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Gewerkschaftsbund verklagt italienische Post wegen Sprachverletzungen

sven_knoll1.jpgDer Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, begrüßt die Entscheidung des allgemeinen Gewerkschaftsbundes in Süd-Tirol, die italienische Post wegen der Nichteinhaltung der Sprachbestimmungen zu verklagen.
Immer wieder missachtet die italienische Post die gesetzliche Verpflichtung zur Gleichstellung der deutschen Sprache und diskriminiert somit die Süd-Tiroler Bevölkerung.

 

Es ist ungeheuerlich, dass Beamte der italienischen Post auf die Anfrage des Gewerkschaftsbundes ein Telegramm in deutscher Sprache zu verschicken, antworteten: „kommt nicht in Frage, wir sind hier in Italien“.
Ein solches Verhalten zeugt von einer gehässigen Respektlosigkeit und Geringschätzung der einheimischen Bevölkerung und spiegelt leider die tagtägliche Missachtung des Rechtes auf Gebrauch der deutschen Muttersprache in Süd-Tirol wieder.

Angesichts derartiger Zustände zeigt sich die Notwendigkeit eines Überganges der Post an das Land, damit derartige Missstände endlich beseitigt werden, so Sven Knoll.

Da Betriebe wie die Post selbst 20 Jahre nachdem das Gesetz zur Gleichstellung der deutschen Sprache eingeführt wurde, noch immer nicht willens und mächtig sind, einen deutschsprachigen Dienst zu gewährleisten, bleibt kein anderer Weg als dieses Recht einzuklagen.

In diesem Sine ist auch die Bevölkerung in Süd-Tirol aufgerufen, sich die permanenten Diskriminierungen nicht länger gefallen zu lassen und jedwede Missachtung des Rechtes auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu beanstanden, bzw. zur Anzeige zu bringen.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna 

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10 Kommentar(e)

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1

Italienisch
Es sind leider nicht nur die italienischen Beamten die uns das deutschsprachige Leben in unserer Heimat schwer machen. Die vielen altäglichen Kleinigkeiten wie italienische Gebrauchsanleitungen, nur italienischsprachige Homepages von Südtiroler Händlern und nicht zu vergessen die Telekom und ihre Konkurenten, usw., machen es uns unmöglich ohne perfekte Italienischkenntnisse durch den Tag zu kommen. Viele von uns Südtirolern haben lange schon aufgegeben und sprechen mit ihren italienischen Mitarbeitern, Nachbarn oder Bekannten gleich derer uns eigentlich fremden Muttersprache!! Es ist 5 vor 12 für Südtirol!

2

Stefan R. = Tolomeis Helfer?

@Nickname
"außer Voruteile und rassistischer Hass..."
Ist das die einzige Zeile, die du zusammenbringst?

3

Glückwunsch!
Ganz recht!

Das mittelfristige Vereinsziel ist die Selbstbestimmung.
Kurzfristiges Ziel ist die Bewusstheitsmache durch Aufzeigen von Beispielen, wo wir benachteiligt werden.

Fehler und Missstände, wo im Alltag, den die Bürger erleben, italienische Sprache und Sitten uns gezwängen, sind nützliche Beispiele, um den Leuten den Wert eurer, unserer, Arbeit aufzuzeigen, bei ihnen ein Bewusstsein für diese Fragen zu stiften.

Einen Willen, die Selbstbestimmung zu fordern, kann man erst entwickeln, wenn man die Nachteile fehlender Selbstbestimmung am eigenen Leibe und im eigenen alltäglichen Leben bemerkt.

So kann man die Zustimmung jedes Deutschen gewinnen, denke ich.

4

weiter so deutsch sprache deutsche herzen

5

@ Stefan R.
Ein Schritt in die richtige Richtung!

6

@ stefan r
Marling liegt in der Nähe von Meran. Die italienische Bezeichnung ist sicher nicht historisch gewachsen sondern wurde erfunden, um italienisches Gebiet vorzutäuschen.

Es ist meines Erachtens daher richtig dass man beginnt, wo es möglich ist, derartiges faschistisches Unrecht zu beseitigen. Und die Bahnhöfe wurden offenbar nur wieder so instandgesetzt, wie sie ursprünglich errichtet wurden. Und damals war Südtirol noch bei Österreich und da gab es den Namen Marlengo noch gar nicht.

Abgesehen davon, dass die Übersetzung der bajuwarischen Endung -ing gar nicht möglich ist. Wahrscheinlich ist Tolomei nichts besseres eingefallen.

Mir unverständlich, dass Du dieses faschistische Unrecht hochhältst, umsomehr, als Dein Name darauf schließen lässt, dass Du selbst deutscher Abstammung bist. Du wirst es verkraften müssen, dass am Bahnhof Marling kein Marlengo mehr steht.

7

"In Alto Adige siamo in Italia wo alles von vorgstern ist"

außer Voruteile und rassistischer Hass hat nicht viel Platz im Kopf von Markus A.

8

und was haltet ihr davon, dass am Bahnhof von Marlengo nur Marling steht

9

Telegramm
Diese Art der Kommunikation nämlich Telegramm hat schon lange ausgedient in den modernen Ländern nördlich von Süd-Tirol und hat bereits aufgehört zu existieren. In Alto Adige siamo in Italia wo alles von vorgstern ist, und daher sieht man hier keinen Bedarf die Post den Anforderungen einer modernen Gesellschaft in dieser weltbesten Autonomie, auch in der Frage der verpflichtenden Mehrsprachigkeit, anzupassen. Auf die im Pariser Vertrag 1946 mit Italien vertraglich vereinbarte Autonomie und Zweisprachigkeit der Gesellschaft und vor allem bei den Ämtern wartete das Land bis 1972. Zwischen diesem Jahr und 1992 ist diese Autonomie mit über 40 Jahren Verspätung halbwegs und wie damals versprochen umgesetzt worden. Auf die Erfüllung des Ver-Sprechens der vollständigen Umsetzung der Zweisprachigkeit darf man bis in alle Ewigkeit weiter warten. Viele Grüsse nach Tibet, wo man diese Autonomie der AP Bozen in Italien als mögliches Vorbild und Lösungsansatz der dortigen politischen Lage, wie auch anderswo in der sog. Dritten Welt nimmt. In Europa ist es nur noch peinlich, wie man mit diesen Fragen gerade heute in Italien umgeht.

10

Bravo Gewerkschaftsbund! Weiter so