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Homepage zu faschistischen Relikten in Süd-Tirol www.faschistische-relikte.com

sieges_denkmal.jpgAm kommenden Samstag, den 12. Juli 2008, jährt sich zum 80. Mal die Einweihung des faschistischen Siegesdenkmales in Bozen. Dieses beschämende „Jubiläum“ nimmt die SÜD-TIROLER FREIHEIT zum Anlass, um mit diversen Aktionen und Initiativen auf die unhaltbare Situation der faschistischen Relikte in Süd-Tirol aufmerksam zu machen und deren sofortige Beseitigung zu fordern. Als erste große Initiative wurde eine eigene Homepage gestaltet, in der alle bekannten faschistischen Relikte in Süd-Tirol aufgelistet sind, um somit die Bevölkerung über das unglaubliche Ausmaß der faschistischen Verherrlichung in Kenntnis zu setzen.

Unter der Internetadresse www.faschistische-relikte.com , sind diese Relikte mit Fotos und historischen Hintergrundinformationen (Architekten, Auftraggeber, Bauzeiten, usw.) aufgelistet und werden somit einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Vor zwei Jahren wurde von Sven Knoll und Werner Thaler bereits mit dem Aufbau einer solchen Homepage begonnen, welche schon damals auf reges Interesse stieß. In der Zwischenzeit kamen viele neue und bisher unbekannte Relikte aus der Faschistenzeit zum Vorschein, die nun ebenfalls dokumentiert und mit dieser neuen Homepage veröffentlicht werden.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT möchte durch diese Homepage, welche in Zusammenarbeit mit Historikern und Sprachwissenschaftlern entstanden ist, eine Informationsoffensive gegen die faschistischen Relikte in Süd-Tirol starten, durch welche die Forderung nach einer sofortigen Beseitigung dieser Relikte verstärkt werden soll.
Gleichzeitig soll durch das Medium Internet aber auch einer internationalen Öffentlichkeit Kenntnis darüber erteilt werden, wie es Italien mit der Aufarbeitung der eigenen schwarzen Vergangenheit hält.

Die faschistischen Relikte, aber allen voran das Siegesdenkmal, sind nicht mit dem Gedanken der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens vereinbar. Auch können und dürfen sie nicht als Mahnmale missinterpretiert werden, da der italienische Staat bis heute deren Dokumentation verbietet und sie somit noch immer ihren propagandistischen Zweck erfüllen.

Die Diskussion, welche in den kommenden Tagen anlässlich des 80jährigen Bestehens des Siegesdenkmales entstehen wird, muss daher dazu genützt werden, um endlich einen Schlussstrich unter die faschistische Vergangenheit zu ziehen und den Abbruch dieser Relikte voranzutreiben, so wie dies derzeit auch in Spanien mit den Relikten der Franco-Diktatur geschieht.

Die Homepage der SÜD-TIROLER FREIHEIT (www.faschistische-relikte.com) soll dazu einen aktiven Beitrag leisten.

SÜD-TIROLER FREIHEIT – Freies Bündnis für Tirol

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3 Kommentar(e)

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1

nie wieder faschismus
es sollte auch dem letzten in süd-tirol lebenden italiener klar sein ,dass diese monströse "reliquien" aus der mussolini-zeit geschmacklos und verletzend sind.Eine Patina des Kolonialismus und Nationalchauvinismus lastet auf diesen Relikten der grausamsten Zeit die je im südlichen Tirol durchlebt wurden. Schleift endlich diesen faschistoiden Mist!Weg mit diesen aufgezwungenen Monumenten! Freiheit für Süd-Tirol ! Los von Rom!

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Günther Morat

Meinen Dank an die Jugend der Süd-Tiroler Freiheit.

Auch wenn viele braunangehauchte Persönchen in unserem Land diese Dinge nicht wahrnehmen wollen bzw. abstreiten, ist es gut, alle Menschen im Land über dieses Unrecht und diesen Wahn zu informieren.
Es wird auch bei uns der Tag kommen, wo kein faschistisches Relikt mehr angehimmelt werden kann.

Eventuelle Kritiker dürfen auch nicht vergessen, dass es Sven Knolls Initiative war, das Hackenkreuz am Brenner zu entfernen.

Jene, die den ihnen vorgeworfenen Bezug zum Postfaschismus immer vehement abstreiten, haben solche Aktionen noch nie durchgeführt.

Vielmehr besuchen sie geschichtsfälschend die sogenannten "Ossari". Aufgestellt von faschistischen Verbrechern, um der Bevölkerung glaubhaft zu machen, dass Hunterttaussende Soldaten glohreich unser Land erobert haben...

Eine schwache Vorstellung dieser Persönchen!

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Verherrlichung des Faschismus
Ein Land, das solche Relikte braucht und schützt, um an seine zweifelhaft großen Zeiten und nie errungene Siege zu erinnern, kann niemals in einem internationalen Kontext eine Rolle spielen. Abgesehen davon, dass man uns mit der Inschrift auf dem Denkmal (Denkmal für was?) auch heute noch als ehemals kultur-, gesetz- und sprachloses Volk beleidigt. Gerade diejenigen, die damals einen der höchsten Analphabetenanteile in der Bevölkerung hatten. Rein statistisch, das muss man sich einmal vorstellen, konnten ja 50 Prozent derjeniger, die damals vor 80 Jahren das Denkmal gebaut und feierlich eingeweiht haben, die Inschrift ja gar nicht lesen. Und jene, die vielleicht Lesen konnten, haben zum Großteil Latein nicht verstanden. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.