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Bildungsgesetz: Kein Hinweis auf Kulturerbe Tirols

bild_bildung.jpgVergeblich hat heute die Lt. Abg. der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz,  in
der 1. Gesetzgebungskommission des Landtages dafür gekämpft, dass ins
Bildungsgesetz ein Hinweis auf das Kulturerbe Tirols geschrieben wird.
Die SVP- Mitglieder Denicoló, Stocker und Ladurner (in Vertretung von Franz Pahl)  verweigerten ihr die Unterstützung.

Eva Klotz hatte beantragt, dass im Bildungs- Reform- Gesetz neben der Verbreitung und Festigung der europäischen Kultur auf der Grundlage der christlichen Wurzeln als Ziel auch die Vermittlung der lokalen Geschichte festgeschrieben wird, um allen die Teilnahme am Kulturerbe Tirols zu ermöglichen und dessen Erhaltung zu sichern. 

Klotz verwies dabei vor allem auf die Ausrichtung des Bildungswesens in Katalonien, wo die Erhaltung und Verbreitung des Kulturerbes mit Gesetz vorgegeben ist. Eva Klotz forderte die SVP- Abgeordneten vergebens dazu auf, wenigstens zur geistig- kulturellen Einheit des Landes einen Beitrag zu leisten.  

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
18.01.2008                 

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8 Kommentar(e)

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Kulturerbe Tirols
SVP = Südtiroler Versager Partei

Eine harte, aber wahre Aussage!

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Autonomie, es gibt nichts zu feiern...
Vor wenigen Monaten fand am 05. Sept.2007 eine Veranstaltung im Kursaal von Meran, "Kulturtermin 07" statt, an der die gesamte Spitze der SVP und Landesregierung mit prominänten Gästen teilgenommen hat, u.a. die Österreichiche Bildungsministerin Claudia Schmied. Bei dieser Gelegenheit sprach auch der Landeshauptmann zum Thema der Selbstbestimmung von Süd-Tirol. Ein Zitat aus den Dolomiten, Südtirol aktuell vom 07.09.2007. Titel des Artikels: EIN SCHUTZSCHILD DER MINDERHEITEN, Pariser Vertrag und kulturelle Situation in Südtirol im Mittelpunkt des Vortragsabends.

Am 5.september vor 61 jahren besiegelten Italiens Außenminister Alcide Degasperi und sein österreichischer Amtskollege Karl Gruber in Paris den Verbleib Südtirols bei Italien, die Bildung einer autonomen Region samt dem Trentino. "Es gibt nichts zu feiern, und wir wollen auch nichts anbeten. Wir wollen in Erinnerung rufen", sagte Landeshaptmann Luis Durnwalder, Südtirol habe damals die Selbstbestimmung gewollt und die Autonomie bekommen - die zweitbeste Lösung. "Ohne Österreich hätten wir diese Autonomie nie bekommen und nie erhalten", so Durnwalder. Er dankte allen, die einen Beitrag geleistet haben.

Dazu möchte ich noch folgendes aus meiner Sicht festhalten. Historisch gesehen war es damals kurz nach dem Krieg dem Vaterland nicht möglich international so aufzutreten, wie das vieleicht heute plausibel erscheint, oder in 60er Jahren vor der Weltöffentlichkeit schon möglich war. Die Machtgewichtung in der Welt und in Europa war damals 1946 so wie sie eben war, aber seit diesem Zeitpunkt ist sehr viel Zeit vergangen, und die politische Landschaft hat sich nicht nur in Südtirol, sondern in Europa und in der Welt grundlegend verändert. Zu der Feststellung von LH Luis Durnwalder, ohne Österreich hätte das Land Südtirol 1946, das damals Selbstbestimmung wollte, die zweitbeste Lösung nämlich Autonomie nicht bekommen, würde ich heute in Anbetracht der Geschichte meinen, nicht einmal das hätte Italien aus freien Stücken Süd-Tirol gewährt. Diese eben zweitbeste Lösung bestand bekanntlich bis 1972 mehr oder weniger nur auf dem Papier und ohne die bekannten Ereignisse, Kundgebungen auf der Burg Sigmundskron 1957 und nicht nur friedlichen Widerstand gegen weitere Italianisierung, würde Italien mit der Bevölkerung Süd-Tirols ziemlich sicher so umgehen, wie man das aus Venezia Giulia kennt, im Falle der Umsetzung der Autonomie in Friaul, oder Sicherung der Rechte der slowenischen Minderheit in und um Triest und Gorizia. Für Süd-Tirol wäre daher sicherlich auch die Autonomie nicht nur in heutiger Form möglich gewesen, wenn nicht die mutigen Männer und Frauen in ganz Tirol diese Autonomie seinerzeit mit ihrem Blut, Schweiss und Tränen erkämpft hätten. Mit der Schutmacht Österreich und mit ihrer internationalen Unterstützung vor allem vor der UNO konnte Italien sich in einem westlichen Land in Europa und dazu noch in einer Demokratie nicht mehr so verhalten, wie man das noch aus der finstersten Zeit der Unterdrückung der Rechte der Menschen der 20er und 30er Jahre damals noch gut gekannt hat. Für den Landeshauptmann war und ist die Autonomie Süd-Tirols die zweitbeste Lösung, man kann annehmen, damals genauso wie auch heute. In unserer Zeit kann man sich aber berechtigterweise die Frage stellen, wenn die Autonomie im Jahre 1946 die zweitbeste Lösung war, dann ist sie das heute immer noch? Man kann diese Frage meiner Meinung nach weder mit einen Ja oder Nein beantworten. Die weiteren Fortschritte auf dem Wege der Erlangung des vollen Rechtes auf Selbstbestimmung hängen davon ab, wie die Landepolitik und die Parteien der Süd-Tiroler mit diesem Thema in der AP Bozen selbst, in Italien, in Vaterland Österreich und in der Europapolitik umgehen. Wir stehen alle vor einem neuen Frühling in der Selbstbestimmungfrage auch im westlichen Teil der EU. Manche Gegner dieser Selbstbestimmung in Süd-Tirol argumentieren so ähnlich, wie die serbische Staatsmacht im Falle von Kosovo heute, oder glauben die Zeit ist in Italien und in der EU realpolitisch in den 60er Jahren stehen geblieben, und was das Recht auf Selbstbestimmung für die Süd-Tiroler betrifft, vieleicht noch in Italien in den 20er Jahren des XX.Jahrhunderts. Von dieser Seite konnte man nie, und kann man sich auch Verständnis oder eine Unterstützung für die eigenen Ziele auf diesem Wege erwarten. Heute und morgen bleibt aber eines ganz sicher, Italien wird diesmal auf die Selbstbestimmung Süd-Tirols anders reagieren und antworten müssen, wie in den Jahren 1945,46-48, oder später in den 60er, 70er Jahren, bzw. solche Vorgangsweisen wie in Serbien im Falle von Kosovo der 90er Jahre, oder heute, sind in der EU eben von heute und morgen realpolitisch völlig unmöglich geworden. Vorausgesetzt natürlich, die Selbstbestimmung bleibt demokratisch legitimiert und friedlich und die Befürworter passen sehr gut darauf, das in ihrem Bereich in keinster Weise gesteuert rechtsradikale Elemente in diese Bewegung eingeschleust werden, wie das zum Teil bis 2007 der Fall war. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat dieser Staat die Süd-Tiroler um ihre Selbstbestimmung ein zweites mal betrogen, und glaubte auch um die 1946 versprochene Autonomie betrügen zu können. Als das aus objektiven Gründen nicht möglich war, gewährte man dem Land Tirol südlich des Brenners diese Autonomie nur in Zeitlupe und äusserst widerstrebend, bis 1992 mit über 40 Jahren Verspätung und dazu noch lückenhaft, was die Fragen der Ortsnamen und der Exekutive heute betrifft. Diese Autonomie, die sich in der heute üblichen und herrschenden Form nicht verhindern lässt und lassen kann, und die oft genug in Italien als Fluch und Schande Italiens bezeichnet wird, wird plötzlich von dieser Seite als Nachweiss der guten Absichten und der Toleranz dieses Staates gegenüber Süd-Tiroler Bevölkerung ausgegeben. Das ist aber das, was es schon immer war, eine Mugelpackung mit einem Inhalt, den man sich erst, wie auf einem Bazar, und immer erstreiten muss. Italien hat den Menschen in Süd-Tirol in dieser Frage so viele Gründe in der Vergangenheit und heute für Misstrauen geliefert, dass nur der weitere entschiedene Weg in Richtung der vollen Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber die international verbrieften Rechte der Süd-Tiroler auch morgen sichern kann und wird. Den italienischen Hütern der Autonomie Süd-Tirols muss man daher ständig auf die Finger klopfen, da sie von der kleptomanischen Sucht und von dieser Seite gut bekannt sind. Nicht nur die linken und die grünen Träumer in der politischen Landschaft in Süd-Tirol hängen der halluzinogener Vorstellung nach, die heutige Autonomie ist gesichert, muss nicht ausgebaut werden, und man könnte Italien ohnehin die Frage der Klärung der Selbstbestimmung in Süd-Tirol nicht mehr zumuten. Da passen aber schon die Parteien der Süd-Tiroler darauf, dass diese Strategie und Politik keinen Erfolg hat. Das tut auch immer noch meiner Meinung nach ohne Zweifel auch die grösstte Partei in Süd-Tirol, die SVP, die Betonung liegt auf immer noch. Die Aufgabe der SF liegt nach meinem Verständnis darin, neue Wege in Richtung der Ausübung der vollen Selbstbestimmung aufzuzeigen, und als erste poltische Bewegung sie auch politisch sichtbar für Süd-Tirol begehbar zu machen, da die politische Bewegung der SF mit diesem Tehema aus objektiven Gründen und Voraussetzungen in der Landespolitik besser umgegen, und Selbstbestimmung propagandistisch auch stellvertretend für alle Befürworter diese in der AP Bozen Südtirol auch als erste Partei umsetzen kann. Für die weitere politische nationale und internationale Umsetzung müsste dann die Landespolitik und die Landesregierung in Bozen einmal sorgen, und dass es einmal so kommen wird, ist mür mich mehr als wahrscheinlich, vor allem in Hinblick auf die politische Entwicklung der nächsten Monate und Jahre in Süd-Tirol und anderswo in Europa freier und selbstbestimmter Völker des XXI. Jahrhunderts.

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SVP---
man weiß es zwar schon längst, aber dies ist mal wieder ein Beweis, dass die Südtiroler Volkspartei zur Südtiroler Verräterpartei verkommen ist. denen geht es nur noch um macht und geld, aber nicht mehr um den Erhalt und Schutz unseres Volkes. Die Deutsche Sprache befindet sich auf dem Todesmarsch, im Ausland wird vonseiter der SMG mit Alto Adige geworben und die SVP unterstützt eine Römische Regierung die uns immer mehr in den wirtschftlichen Ruin treibt.
Man braucht auch nur nachzudenken was diese Leute damit meinen wenn sie sagen "uns in Südtirol geht es mit der Autonomie gut": dieses "uns" bezieht sich auf die Abkassierer in der Landesregierung und den Bürgermeistern! Ja klar, geht es ihnen gut, mit 25.000 € nettoverdienst im Monat, eine Summe von der wir normale Arbeiter und Angestellte nur träumen können!!! Mander und Weiber es isch zeit! Wenn wir uns vom SVP-Joch befreien können, dann können wir uns auch von Rom befreien!

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Die SV hat anscheinend vergessen, dass die Südtiroler das Autonomiestatut nicht errungen haben, damit sich dann ihre Wirtschaftsvertreter in die Taschen hineinwirtschaften können, sondern zum Erhalt unserer Sprache, Kultur und des Volkstums. Letzteres ist der Zweck unserer Autonomie, und das wirtschaftliche Wohlergehen der Südtiroler sollte das Mittel dazu sein, und nicht umgekehrt.
Besonders bedauerlich finde ich das ganze bezüglich der Abgeordneten Stocker, die sich sonst eigentlich immer gerne bei Schützen- oder anderen Traditionsveranstaltungen zeigt und auch selbst Geschichtsbücher schreibt.
Aber vielleicht bauen sie einen Hinweis auf das Kulturerbe Tirols in einem zweiten Moment in das Gesetz ein und verkaufen das Ganze dann als grosse Errungenschaft, in Hinblick auf das Gedenkjahr. Dass ich nicht lache.

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Betrüger und Absahner
Welches Bildungsgesetz hat die SVP dann unterstützt/verabschiedet? Eines für Sizilianer, Marrokaner oder für die dritte Welt?
Die SVP verabschiedet alles, nur nichts für die Südtiroler. Sie verweigert dem Volk seine Kultur.

Ein kultur- und identitätsloser Parteiverein, der sich nur mehr für Geld, Protzbauten und Postenschacher interessiert. Den Italiener wird in den Arsch gekrochen und die Südtiroler werden betrogen und verkauft.

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Der Tisner Ander

Tiroler Identität
Da haben wir es: Die SVP die SüdTIROLER Volkspartei ist noch nicht einmal in der Lage sich zu ihren Tiroler Wurzeln zu bekennen.
Soweit ist es gekommen! Dennoch ist das Abstimmungsverhalten der drei SVP-Abgeordneten unterschiedlich zu bewerten. Erst einmal wollen wir zu Gunsten der Drei unterstellen, dass sie einen Auftrag der Parteileitung in der Brennerstraße ausführten. Aber dann wird es interessant: 1.) Frau Stocker ist der Typ "Parteisoldatin", die das tut was man von ihr erwartet. 2.) Frau Ladurner ist auf Grund ihrer relativen Jugend schon zu sehr in den Multikulti-Illusionen verstrickt, als dass eigenständiges Denken zu erwarten wäre. Hier wäre es allerdings interessant zu wissen wie der "letzte Mohikaner" der SVP Franz Pahl (er ist der letzte Volkstumspolitiker der SVP!) abgestimmt hätte, wenn nicht Frau Ladurner für ihn abgestimmt hätte. War seine Verhinderung Absicht? 3.) Bei Herbert Denicoló ist seit er im Landtag ist, noch nie ein eigenständiger Gedanke zu erkennen gewesen. Das einzige war immer treu und brav sein Mitstimmen mit der linkskatholischen Politsekte der "Arbeitnehmer in der SVP", der er auch angehört. Da seine Zeit abgelaufen ist, werden sie ihn bei der nächsten Landtagswahl wohl nicht mehr aufstellen.

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?
Da haben wir`s ... reine Schickanerie &. Provokation! Wie lange geht`s denn
bis ihr merkt wohin der SVP STirol
Wind weht?

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Tiroler Identität
Genauso wichtig ist auch das, was in den Schulbüchern über Tirol und Österreichisches Vaterland und Schutzmacht der Interessen Süd-Tirols steht, und was die Kinder über die Geschichte der Heimat lernen, welche Werte werden ihnen von den Lehrern vermittelt. Ein Tiroler zu sein mit einer klaren ethnischen Identität, gerade in der AP Bozen Südtirol, ist keine Privatsache, sondern die oberste Pflicht eines jeden Politikers und eines jeden patriotisch denkenden Menschen sich dafür einzuseten. Das ist überall auf der Welt und auch in Europa so üblich, dass eine Minderheit, in Süd-Tirol eine 3/4 Mehrheit felsenfest zu ihrer wahren Identität steht, und entweder tut man das, oder man geht mit der Zeit in der Mehrheitsbevölkerung sprachlich und kulturell auf. Das Unrecht der Tiroler Teilung darf sich nicht lohnen, auch in der Zukunft nicht!