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Italien streicht Süd-Tirol das Geld

euro_300.jpgAls ersten Schritt der Beschneidung der Süd-Tirol Autonomie, bezeichnet der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die von Italien beschlossene Streichung von fast 400 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren, welche sich zukünftig der Staat einbehalten wird.
Die Aussagen des italienischen Ministers Brunetta, welcher vor wenigen Wochen einen Angriff auf die Regionen mit Sonderstatut angekündigt hatte, werden somit erstmals in die Tat umgesetzt.

Mit den einbehaltenen Steuergeldern aus Süd-Tirol sollen die immensen Schulden des italienischen Staates abgebaut werden, die als Folge einer jahrzehntelangen Misswirtschaft entstanden sind.

Diese katastrophale Schuldensituation hat Süd-Tirol jedoch nicht zu verantworten, weshalb es nicht akzeptabel, dass nun die Bevölkerung in Süd-Tirol die Folgen der italienischen Misswirtschaft ausbaden muss.

Skandalös ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass Süd-Tirol regelrecht abgezockt wird, während die Regionen Friaul und Sizilien mit weitaus weniger Einsparungen zu rechnen haben, nur weil diese von Berlusconis Partei regiert werden.

Die Folgen dieser autonomiefeindlichen Entwicklung wird die Süd-Tiroler Bevölkerung in den kommenden Jahren am eigenen Leib zu spüren bekommen, weshalb sich die SVP die Frage gefallen lassen muss, wie lange sie unser Land noch dieser permanenten Zitterpartie aussetzen will?

Ohne Italien könnte Süd-Tirol nämlich selbst über das eigene Geld entscheiden und wäre nicht ständig vom Wohlwollen eines Staates abhängig, mit dem es wirtschaftlich bergab geht.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

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6 Kommentar(e)

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1
Günther Morat

@ Doppelbürger

Verkehrte Welt..
a) Ihr wollt zu Oesterreich- stelle ich fest!
b) Was regts euch den wegen den 400 Mio Euro auf, die gestrichen sind?

a) korrekt, und zwar die Bürger, aber auch das Land
b) Weil es unser Geld ist.

2

Finanzausgleich
Die AP Bozen Südtirol bekommt aus Rom keinen müden Euro geschenkt, ganz im Gegeteil. Das Land darf Augrund der Bestimmungen des Autonomiestatutes 90% des Steueraufkommens für sich behalten und bekommt dieses Geld in irgeneiner Form im Allgemeinen Finanzausgleich zurück, bzw. man durfte bis jetzt das eigene und nicht das fremnde Geld so gut wie selbst ausgeben und dort Prioritäten setzen, wo es dem Land wichtig war. Damit ist Süd-Tirol sehr gut gefahren und stieg einmal sogar zu den wohlhabendsten Regionen Europas auf. Faktum ist, dass die AP Bozen im Autonomiestatus vertraglich dazu verpflichtet ist, 10% des erwirtschafteten Steuergeldes auf Nimmerwiedersehen nach Rom abzuführen. Dem Anschein nach wird dieser Prozentsatz in Zukunft auf weit über 10% erhöht, Bestimmungen des Autonomiestatutes hin oder her, das nimmt man in Italien nicht so genau. Jetzt darf also Süd-Tirol sogar noch mehr an Italien bezahlen, dass es gegen den erklärten Willen der Bevölkerung von Anfang dieser Herrschaft an fremdbestimmt wird. Der Grund dafür ist ganz einfach. La Casta hat dieses wunderschöne Land Italien heruntergewirtschaftet und in Wahsinnsschulden gestürzt, heute fehlt sogar das Geld um die Zinsen dieser Schulden zu bedienen. Seit den letzten Jahren beginnt diese Krise langsam aber sicher auch in Süd-Tirol wirksam zu werden. Südtirol rutscht immer mehr in allen Statistiken nach unten ab. Da hilft auch keine Autonomie mehr. Italien ist heute das Schlusslicht der alten EU-Länder, und Süd-Tirol? Wie lange wird es noch dauern, bis auch hier sich die wirtschaftlichen Verhältnisse vor allem denen im Stiefelstaat angleichen werden müssen? Aus diesem Grund ist die Selbstbestimmung für das Land heute und morgen wichtiger denn je! Es ist sogar ein großer Glücksfall für das Land, dass es jetzt die politische Bewegung der STF gibt, die sich medienwirksam dieses Themas politisch schlagfertig annimmt und für eine andere Zukunft des Landes die Weichen stellt, auch dann, wenn sie permanent für die eigenen Ziele mit dem Slogan wirbt; "Süd-Tirol ist nicht Italien!".

3

weniger Geld
Das muss die SVP ins Mark treffen - hoffentlich trägt das dazu bei, dass die SVP auf Eure Linie einschwenkt.

Eine Zukunft ohne Italien kann es wenn überhaupt nur geben, wenn auch die SVP endlich einmal offiziell dahinter stehen würde.

4

...
es wird ja nicht nur im trentino-südtirol gekürzt, sondern bei allen regionen, teilweise sogar mehr als bei uns...

ist südtirols wirtschaft eigentlich stark genug um auszureichen, falls es eines tages tatsächlich frei und selbstständig sein würde?

5

Verkehrte Welt..
a) Ihr wollt zu Oesterreich- stelle ich fest!
b) Was regts euch den wegen den 400 Mio Euro auf, die gestrichen sind?

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Statistiken
Dem Land Süd-Tirol geht es immer noch gut, trotzdem die AP Bozen rutscht Jahr für Jahr in fast allen Statistiken der EU von der Spitze der wohlhabedsten Regionen in Richtung Mittelfeld deutlich ab. Diese Entwicklung hat natürlich oder vor allem mit der katastrophalen wirtschaftlichen Lage und dem permanenten Politchaos in Italien zu tun. In diesen Tagen wurden die neuesten Statistiken von Eurostat (Statistikamt der EU) veröffentlicht. Zu den wohlhabendsten Ländern gehören danach heute in Europa Luxemburg, Irland, Niederlande und Österreich. Italien befindet sich da unter dem EU-Durchschnitt der 27 Länder als Schlusslicht der alten Länder. Die neuen Länder holen wirtschaflich stark auf, in manchen alten Ländern holt sich der Staat das Geld ohne Unterlaß von der Bevölkerung selbst ab, ohne eine greifbare Gegenleistung dafür zu bieten. Der zusätzliche Finanzbedarf der gegenwärtigen italienischen Regierung für die kommenden Jahre wird vorsichtig auf 36 Milliarden Euro eingeschätzt, ohne zu wissen, woher die Regierung dieses fehlende Geld nehmen sollte. Der Grund warum 1989 und 1990 ein anderer Staat der Fremdbestimmung eine Wiedervereinigung eines geteilten Landes realpolitisch möglich gemacht hat, war in erter Linie ein politischer und wirtschaftlicher Kollaps. Italien ist nicht mehr weit davon entfernt, auch wenn die EU immer versuchen wird einen rettenden Anker diesem Staat zu werfen. Trotzdem damals vor 20 Jahren bekam eine untergangene Supermacht hunderte Milliarden an "Krediten", im Gegenzug wurde die Deutsche Einheit politisch möglich. Das Geld kann nicht alles regeln, aber es kann manche bis dahin versperrte Tür öffnen, vor allem wenn die Sachzwänge keine Alternativen mehr zulassen. Das Vaterland der Süd-Tiroler würde wahrscheinlich in diesem Sinne aktiv werden, wenn vor allem Rom die Klärung der Frage der Selbstbestimmung ermöglichen würde oder diese nicht behindern wollte. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, das gilt heute auch für das Land Tirol südlich des Brenners und anderswo in Mitteleuropa. Man sagt auch oft, die Politk kennt keine Moral und Gefühle, sondern nur Allianzen und Interessen. Die Klärung der Frage der Selbstbestimmung und der Tiroler Landeseinheit im Sinne einer geschichtlichen Gerechtigkeit ist aber eine politische, moralische und ethische Frage bis heute geblieben und das wird auch in den nächsten Jahren auch so bleiben.