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Gemischte Schule: deutsche Hilfsgelder in den Sand gesetzt?

eva_klotz_012.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, erinnert in Zusammenhang mit der Diskussion um die Einführung gemischter Klassenzüge in Schulen an die vielen Opfer, welche für die Einführung und Erhaltung der deutschen Schule gebracht worden sind.


 

Wenn jetzt Leute aus der Führungsetage der SVP bereit sind, der gemischten Schule Tür und Tor zu öffnen, bedeutet das einen Schlag ins Gesicht all jener, die  alles dafür getan haben, um die deutsche Sprache und Kultur in Südtirol wieder aufzubauen und zu sichern.

Wenn man das muttersprachliche Prinzip einmal aufweicht ist, führt das zwangsläufig zur gemischten Schule, und was an deren Ende steht, zeigt das  Beispiel Aosta, wo heute von der im Jahr 1945 großen französisch sprechenden Mehrheit nur noch eine kleine Minderheit übrig geblieben ist.

Die Bundesrepublik Deutschland und Österreich hätten die vielen Millionen Hilfsgelder letztlich in den Sand gesetzt, wenn die Südtiroler selbst, freiwillig, den Niedergang der deutschen Sprache und Kultur und der Tiroler Identität einleiteten.

Die Südtiroler, dazu gehören auch die SVP- Mandatare, sollen sich dieser Hilfe, welche die vielen Steuerzahler in Deutschland und Österreich ermöglicht haben, nicht nur bewusst sein, sondern auch würdig erweisen!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz

 

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12 Kommentar(e)

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1

@ff mal gleicher Meinung-.-.-.-
.. als Italiener, meine ich, in einer autonomen Provinz/Gegend
wären die tolomeischen-pseudo Übersetzungen >>>> wiklich nicht nötig gewesen und das ist ehrlich gemeint!

2

@Der Tisner Ander
du hast vollkommen Recht.

Nur weil uns vom Staat erfundene Ortsnamen aufgezwungen wurden und 1000de Italiener in der Vergangenheit rücksichtslos nach Süd-Tirol gepumpt wurden, müssen wir nun als deutsche Minderheit noch lange nicht unser Schulsystem aufgeben.

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RE Tisner Ander
In diesem Sinne, hast du natürlich recht, ich grüsse...

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Der Tisner Ander

R.:Doppelbürger
Ich glaube wir sind gar nicht weit auseinander. Auch sollte man keine Gegensätze konstruieren, wo keine sind. Ich habe auf das Beispiel der Schweiz mit dem Territorialprinzip ja schon verwiesen. Also nur Französisch in Genf und Lausanne. Nur Deutsch in Basel und Zürich. Nur Italienisch in Bellinzona und Lugano. Nur Rätoromanisch in Disentis und Zernez. Für die zweisprachigen Gebiete habe ich ja das Beispiel Freiburg/Fribourg genannt. Das ist vorbildlichst! Was nun aber einige Leute damit gleichsetzen ist, dass nur ein paar Leute hie und da zuwandern und schon ist die Gegend zweisprachig. Das geht in der Schweiz nicht! In Genf/Geneve können noch so viele Deutschschweizer zuziehen, dass wird keine deutsche Aufschrift auslösen. Auch habe die Schweizer die größte tibetanische Bevölkerung Europas aufgenommen, das löst keine tibetanische Zweispachigkeit aus. Die Türken in Berlin Kreuzberg und Neukölln stellen längst in diesen Stadtteilen die Bevölkerungsmehrheit. Trotzdem stellt der Berliner Senat keine zweisprachigen Wegweiser auf. Es gibt auch keinen Supertürken, so wie in Südtirol den faschistischen Senator Ettore Tolomei, der für Kreuzberg und Neuköln Güllehülle oder Hallabadkapp erfinden muß. (Die Namen habe ich gerade erfunden und habe darauf das Copyright). Die Tibetanische Hauptstadt Lhasa hat inzwischen 60% Hanchinesen und nur noch 40% Tibetaner. Da haben es die Tibetaner noch besser als die Südtiroler. In deren Hauptstadt Bozen stellen die zugewanderten Italiener inzwischen 78%. Und wenn dann der Einheimische seine berechtigten Klagen vorbringt, bekommt er zu hören: "Siamo in Italia!"

5

Sprachen..
@Tisner Ander: In zweisprachigen Gebieten ist alles zweisprachig angeschrieben. Grossstadt Biel/Bienne, Murten/Morat etc Stellen werden zweisprachig publiziert.
Fremdsprachen; ich bin auch dafür,
dass zuerst die Muttersprache ge-
lernt wird, aber gerade in zweisprachigen Gebieten, ist es doch wichtig, beide Sprache Sprache zu können.
E`Voila, das Schikaneproblem der
Verwaltung die die Sprachen akzeptiert und beherrscht, zB. Polizei, Feuerwehr, Arbeitsamt etc
Hier wäre doch ein sinnvoller Ansatz, wenigsten zu versuchen die gröbsten Probleme zu lösen!
Selbstverständlich passe ich mich als deutsch-CH inm fremdsprachigen Landesteil so weit als möglich an.
Da legt in meinem zweiten Heimatland das Problem, Minder/Mehrheir hin und her
und Unrecht berücksichtigt.
Bhüats

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Der Tisner Ander

Re.: Doppelbürger
Lieber Doppelbürger, gerade die Schweiz ist für alle Staaten ein leuchtendes Vorbild mit ihrem "Territorialprinzip". Wenn sie in der Schweiz leben ,dann bemerken Sie jeden Tag die klare Gliederung in einsprachiger Beschriftung, auch die der Ortstafel. Es ist einmal festgelegt zu welchem Sprachgebiet eine Gemeinde gehört und damit ist es für alle Zeiten ohne Kulturkampf der Sprachen festgelegt. Dies führt im rätoromanischen Gebiet zu einer berechtigten Bevorzugung der um ihre Existenz kämpfenden Minderheitensprache, selbst wenn sie bereits um das Überleben kämpft.(Wenige Prozent!) Einige Ausnahmen für Gemeinden an der Sprachgrenze z.B. Fribourg/Freiburg im Üchtgau, sind auch möglich. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem freiwilligen Erlernen einer Fremdsprache, oder dem Schulunterricht in Fremdsprachen. Das sind Selbstverständlichkeiten!!!
Deutsch ist z.B. meine Muttersprache, daneben spreche ich mehrere Fremdsprachen. Das gehört zur Allgemeinbildung. Das ist aber nicht prinzipiell von allen zu verlangen. Der Bildungsauftrag der Schule besteht zunächst in der Vermittlung der Muttersprache. Das Leben lehrt eben, dass nicht alle Menschen gleich sind.

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Irrtum?
@Tisner Ander, dann sind wir in der Schweiz, also alle dem Irrtum verfallen, des kennts jo net sein?

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Der Tisner Ander

Ein weit verbreiteter Irrtum
Es ist an der Zeit mit einem weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen! Unter Pädagogen gilt zwar der Grundsatz, dass ein Kind im Vorschulalter oder frühen Schulalter leicht zwei ja sogar mehrere Sprachen gleichzeitig lernen kann. Dies trifft jedoch nur für das gut oder hoch begabte Kind zu. Es wird immer von Intellektuellen mit ihren Kindern angeführt. Mir als Dipl.-Soz.-Päd. sei jedoch der Hinweis erlaubt, dass es nicht nur begabte Kinder gibt! Das weniger begabte Kind tut sich schon mit der Erlernung seiner Mutterspache schwer, besonders wenn es aus einem Dialekt-Haushalt- wie viele Kinder in Südtirol- kommt.

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Assimilierungspolitik?
@ff: ich verstehe nicht, warum
sie Leute aus dem letzten Jahrtausend zittieren. Nur deutsch
ist also gut, in der CH gibt es
Tessiner, italienischsprachige Schweizer, sowie auch in Graubünden, weiches an den Vinschgau grenzt. Was ist den falsch zwei, dreisprachig aufzuwachsen? Niemand nimmt Ihnen doch die kultur weg und die deutsche Sprache. Geben sie mir doch mal eine vernünftige Antwort,
ohne gleich zu kritisieren! Danke!

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Reine Assimilierungspolitik
"Ein Volk ist der Inbegriff von Menschen, welche dieselbe Sprache sprechen."

Jacob Grimm

Jacob Ludwig Karl Grimm (auch: Carl; * 4. Januar 1785 in Hanau; † 20. September 1863 in Berlin) war ein deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist und gilt als Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft.

Soviel ich weiß, geht es den Nord-Tirolern, Österreichern und Bundesdeutschen wirtschaftlich gut oder sogar besser, und die lernen KEIN Italienisch.
Folglich ist Diskussion um eine Vermischung der Kindergärten und Schulen eine provinzielle Assimilierungspolitik an Italien und nationalstaatliches Denken bestimmter Gruppen in Süd-Tirol.

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Schulen..
@Markus: Was ist den falsch an zweisprachigen Schulen, in einer Provin mit drei Sprachen wenn man
ladinisch nochdazu nimmt. Warum nicht zweisprachig einschulen und dann in der Berufs- oder Mittelschule die Sprache -bzw.
Hauptrichtung zu wählen. Kann doch nur eine Berreicherung sein?
...und ansonsten haben die Politiker das Geld in ihre eigene Tasche gesteckt, s. Deutschland Postchef etc.. Ein Land welches wieder die Führung übernehme n will und kleinstaaaten terrorisiert, hatten wir das nicht schon? Die DDR heimholen und die Leute aber nicht anständig behandeln in den alten Bundesländern!!!

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La Sinistra l´Arcobaleno
Die Regenbogenliste ist das beste Beispiel dafür, wie man mit der Zeit mit Doppelsprachigkeit in eigenen Reiehen umgeht, d.h. zum Schluss bleibt meistens nur eine Sprache als "lingua franca" übrig und die ist nicht Deutsch sondern Italienisch. Die altbewehrten Konzepte der Wahrung der eigenen Identität als Süd-Tiroler in einem Staat der Fremdbestimmung sollte man daher niemals zur Diskussion stellen, ganz im Gegenteil. Sie haben das kulturelle, ethnische und sprachliche Überleben der süd-tiroler Volksgruppe über viele Generationen bis heute sichergestellt. Die altbewehrten Lösungen der sprachlichen und kulturellen Autonomie werden erst dann obsolet, wenn man im Sinne der Selbstbestimmung als Volk Süd-Tirols die volle Handlungs- und Entscheidungsfreiheit in dieser ewig aufgeschobenen Frage am ehesten von der EU selbst bekommt, und zwar demokratisch zu entscheiden, ob man an der staatlichen Zugehörigkeit zu Italien als AP Bozen weiterhin festhalten will, oder ob es andere Modelle der politischen Zukunft für das Land Tirol südlichh des Brenners geben könnte oder sollte, z.B. ein Land Tirol in zwei EU-Staaten. Erst dann würde man den Schutz der Autonomie auch in dieser Frage nicht mehr brauchen oder aufgeben können. Daher, zuerst die Selbstbestimmung für Süd-Tirol und erst dann eine gemeinsame Schule für alle und nicht umgekehrt. In Süd-Tirol sind es 75% der Menschen, die Deutsch als Muttersprache angeben, in ganz Italien hingegen sind die Süd-Tiroler eine verschwindend kleine Minderheit, die nicht mehr als 0,5% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Das müsste allen Entscheidungsträgern doch immer klar sein, was das an zwangsläufigen Entwicklungen der Assimilation und deren Folgen für die noch so selbstbewusste süd-tiroler Sprachgruppe mit der Zeit mit sich bringt und weiterhin bringen wird.