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Italien will Süd-Tirol die Autonomie nehmen

sven_knoll_200_05.jpgAls besorgniserregende Entwicklung, die die Zukunft Süd-Tirols in Frage stellt, bezeichnet der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die Ankündigung des italienischen Ministers für öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, die Regionen mit Sonderstatut abzuschaffen und somit auch Süd-Tirol seine Autonomie zu nehmen.

 

Die Tatsache, dass sich die italienische Regierung nun daran macht, Süd-Tirol seine Autonomie zu nehmen, stellt unter Beweis, dass es keine Zukunft für Süd-Tirol, als Teil des italienischen Staates geben kann.
Als verantwortungslos bezeichnet Sven Knoll in diesem Zusammenhang daher das Verhalten der SVP, die offensichtlich noch nicht erkannt hat, dass es sich hier um einen schweren Angriff auf die fundamentalen Minderheitenrechte der Süd-Tiroler handelt.
Seit Jahrzehnten wird der Bevölkerung das trügerische Bild der unantastbaren Autonomie vorgegaukelt und selbst in dieser Situation spricht man noch von der internationalen Absicherung der Autonomie, anstatt die Bevölkerung über den Ernst der Lage aufzuklären.

Die aktuelle Tibetkrise hat gezeigt, dass die Staatengemeinschaft nicht einmal in der Lage war, einen Boykott der olympischen Spiele in China zu erwirken, obgleich in Tibet Menschen gefoltert und ermordet wurden.
Es ist daher verantwortungslos, die Bevölkerung im Glauben zu lassen, dass die Autonomie international abgesichert und unantastbar sei.
Tatsache ist nämlich, dass trotz der internationalen Anerkennung der Autonomie, wohl kein Staat ernsthaft einschreiten wird, wenn Italien seine Ankündigungen umsetzt und Süd-Tirol die Kompetenzen der Sonderautonomie nimmt.
Insbesondere in Europa, sind die großen Nationalstaaten nämlich nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Minderheitenprobleme in den Griff zu bekommen, weshalb von diesen keine Unterstützung zu erwarten sein wird.

Die SVP muss sich daher die Frage stellen, wie lange sie die Bevölkerung in Süd-Tirol noch dieser permanenten Zitterpartie aussetzen will?
Süd-Tirol ist bei realistischer Betrachtung, auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen Italiens abhängig.

Ein solcher Zustand ist jedoch keine Basis für eine abgesicherte Zukunft, weshalb es an der Zeit ist, endlich die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes zu vollziehen und mit vereinten Kräften eine Abspaltung von Italien zu bewirken, solange dies noch möglich ist.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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16 Kommentar(e)

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1

@andreas hofer
los von bozen..das ist doch etwas Neues!!
LOL!

2

weiter so!
mit viel idealismus einer guten Öffentlichkeitsarbeit und stichhaltigen Argumenten ist das Recht auf eurer Seite! Jetzt sollten auch breite Bevölkerungsschichten von eurer Idee überzeugt werden. Große Hochachtung an Eva Klotz und den Mitstreitern der S F

3
andreas hofer

los von rom
los von rom, los von trient und vor allem, los von bozen,
nor geahts ins sittiroler erscht guat!
mir lossen ins, und houm ins nou nia gearn fa jemadn ummerkommandiern glossen.
mander s'isch zeit

4

Süd-Tirol ist der Süden Tirols
@David Tomasi
Süd-Tirol ist der Süden Tirols und nicht nur eine "Provinz", die man abschafft!!!

Der Unterschied von SVP und der Süd-Tiroler Freiheit scheint folgender zu sein:
Die Pro-Rom-SVP will die Durchführung des Selbstbestimmungsrechts so lange hinauszögern, bis sich eine Mehrheit in Süd-Tirol gegen eine Abspaltung von Italien ausspricht.
Die Süd-Tiroler Freiheit will das unbedingt VOR diesem historisch Zeitpunkt schaffen.
Ich stehe auf jeden Fall zu der Unabhängigkeit Süd-Tirols von Italien, egal wie "gemütlich" es für manche ist, den aktuellen Zustand tatenlos beizubehalten.

5

Antwort
Der Herr Georgos Egger aus Nordtirol muss wahrlich lebhafte Phantasie haben, wenn er sich angesprochen fühlt und mir antworten will, ohne direkt gefragt worden zu sein. Ich meinte aber sehr wohl in einem meiner Beiträge auch sog. "Christen", die von anderen Menschen in diesem Land einen "Tirolernachweis" verlangen, und ihnen ein Mitspracherecht permanent in Frage stellen. Gott sei Dank verlangt er doch keinen "Ariernachweis", wie es auch schon einmal in diesem Land war. Ich kann ihn beruhigen, ich kann beide Nachweise zu 100% erbringen. Dazu halte ich es für sehr verwerflich, wenn man behauptet, sinngemäß, "ich habe seit Generationen kein Tropfen walsches Blut in mir", daran kann ich mich nämlich auch in diesem Zusammenhang noch gut erinnern. Meine 27 Jahre Lebenserfahrung auf beiden Seiten der Brennergrenze in diesem Land müssten schon reichen, um sich eine Meinung bilden zu können und diese kundzutun.

6
Georgos Egger

Wahlniederlage
Im Bundesland Tirol haben lediglich die ÖVP, die SPÖ und die Grünen — alle überaus verdient — eine Wahlniederlage eingefahren, sonst niemand. Außerdem ist gar keine Partei angetreten, die hinsichtlich Südtirol irgend welche „Ratschläge“ erteilt hätte, wie Markus A. irreführenderweise behauptet. Das Ziel der „Christenpartei“ ist es (vorläufig) wohl auch nicht, in den Landtag zu kommen, sondern die ÖVP aufzurütteln, die sich unverkennbar von christlichen Grundsätzen entfernt hat. Hier geht es nicht um Südtirol, sondern um Familien– sowie Kulturpolitik. Ob Impulse der „Christenpartei“ in der Politik der ÖVP wirksam werden, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Darüber sagt eine Wahl nichts aus. Ich selbst bin bei keiner Partei und auch nicht wahlberechtigt. Der Nichttiroler Markus A. hat wohl seinen Nebelwerfer in Gang gesetzt, um die Schemen seiner Phantasien in den Dunst hineinzuprojizieren.

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an eine abschaffung der autonomen provinzen von trient und bozen ist nicht zu denken und auch auf voelkerrechtlicher lage nicht durchfuehrbar. die aktuelle regierung schreit sehr viel, was aber am ende herauskommt, ist noch abzuwarten. weiters will die regierung die provinzen als "ente locale" abschaffen, aber suedtirol kann und darf damit nicht gemeint sein. weiters hat die regierung zurzeit, meiner meinung nach, sicher groessere probleme als sich mit suedtirol anders als auf der basis des status quo zu beschaeftigen.

8

@David Tomasi
Italien hat uns nicht reich, sondern zur letzten Kolonie Europas gemacht und jahrzehntelang versucht uns unsere Kultur und Identität "auszutreiben".
Irgendwann ist vielleicht die Autonomie dran. Italien ist keine Zukunft.

9

china ist nicht italien

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Selbstbestimmung
Bitte nicht auf Nihilisten und ewige Pessimisten hören, die gerade bei der LW in Tirol eine grosse Wahlniederlage erlitten haben, und gar nicht in den Landtag in Innsbruck reingekommen sind. Sie waren und sind schlechte Ratgeber mit ihrem missionarischen Weltuntergangeifer und mit ihren Rat-Schlägen für Süd-Tirol.

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Keine Reaktionen vom Ausland erhoffen
Dass wir keine Unterstützung vomAusland erwarten können ist in meinen Augen ziemlich sicher. Mehr als eine Ermahnung wird es sicher nicht geben. Denn wie sonst kann man es sich erklären, dass in Italien rechtsradikale Politiker sehe hohe Positionen in der Politik einnehmen können und es keinerlei Kommentare vom Ausland gibt?
Ich kann mich noch sehr gut an die Reaktionen bei den Wahlen von Haider zum Landeshauptmann in Kärnten erinnern. Es gab nicht nur Kommentare, sondern sogar Sanktionen gegen das (kleine) Land Österreich. Wenige Zeit später wurde Berlusconi in Italien gewählt (in eine doch bedeutendere Position eines grösseren Staates). Die Kommentare waren zaghaft und die Sanktionen blieben ganz aus.
Und wenn man nicht mal China Sanktioniert, dann Italien ischerlich nicht...

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hinhalten hin, hinhalten her, wir sind de facto auch dank der SVP und des italienischen Staats unter den 3 reichtsten Regionen Europas. Aber es geht uns immer nur schlecht, natürlich aus Sicht der Opposition.

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Georgos Egger

Allein gelassen!
Weder von der EU noch von Einzelstaaten ist Unterstützung zu erwarten. Darin muß ich Hrn. Knoll leider recht geben.

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@Peter
es war schon lange Zeit! aber jetzt noch mehr! Los von Rom!

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Mander s isch Zeit!
Ich frage mich mehr wie lange sich die Südtiroler noch von der SVP hinhalten lassen. Mich würde es nicht wundern, wenn es der SVP egal wäre, wenn man die Autonomie abschaffen würde. Durnwalder und SVP-Fritze würden doch weiterhin ihre fetten Bezüge einstecken.

Ich denke auch die internationale Gemeinschaft juckt es reichlich wenig, wenn Südtirol seine Autonomie, sprich (Mindest-) Minderheitenreche entzogen würde.

Wer sich nicht selbst hilft, der ist verloren.

16

Mander..
..s isch Zeit!!!