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Europawahlen: 4 -%- Hürde gegen Prinzip des Minderheitenschutzes!

eva_klotz_neumarkt_500.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT wirft der römischen Regierung in Zusammenhang mit der Einführung der 4- %- Hürde für die Europawahlen vor, sich über die Verpflichtungen gegenüber den Minderheiten hinwegzusetzen. Die italienische Verfassung sieht im Artikel 6 besondere Bestimmungen zum Schutz der sprachlichen Minderheiten vor.

Das Vertretungsrecht der Südtiroler, Aostaner, Slovenen und Sarden im Europaparlament müsste für den demokratischen Staat eine Selbstverständlichkeit sein. Bereits bisher hätte es keine dieser nichtitalienischen Gemeinschaften im Staat Italien geschafft, aus eigener Kraft einen Vertreter ins europäische Parlament zu entsenden. Durch die Einführung der 4- %- Hürde beweist der italienische Staat aber nun, dass er nicht daran denkt, das Mitspracherecht der Minderheiten ernst zu nehmen, geschweige denn, den Zugang zu europäischen Instanzen zu erleichtern.
 
Von diesem Staat hat Südtirol auch diesbezüglich nichts zu erwarten, weshalb eine Zukunft ohne Italien der einzige Weg zu demokratischer Normalität ist!
 
Lt. Abg. Dr. Eva Klotz

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4 Kommentar(e)

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1

Sind Süd-Tiroler die Sklaven?
Wäre Äthopien heute noch eine italienische Kolonie, würde Italien die Eingeborenen bestimmt als italienische Marathonläufer missbrauchen.

Leider müssen sich alle Süd-Tiroler Sportler, die internationale Wettkämpfe bestreiten wollen, noch immer dem italienischen Sportapparat unterordnen.
Jeder (im deutschen Sprachraum) weiß, dass z.B. im Skisport die Südtiroler keine Italiener sind, dennoch müssen die Sportler für Italien die Medaillen gewinnen.
Italien verweigert uns das Recht auf Selbstbestimmung, missbraucht aber unsere Sportler für seine Siege.

2

Sehr richtig!
Frau Dr. Klotz, Sie sprechen mir aus dem Herzen.

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Forum Heimat der SVP
Das Forum Heimat der SVP zeigte sich neuerlich in einer Aussendung besorgt über die Aussagen von einigen Sporttreibenden aus Süd-Tirol, wonach diese nach eigenen zur Schau gestellten Aussagen, stolze Italiener sein wollten, dazu seien sie überglücklich für Italia starten zu dürfen. Nach Meinung des FH der SVP würden solche Äusserungen die Basis der Südtirol Autonomie aushöhlen, diese Sportler würdem mit ihrem übertrieben italienisch-nationalistischen Auftreten auf internationaler Ebene der Glaubwürdigkeit einer ganzen Minderheit sehr schaden. So sehr solche Aussagen für die Betroffenen nur peinlich sein können und so sehr diese Kritik aus der SVP verständlich ist, gerade Sport wurde und wird hier als ein Instrument der schleichenden Italianisierung der Süd-Tiroler verwendet. Die jungen Menchen, die Talent dazu haben, wollen eben Sport betreiben. Dazu müssen sie aber entsprechende Bedingungen vorfinden. Diese gibt es aber nur in diesem Staat und der kann das, wenn er das nur will, in diesem bestimmten Bereich schamlos ausnutzen. So ein skrupelloses Vorgehen eines staatlichen Verbandes hat mit dem edlen Sportgedanken nichts am Hut und es ist auch nichts neues in der Geschichte des Sports. Auch in der vor 20 Jahren verblichenen DDR hat es zur Genüge solche "Vorbilder" aus dem Sport gegeben, die immer wenn sie danach gefragt wurden, wie ein Tantragebet wiederholen mussten, wie sehr sie glücklich und stolz seien, gerade für diesen Staat starten zu dürfen. Welche Zuflüsterer deutscher Zunge jetzt in unserer Zeit auch jetzt in Süd-Tirol so eine Vorgangsweise für die Sportler süd-tiroler Herkunft durchgesetzt haben, sei dahingestellt. Die Sportler kann man eben immer sehr leicht erpressen, wenn sie Sport weiterhin betreiben wollen. Entweder sagen sie das was man ihnen von oben anschafft, oder sie bekommen Probleme, auch in der allerbesten Autonomie der ganzen Welt in Alto Adige in Italia, wo angeblich noch niemand in italienischen Sportverbänden etwas von Süd-Tirol oder Sudtirolo gehört hat.

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Verweigerung des Wahlrechts
Wäre das nicht ein Fall für die unsere Schutzmacht und Vaterland Österreich für Süd-Tirol zu intervenieren?

Schließlich legt Italien genau für Minderheiten die Hürde gezielt so hoch, dass sie nicht erreichbar ist, was faktisch einer Verweigerung des Wahlrechts gleichkommt.