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Faschismus: Mitläufer

cristian_kollmann_wahl_2008.jpgHerr Ivo Maier meint in seinem Leserbrief vom 6. März, ich solle mir am Gastkommentar von Martha Ebner ein Beispiel nehmen, indem auch ich erkennen möge, dass es in Südtirol nicht nur Opfer, sondern auch viele Nazitäter gab.

Herr Maier möge mir doch bitte zeigen, wo ich Letzteres bestritten
habe. Beide Ideologien, egal ob italienischer Faschismus oder deutscher
Nationalsozialismus, haben sowohl Opfer als auch mitläuferische Täter
hervorgebracht. Die Vergangenheit darf freilich nicht relativiert
werden, genau so wenig wie die Gegenwart! Das heißt, dass der durchaus
berechtigte Hinweis auf die Verbrechen des Nationalsozialismus, dessen
Gedankengut zu Recht verpönt ist, kein Ablenkungsmanöver sein sollte:
Im Südtirol der Gegenwart ist das eigentliche Problem weniger der
Nationalsozialismus, sondern der italienische Faschismus.
Nationalsozialistische Politik gehört Gott sei Dank der Vergangenheit
an, nicht jedoch faschistische Politik: Mit dem Festhalten an den
faschistischen Symbolen (Ortsnamen, Denkmäler) wird faschistisches
Namen- und Gedankengut bis heute von der offiziellen Politik
hochgehalten und von unseren linken Historikern relativiert. Mitläufer
gibt es also auch heute noch.

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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10 Kommentar(e)

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1

Keine Recht auf Zwang
Ich glaube Sie verstehen den Sachverhalt oder meinen Beitrag nicht oder vermischen alles konfusionsartig.
Welche Auswirkungen hat nun der Nationalsozialismus oder die Zeit 39-45 auf heute? Genau auf heute März 2009?
Keinen! Oder können sie mir ein einziges Beispiel nennen?

Dagegen gibt es hunderte faschistische Namen und Symbole in Süd-Tirol.

Nochmal:
Es gilt das HEUTE EXISTIERENDE Unrecht zu beseitigen, und nicht dieses Unrecht, mit irgendeinem anderen längst vergangenen Unrecht zu rechtfertigen.

Italien hat kein Recht uns was aufzuzwingen.

Es gibt kein Recht auf Zwang!!!

2
Cristian Kollmann

@ Ivo Maier
Das was Sie tun, Herr Maier, hat mit „diskutieren“ sicher nichts zu tun. Sie lenken vom Thema ab, kommen mit Pauschalkritik daher, und nennen, wie bei Ihren ideologischen Genossen üblich, keine konkreten Beispiele. Sie beantworten nicht einmal meine Frage, wo ich denn bestritten hätte, dass es zur Zeit des Nationalsozialismus keine Opfer gegeben hätte.

In ebenfalls „linker“ und typisch altoatesinischer Manier kommen Sie ständig mit dem Nationalsozialismus daher (der VERGANGENHEIT ist!!!), um vom Italofaschismus (der immer noch GEGENWART ist!!!) abzulenken bzw. diesen zu rechtfertigen, und Sie interpretieren Ihren eigenen Hass, Ihre Ausfälligkeit und Ihre Verbohrtheit in Ihre ideologischen Gegner hinein (bestimmt gibt es für ein derart bizarres Verhalten einen psychologischen Fachausruck; muss ihn aber noch finden). Mit dieser Taktik der Ablenkung erhoffen Sie sich wohl, dass Sie vor Anderen als souveräner und fairer Diskussionspartner dastehen.

Merken Sie nicht, dass der Schuss schon längst nach hinten losgegangen ist?

Melden Sie sich doch beim italienischen Geheimdienst! Im Tiroler Gedenkjahr suchen die bestimmt immer noch Verstärkung.

3

Hoffnungslos.
@ff
Ich glaube,nein ich bin mir sicher,es ist hoffnungslos,mit dir und deinesgleichen weiterzudiskutieren.Ich denke,ihr habt noch nicht verstanden,um was es in Frau Ebners Kommentar eigentlich ging. Ihr sprecht von Geschichte und klammert bewusst permanent die Zeit von 39-45 aus.Also macht mal schön weiter so,beschimpft munter euer eigenen Landsleute,die vielleicht nicht so verbohrt sind und wundert euch nicht,wenn ihr eines Tages mit eurem Anliegen ganz alleine dasteht!

4

Was ist peinlich?
@Maier
Ich bin Zeitzeuge wie es jeder Süd-Tiroler ist: Vipiteno, Malles, Monguelfo, Spinga, Tabla, Vandoies, Aquaviva und VETTA D’ITALIA. Noch immer ganz im Sinne des „avanti popolo“ Regimes von damals!
Sind das nicht genug Zeugnisse einer fanatisch, nationalistisch, faschistischen Vergangenheit und Gegenwart? Dagegen wird in Südtirol heute niemand mit Hakenkreuz konfrontiert oder mit Konzentrationslager bedroht.
Befassen wir uns doch mit der Realität.
Es gilt das heute existierende Unrecht zu beseitigen, und nicht dieses Unrecht, mit irgendeinem anderen längst vergangenen Unrecht zu rechtfertigen.

5

Olm die gleiche Supp!
Soll ich stolz sein,dass nun schon zum dritten Male in Folge meine Leserbriefe auf dieser Seite kommentiert werden,aber den Mitlesern hier nicht die Möglichkeit gegeben wird,sich selbst auch ein Bild über den Inhalt zu machen.Kollmann reagiert wieder wie üblich,übergeht das eigentliche Thema und landet wieder bei seine "geliebten" faschistischen Symbolen.So will ich mich nun auch auf sein Niveau gehen und ihm von ganzen Herzen wünschen,dass ihm Siegesdenkmal,Kapuzinerwastl und noch einiges mehr noch sehr lange erhalten bleibt.

An ff: Einer Zeitzeugin wie Frau Ebner,die wohl über alle Zweifel erhaben ist,Realitätsverlust vorzuhalten,grenzt wohl schon an Peinlichkeit.

6

Lieber ff:
Brauchsch mor net zu erklaeren wie settige Namen entstanden sein: i will sie und deren Zweck net verteidigen. Find ich aber fuer uebertrieben und billig Leute anderer Meinung einfach als Faschi zu bezeichnen.

Einerseits glab i dass ein Grossteil der Lait (vor ollem Italiener) ahnet es Problem nur allzu ungefaehr oder ueberhaupt nit. Grund dafuer sein die italienischen Medien, die die Thoponomastik-Frage olm lei als ein Eingriff der Deutschen gegen Italiener vorgestellt haben. Leute sollten sich ja informieren, aber, mein Lieber, man kann auch nicht automatisch als "Faschio" bezeichnen einer der dies nicht tut.

Andererseits die Verteidigung deren blossen Gebrauch kann auch nicht so einwandfrei als Faschisums bezeichnet werden.
Mach dir ein Beispiel dafuer: jeder von uns hat eine Identitaetskarte. Die wenigsten wissen aber dass solche Personalausweise vom Faschismus, 1931, eingefuehrt worden sein; vermutlich nicht zuletzt auch weil ein solcher "Regime" mehr Kontroll auf die Bevoelkerung brauchte.
Dass aber jeder, der einen Identitaetsausweis besitze und dessen Gerauch fuer dienlich halte, automatisch als Faschio bezeichnet werden soll, scheint mir nicht nur fuer uebertrieben, sonder auch als ein bloedes Rhetorikspiel; denn lei mehr reine Anarchisten koennten zem als "heimatbewusste" Tiroler bezeichnet werden!!! Konnsch di des vorstellen? 😀

7

Lang verwendete Namen?
fabivS
weißt du eigentlich, warum Tolomei diese falschen Orts- und Flurnamen für - besser gesagt, gegen - Tirol nachweislich erfunden hat?

Tolomei wollte damit Gebietsansprüche für Italien erheben, sozusagen Grundlagen für Eroberungsfeldzüge Italiens schaffen. Leider ist ihm das teilweise gelungen, wie wir heute feststellen müssen. Außerdem wollte er damit die deutsch-tiroler Kultur in Süd-Tirol auslöschen.

Wenn jetzt solche Leute wie du, daherkommen und behaupten, die Italiener hätten sich schon daran "gweehnt", dann unterstützt du damit nur das imperialistische Interesse Italiens (von damals und heute) und die Verdrängung und Auslöschung unserer deutschen Kultur.

8

"...egal ob italienischer Faschismus oder deutscher Nationalsozialismus, haben sowohl Opfer als auch mitläuferische Täter hervorgebracht."

Ja, das ist eine Gemeinsamkeit. Es gibt aber auch viele Unterschiede.

Italien hat keine Emissaere wie Bruno Beger hervorgebracht, der nach Tibet gereist ist und dort angekommen, als erstes die Schaedel der autochthonen Bevoelkerung vermessen hat.

9

Realitätsverlust
Herr Steurer und Frau Ebner leiden wohl an Realitätsverlust.
Krampfhaft versuchen beide etwas Nazi-artiges in Südtirol zu finden.
Dabei ist es ihnen nicht zu blöd irgendetwas nazistisches, wenn auch längst vergangen, an den Haaren herbeizuziehen.

Wollen diese Leute mit Nazi-Deutschland etwa das Siegesdenkmal und die Ortsnamen rechtfertigen?

10

Lieber Kollmann,
konnsch net Faschisten, die sehr wohl einst wie haint gebm hot, mitn Lait gleichstellen, dass bloss die von Ihmene long verwendeten Namen verteidigen.
In diesem abstempelst als Faschi nahezu die gonzen in Suedtirol lebenden Italiener, was sicherlich, und Gott sei dank dafuer, die Realitaet wiederpricht.
Desweign, muen i, bisch so oft fa Seite der Linken kritisiert: du bisch uanfoch der Monn der "Tolleranza zero"!!!