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Geheimzahlungen aus Deutschland? Magnago soll reden!

Eva_Klotz_200.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, fordert die früheren Verantwortungsträger in der Südtiroler Landesregierung und Volkspartei, allen voran Dr. Silvius Magnago dazu auf, Klarheit zu schaffen, was die Meldungen über angebliche Geheimfinanzierungen durch die Bundesrepublik Deutschland betrifft.

Sollte es diese Zahlungen wirklich gegeben haben, so ist es nicht denkbar, dass Dr. Magnago davon nichts gewusst hat und nichts mehr weiß. Dr. Anton Zelger ist leider verstorben, so dass man ihn nicht mehr fragen kann. Dr. Magnago lebt noch, und die Volkspartei ist gefordert, ihm zu empfehlen, die ganze Wahrheit zu sagen und an die Öffentlichkeit zu bringen. 

Die Südtiroler haben ein Recht zu erfahren, was Sache ist und für welche Bildungsprojekte, Förderungen bzw. Strukturen die Gelder aus Deutschland verwendet worden sind, wenn diese tatsächlich geflossen sind. Nur so werden Mutmaßungen im Keim erstickt werden können, Teile dieser Gelder könnten in der Parteikasse verschwunden sein! 

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
24. 3. 08

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12 Kommentar(e)

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Der Tisner Ander

Unterstützung für Südtirol
Wie ich schon schrieb war die offizielle deutsche Haltung eine italienfreundliche. Auf die Unterstützungsvereinigungen habe ich im vorigen Beitrag schon hingewiesen. Ergänzend sei aus Deutschland noch der VDA erwähnt, der Verein der Auslandsdeutschen. Aber auch aus Österreich war eine ähnliche Haltung zu beobachten. Die Hilfe sollte im Stillen erfolgen. Hier wären auf jeden Fall der Bergisel-Bund und die Österreichische Landsmannschaft zu nennen. Unzälig waren auch die Einzelhilfen von Privatleuten aus Deutschland Österreich und der Schweiz. Ganz besonders ist hier der Landeshauptmann von Tirol Wallnöfer zu nennen, der sogar oft unter Einsatz seines Privatvermögens geholfen hat. Wallöfer stammte selbst aus Südtirol, aus dem Vinschgau.

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Seeland
Diese Geschichte war in der aktuellen Spiegel-Ausgabe zu lesen, "aktuell" heisst in diesem Sinne eine bis mehrere Wochen.

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EU...
Bitte die Erwartungen des
Gebildes EU nicht zu hoch stellen...
Wenn dann die Aussengrenze Irania
ist, wollen wir schauen wie lang das deutschland dominierte Gebilde noch existieren wird.
Die EU ist eine "Geldgeile" Vernichtungs Maschinerie, wo der Südtirol keine grösseren Ambitionen hat! Siere Murres Romania - Ungaren Minderheit,
Frankreich- Spanien Baskenproblem, Frankreich Korsenproblem, GB- Nord Irland occupiertes Gebiet, Mazedonische Minderheit in Bulgarien, Griechenland- deshalb Kosovo nicht annerkannt. Serbische Minderheit (Rep. Serpska) in Bosnien - Herzegovina, Italien, Südtirol Problematik, Aostatal,
Triest// Gorizia. Also wo ist da die EU Einheit Bitteschön. Hört auf mit dem EU Quatsch. Sie vernichten auch Bauern.

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@ Markus A.
Danke für den Hiweis! Ist das die neueste Spiegel-Ausgabe?

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@ Seeland
Ich beziehe mich auf die aktuelle Berichterstattung zu diesem Thema im Spiegel aus Hamburg in der BRD.

Die Menschen wissen überall instinktiv was sie wollen und was nicht. Nicht die Länder, Staaten und Völker sind "schuldig", sondern einzig und allein nach meiner Meinung die Führungseliten der Länder, die die Menschen regieren, fremden Völkern ohne Grund Unrecht antun, aber das eigene Volk für alles gelegentlich büssen lassen. Aus diesem Grund verbinde ich persönblich so viele Hoffnungen mit der EU für eine bessere Zufkunft für uns alle in Europa, da diese überstaatliche Organisation wie keine andere in der Geschichte völkerverbindend und konfliktesanierend überall im eigenen Machtbereich wirken darf, und und dies auch ohne Unterlass für uns alle tut. Dank EU ist die Brennergrenze bereits "unsichtbar" geworden, und wenn einmal auch die EU die Landeseinheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein politisch möglich machen wird, dann sind wir am Ende dieser Geschichte angekommen und alle Tiroler dürfen wieder in einer ungeteilten näheren Heimat leben. Ich wünschte auch, dass immer mehr italienischsprachige Bürger das zuerst das Land Tirol del Sud als ihre nähere Heimat ohne Wenn und Aber betrachten und die Klärung der Frage der Selbstbestimmung Süd-Tirols nicht als Bedrohung der eigenen Interessen ansehen, sondern als eine einmalige Chace für alle Menschen für eine gemeinsame bessere Zukunft. Es geht dabei nicht um Zwang, sondern um Freiheit der Wahl und das dürfte man in unserer Zeit allen Seiten zumuten können, auch in der Frage der Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol von und in Italien.

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Julius Franzot

Umsiedlungen
@Seeland.
Vorneweg, vielen Dank für die Blumen, sehr nett von Ihnen.
Zu Hitlers Umsiedlungen: Der unheilvolle Plan Hitlers war, den Kanaltalern und den Südtiroler die Wahl zu überlassen, ob sie als "Optanten" heim ins Reich wollten, oder sich daheim der italianità Mussolinis fügen.
Damit war genau das Gegenteil dessen geplant, was Sie in Bezug auf Polen schildern.
VG

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Der Tisner Ander

Unterstützung aus Deuschland
Wer sich wissenschaftlich über die Problematik der Politik der Bundesrepublik Deutschland zu Südtirols informieren will, kann hierzu das Werk Prof. Steiningers "Südtirol zwischen Diplomatie und Terror in den Jahren 1947-1969" zu Rate ziehen. Das ansonsten umstrittene Werk hat sicher die Stärke erstmals die Adenauerzeit bezüglich Südtirols aufzuarbeiten. Es zeigt ganz deutlich die freundliche offizielle Haltung Bonns gegenüber dem Natopartner Italien und die inoffizielle unterstützende Rolle für Südtirol bis in höchste Regierungskreise hinein. Die Minister Ertl, Starke und Strauß waren Beispiele hierfür. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielten jedoch die Unterstützer- Organisationen, die zum Teil heute noch existieren:
1.) Das Kulturwerk für Südtirol. Mit diesen Geldern wurden viele Schulen, Kindergärten und Kulturhäuser, vor allem auch im Unterland gebaut. Das Kulturwerk vergibt heute noch die Bergbauernhilfe.
2.) Die Stille Hilfe für Südtirol. Diese Gründung des Münchner CSU- Stadtrates Bletschacher hatte enorme Hilfsgelder nach Südtirol gekarrt, bis Bletschacher Millionen für seine marode Käseschachtelfabrik unterschlagen hatte und dafür auch ins Gefängnis mußte. Die Stille Hilfe ist inzwischen sang und klanglos eingegangen.
3.) Eine ganz verschwiegene effiziente Hilfe waren Stiftungen, durch die auch viele Kinder von politischen Gefangenen studieren konnten. Besonders hervorzuheben ist dabei die Niermann-Stiftung in Düsseldorf.
Wenn heute ein dreißigjähriger Redakteur über diese die Existenz einer Minderheit zu tiefst tangierenden Probleme mit dem Holzhammer hinweg marschiert, kommen solche Beiträge heraus. Sie sind dann geeignet die Vorurteile von linken Multikultis zu bedienen.

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@Julius Franzot
"Egal, wie sehr sich die Bayern als eigenes Volk empfinden, der deutsche Zeitgeist würde (in diesem Fall auch mit recht, nach gerade erfolgter Wiedervereinigung) jeden Anschluss an andere deutschsprachigen Länder untersagen. Würde in deutschen politisch korrekten Ohren als "heim ins Reich" klingen und ist daher undenkbar."

- Politische Korrektheit hin oder her etc. - wie sollte das erst mal geographisch funktionieren?! Das ist doch der springende Punkt, oder etwa nicht?

Und: Beschäftigen Sie sich mal mehr mit deutscher Geschichte, ich glaube, Sie haben wenig Ahnung davon.
Nicht wenige Polen, die in ehemaligen deutschen Gebieten wohnen, wurden ihrerseits auch vertrieben (Stalin). So einfach ist das nicht. Wichtig ist erst mal, daß die Vertreibungen generell als Unrecht erkannt werden - und hier hat sich in der öffentlichen Diskussion schon viel getan.
Abgesehen von Vertreibungen der Deutschen siedelte Hitler auch selber Deutsche um (Heim ins Reich) und paktierte dabei mit Stalin - darf man auch nicht vergessen. So im Fall der Besseraberdeutschen. Die wurden dann erst mal dort angesiedelt, wo zuvor polnische Bauern vertrieben wurden, in Pommern. Klasse, was? Die waren natürlich auch nicht sonderlich begeistert. . . Hitler machte solche Umsiedlungsaktionen gerne. In Südtirol wollte er ja schließlich auch sowas durchziehen.

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Zeitgeist in Deutschland
Es wundert mich nicht, dass gerade Negatives aus Südtirol in der deutschen Presse hoch gespielt wird. Ausgerechnet die Frage nach der Identität von Völkern, die in einem fremden europäischen Staat leben, ist den deutschen Línken (SPD und Grüne)ein Dorn im Auge. Vertriebenenverbände gelten in Deutschland als potentielle Rechtsextreme und Staatsgrenzen, wie sie auch immer entstanden sind (s. Oder-Neiße-Linie) gelten als unabänderlich. Natürlich, wenn es um den Tibet geht, macht man Ausnahmen, jedoch immer halbherzig.
Daher habe ich immer gegen die Vorstellung gewarnt, Deutschland könnte ein offenes Ohr für die Lage Südtirols haben. Italien ist viel zu idealistisch beliebt, um sich mit dem Gedanken anfreunden zu können, es würde ein besetztes Gebiet kulturell unterdrücken. Daher ist m.E. die von Cossiga erwähnte Alternative, bei einer Volksabstimmung eine Vereinigung mit Bayern als praktikabel darzustellen, einfach absurd. Egal, wie sehr sich die Bayern als eigenes Volk empfinden, der deutsche Zeitgeist würde (in diesem Fall auch mit recht, nach gerade erfolgter Wiedervereinigung) jeden Anschluss an andere deutschsprachigen Länder untersagen. Würde in deutschen politisch korrekten Ohren als "heim ins Reich" klingen und ist daher undenkbar. Nur Österreich kann eine geeignete Bühne für das Schicksal Südtirols sein.

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@ Markus A.
Welche linke Zeitung aus Deutschland meinst du? bzw. auf welchen Artikel beziehst du dich?

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Filz..... oh filz...
ja ja die deitschen. .di menen sie
können sich überall reinmischen.
Vielleicht im Auftrag von Oesterreich?

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So ein Zufall
Ist das ein Zufall oder ein abgekartetes Spiel, dass gerade jetzt kurz vor der Wahl im April und in diesem Jahr 2008 diese alte Geschichte wieder einmal aufgewärmt wird? Sie ist ja den Hütern der Italianitá in Alto Adige seit über 30 Jahren gut bekannt. Daher, wem soll das nutzen und wem schaden? Das Vaterland und die völkerrechtliche Schutzmacht der Süd-Tiroler ist bekanntlich nach der Diktion der SVP nicht die Bundesrepublik Deutschland, sondern die Republik Österreich mit dem Bundesland Tirol.(!) Wenn man in Italien der Selbstbestimmung in Süd-Tirol am nachhaltigsten schaden will, geht man am besten nach Deutschland zu einer linken Zeitung und präsentiert alte bekannte Hüte und Unterstellungen aus der untersten Lade, damit zum Schluss in der Öfentlichkeit doch etwas hängen bleibt, was dem Ansehen der Parteien in Süd-Tirol und der Selbstbestimmung schadet und woraus man weitere "Geschichten" spinnen kann, und weiters was die Süd-Tiroler in verschiedene Lager entzweit und sogar Neid hervorruft. Bitte auf diese "Geschichte" nicht reinfallen, Aufklärung ja, aber mit Maß und Ziel!