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Gebrauch der Muttersprache ist ein Grundrecht und keine Zumutung für das friedliche Zusammenleben

carabinieri_300.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT kritisiert die Aussagen des grünen Landtagsabgeordneten Hans Heiss, der in einer Pressemitteilung verlautbarte, dass man den jüngsten Vorfall, bei dem Carabinieri zum wiederholten Male Südtiroler ob ihrer Muttersprache schikanierten, nicht verpolitisieren solle, da die Beziehung zwischen Carabinieri und Südtirolern in den letzten Jahrzehnten angeblich immer besser geworden wäre.

Diese Meinung lässt die SÜD-TIROLER FREIHEIT jedoch so nicht stehen. Solange noch Südtiroler von italienischen Beamten diskriminiert werden, solange die Carabinieri sich weigern mit den Südtirolern deutsch zu reden, solange sich Polizeibeamte noch als Besatzer aufführen und glauben sich über geltendes Recht hinwegsetzen zu können und den Südtirolern das „siamo in Italia" beibringen zu müssen, so lange wird sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT dafür einsetzen, dass solche Fälle von Rechtsbruch und Diskriminierung angezeigt und verfolgt werden.

Es ist äußerst verwunderlich, dass sich ausgerechnet die Grünen, die sich auf der ganzen Welt für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzen, hier zu Handlangern einer imperialistischen Geisteshaltung machen und versuchen derartige Vorfälle zu bagatellisieren.

Der Gebrauch der Muttersprache ist ein Grundrecht, das unabhängig von parteipolitischen Ideologien Bestand haben muss. Jeder Mensch hat das Recht gerecht behandelt zu werden und zur gerechten Behandlung gehört es auch, dass die Polizeikräfte mit den Einheimischen in deren Muttersprache sprechen. Es kann nicht zuviel verlangt sein, ein Recht das uns zusteht, auch einzufordern. Gerade bei Gesprächen mit der Polizei ist es äußerst wichtig, sich in der eigenen Muttersprache unterhalten zu können, da man sich in einer Fremdsprache leicht verreden und unbemerkt in Widersprüche und Missverständnisse verwickelt werden kann, aus denen man nicht so leicht herauskommt.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT verurteilt daher entschieden die unqualifizierten Aussagen der Grünen und erneuert ihre Forderung an die politischen Vertreter des Landes, endlich dafür Sorge zu tragen, dass das Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache gewährleistet wird.

Beamte die die deutsche Sprache nicht sprechen können, oder nicht sprechen wollen, haben in Südtirol nichts verloren!

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT

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12 Kommentar(e)

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1

quale vocabolario?
Signor m. non ho trovato sul vocabolario questa parola che lei dice. Se lei mi volesse indicare un vocabolario che la usa, potrei ripensarci.

2

SUDTIROLESI COL PASSAPORTO ITALIANO
Hai proprio ragione signor m.

3

non si dice altoatesini. si dice SUDTIROLESI in italiano, capito?

4

Grazie della precisazione, Elli
Terro' in considerazione la tua osservazione, Elli. Altoatesini di lingua tedesca, quando scrivo in lingua italiana. Non conosco il tedesco, ma mi sembra che si traduca in Muttersprache Südtiroler, correggetemi se sbaglio.

5

nn só la lingua del mio paese
ti prego non chiamarci itaiani di madrelingua tedesca. noi crediamo nella nostra libertá, e sto verso é un offesa. grazie.
Freiheit für ST

6

Pattuglie miste
Credo che le forze dell’ordine vadano aiutate a crescere anche in mentalita’ aperta agli altri, quindi a migliorarsi parlando almeno tedesco dove ci sono dei cittadini italiani di madrelingua tedesca. Quando dico aiutate, dico aiutate non solo dalle istituzioni, ma anche dai cittadini stessi, perche’ non sono forze di occupazione ma difensori dell’ordine pubblico, cioe’ rischiano la propria vita per difendere la gente dai pirati della strada, dai ladri, dai rapinatori a mano armata, dai terroristi, eccetera. Io favorirei anche pattuglie miste tra forze dell’ordine italiane e austriache, sia di qua che di là del confine, così almeno uno in ogni pantera puo’ parlare una seconda lingua, almeno fino a quando potranno divenire autonomi.
Nel frattempo, l'Arma deve mandare a scuola di tedesco i suoi ufficiali, i sottufficiali, gli appuntati e non appena possibile tutti i carabinieri in servizio in Alto Adige. E premiare chi di loro si distingue per aver imparato bene a comunicare in tedesco, ma anche chi si distingue per le migliori relazioni personali con le comunita' di tutte e tre le lingue dell'Alto Adige. Il Maresciallo Rocca e Don Matteo ci mostrano dei Carabinieri simpatici, perche' non possono diventarlo anche quelli veri?

7

Das Problem liegt auch in der Kommission der Zweisprachigkeitsprüfung.Dort wird den Italienern viel zu schnell das "Patentino" ausgehändigt,besonders das D, das ist ein Witz.Dann wird die Zulage kassiert ohne dass die Deutsche Sprache weiter angewendet wird.So ist leicht zu behaupten dass 70% der CC über das "Patentino" verfügen.Würden alle diese nochmals ordentlich geprüft, müssten wohl über die Hälfte ihr "Patentino" zurückgeben.

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Matteo Gesualdo Corvaja

Proporz innerhalb der Ordnungskräfte
@Markus
Einen Proporz innerhalb der Ordnungskräfte zu fordern fände ich übertrieben.
Grundsätzlich binich gegen jede Art von Quoten, seien es Frauenquoten oder sonstige.
Wichtig ist, daß man die Menschen nach ihren Fähigkeiten einstellt, und nicht nach ihrer Geschlechts- oder Volkszugehörigkeit.
Beherrschten alle Carabinieri und Polizisten in Südtirol zwei bzw. drei Sprachen, wäre das schonmal ein riesen Fortschritt.

9

Muttersprache ist die beste Wissenschaft
Wenn sich die Wissenschaft der Muttersprache entfremdet, bleibt sie stecken. Siehe Latein!

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Proporz bei der Polizei
Dieses Problem wäre ganz leicht zu lösen, wenn in jedem Polizei- oder Carabinieriwagen oder Wachstube auch einer oder zwei, drei deutschsprachige Südtiroler sitzen würden. Das hat neuerlich die SVP politisch angedacht, nämlich Proporz bei den Ordnungskräften nach den ethnischen Kriterien. Es wird sich in dieser Frage nichts weiter bewegen, wenn die Landespolitik diesbezüglich weiter nicht ernsthaft dahinter ist. Davon ist dieser Bereich des Alltags in Südtirol noch sehr weit entfernt und das hat doch sehr viel mit Misstrauen der Behörden in Rom gegenüber Menschen in Südtirol, die sich noch nicht damit abfinden wollen, dass ihre Heimat völkerrechtwidrig zu diesem Staat Italien Heute gehört. Dieses Völker-Recht kann leider keine Polizei praktisch umsetzen, mit Ausnahme von Balkan seit 15 Jahren, wo die Nato im Kräfteverhältnis 100x1 dem Selbstbestimmungsrecht der Völker zum Durchbruch verholfen hat und in diesen Monaten und Jahren in Kosovo das immer noch tut. Dazu war und ist der politische Wille in Brüssel und anderswo notwendig gewesen. In Südtirol haben die Menschen das Recht laut Autonomiestatut, dass sie von den Ordnungskräften in ihrer Muttersprache angesprochen werden und die ist nicht italienisch. Das ist aber wie so oft nur ein Wunschdenken und ohne eigenes Zutun wird sich in dieser Frage nichts weiter bewegen, daher man sollte nach Proporz die Exekutive, sprich Polizei oder Carabinieri zu 3/4 so bald als möglich mit deutschsprachigen Südtirolern besetzen. Die Zeit in der wir jetz leben wäre schon längst politisch reif genug!

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Matteo Gesualdo Corvaja

Carabinieri
Ich finde, Heiss hat einigermaßen recht, wenn er behauptet, daß man solche Vorkommnisse nicht übertrieben politisieren sollte.
Das sind Fälle, die gerügt werden MÜSSEN!!!, und es muss Klarheit geschaffen werden.
Wenn Zweisprachigkeit gesetzlich verankert ist, sollte sich ein jeder Beamter und Bürger in zwei Sprachen ausdrücken können, insbesondere die Ordnunsghüter.
Wer das nicht kann, der soll sich Zeit nehmen, und deutsch bzw. italienisch lernen.
"Imperialistische Geisteshaltung" scheint mir eine übertriebene Bezeichnung für die Arroganz, die die Carabinieri am Tag legen.
Von Imperialismus kann da keine Rede sein, es ist schlicht Arroganz gepaart mit Ignoranz.
Außerdem, von Fremdsprache kann auch keine Rede sein, da italienisch für einen deutschsprachigen Südtiroler und deutsch für einen italienischsprachigen Südtiroler keine Fremdsprache sein SOLLTEN!
Gäbe es eine bilinguale Schule, würde man viele Probleme in der Art vorbeugen, wie im Aostatal.
Außerdem wäre es begrüßenswert, wenn Polizeibeamte, die nicht aus Südtirol stammen, die Zwei- bzw. Dreisprachigkeit nachweisen könnten.

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Grün hinter den Ohren
Der grüne Heiss fährt mit seinem grünen Kollegen Frasnelli lieber mit 120 km/h durch Kärtner Ortschaften, verpestet die Luft, bringt Fußgänger in Gefahr, um sich für slowenische Ortstafeln und für das Recht auf Muttersprache der Kärntner Slowenen einzusetzen.