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„Ewiggestrige, miesgrämige und verbitterte Mannsbilder“: Feindbilder der ff am Grab von Kerschbaumer

ff_leitartikel_waltraud_gebert_deeg.jpgIn Ihrem Leitartikel schreiben Sie, dass Sie bezweifeln, dass Waltraud Gebert-Deeg „wie Martha Stocker am Grab von Sepp Kerschbaumer gestanden wäre, um Seite an Seite mit ewiggestrigen, miesgrämigen, verbitterten Mannsbildern zu versuchen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen“. Alsbald im Anschluss daran schreiben Sie, dass es Ihnen fern liegt, „Waltraud Gebert-Deeg für heutige Belange zu missbrauchen“.

Abgesehen davon, dass Sie vorher genau das getan haben, was Ihnen unmittelbar darauf scheinbar fern liegt, möchte ich der Vollständigkeit halber erwähnen, dass am Grab von Sepp Kerschbaumer auch Weibsbilder, alte wie junge, standen.

Auch die Zahl der Teilnehmer in Zivil war dieses Mal noch höher als in den vergangenen Jahren. All diese Personen als „ewiggestrig, miesgrämig und verbittert“ zu bezeichnen, weil sie gegen die Folgeerscheinungen des Faschismus friedlich protestieren und dessen menschlicher Opfer gedenken, passt freilich ins Feindbild all jener, die versuchen, das Rad der Geschichte aufzuhalten, zumal es gerade zu Gunsten einer immer noch faschistenfreundlich ausgerichteten Politik steht.

Es sei Ihnen unbenommen, dieses Feindbild mitzuschüren und damit die Bemühungen um die Aufarbeitung der faschistischen Gegenwart zu bremsen. Doch mit objektiver, ausgewogener Berichterstattung und seriösem Journalismus hat dies nichts zu tun.

Cristian Kollmann
SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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2 Kommentar(e)

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Wahrheit wird siegen
Die Selbstbestimmung als solche ist weder links noch rechts, sie steht jedem fremdbetimmten Volk zu, auch in Italien, da dieser Staat nie um die Klärung dieser Frage bemüht sein wollte. Mag schon sein, dass manche in Tirol südlich des Brenners dessen Lied singen wollen, wessen Brot sie essen, mag es noch so bitter schmecken. Aber wenn sie schon selbst bei dieser Tür zu Selbstbestimmung nicht hineingehen wollen, warum wollen sie ohne Not und dazu noch mit viel Fleiß anderen Menschen in diesem Land den freien Zutritt mit verbaler Gewalt versperren? Die Antwort auf diese Frage kennen wohl nur sie selbst. Bevor sie dem eigenen Land auch nur ein wenig Freiheit glaubwürdig nicht "gönnen" wollten, könnten sie nachdenken, was sie immer wieder in diesem Wochenblatt zum Beispiel für die fremdbestimmten Völker überall in dieser Welt unentwegt mit großem Maul fordern. Das erinnert auch irgendwie tragikomisch an die Propaganda in der verblichenen DDR vor 20 Jahren, auch dort behaupteten alle Medien unisono bis 09. November 1989, also bis zum Fall der Mauer, die Selbstbestimmung wollen nur die ewiggestrigen Kräfte, nicht "wir, die mit der segensreichen sowjetischen Herrschaft und mit der Teilung unseres Landes restlos glücklich sind, da wir davon direkt in unserer Existenz abhängen". Es ist schon eigenartig, wie sogar in einer Demokratie in Süd-Tirol solche Denkmuster auf Bestellung funktionieren müssen. Sie vergessen aber dabei, dass beim Schützenaufmarsch in Bozen am 08.11.2008 die angeblich so ewiggestrigen Politiker der Landespolitik aus SüdTirol und aus dem BL Tirol auch dabei waren, wie die Parteiobleute der südtiroler Parteien, von Elmar Pichler-Rolle bis Frau Eva Klotz und Pius Leitner. Anscheinend scheint fast das ganze Land aus Ewiggestrigen nach dieser Auslegungart zu bestehen, mit Ausnahme der Leser der STZ und der ff versteht sich. Solche Versuche die patriotischen Kräfte propagandistisch anzupatzen, wirken mit der Zeit nur noch plump, komisch und unglaubürdig, aber das kümmert ja nicht die "Ewigmorgigen" nicht im geringsten, sie wollen "sempre in prima linea per na nostra "Heimat" Alto Adige in Italia, den Status quo um jeden nur möglichen Preis verteidigen. Auch dann, wenn ihnen der Anstand der Demokraten und die bekannten Menschenrechte etwas anders suggerieren würden. Allein aus Respekt vor dem Opfer dieser heldenhaften Männer und Frauen für das Land Süd-Tirol der 60er Jahre und ihrer Angehörigen sollten sie daher lieber betreten schweigen, statt über Menschen herzuziehen, denen das Wohlergehen der Heimat und die Zukunft dieses Landes am Herzen liegt. Jede Fremdherrschaft braucht ihre Diener und jede Selbstbestimmung hat ihre Helden, so einfach ist das, auch oder gerade in Süd-Tirol!

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Vorwürfe
Ist schon ein wenig komisch, nicht wahr? Über Patrioten wird Tag und Nacht gelästert! Ständig versuchen solche "Schmierzettel" unsere Namen in den Dreck zu ziehen und uns als Neo-Nazis abzustempeln! Nach deren Meinung sind wir also "ewiggestrig, miesgrämig und verbittert" und warscheinlich wird uns auch noch vorgeworfen, dass wir "rechtes Männerpack" auf die Wiedergeburt von Adolf Hitler warten oder was?
Ich habe wenigstens soviel Toleranz, andere Meinungen zu respektieren und nicht nur meine als ultimativ richtig zu sehen und alle anderen für nichtig zu erklären! Armer Schreiberling, bist ja wirklich zu bedauern!!!