommens zuwider läuft. Selbst wenn schon auf Süd-Tiroler Seite ein Verdacht gegen Sven Knoll bestanden hätte, wären italienische Beamte nur zum Anhalten des Verdächtigten berechtigt gewesen. Sie hätten dann unverzüglich die österreichische Gendarmerie unter Angabe des Verdachtsgrundes hinzuziehen müssen, über entsprechende Kommunukationswege verfügen sie ja. Eine Identitätsfeststellung darf nur durch die Polizei des entsprechenden Staates durchgeführt werden!

Man kann es drehen und wenden wie man will, dieser Fall ist eindeutig eine Schikane der Besatzungsmacht, die sich wie in vielen anderen Fällen einen Dreck um Gesetze und Vereinbarungen schert.

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@Markus A: Es ist auch kein Geheimnis, dass die meisten deutschsprachigen Süd-Tiroler sich bis heute mit der Teilung der Heimat nicht abgefunden haben und auch nicht so bald damit abfinden werden.

DAI LOSS DI AUSLOCHEN!!!!

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Schengener Abkommen
Ich verstehe manchmal nicht, warum viele Menschen italienischer Herkunft in Süd-Tirol die Diskussion um die Rechtmässigkeit der Brennergrenze als eine Bedrohung ihrer Interessen ansehen. Stellt euch vor, ein arabisches Land würde einmal Calabrien einmal nach einem Konflikt besetzten, die Nachbarstaaten würden die neuen Grenzen dann auch anerkennen und die Araber würden mit den Süd-Italienern so verfahren, wie die Italiener mit Süd-Tirol bis zum Jahre der Einführung der Autonomie 1972. Es steht nirgends, dass die italiener sich mit dieser Lage abfinden müssten, ausserdem gibt es seit bald 100 Jahren soetwas wie Völkerrecht, das derartige Eskapaden verbietet und eine Volkabstimmung zur Frage dieser neuen Staatszugehörigkeit vorschreibt und das ohne Zeitlimit. Nicht anders war und ist die Lage in Tirol südlich des Brenners. Glauben sie alle allenernstes, dass irgendjemand nur im entferntesten die Rechte der italienischen Minderheit in Süd-Tirol heute in einem freien und demokratischen Europa nach dem Gelingen der Selbstbestimmung abbauen und beschneiden würde? Es ist auch kein Geheimnis, dass die meisten deutschsprachigen Süd-Tiroler sich bis heute mit der Teilung der Heimat nicht abgefunden haben und auch nicht so bald damit abfinden werden. Die Selbstbestimmung ohne Zeitlimit als politisches Ziel findet man in allen Parteistatuten und Programmen der Parteien des Landes der 3/4 Mehrheit d.h. der SVP, der STF, FP, Union, sprich der Süd-Tiroler deutscher Sprache. Wenn die Zeit dafür reif sein wird, dann wird wohl hoffentlich noch der politische Wille auf der Ebene der Landespolitik stark genug sein, um dieses Recht auf die eigene Selbstbestimmung einzufordern und auch durchzusetzen. Diese Selbstbestimmung geht, wie ich persönlich das verstehe, von heutigen politischen und ethnischen status quo des Landes aus, d.h. man strebt eine grundlegende Erneuerung des politischen Status des Landes an, ohne die Rechte der Minderheiten einzuschränken. Noch sind aber die Süd-Tiroler selbst in Italien eine kleine Minderheit, auch wenn man im eigenen Land 75% der Bevölkerung stellt. Die Entwicklung der demokratischen Rechte in Europa geht in erster Linie von der EU aus, daher waren und werden immer mehr Selbstbestimmungen politisch möglich, siehe das neueste Beispiel im Kosovo, aber auch anderswo in der EU selbst in Schottland, Belgien oder Spanien gibt es starke Bestrebungen in diese Richtung und genaue Fahrpläne dafür. Die Italiener kommen wie immer und überall bei allen derartigen politischen Entwicklungen zu spät und wundern sich, dass sich die Welt in der Zwischenzeit verändert hat. Die Frage der von Italien erwünschten "Unantastbarkeit" der Brennergrenze ist damit mit dieser neuen Entwicklung so für die nächsten Jahre dialektisch eindeutig beantwortet worden. In der EU von morgen werden langsam die Nationalstaaten und ihre "unantastbaren Grenzen" an Bedeutung immer mehr verlieren und an ihre Stelle treten dann immer stärker die gewachsenen Regionen, wie z.B. Süd, Nord und Ost-Tirol. Heute wachsen sogar die Regionen Wien, Bratislava und Westungarn politisch und wirtschaftlich zusammen, obwohl in diesem Raum drei grundverschiedene Sprachen gesprochen werden und Wien ist eindeutig der grosse Gewinner dieser neuen Entwicklung. Wer hätte sich das noch vor 20 Jahren gedacht? Den Befürwortern dieser Entwicklung des Zusammenwachsens in ganz Tirol kann es aus verständlichen Gründen damit nicht schnell genug gehen, den Gegnern auf der Seite der Italiener in Bozen nicht langsam genug. Faktum ist auf der allerhöchsten Ebene in Brüssel in Wien und Rom hat man sich darauf geeinigt, wie mit dem Problem der Tiroler Teilung weiter verfahren wird. Die Selbstbestimmung, vorausgesetzt sie ist demokratisch legitimiert und friedlich, kann jede Zeit stattfinden, wenn die Süd-Tiroler repräsentiert durch ihre Parteien unbedinngt darauf bestehen, und das bedeutet aber nur dann, wenn Italien damit auch in groben Zügen einverstanden sein wird. Das möchte ich aber noch erleben, dass Rom mit sich über die Verlegung der italienischen Staatsgrenze vom Brenner an die tatsächliche italienische Sprachgrenze bei der Salurner Klause reden lässt, und ernsthaft darüber mit der Landesregierung in Bozen und mit der Schutzmacht der Interessen Süd-Tirols auch verhandelt. Aus diesem Grund wird es wohl eher die Fortschreibung des Stillstands in dieser Fage geben, ausser es passiert etwas, momit alle lokal und international überrascht werden. So eine kleine Überraschung und faktischen Paradigmenwechsel im Verständnis der EU-Institutionen in der Selbstbestimmung der sprachlichen Mehrheiten wird es wohl schon bald im Kosovo geben, und später bei den geplanten Selbstbestimmungsreferenden in der EU selbst. Aus diesem Grund schaut man in ganz Tirol so gespannt darauf, was gerade im Kosovo passiert und vieleicht deswegen will Österreich als erstes Land der EU diese Selbstbestimmung international anerkennen. Wenn z.B. die Befürworter der eigenen Selbstbestimmung in Schottland in einigen Jahren gewinnen würden, dann wird dieses Beispiel zu 100% anderswo in der EU sofort Schule machen. Die anderen Selbstbestimmungen werden dann nur die Frage der Zeit sein, auch wenn die davon betroffenen Staaten Spanien und Italien hinter den diplomatischen Kulissen bereits heute dagegen handeln. Ich habe gelesen, dass z.B. Italien vor der Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos in Hinblick vor allem auf das eigene Problem mit Süd-Tirol die EU warnt, aber auch Italien wird das nicht verhindern können. Dazu hätte Süd-Tirol 100 mal mehr Gründe auf die eigene Selbstbestimmung zu bestehen, als das Land Kosovo, da die Tiroler über 650 Jahre ohne Teilung in einem Land Tirol und in Österreich gelebt haben. Die Albaner in einem eigenen Staat aber ganz sicher nicht, sie sind erst am Anfang ihrer nationalen Einheit zwischen Albanien, Kosovo und vieleicht einmal noch anderswo in Mazedonien. Die Süd-Tiroler haben der Teilung der eigenen Heimat vor der ganzen Welt immer wieder widersprochen und bestehen weiterhin auf eine demokratische und friedliche Klärung der Selbstbestimmungsfrage in Italien als heutige Staatsmacht, in einem Europa und in der EU freier und selbstbestimmter Völker. Aus diesem Grund hat es 2006 die letzte Petition der 99% Süd-Tiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien gegeben, und zwar mit der klaren Forderung nach Recht der eigenen Selbstbestimmung von Italien. Das Vaterland Österreich hat sich in der ganzen Geschichte der Tiroler Teilung für dieses Recht auch eingesetzt und wird das weiterhin ohne Wenn und Aber in Zukunft für die eigenen Landsleute in Süd-Tirol tun. Dabei geht es "nur" um die Klärung der Frage, sind die Süd-Tiroler aller Sprachen mit der heutigen staatlichen Zugehörigkeit einverstannden, oder auch nicht. So eine Volksabstimmung hat der Altpräsident Francesco Cossiga auch 2006 vorgeschlagen, und er ist schon jemand in Italien. So eine Abstimmung kann man gewinnen aber auch verlieren. Man kann auch nicht so lange abstimmen, bis es einer Seite das Ergebnis passen würde. Die SVP hat vor einem Jahr diesen Vorschlag Cossigas zurückgewiesen, und zwar mit der Begründung, der richtige Zeitpunkt für die Selbstbestimmung Süd-Tirols wäre noch nicht gekommen, und Cossiga würde nur für sich sprechen, und in Rom würde man das Ergebnis so einer solchen Abstimmung sowieso nicht ernst nehmen. In Italeien vieleicht nicht, aber ganz sicher in der EU und in Europa würde man das respektieren, vorausgesetzt die Süd-Tiroler würden gegebenenfalls demokratisch gegen Italien als die Stattsmacht der eigenen näheren Heimat in einem von der Landesregierung in Bozen ausgerufenen Abstimmung geheim, gleich und frei abstimmen können. Klarerweise würde überhaupt eine Diskussion über diese Frage aller Fragen in Süd-Tirol die Menschen stark polarisieren. Sogar die Modalitäten der Durchführung dieser Volksabstimmung würden so hohe Wogen in Süd-Tirol schlagen, dass man sich das ernsthaft überlegen müsste, ob das überhaupt ohne ein grünes oder gelbes Licht aus Rom durchführbar wäre, und der Selbstbestimmung überhaupt nützlich wäre, wenn so eine Abstimmung nicht solide genug vobereitet worden wäre. Allerdings meinte einmal der heutige Landeshauptmann von Süd-Tirol, ein halbes Jahr für die Vorbereitung müsste langen, um dieses Referendum im Sinne der Tiroler Landeseinheit zu gewinnen. Die alten Gespenster der sog. Option von 1939-43 würden wieder bei dieser Gelegenheit aber leider wach werden. Dennoch, wenn man in Italien jede weitere Diskussion darüber ablehnt, lässt man zu, dass man durch neue Entwicklungen überrollt wird, die man dann gar nicht steuern kann, so z.B. eine gelungene Selbstbestimmung der Zukunft in Schottland mit ihrer Beispielwirkung für alle anderen Staaten, wo es Minderheiten gibt, die sie sich selbst autonom regieren, und wo sie die Staatsbevölkerung innerhalb der eigenen Grenzen der Autonomie stellen. Um zu einem Punkt zu kommen, das Land Süd-Tirol ist heute objektiv gesehen zu über 90% von Italien bereits unabhängig geworden und dieses Land ist zu Heimat auch der Italiener geworden. Diese 25% leben vor allem im Raum Bozen, aber sie sind genauso ein Teil dieses Landes wie alle anderen Bürger. Man kann vieleicht von den Menschen italienischer Herkunft die Befürwortung der Selbstbestimmung nicht erwarten, aber man darf sich ganz bestimmt keine Vergiftung des gegenseitigen Geschprächsklimas erwarten. Jede Diskussion über die Selbstbestimmmung von Süd-Tirol in Italien muss demokratisch legitimiert und friedlich bleiben und jede Seite kann ihre Argumente pro und kontra einbringen. Es geht auch um die Frage, wie geht man miteinander um, wenn diese Selbstbestimmung einmal theoretisch geschehen würde, wie gehen dann die Unterlegenen mit den Siegern um. In den letzten fast 20 Jahren hat es über 20 andere gelungene Selbstbestimmungen in Europa gegeben. Dabei gibt es ein deutliches Muster; wenn die Diskussionen emotionell aber sachlich bleiben und keine der Parteien mit üblen Fauls arbeitet, dann kann man auch noch sehr gut oder noch besser nach der erfolgten Selbstbestimmung dann miteinander umgehen als zuvor. Solche Beispiele gibt es aus der Geschichte der Tschecho-Slowakischen Scheidung 1993 und der von Montenegro 2006 in Umgang mit der alten serbischen Staatsmacht danach. Abschreckende Beispiele gibt es aus dem Baltikum oder Kosovo, wo es nach dem Gelingen der Selbstbestimmungen überhaupt keine Basis für neue und gute Beziehungen gegeben hat und gibt. Die russische Sprache war z.B. früher einmal zwischen Ost-Berlin und Sofia die Lingua Franca und ein Pflichtfach in den Schulen, wie bei uns heute Englich. Nach der Wende 1989/90 ist die Bedeutung dieser Sprache und dieser Kulturnation fast auf null gesunken und diese Sprache wird nur von den Russen selbst noch im Baltikum gesprochen oder gepflegt. Übersetzt auf die Lage in Süd-Tirol, die Selbstbestimmung der Bevölkerungsmehrheit bleibt heute und in der Zukunft ein berechtigter und brennender Wunsch der deutschsprachigen Süd-Tiroler. Dieses Land ist aber auch mit der Zeit zur Heimat von sehr vielen Italienern geworden. Ihre Italianità wird ihnen ganz sicher nicht jemand wegnehmen wollen, aber die Italiener in Süd-Tirol bestimmen tagtäglich, welches Bild Italiens sie nach aussen vermitteln und davon hängt es zu 100% ab, ob man mit oder ohne Selbstbestimmung gut miteinander heute und morgen leben und auskommen kann. Ich bin persönlich der Meinung, dass nach der gelungenen Selbstbestimmung oder nach der Klärung der Selbstbestimmungfrage die Lage der italienischen Minderheit sich sehr stark verbessern würde, Sprachgruppentrennung und Disagio würden endlich verschwinden, vorausgesetzt man lässt auf der italienischen Seite die Möglichkeit der Selbstbestimmung überhaupt zu und im Zweifelsfall entscheidet man sich als Bürger/in dieses Landes Süd-Tirol für das Wohl des Landes AP Bozen Südtirol und nicht dafür was das ferne Rom dafür halten würde. Die Süd-Tiroler müssen gut mit Italienern Seite an Seite in diesem Land leben können und das bleibt auch so, mit oder ohne Selbstbestimmung. Die gegenseitige Liebe und Respekt kann man heute nicht mehr verordnen, aber man kann sich darum bemühen und wie so oft im Leben ist der kürzeste Weg der leichteste und der einfachste. In diesem Fall würde es heissen, die politische Alternative der Selbstbestimmung mental zulassen wollen und nicht mit Fauls behindern. Das Ergebnis ist immerhin für alle Seiten offen. Würde dann sich die Seite der Befürworter der Selbstbestimmung politisch durchsetzten, würde das einen Neuanfang für alle Menschen bedeuten und ohne die von oben vorgeschriebene Sprachgruppentrennung würden sogar in Süd-Tirol mehr Italiener leben wollen und können als heute, von den wirtschaftlichen Vorteilen einer gelungenen Selbstbestimmung ganz zu schweigen! Die gelebte Demokratie kann niemals eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen, sie ist ja dazu erfunden worden, um vorhandene Konflikte und Gegensätze friedlich und im Konsens zu regeln, zu klären und das Leben für alle Bürger bessser zu machen. Ich bin der Meinung, das Land Süd-Tirol würde einmal in den nächsten Jahren diesen neuen Anfang verdienen. Diese Selbstbestimmung hat 10 mal mehr Vorteile als Nachteile für alle. Mir persönlich wäre ein glückliches und wirtschaftlich noch besser stehendes Land Süd-Tiroler viel lieber und wichtiger, als das Festhalten an irgendwelchen "unantastbaren Grenzen", die sich in unserer hochmodernen Zeit in der EU sowie von alleine überlebt haben, man muss das nur verstanden haben wenn man es überhaupt verstehen will. Ein Neuanfang ist für alle Menschen in dieser der allerbesten Autonomien möglich, wenn man es nur will!

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Yvo italiano all estero & CH

peinlich ist nur...
das EU Gebilde, das Schengener Abkommen und die Osteuropa Erweiterung.
Hoffe, dass ich mit 50J. nicht mehr erleben muss, dass die Schweiz in die EU Eintritt.
Hetzkampagnen betreibt die SF nicht, sie schreibt sehr legitim
aus ihrer sicht. (Minderheitenstatut Italienische
Republik, in deren Landesgrenzen das Südtirol liegt und dort, defacto keine Minderheit ist oder sein sollte) Polizei hin, Carabinieri her he wir leben im 2008....

und tschüss

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Polizia trifft keine Schuld
Ich finde es sehr traurig, dass ´die SF nur mehr mit solchen Aktionen und Propaganda (Aufkleber) aufsehen erregt, und sich sonst nicht mehr über den Boden halten könne. Bis jetzt haben alle Rechten Parteien vor den Lantagswahlen sich mit solchen kindischen Themen auseinandergesetzt. Die nach den Wahlen nicht mehr existieren

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Das Schengener Abkommen
sieht vor, daß die Polizei problemlos einige km ins Nachbarland hineinfahren kann und Kontrollen durchführen darf. Von daher gibt es keine Verletzung der Grenze, die Kontrolle war Rechtens. Ansonsten hätten die Österreicher wohl was gesagt, oder? Ihr SF seid so peinlich mit euren Hetzkampagnen.

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Wohl wohl... i bin aber selber zu jener Tafel gangen, han alles durchgelesen und kuaner hot mich belaestigt: am 3 Januar brauchte es kuane Reparaturen, also was hot dort den Knoll iberhaupt getun? Wartete er auf die Pulen?
Wohl ist Suedtirol nicht Italien und wohl gibt in die Pulen immer Saukoepfe, braucht man das aber net olleweil wia Kleinkinder zu unterstreichen...

50

Unerlaubter Polizeieinsatz
Stefan, der Einsatz der italienischen Polizei war in diesem Fall eindeutig rechtswidrig. Das Schengener Durchführungsübereinkommen regelt in den Artikeln 40 ff die Polizeirechte an den Binnengrenzen, z.B. die sogenannte "Nacheile" und ähnliches. Hier lag eindeutig eigenmächtiges und rechtswidriges Verhalten unterer Polizeiorgane vor. Den genauen Wortlaut dieses Übereinkommens erhalten Sie als Altoathesino auch in italienischer Sprache im Internet.
Über Ihre weiteren "Ergüsse" auch nur eine Zeile zu verschwenden, dafür ist meine Zeit zu schade.

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Steffan Rennert

@Markus A.
Es besteht Konsens darüber, dass Südtirol nicht der "historischen italienischen Kulturlandschaft" angehört und dass die Italianità Südtirol nicht inhärent ist, auch wenn die italienischsprachigen Südtiroler in den Zentren hoffentlich für etwas Italianità sorgen. Heute sind aber ein Viertel der Südtiroler italienischsprachig und ein Vertreter dieser Gruppe hat das gleiche Recht Alto Adige als seine Heimat anzusehen, wie jemand aus der deutschsprachigen Gruppe, auch wenn sein Urgroßpapa noch nicht in Südtirol gelebt hat, denn der Grad an demokratischer Teilnahme kann ja nicht von der Länge des eigenen Stammbaus abhängen. Ich bin kein Experte für Südtirol, aber so weit ich weiß, war Südtirol als Grenzregion punktuell schon vor der politischen Zugehörigkeit zu Italien italienischsprachig (3%).
Ich bin mir nicht sicher, ob zur Zeit des Kaiserreichs Österreich-Ungarn schon Zensus mit Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung veranstaltet wurden. Jedenfalls dürfte Einigkeit darüber bestehen, dass die Rekonstruktion der Sprachgruppenverteilung innerhalb Südtirols vor dem 1. Weltkrieg keine einfache Sache ist. Und da die deutschsprachigen Südtiroler damals die politische und wirtschaftliche Macht in ihren Händen hatten, war es für einen armen italienischsprachigen Schlucker zwecks sozialen Aufstiegs vielleicht hilfreich sich der deutschen Sprachgruppe zugehörig zu erklären. Dieser Effekt ist ja selbst 2008 mit dem ethnischen Proporz noch aktuell. Das sind Details und ich will nicht in Abrede stellen, dass Südtirol historisch dem deutschen Sprachraum angehört.

Aber diese kulturelle Zugehörigkeit und die politische sind 2 Paar Schuhe. Die Grenzen wurden im Vertrag von Paris festgelegt und damit dürfte die Sache bis zur nächsten (hoffentlich nicht einkehrenden) Katastrophe erledigt sein. Die italienische Polizei darf natürlich nicht die politische Gesinnung ihrer Bürger ausspionieren, aber die Süd-Tiroler Freiheit hat nun mal Zielsetzungen die mit der Verfassung Italiens nicht konform sind, denn Italien hat wie jeder Staat natürlich ein vitales Interesse an der Integrität seines Territoriums, um es pompös auszudrücken. Die Süd-Tiroler Freiheit möchte Italien um 7400 Quadratkilometer kleiner machen.
Der Inhalt der Tafel am Brenner ist keine Wahrheit, denn ohne Erläuterung ist Zugehörigkeit als politische Zugehörigkeit zu verstehen. Die Tafel ist eine Provokation, da sie eine expansionistische Intention vermittelt. Wenn die Süd-Tiroler Freiheit sich schon als österreichische Organisation ansieht, möge sie doch bitte mal den Herrn Haider fragen, was er von zweisprachigen Ortstafen hält.
Ich betrachte die Aktivitäten der Süd-Tiroler Freiheit als illegal. Vor allem gehört ihr nicht die Geschichte.

PS: Ich hege gewiss keine Sympathien für Hr. Knoll, aber die Szene wie er einen Meter hinter dem Grenzstein steht und das dem Polizisten mitteilt, wäre ein gutes Motiv für eine Karikatur.

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Kinderspielchen?
Den Aufforderungen der Sicherheitsorgande einer Staatsmacht muss man folgen, auch wenn sie nicht immer gesetzeskonform sind, da man meistens sich in der schwächeren Position befindet. Die grenzüberschreitende Polizeizusammenarbeit ist begrüssenswert, da sie in erster Linie der Bekämpfung der Verbrecher dient, gerade in dieser Zeit. Die italienische Polizei ist aber keine "politische Polizei", wie in einer Diktatur unter Duce, die die politische Gesinnung der Menschen überwacht, das darf sie in einer demokratisch verfassten Gesellschat auch in Italien ganz sicher nicht! Ausserdem, wenn die österreichischen Polizisten südlich des Brenners anzutreffen sind und vice versa, dann sehen alle, dass die Nationalstaaten langsam aber sicher überwunden sind und das ist gut so für den Gedanken der Tiroler Einheit. Das scheinen leider - wie immer - viele ewiggestrige Italiener in Alto Adige nicht zu kappieren und glauben sie müssten immer noch die nicht vorhandene Italianitá von Süd-Tirol mit ihren Mitteln auch am Brenner verteidigen. Die Sicherheitsorgane der 1989/90 verflossenen DDR glaubten auch mit ihren Mitteln das vorort vorhandene Potemkische Konstrukt des ostdeutschen Sozialismus verteidigen zu müssen. Eine kleine Minderheit der Gegner konnte man und kann man immer, mehr oder weniger leicht mit entsprechenden Massnahmen und Mitteln einschüchtern oder verdrängen. Eine politische Bewegung, die nach einer grundlegenden Neuorientierung und Erneuerung des status quo strebt, wird erst dann zu einem Problem für die alte Staatsmacht und ihre Sicherheitorgane, wenn es immer mehr Menschen sind, die sich dieser neuen Bewegeung anschliessen werden. Auch wenn die Ex-DDR ein kommunistischer Hochsicherheitsknast war, man konnte doch nicht das ganze Volk noch besser einsperren, da man so viele Gefängnisse nicht bauen und so viele Überwacher nicht finden konnte, damit die Genossen Erich, Mielke & co sicher schlafen konnten. Ich möchte damit natürlich nicht Italien, eine Dekokratie mit einem untergegangenen totalitären Staat vergleichen, aber auch diese Staatsmacht verteidigt ihre Interessen, sei es auch die von den Tirolern in Süd, Ost Nord als Unrecht empundene Grenze am Brenner. Diese Frage wird man sicherlich nicht mit den Beamten ganz unten "klären" können, sondern sie kann nur auf der Landes- und zwischenstaatlichen Ebene gelöst werden. Dazu ist aber auch und immer ein Mindestmaß an Civilcourage der einzelnen Bürger für die eigene Meinung einzustehen absolut notwendig, die derartige Kontrollen über sich ergehen lassen, oder noch werden müssen. Es ist aber auch ein lebendiger Nachweiss für die Tatsache, dass Italien kein gutes Gewissen bei der Verwaltung seiner Grenzen quer durch deutschsprachiges Land Tirol hat und haben kann, solange die Selbstbestimmungsfrage Süd-Tirols in der EU in unserer Zeit noch nicht ausreichend gelöst worden ist. Die objektive Wahrheit der Tafel "Süd-Tirol ist nicht Italien", sprachlich, ethnisch und kulturell ist wie jede andere Wahrheit allen Menschen und auch Italien daher zumutbar und es ist auch nichts neues, gerade für die Menschen, die ihren Dienst an der Unrechtsgrenze verrichten müssen.

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Stefan Rennert

Kinderspielchen
Was bringen uns derartige Berichte an Erkenntnisgewinn. Wieso meint der Autor beurteilen zu können, dass das Verhalten eines Polizisten widerrechtlich war? Wieso wird hier von einer Verletzung der Souveranität Österreichts gesprochen? Mir sind auf der italienischen Seite des Brenners auch schon oft österreichische Polizisten begegnet. Sie haben mich nicht schikaniert aber die Tatsache, dass sie in Italien auf deutsch gegrüßt haben, machte sie für mich nicht sympathisch. Ich nehme an, dass es umfangreiche Vertragstexte gibt, die die Kooperation der Polizeien in der EU und im Schengen-Raum regeln. Es ist meines Wissens an vielen Grenzstationen dieses Planeten üblich, dass die Polizeien auf beiden Seiten operieren können. Die "Süd-Tiroler Freiheit" versucht Konflikte aus vergangener Zeit heraufzubeschwören und alte nationalistische Denkmuster neu zu beleben. Sie sieht sich sogar dazu berufen, über das Verhalten der Ordnungskräfte zu urteilen. In meinen Augen ist diese Organisation nur eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und Auslassventil für depressiven Stimmungsstau ihrer Organisatoren. Die Mitglieder dieser Organisation sollten sich damit Abfinden, dass Alto Adige mit einer Wahrscheinlichleit von 1-x für die nächsten 300 Jahre zu Italien gehören wird, wobei x größer 0 und sehr klein ist. Italien mag eine Bananenschalenrepublik sein. Aber vielleicht ist Österreich nicht einmal das, wenn man so schlechten Geschmack an den Tag legt und unmittelbar an der Grenze eines Nachbarlandes ein Schild aufstellt, das dieses offen nationalistisch diffarmiert.

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bin entsetzt. hoffentlich werden diese polizisten bestraft, aber sicher nicht in italien... leider...

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Absolute Schweinerei seitens der Staatsp
Ungeheuerlich, das muss subito abgestellt werden. Das ist EU Recht, da dürfen fremde Korps inss Land zB die deuteschen dürfen bis
10 Km in die Schweiz verfolgen.
Ein Mailänder Polizeifahrzeug hat letztens bis nach Lugano jemanden verfolgt. Absolute Schweinerei,
Südtiroler wehrt euch gegen die "Besatzungsmacht".