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„Mehr Therapie als Bürokratie“. Von links: Peter Raffeiner, Daniela Riedl, Benjamin Pixner, Esther Tappeiner und Urban Alber.

Gesundheitswesen ist nicht mehr leistungsfähig!

Durch die Umstrukturierungen und Kürzungen im Gesundheitswesen kommt der Gesundheitsdienst immer stärker unter Druck. „Unser Gesundheitssystem darf nicht finanziell ausgehungert werden. Vielmehr gehören die bürokratischen Vorschriften abgebaut, um den Arzt und das Pflegepersonal zu entlasten, damit mehr Zeit für die Patienten bleibt“, betont die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit Vinschgau.

Unter dem Motto „Mehr Therapie als Bürokratie“ werden in den nächsten zwei Wochen an mehreren Bushaltestellen im Vinschgau, und besonders im Hauptort Schlanders, Plakate angebracht. Die Plakataktion wurde in Zusammenarbeit mit der Bezirksgruppe Vinschgau organisiert.

„Es braucht wieder mehr Regionalität statt Zentralismus. Und das derzeitige ausbeuterische System am Menschen ist ein Armutszeugnis der verantwortlichen Politiker“, kritisiert die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit. Ein Grund sei, dass Beamten und Politiker oft keine Ahnung vom Fach hätten. Außerdem sei das System so starr geworden, dass niemand sich traue, Fehler rückgängig zu machen. „Die führenden Politiker müssen endlich auch mal die Meinung der Menschen, die den Job schon 25 Jahre oder länger machen, miteinbeziehen“, beklagt die Bezirksgruppe.

Will man als Patient im Gesundheitswesen heute Zuwendung, müsse man dafür extra bezahlen. So entgleise das System immer mehr in die Zweiklassenmedizin. „Das Recht auf Gebrauch der Muttersprache wird immer öfter verletzt. Der Mensch ist dem Menschen immer noch die beste Medizin. Im Gesundheitswesen geht es um Menschlichkeit!“ Die wenige Zeit, die für Patienten bleibt, kann aber auch die Fehlerhaftigkeit erhöhen, analysiert Gemeinderat und Leitungsmitglied Benjamin Pixner. Er wünscht sich, dass die eingesparten Mittel direkt zu den Patienten wandern, um ihnen mehr Zuwendung zu bieten.

Es gebe viel Potential innerhalb der bestehenden Strukturen effizienter zu arbeiten, ist sich Pixner sicher. Nur müsse man endlich das Gespräch mit erfahrenen Leuten aus dieser Sparte suchen, um gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung zum Wohle der Patienten zu arbeiten, untermauert Pixner abschließend.

Benjamin Pixner, Bezirksgruppe Vinschgau und Gemeinderat in Kastelbell-Tschars.

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