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Finanzpolizei schikaniert Bürger und Betriebe im Ahrntal

guardia_di_finanza.jpgAls blanke Schikane bezeichnet der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, das Verhalten der italienischen Finanzpolizei, welche seit Wochen unbescholtene Bürger und Betriebe im Ahrntal belästigt und zum Denunziantentum auffordert.

Die Masche der Finanzpolizei zielt dabei besonders auf verheiratete Paare ab, von welchen in Kontrollen abverlangt wird, dass sie die Namen und Adressen jener Betriebe verraten, bei denen sie die Gestaltung ihrer Hochzeit in Auftrag gegeben haben.
Dabei konzentrieren sich die Ermittlungen keineswegs nur auf frisch verheiratete Paare, sondern vor allem auf Personen, deren Hochzeiten schon Jahre zurückliegen.
Vom Partyservice, über den Blumenschmuck, bis hin zum Friseur der Brautleute, wird über jedes noch so kleine Detail Rechenschaft abverlangt. Mit den damit in Erfahrung gebrachten Informationen, begeben sich die Polizisten dann zu den genannten Betrieben und verlangen dort sämtliche Rechnungsbelege der besagten Hochzeitsvorbereitungen.
Da diese nach so vielen Jahren oftmals nicht mehr alle Belege und geleisteten Tätigkeiten nachweisen können, werden dann saftige Strafen verhängt.

Derartige Methoden haben nichts mehr mit regulären Finanzkontrollen zu tun, sondern dienen der reinen Geldbeschaffung, da hier bewusst darauf abgezielt wird, dass die Betriebe nach so vielen Jahren die Rechnungsbelege nicht mehr vollständig aufweisen können.

Es ist ungeheuerlich, dass ehrliche Betriebe, die immer ihre Steuern bezahlt haben, durch solche „Tricksereien“ kriminalisiert und vom Staat abgezockt werden, so Sven Knoll.
Während in Italien Millionen von Steuergeldern veruntreut werden und die Finanzpolizei so gut wie nichts dagegen unternimmt, oder sich oftmals sogar selbst „schmieren“ lässt, werden in Süd-Tirol selbst ehrliche Bürger und Betriebe von offensichtlich unterbeschäftigten Beamten der Finanzpolizei schikaniert.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT protestiert daher auf schärfste gegen diese schikanösen Methoden der Finanzpolizei im Ahrntal und wird in diesem Zusammenhang auch eine Anfrage im Landtag einbringen.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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6 Kommentar(e)

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1

Danke
@Günther S. Besten dank, ich habe das nur geschrieben, weil LA P.L. wir das so schrieb.
Ich habe noch im Wiki nachgelesen, deine Aussagen stimmen. Vielleicht meinte er zivil weil es nicht dem Verteidigungs Ministerium Rom untersteht.
Norden ist immer gut, Süden auch schön.......

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Also gehen wir ins Detail. Sowohl Finanzwache als auch die Agentur der Einnahmen hängen vom Wirtschafts- und Finanzministerium in Rom ab. Die Beamten der Agentur der Einnahmen sind zivil angestellt und der Zoll ist Teil der Agentur der Einnahmen. Die Finanzwache ist eine durch und durch militärisch geordnete Spezialeinheit des Wirtschafts- und Finanzministeriums (mit militärischen Graden vom Maresciallo bis zum General - was es bei der Agentur nicht gibt). Es gibt also bis ins Ministerium hinauf nichts was die beiden direkt verbindet, außer natürlich das gemeinsame Interesse Steuerhinterziehungen aufzudecken. Was natürlich auch heißt, daß die Obrigkeiten der Agentur der Einnahmen und jene der Finanzwache durchaus auch miteinander in Kontakt sind.
Anders als die Carabinieri welche vom Verteidigungsministerium abhängen und die Staatspolizei welche vom Innenministerium abhängt.
In Deutschland und Österreich werden Steuersünder an den Pranger gestellt, als Buhmänner bezeichnet und mit Schimpf und Schande versehen. Und was passiert bei uns in Süd-Tirol? Ich jedenfalls orientiere mich nach Norden und nicht nach Süden! Wir sollten uns besser auf unser gemeinsames Ziel konzentrieren anstatt über solche Themen zu wettern!!

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Und doch zivil unterstellt...
@Günther S: Betreffend des Zolls und der Finanzwache.
Der LA Abgeordnete Pius Leitner
war ziviler Zöllner, in Franzenfeste /Fortezza, er bestätigt mir, dass die Finanzwache zwar eine Militärische Oraganisation ist - aber doch dem zivilen Zoll untersteht. Gruss nach Tirol!

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Dogana / G di F
@Günther S.: Besten Dank, da ich in svizra lebe - habe ich das verwechselt. Bei uns gibt es die Grenzwache uniformier, die dem
Justizdepartement untersteh, die Grenzpolizei die dem Korps des jeweiligen Kantons oder Flughafen Standort untersteht. Dann der zivile Zöllner der5 dem Finanzdepartement untersteht.
Da an der Grenze teilweise G. di F. stehen, habe ich das verwechselt. Danke für die Aufklärung.
Betreffend Steuern bei 19% MWST
wundert mich das nicht. Hier in der CH haben wir 7,6% und teilweise reduzierte Artikel mit 6%. Vor Jahren noch hatten wir die > Warenumsatzsteuer mit 4,5%.
Und alle lebten gut. Dort liegt der hacken. Die Staaten fördern die Steuerhinterziehung selber,
meine ich.

5

Steuervergehen
Achtung nicht verwechseln! Zoll ist nicht gleich Finanzwache. Zoll ist zivil, Finanzwache eine spezielle Militäreinheit und auf keinem Fall zivilen Behörden untergeordnet.
Über die Art und Weise wie im Ahrntal vorgegangen wird kann effektiv diskutiert werden, denn es ist schon klar daß die jungen Paare in eine unangenehme Situation gebracht werden. Fakt aber ist: Jeder Unternehmer (und auch jede Privatperson) ist verpflichtet alle Steuerunterlagen, also auch Rechnungen mindestens für 10 Jahre aufzubewahren. Je nachdem ob der Unternehmer vom Steuernachlaß (Condono) Gebrauch gemacht hat oder nicht, kann die Finanzwache nur Steuervergehen beanstanden welche in den Jahren 2001 bzw 2003 begangen wurden. Ich weiß nicht wie es Herr Knoll sieht, ich als Angestellter jedenfalls bezahle ALLE meine Steuern, bei Unternehmern wage ich dies stark zu bezweifeln. Unternehmer möchten aber in diesem Bericht von Herrn Knoll als grundsätzlich ehrliche Steuerzahler hingestellt werden. Es gibt aber auch bei uns schwarze Schafe! Und wenn es in Italien Volkssport ist Steuern zu hinterziehen, dann haben dies die Südtiroler ganz gut von den Italienern abgeschaut. Vielleicht - und da gebe ich Herrn Knoll recht - nicht in diesem Ausmaß aber um so viel viel besser ist Herr und Frau Südtiroler Unternehmer/Handwerker/Freiberufler aber nicht, als daß es hier in Süd-Tirol keiner Kontrolle bedürfte. Das muß auch einmal gesagt werden.
Und wenn der aktuelle Steuerdruck auf die Betriebe derzeit einfach zu hoch ist, und deshalb relativ viel schwarz "kassiert" wird, so finde ich, muß man sich dann aber auch nicht so schrecklich aufregen wenn man einmal beim Schwindeln erwischt wird. - Denn: Die Rechnung geht auch für den ertappten Unternehmer unterm Strich trotzdem auf!!! (Es gibt auch Arbeitnehmer die Südtiroler Freiheit wählen 🙂 )

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Warum...
Warum tut der Zoll das? Wer gibt den Befehl?
Untersteht die Finanzwache nicht
den zivilen Behörden? Sind die Befehlsgeber nicht teilweise
deutsch-Tiroler?
Ist es eine Übung? Kritische aber berechtigte Fragen....