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Faschismus in Ordnung?

Lorenz_Puff_Wahl_2008.jpgEs ist schon sehr viel, wenn ein linker Historiker wie Herr Steurer  die Dolomiten liest! Laut seinem Leserbrief vom 25.2. hat er auch den Bericht über Vijo Pupp gesehen und seinem forschenden Augen ist auch das Bild nicht entgangen, das  auch den ersten Landeskommandanten  der Schützen August Pardatscher zeigt.

Dass Herr Steurer aber nichts besseres dazu einfällt, als zu
kritisieren, dass dieser die Kriegsauszeichnungen Nahkampfspange in
Silber sowie das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse trägt, spricht Bände;
und mit dem Vergrößerungsglas entdeckte Dr. Steuer auch noch, dass auf
diesen Auszeichnungen ein Hakenkreuz abgebildet ist, einige mm groß!

Herr Dr. Steurer, in Bozen steht ein viele Meter hohes Siegesdenkmal
mit riesigen Liktorenbündeln. Bei sportlichen Siegen stören junge
Faschisten mit Mussolinifahnen  den Autoverkehr in Bozen. In Bruneck
steht eine riesige Büste, die an faschistische Kriegsverbrechen in
Äthiopien glorreich erinnert, in Südtirol gelten faschistische
Ortsnamen mit der Signatur Mussolinis, usw.

Herr Steurer, haben sie auch dazu Stellung bezogen und verurteilen sie
wie die Schützen jede Art von Nazismus und Faschismus, oder anders
gesagt, ist der italienische Faschismus für sie in Ordnung? 

Lorenz Puff, Gries bei Bozen
Bezirkssprecher von Bozen Stadt/Land der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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5 Kommentar(e)

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1

Was will denn der Herr Eisele sagen, außer daß er ziemlich wirr schreibt?
Viel um den heißen Brei geredet, nichts kokretes geäußert, außer das übliche rechtsradikale Blablabla "unsere Soldaten waren doch brave Familienväter".

2

Historische Information Auszeichnungen
Diese Ehrenzeichen dürfen laut deutschem Ordensgesetz vom 26. Juli 1957 sehr wohl öffentlich getragen werden, wenn diese ohne NS-Embleme sind – als sogenannte „entnazifizierte Version“.

Auf dem Bild konnte ich beim Eisernen Kreuz kein Hakenkreuz erkennen, wobei das Bild zugegeben nicht besonders scharf ist. Bei der Nahkampfspange hingegen erkennt man ganz klar, dass diese ohne NS-Emblem ist.

3

Leeroy hat größtenteils recht.
Schluß mit den Mythen "saubere Wehrmacht" und "italiani brava gente".
Zum Glück, gibt es zahlreiche, objektive wissenschaftliche Werke, die diese Mythen schon längtst entzaubert haben.

4
Eisele Siegfried

Tiroler Knödel via Italienischer Knödel
Hier finde ich, werden Tiroler Knödel wo keine Tiroler Knödel drin sind, mit Italienischen Knödeln die sehr wohl Faschistisch geformt sind verwechselt. Wenn in einem 2. Weltkrieg große Fehler passiert sind, ist das die eine Sache die natürlich “Neotrum“ Thematisch verarbeitet werden muß. Es gibt dort natürlich auch Verantwortliche im 2. Weltkrieg über die man reden muß, auch diverse Urteile als Lernfaktor für die Nachwelt, aber ich frage mich oft ob wir, wenn es um die Masse der Menschen geht, man alles und jedes in einen Topf werfen sollten und steht es uns zu als Nichtbeteiligte nach so langer Zeit diese zu verurteilen!?
Jeder Soldat der früher eingezogen wurde, mußte seine Pflicht tun. Hätte er das nicht getan, hätten wir heute hundert Tausende gerichtete Märtyrer. Natürlich soll man einem Einzelschicksal der Märtyrer war, seine Hochachtung vor ihm bewahren. Wäre ich böse was ich nicht sein möchte, aber im gegebenen Fall die Frage zu erstellen, ob er sich mit seinem Tode nicht der Verantwortung entzogen hatte, und Seinergleichen im Stiche ließ? Alles hat eine Kehrseite, aber in seiner grundfesten Überzeugung sich nicht zu fügen, gebührt ihm Respekt.
Ich persönlich habe aber vor einem Widerständler der z. B. als Theologe zur SS gezwungen wurde und diese Uniform im Geheimen gegen die SS verwendet hatte und Hunderte Juden laufend vor der Gestapo warnte, Hunderte Bücher eines Klosters aus Frankreich wieder ins Kloster zurück sandte mit dem Gestapostempel etc. viel mehr Respekt. Auch er war SS´ler. Also einer der als SS´ler Juden geholfen hat. Man stelle sich das mal vor in der Aussage, SS hat auch den Juden geholfen!
Steht es uns zu, Richter zu spielen, wer gut war und wer böse, wer auf ein Denkmal kommen darf und wer nicht? Der eine war ein Hasenfuß rannte vor Angst in die falsche Richtung und wurde zum Helden, weil seine Truppe nach erfolgreicher Erstürmung ihn vorfand, der andere war Held, wurde aber aus Unsympathie seines Vorgesetzten oder Neid nicht berücksichtigt. Der Eine wurde als Feige degradiert, war ein wunderbarer Familienmensch, der andere war ein Held und hat seine Gattin vielleicht auch Kinder drangsaliert usw. Wenn man auch allen armen Frauen gedenkt die ihren Gatten im Kriege hatten. Die Einen die vielleicht nur Krieg daheim hatten, glücklich mit neuem Lover hat vielleicht auch gehofft, …….neben der glücklich Liebenden die gelitten und gebangt hat. Darum sind die Dinge nicht immer so einfach anzusehen und vieles in der Geschichte ist zu relativieren. Wer darf auf einem Denkmal stehen und wer nicht? Wer da beginnt zu diskutieren - Schizophrenie läßt grüßen.
Ich möcht heute all die Großredner die nichts anderes im Hirn haben, als Kriegsteilnehmer zu beschimpfen, sehen, wenn eine SS aufmarschiert und ihm die Hammelbeine lang zieht, nach dem ersten ausgeschlagenen Zahn, wo es kein Auskommen gab, die Pflicht zu tun.
In dieser hineingezwängten Pflicht, gab es von glücklichem Zufall eines leichten Kriegsdienstes bis zu brutalen Kampfeinsätzen wo es nicht nur um Sieg oder Niederlage ging sondern ganz einfach ums nackte Überleben, alles was sich ein Mensch vorstellen oder vielleicht eben, wenn man sich als Nachfahre zu wenig mit der Materie auseinander gesetzt hat, eben zu wenig bis nicht, vorstellen kann.
Wenn solche dann noch glauben, sie müßten einen Menschen kritisierend verurteilen, schon gar nur wegen einem Väterahnenzeichen, der durch die Hölle ging und vielleicht nicht wie andere in Ihrer Angst oder dem Schicksal gem. gefallen sind, vielleicht sogar eine größere Truppe vor einem großen Unglück bewahrte durch seine Tapferkeit, wo es in dieser Situation sch.....egal war wer er oder sie waren, für was oder für wen in diesen Sekunden sich keine Frage stellt, ob hoch dekoriert oder einfacher Soldat, egal welcher Konfession oder Nation, sondern da ging es buchstäblich oft um Sekunden, die richtige Entscheidung zu fällen.
Frage an Euch, wenn ein Mensch dann eine Auszeichnung bekommen hat, er diese als älterer Mensch nicht tragen darf? Wer nicht ist ohne Sünde, der werfe den ersten Stein!
Anders sind natürlich Orden und Ehrenzeichen die wir nicht errungen haben, auch keine Weltkriegszeichen, nicht einmal z. B. Feuerwehrzeichen als Nichtfeuerwehrmann z. B. als Neonazi etc. das ist verboten und gehört geahndet.
Ein alter Jäger hatte mir vor 10 Jahren mit seiner Unterschrift geholfen, eine Kompanie zu gründen, stand dann auch in Tracht. Auch wenn diverse Gesetze wären, wegen mm Zeichen an irgendeiner Medaille, wo kein Kläger und da Richter. Diese Abzeichen werden bei einem alten Väterahn aus Respekt seiner meist gezwungenen Pflicht respektiert und weder Zivile noch Behördlichen fiele es ein, einen alten Menschen wegen solchen Sachen zu diffamieren. Ehre das Alter in allen Wirrnissen und Schicksalen seines geleisteten Daseins!
Wir in Österreich haben Soldaten bzw. Kriegerdenkmäler und keine Nazidenkmäler oder Faschistengebäude. Wir gedenken also jedem Soldaten, auch dem Gefallenen der Gegner, also auch einem Italiener, denn frage an Euch, waren das incl. der Italiener nicht auch Familienväter mit Vorzügen, auch Schwächen und Nöten?
Manch gescheite Unwissende erheben die Überlegung diese Österreichischen Mahnmale als überzeitiges Gerümpel zu entfernen in Österreich. Mittlerweile hat man die Stätten als Mahnmal für den Frieden im Sinne einer Kameradschaftsgedenkstätte umbenannt. Eine wunderbare Lösung denn, wie man es im Kopf hat. Aber wer glaubt, daß man dabei Altes weg getan und mit neuem abstraktem Modernistenquatsch ohne Seele ersetzt hätte, der irrt gewaltig. (Außer einiger weniger Verantwortlicher als Selbstverherrlicher diverser Gemeinden in Nacht und Nebelaktion ohne das Volk und den Pfarrer der vielleicht sogar selber Soldat war, zu fragen. Aber wenige Ausnahmen bestätigen die Regel der Kunst, lassen wir auch denen ihre armselige Art zur Erstellung unwissender Ideale.)
Eine erstellte nicht aus dem 2. Weltkrieg nach Organisationen benannte Stätte in ihrer Kreativität jeweils erstellter Künstler und Gruppen soll in seiner Substanz genauso wie Bilder und Gemälde erhalten bleiben, so weit in Österreich, und auch Deutschland.
Anders sehe ich das in Italien. Statt Soldatendenkmal ist es ein Faschistendenkmal, man stelle sich in Deutschland und Österreich ein Nazidenkmal vor! Oder statt ein SS Armeedenkmal haben wir Soldatendenkmäler, im Gegensatz Alpinidenkmal, wie auch ein Wastl es darstellt.
Aber genau das macht mich oft stink sauer. Von den Semitischen Persönlichkeiten kommt das ewige natürlich zu recht aber leider einseitige Gejaule wegen Vergasung so vieler Juden, natürlich diesen Hollokaust nicht zu verunglimpfen. Vor vielen Jahren hatte man in Innerösterreich ein großes Massengrab entdeckt. Zuerst glaubte man an ein Jüdisches Massengrab. Ein Auflauf, ein Theater, Rundfunk, Fernsehen. Als sich herausstellte daß das Grab aus dem paar Hundert Jährigem vorher stamme, war der Spuk zu ende. Zeigt die Semitische Machtphalangs in allen Medien und der Politik?
Anhand dieses Beispieles mit der Frage ob diese anderen Massetoten ihrer Wichtigkeit was minderes währen, zeigt die ewige Politfratze der Hetzkampagne an Einseitigkeit und dieses Einseitige ist Politik und Machtsystem, genau das verurteile ich! Auch meinte mal ein Semit daß auf dem Kriegerdenkmal immer 1938 zu stehen hätte und man sich zu wenig der Widerständler schon 1936 besinne. Könnte man die Frage stellen, einseitiger ewiger Judenverfolgungspropaganda im Sinne, “nur Juden waren wichtig“, ob man nicht auch mal die Überlegung anstellen könnte, im Sinne einer bewußten Landesverteidigung, daß wenn man sich zu Tausenden nicht wirklich dagegen gewehrt hat, also sich dem Schicksal ohne durchschlagende Gegenwehr gefügt hatte, selber auch ein wenig eigenes Schicksal gespielt hat? Dies ist vielleicht die einzige Frage an Vorwurf; auch jedem eingerückten Österreicher in den 2. Weltkrieg, zu wenig Patriot im Sinne einer Österreichischen Gegenwehr gewesen zu sein. Dabei zeichne ich nicht nur den Hittler als Täter sondern auch einen Schuschnigg der trotz massiver Überredungsversuche Otto Habsburgs und General Zenners zu feige war, mobil zu machen, eben weil er es zugelassen hat, auch Mittäter. Im heutigen Sinne der Generäle: „Herr Zivi – Verteidigungsminister, Herr Bundespräsident mit über 70 Jahren noch lange nicht in Pension, bitte als General in Bälde in Pension gehen zu müssen, da bald mit 65 zu alt um weitere Befehle!“
Und wenn wir uns vor Augen halten, daß es Handlanger und Fantasten so auch Systeme gab, die einen Adolf salonfähig gemacht hatten, und man von solchen Personen und Organisationen die ihre Phalangs auch in Allierten Kreisen hatten, bis nach Amerika, man darüber heute wohlwissend schweigt, im Sinne dazu auch Italiens, das durch Schwänkertum und Fahnenflucht und Feigheit vor dem stärker werdenden Feinde diesem hoffierend in Verrat, der Alliierten Allianz unehrenhaft geholfen hat, daher vielleicht ein heutiges Faschistenprivileg? hat, in der EU, stelle ich jedwede ewiggestrige Wortklauberei und Anprangerei in ihrer Einseitigkeit des Deutschen Volkes, dieses als “einseitige ALLEINIGE Täter“ in Frage. Aber mit dem Anzeigen des Nächsten weil er 10 Euro geklaut hätte, im selben Gegenzug 100 Euro einzusacken und mit dieser Masche verdeckend abzulenken, das sind heute leider all zu oft die einseitigen höchst Intelligenten Machtspielchen diverser Organisationen und Systeme.
Steht die Frage, ob die Millionen an Verheizten, zuerst Leidenden, dann Verwundeten und Gefallenen im 2. Weltkrieg, nicht auch Opfer des Regimes waren!? Wer in seiner Heimat fällt, Schicksal! Wer für ein fremdes Regime fällt, aus Feigheit vor dem Kriege oder Friedensfantasterei ist egal, jedes gefallenen und verstorbenen Heimatsohnes und Tochter ist Tragik!
Und wenn die Semiten meinen, zwecks Widerständlergedenken. Wüßten sie, daß Otto, Rudolf und Felix Habsburg im Widerstand gekämpft hätten, würden sie vermutlich nicht mehr über Widerstand irgendwelche Worte verlieren!?
Es kommt nicht immer darauf an, was alleine auf einem Denkmal steht sondern viel mehr auf die jeweiligen Persönlichkeiten als Priester und Politiker mit den jew. Organisationen, wie sie ein Gedenken am Denkmal gestalten. Der eine gestaltet etwas Umfangreicher, der andere etwas punktueller, was soll´s und auch die Menschen die daran teil nehmen, hat jeder gem. seiner Persönlichkeit in Prägung und Erinnerung eine eigene Einstellung. Darum sollte es auch in Italien ein Völkerübergreifendes Soldatendenkmal sein und kein "Ich-bezogenes" Italienisches System oder Gruppendenkmal des 2. Weltkrieges.
Wenn man all die Kultstätten als Beinhäuser und Siegesdenkmäler anschaut, gehören sie alle entfernt. Aber hallo! Natürlich nur die Gebeine, Taferl´n und diverse Mussolinireitbilder etc. Den Rest aus Respekt vor Kunst und Kultur auch Geschichte, denke ich, könnte man Völkerverbindend gestalten. Die Beinhäuser würde ich so belassen ohne Gebeine, diese armen Toten in Mutter Erden Italiens bestatten, mit aller Ehrerbietung in Militärischem Sinne, das sind wir jedem Soldaten, auch Italienischen schuldig, weil die können für ihre ebenfalls gezwungene Pflicht größtenteils nichts dafür.
Dann würde ich neue Tafeln erstellen, für jede Kompanie Andreas Hofers und des Militärs die dort im Einsatz standen, eventuell auch nachgewiesene Personen die in der jeweiligen Schützenkompanie und Österr. Militärkompanien gestanden sind eine Tafel. Das zusammen zu tragen wäre für Interessierte eine tolle Aufgabe und eine positive Vergangenheitsbewältigung beider Seiten und Militär wie auch Schützen´ historisch sehr wertvoller Italienischer Baukunst und Österreichischer Tirolischer Geschichte und Tradition.
Das Mussolinidenkmal würde ich genauso umgestalten in ein Kriegerdenkmal, wo alle Kompanien die in Südtirol seit Andreas Hofer gekämpft haben verewigt würden. Auch jene der Bayern, Franzosen und Italiener bis incl. 1964, der Gefallenen beider Seiten und! incl. aller Naziwiderständler und auch der mißhandelten Personen an Semitischer Bevölkerung erwähnt, auch Südtiroler Heimatsöhnen 1964. Das wäre genauso Völkerverbindend im Sinne einer gemeinsamen EU aber mit dem klaren Bekenntnis daß Tirol immer Tirol war, zu sein und endlich mal im Sinne Freiheit und Volksdemokratie zu werden hat, bis zur Salurner Klause!

5

Finde genau hier liegt ein Denkfehler zugrunde:
man kann nicht lauthals gegen Faschismus auftreten und gleichzeitig mit dem EK1 und EK2 herum marschieren.
Das geht nicht. Aber man kann diese Auszeichnungen trotzdem wahren, das Leiden der Wehrmachtssoldaten ehren, ohne dass man aber die Verbrechen der Wehrmacht an sich vergisst und ächtet. Darüber sollten wir Südtiroler mal nachdenken!!!Das ist der Grund warum der Wastl bleiben, aber der Hinweis auf dem verbrecherischen Feldzug in Äthiopien weg muss.
Ein rechtlicher Hinweis: in Deutschland und Österreich ist das zur Schau stellen von nationalsozialistischen Emblemen ausnahmslos verboten. Auch wenn sie nur ein paar mm gross sind.
ps: natürlich ist das Relief und das Siegesdenkmal in BZ NICHT in Ordnung.
ps2: bitte keine Märchen über die "saubere" Wehrmacht