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Gegendarstellung – Kritik von Heiss unzulässig

sven_knoll1.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, weist die Aussagen des Grünen-Abgeordneten Hans Heiss entschieden zurück, wonach Italien angeblich mehr Geld in Süd-Tirol lasse, als es von dort zurückbekomme. Grundsätzlich gilt für Süd-Tirol, dass ca. 10% der hier eingehobenen Steuern an Italien abgegeben werden.

Die Rechnung von Heiss ist schon deswegen falsch, weil er die Kosten für Militär- und Polizeieinheiten in die Zuwendungen des Staates mit einbezieht. Süd-Tirol hat auf diese aber keinen Einfluss.

Italien leistet sich den Luxus, Süd-Tirol mit einem der höchsten Polizeiaufkommen des gesamten Staatsgebietes unter Kontrolle zu halten. Dass die Kosten dafür enorm sind, ist selbstredend. Diese können aber nicht als staatliche Zuwendungen gerechnet werden, zumal Süd-Tirol dankend auf italienische Militär- und Polizeitruppen verzichten könnte.

Durch Korruption und Misswirtschaft hat sich Italien heute an den Rand des Ruins manövriert. Die Zeche dafür sollen nun Regionen wie Süd-Tirol zahlen.

Bereits jetzt werden immer mehr Stimmen laut, die die Sonderautonomien abschaffen und insbesondere Süd-Tirol den Geldhahn zudrehen wollen.

Es ist daher doch einigermaßen verwunderlich, dass sich ausgerechnet Hans Heiss, ein Historiker und Abgeordneter der Grünen, der es eigentlich besser wissen müsste, mit einer solchen Milchmädchenrechnung zum Verteidiger des italienischen Staates macht.

Wenn schon, muss in die Kostenrechnungen nämlich auch die Ausbeutung des Landes mit einbezogen werden.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich Italien durch die Ausbeutung der Wasserkraft an unserem Land bereichert.

Zum Nulltarif wurden unzählige Grundstücke in Süd-Tirol enteignet, die das Land heute durch den Bau teurer Militärwohnungen zurückkaufen muss.

Als Folge der katastrophalen italienischen Wirtschaftspolitik, wandern immer mehr Betriebe und Akademiker aus Süd-Tirol aus, wodurch dem Land nicht nur wichtige Steuereinnahmen, sondern auch innovative Köpfe für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung verloren gehen.

Bezieht man dies alles in die Rechnung mit ein, sieht das Ergebnis bei weitem nicht mehr so rosig aus, wie es Hans Heiss vorrechnet.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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2 Kommentar(e)

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1

"Finanzielle Autonomie"
Wenn Politiker wie Herr Heiss zb. nicht einmal wissen was im Autonomiestatut geschrieben steht, dann ist das nur ein Zeugnis ihrer Inkompetenz!
Hier ein kleiner Auszug:
a) neun Zehntel der Register- und Stempelsteuern sowie der Gebühren für staatliche Konzessionen,
b) neun Zehntel der Verkehrssteuer auf die in den entsprechenden Gebieten zugelassenen Fahrzeuge,
c) neun Zehntel der Steuer auf den Verbrauch von Tabakwaren, bezogen auf den Absatz in der Provinz,
d) sieben Zehntel der Mehrwertsteuer mit Ausnahme jener auf die Einfuhr, abzüglich der im Sinne des Artikels 38-bis des Dekretes des Präsidenten der Republik vom 26. Oktober 1972, Nr. 633, mit seinen späteren Änderungen vorgenommenen Rückzahlungen,
e) vier Zehntel der im Gebiet der Region eingehobenen Mehrwertsteuer auf die Einfuhr, aufzuteilen im Verhältnis von 53 % auf die Provinz Bozen (und von 47 % auf die Provinz Trient),
f) neun Zehntel des Ertrages der Fabrikationssteuer auf Benzin, auf das als Kraftstoff verwendete Gasöl und auf das als Kraftstoff verwendete Flüssiggas, die an den Tankstellen im Gebiet der Provinz abgegeben werden,
g) neun Zehntel aller anderen direkten oder indirekten, wie immer benannten Einnahmen aus Staatssteuern (allen voran die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer) einschließlich der örtlichen Einkommenssteuer mit Ausnahme jener, die der Region oder anderen örtlichen Körperschaften zustehen.

Somit dürfte allen klar sein was Fakt ist!?

2

Grüner Querschuss
Hr. Heiss ist völlig überrascht über dieses herausragende Umfrageergebnis für ein wiedervereintes Tirol.

Mit schwer vergleichbaren Behauptungen Angst versucht er nun Angst zu schüren und behauptet, dass die Südtiroler ohne Italien nicht leben könnten.
Österreich gehört zu einem der reichsten Länder der Erde und Italien hat den höchsten Schuldenberg der Europas.

Wir lassen uns von Italien nicht kaufen! Auch nicht, wenn Hr. Heiss das vorschlägt.