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Gesundheitsdienst: Südtiroler Schulden in Nordtirol

Für die aktuelle Fragestunde im September im Südtiroler Landtag hat die Abgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz, folgende Anfrage eingebracht: "Die Meldung, wonach Italien für Behandlungen von Patienten aus seinem Staat an Gesundheitseinrichtungen im Bundesland Tirol einen Betrag von insgesamt 20 Millionen Euro schuldet, sorgt für Aufsehen und Beschämung. Seit 10 und noch mehr Jahren seien Rechnungen mit Italien offen, während die meisten anderen EU- Länder, auch jene Osteuropas, innerhalb von 3 Jahren zahlten. Seit 1997 sei nur ca. ein Drittel der angefallenen Rechnungen von Italien beglichen worden, und das Bundesland Tirol müsse das Geld zinsfrei vorstrecken.

Daraus ergibt sich die Frage, wie viel von diesen Schulden Südtirol zu begleichen hat und innerhalb welcher Zeit sie zurückgezahlt werden.

Nach welchen Regeln erfolgen die Abrechnungen des Südtiroler Gesundheitsdienstes mit jenem des Bundeslandes Tirol grundsätzlich?

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
4. Juli 2007

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4 Kommentar(e)

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Markus Antonius

Tirol isch lei oans
Vielen Dank für Ihre Antwort Frau Dr.Eva Klotz! Als relativ junger Mensch kenne ich Sie aus den Medien und aus einer persönlichen Begegnung bei einem Studententreffen im November 2006 als eine überzeugende Politikerin und Kämpferin für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler und im weiteren Sinne auch für die Tiroler Einheit. Es wäre für jeden/e von uns so leicht und einfach dem Unrecht nicht zu widersprechen, sich zurückzulehnen und mit dem Strom zu schwimmen. Warum dem nicht so ist, das weiss vieleicht nur der liebe Gott. Auf dieser Welt muss es immer Idealisten geben, damit unsere Gesellschaft humaner und demokratischer wird. Die Autonomie ist ohne jeden Zweifel ein Segen für dieses Land aber sie ist und war hier nie selbstverständlich. Manche Kräfte in Italien warten nur auf die günstige historische Gelegenheit, um das zu vollenden, was dem Duce nicht gelungen ist, bzw. woran der Staat Italien mit dem Versuch über zügellose Zuwanderung die Südtiroler zu Majorisieren vor 40 Jahren hier gescheitert ist.Im nachhinein hat die Geschichte der Sache der Südtiroler Widerstandskämfer Recht gegeben. Ohne dieses Opfer der Patrioten an Leib aber auch Leben würde die Südtiroler Autonomie Heute ganz anders aussehen, falls es sie überhaupt in unserer Zeit noch geben würde. Dieser patriotische Kampf hat dafür gesorgt, dass das Land wieder, auch Dank Autonomie und dem unermüdlichen Einsatz des österreichischen Vaterlandes zu sich selbst zurückgefunden hat. Die seelischen Verwundungen dieser Jahre muss man Zeit des Lebens mit sich tragen. Der italienische Faschismus ist zwar auf dem Misthaufen der Geschichte gelandet, aber in Südtirol ist er noch ganz lebendig und militant, wie seinerzeit unter dem Duce, nur anders. Daher es ist ein grosses Glück der Südtiroler, dass wir alle damals wie Heute ein treues Vaterland haben, auf das wir uns in Krisensituationen verlassen können. Meine Grosseltern waren einfache Bergbauern, die sich noch lebhaft an die alte gute Zeit ihrer Bergheimat in Österreich erinnern konnten und mir die Liebe zu diesem Vaterland übermittelt haben. Sie haben mit ihrem gesunden bäuerlichen Menschenverstand und in ihrem tiefkatholischen Glauben jede Fremdherschaft und jeden Faschismus zutiefst verabscheut und abgelehnt. Das, was für sie immer am grössten gezählt hat, das war die heile nähere Heimat für sie und ihre Familie und die Sehnsucht nach der von der Fremdbestimmung freien Zukunft für sie, ihre Kinder und Enkelkinder. Wir leben Heute alle in Demokratie und Freiheit, aber auf die Selbstbestimmung Südtirols müssen wir immer noch warten. Das ist für mich persönlich ein Vermächtnis und ich werde mich ohne wenn und aber mit meinen bescheidenen Mitteln dafür auch einsetzen, solang Südtirol von der Fremdherrschaft nicht frei ist und ohne wenn und aber über seine endgültige Zukunft aus freien Stücken selbst entscheiden kann. Dank Ihrer unermüdlichen politischen Arbeit Frau Dr. Eva Klotz die Südtiroler Selbstbestimmung bewegt sich doch und vor allem werden alle Dinge in Südtirol beim Namen genannt, ohne Beschönigung und ohne euphemistische Umschreibungen. Eine klare und deutliche Sprache ist auch eine der Grundvoraussetzungen, wenn man die Selbstbestimmung dieses Landes einmal erreichen will. Dieses Recht kann den Südtirolern niemand auf der Welt absprechen oder nehmen. Selten in Europa ist ein ganzes Volk in seiner Geschichte so sehr und so tief verletzt worden, wie gerade die Tiroler südlich des Brenners und das noch ohne jeden Grund oder Veranlassung von der Seite der Tiroler. Ich habe das Gefühl, man hat die Menschen mit Waffengewalt in eine historische Geisterbahn 1918 gesetzt und den Menschen noch viel Vergnügen dabei gewünscht. Heute hat man das Gefühl, man dreht sich politisch die ganze Zeit im Kreis und manche meinen noch dazu, s´isch schön so ein Autonomie Rigelspül, s´isch a Hetz und koscht nit vül. Die meisten Menschen in Südtirol wollen aber, dass die Selbstbestimmung des Landes nicht nur eine Erwähnung in den Parteiprogrammen findet, sondern auch praktisch umgesetzt wird. Die Welt schaut uns zu und unternimmt nichts um uns zu helfen, abgesehen vom Vaterland Österreich, auf das wir uns wieder einmal gerade bei so wichtigen Fragen der Gesundheit in den Innsbrucker oder Lienzer Kliniken verlassen können. Die Zeiten ändern sich, daher einmal wird sich hoffentlich auch für das Land Südtirol das Tor der Selbstbestimmung einen Spalt öffnen, man muss sich nur dafür unermüdlich und konsequent lang genug einsetzen. Die Südtiroler Freiheit als Bewegung ist ein Garant dafür, dass die edle Idee der Südtiroler Selbstbestimmung auch eine politische Gestalt annimmt und in diesem Sinne auch auf der lokalen und internationalen Ebene wirken kann, daher noch ischt Ein Tirol in Süd Ost und Nord nicht verloren, solange wir leben und uns mit unseren demokratischen und friedlichen Mitteln und Kräften in Südtirol, im Bundesland Tirol im Vaterland Österreich, sowie in Italien, in der EU und in der Welt dafür einsetzen!

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Ich danke Markus ganz herzlich für sein Mitdenken und seine Anregungen, ich lese seine Kommentare fleißig und mit Interesse. Eine Antwort bin ich ihm noch in Zusammenhang mit den "Begnadigungen" schuldig: Natürlich hat es den Freiheitskampf und alle schweren Opfer damals nur gegeben, weil 1919 dieses große Unrecht geschaffen worden war. Die derzeit juridische Lösung läuft leider nur über einen "Gnadenakt", weil wir in der italienischen Justizmaschinerie gefesselt sind. Wir wissen alle, dass in den 60er Jahren unsere Leute für alles verurteilt worden sind, was auch von vielen Italienern heute angezweifelt wird. Die Urteile sind leider immer noch rechtwirksam, besonders die lebenslänglichen! Mit herzlichem Gruß, Eva Klotz

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Stimmt! Die Gesundheit geht vor,überall.
Nur wenn man die italienische Moral so betrachtet im Bezug auf ALLES.... dann ist natürlich auch die Zahlungsmoral .... im Keller!Haupsache:Bescheissen!
Oli

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Tirol isch lei oans!
In erster Linie zählt für alle die Gesundheit, daher seien wir froh und danken dem lieben Gott, dass wir uns alle auch in diesem Bereich in Krisensituationen auf die uneingeschränkte Solidarität Nord-Tirols verlassen können.