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Einlenken Roms kein Grund zum Jubeln!

eva_klotz_neumarkt_500.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT warnt davor, das vorläufige Einlenken Roms in Sachen Steuererleichterung im Energie- Spar- Bereich als Lösung des Problems zu betrachten. Vielmehr zeigen die letzten Entwicklungen in Italien einmal mehr, dass man in diesem Staat vor unheilvollen Überraschungen und Existenz bedrohenden Maßnahmen nicht gefeit, und dass die Rechtssicherheit nicht gegeben ist.

Es zeigt sich außerdem, dass es mit der Selbstbestimmungsforderung zu
spät sein könnte, wenn man zu lange damit zuwartet. Italien schafft
ohne langen Aufhebens einfach Fakten. Deshalb ergeht die Aufforderung
an die Südtiroler Volkspartei, vor allem an die Jungen und Neuen, sich
dem Hauptproblem zu stellen: Südtirol hat bei einem Staat, der dem
Bankrott nahe ist, keine Zukunft: keine politische, keine kulturelle,
aber auch keine wirtschaftliche!

Wie lange wollen die Südtiroler einem solchen bankrotten Staat angehören?

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
04.12.2008

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15 Kommentar(e)

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1

Staatsbürgerschaft
Die Südtiroler sind Lebende bzw. Nachkommen der damals annektierten Österreicher.
Ich sehe kein Problem wenn ein Süd-Tiroler eine zweite Staatsbürgerschaft hätte, zumal die erste sowieso nur vom italienischen Staat aufgezwungen worden ist.

"...ob Italien so weit ist, um es zu verstehen und zu akzeptieren."
Wie weit die Süd-Tiroler kommen, wenn sie Italien fragen und betteln, haben wir in der Geschichte schon erlebt und gesehen.
Italien gibt uns freiwillig gar nichts.

"Hinweis auf die Möglichkeit der Niederlassung im Vaterland" wäre in der Praxis gesehen eine zweite Option bzw. Vertreibung der Süd-Tiroler.
Das könnte und kann sich Italien heute nicht mehr leisten. Außerdem gilt gerade heute das Völkerrecht.

Ich sehe die Zugehörigkeit zu Österreich mehr als Vorteil. Wieder einen (Provinz)Staat zu gründen..., da würden wir uns nur wieder selbst in unserer Entwicklung beschneiden.

2

an ff
Warum die österreichische Staatsbürgerschaft? Machen wir es doch wie die Schweiz, mein Traum wäre ein Südtirol - ein kleiner Staat für sich selbst... Südtirol - nicht abhängig von Österreich, schon gar nicht von Italien..

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Die Frage der Zukunft
Die Frage der Verleihung der Staatsangehörigkeit ist eine sehr komplizierte und durch das nationale Recht sowie durch das Völkerrecht geregelt. Manche Staaten lassen diese Möglichkeit zu, manche nur in Ausnahmefällen. Es ist aber fast überall ein Usus, dass ein Nationalstaat wie auch immer er heissen mag, auf Ersuchen der im völkerrechtlichen Ausland lebenden Angehörigen der gleichen ethnischen Abstammung sprich eigenen Minderheiten den unkomplizierten Erwerb der Staatsangehörigkeit dieses Staates oder dieser Schutzmacht zum Schutze dieser Menschen ermöglicht. Die Frage einer Doppelstaatsangehörigkeit würde sich in Süd-Tirol erst dann stellen, wenn vor allem Italien eine Art gelebte politische Doppelsouveränität auch der Schutzmacht der süd-tiroler Interessen wie auch immer in der AP Bozen wirklich anerkennen, zulassen und akzeptieren würde. In diesem konkreten Fall würde das bedeuten, die deutschsprachigen und ladinischen Süd-Tiroler sowie ihre Nachkommen hätten die Möglichkeit des Erwerbs einer doppelten Staatsangehörigkeit. Ein Landeshauptmann von Südtirol der Zukunft womöglich mit einem zweiten Paß, ich weiss nicht, ob Italien so weit ist, um es zu verstehen und zu akzeptieren. In einer Auseinandersetzung um eben diese politische Zukunft könnte aber zum Beispiel eine Seite das relativ leicht gegen die Süd-Tiroler selbst mit dem Hinweis auf die Möglichkeit der Niederlassung im Vaterland verwenden. Letze Woche haben viele Prominente in Bozen die Frage der Zukunft der Tiroler Einheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erörtert. Der LH von Tirol Günther Platter meinte z.B., es sei die oberste Aufgabe für die Politik in Innsbruck und Bozen darauf zu achten, dass alle möglichen Maßnahmen unternohmen werden, die ein Zusammenwachsen zwischen Süd und Nord Tirol ermöglichen würden, zumindest habe ich es persönlich diese Aussage so verstanden. So ähnlich ist die Meinung des Alt-LH von Tirol Wendelin Weingartner, Tirol auf beiden Seiten der Grenze konnte viel mehr an neuen Projekten der Einheit in Zukunft unternehmen. Martha Stocker von der SVP meinte unlängst, die Tiroler Einheit müsste vom Süden her aufgerollt werden. Was heute aber wahrscheinlich schon an realen politischen Möglichkeiten einer Landeseinheit möglich wäre, das ist ein Konstrukt einer möglichen Landeseinheit in Tirol in zwei verschiedenen EU-Staaten, dazu aber ausgestattet mit einem Minimum, oder Maximum wenn man so will, an notwendigen verbindenden gemeinsamen Institutionen, die diese Einheit auch für die Menschen erlebbar und sichtbar machen würden. Die bisherige Europa-Region Tirol mit Trentino hat sich leider nicht bewährt. Jetzt plant man wieder eine neue Auflage des alten Modells und man will es wieder mit Sütirol, BL Tirol und Trentino bis 2020 auch versuchen es zu verwirklichen. Wahrscheinlich wird dieses neue Projekt genauso scheitern wie das alte, solange das Land Trentino dabei ist. Ein Zusammenwachsen in Tirol will ganz bestimmt die EU von den betroffenen Landesteilen und sogar zwischen beiden Staaten zu denen das Land Tirol gehört, klar fördern wollen, ob es auch der Wunsch der Politik in Rom ist und sein wird, das darf man aber sehr bezweifeln. Das politische Angagement Italiens in dieser Frage geht leider über eine gelangweilte Pflichtübung oder Erfüllung einer lästigen demokratiepolitischen Aufgabe aus Brüssel der "bella figura" wegen nicht hinaus. Daher man müsste wahrscheinlich zuerst schauen, dass mehr oder weniger ein Gleichgewicht der Bemühungen um die Landeseinheit in ganz Tirol zuerst zwischen BL Tirol und AP Bozen hergestellt wird, d.h. das Land Südtirol müste zuerst initiativ werden und sich um eine gelebte Zusammenarbeit mit dem BL Tirol bemühen und vice versa, und erst dann, wenn das wirklich gelingt, kann man auch das Land Welsch-Tirol Trentino dazu einladen. Anders ist meiner Meinung nach kein echter Fortschritt in dieser Frage möglich. Es sollte und es wächst in Tirol zusammen, was zusammen gehören will und nicht was damit nichts zu tun haben oder andere teile an diesem Prozess behindern will. Dank der Politik der EU wird es aber ganz sicher in Zukunft weitere erfreuliche Schritte in diese Richtung in Tirol geben.

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Österreichischer Pass
Eigentlich könnte die Republik Österreich allen Süd-Tirolern die österreichische Staatsbürgerschaft ausstellen. Warum nicht? Was spricht dagegen?

Süd-Tirol ist zwar von Italien besetzt, doch wir sind noch immer Tiroler. Als Tiroler sollten wir einen österreichischen Pass erhalten können. Und Italien könnte dagegen überhaupt nichts unternehmen.

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Pro Südtirol
Hallo n. wie recht du hast!! Wir denken deutsch und wir sind TIROLER keine ITALIENER, Amen!! Leider ist unser armes Südtirol trotz Autonomie noch immer die Meldkuh Italiens.. ja dafür sind wir ihnen gut genug und wenn wir uns in UNSERER MUTTERSPRACHE unterhalten, kommt oft die "geistreiche" Antwort "parla in italiano - siamo in Italia" Das ich nicht lache - nur auf dem Papier sind wir in Italien, aber in unseren Köpfen sind wir immer noch Tiroler - UND STOLZ DARAUF!..

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@marco
hast du, und all die anderen italienfrunde, noch nicht verstanden, daß wir lieber auf irgendwelche pseudovorteile verzichten würden und dafür frei sind? liebend gern würde ich einen euro oder zwei an österreich oder dem freistaat südtirol an steuern mehr bezahlen, wenn dafür dieser eintrag in meinem ausweis, und dem meiner tochter, gelöscht wird, nämlich folgender: cittadinanza-staatsbürgerschaft italiana/italienische?

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2009 das Jahr der Wende
Manche Italiener in Süd-Tirol glauben immer noch, die deutschsprachigen Süd-Tiroler würden bei der Verwirklichung der Landeseinheit Tirols im Vaterland Österreich ihre Autonomie verlieren. Vor wem sollte man dann die Süd-Tiroler in so einem theoretischen Fall schützen, vor den Nord- und Ost-Tirolern etwa? Die Altoatesini oder die italienischen Südtiroler würden aber klarerweise eines Schutzes bedürfen. Das ist aber graue Theorie weit von der heute herrschenden Realität. Dazu ist zu bemerken, Österreich ist so ähnlich wie die Schweiz eine Föderation aus 9 verschiedenen unverwechselbaren geschichtlich gewachsenen Bundesländern mit sehr starken lokalen Identitäten. Jedes dieser Bundesländer Österreichs ist von der Staatsregierung in Wien gestern wie heute so autonom, wie die AP Bozen Südtirol von Italien. Es ist auf ein Faktum, dass es den Schweizern mit italienischer Muttersprache in diesem Land der Eidgenossen blendend geht, und sie würden nicht einmal im Traum die Änderung ihrer Lage andenken. Das gleiche gilt gestern wie heute auch für die Italiener in Österreich, sie fühlen sich dort sehr wohl. Auch umgekehrt sind sehr viele Menschen in diesem Land zwischen Boden- und Neusiedlersee in die italienische Sprache, Lebenweise und Kultur richtig verliebt. Warum wohl? Diese Antwort müsste jeder wissen. In diesem Fall passiert das aber freiwillig und von beiden Seiten gewollt und nicht erst seit gestern, sondern seit Urzeiten. Ein Blick in die Telefonbücher auf der damit verbundenen Suche nach italienischen Nachnamen kann das bestätigen, in Österreich leben sehr viele Menschen italienischer Herkunft und sie fühlen sich in diesem Land angenommen sowie auch sehr wohl. Warum sich so viele Süd-Tiroler in Italien nicht so sehr mit Italien als Staat in der eigenen näheren Heimat abfinden wollen, das ist eine andere Frage.

In diesen Tagen haben die Spitzen der Mitte Rechts Regierung in Rom die Öffentlichkeit mit beunruhigenden Nachrichten über die herrschende Staatsverfassung aufgeschreckt. Der amtierende Arbeitsminister Sarkoni befürchtet sogar einen nahenden Staatsbankrott der Republik nach dem argentinischen Beispiel und schliesst diesen ausdrücklich nicht mehr aus, wenn auch in abgemilderter Form. Er meinte zwar, Italien hätte verborgene Stärken und Talente, die es der Regierung möglich machen würden, diese nahende Krise zu steuern, aber das ähnelt eher dem Verprechen eines Busfahrers, die man sogar als Drohung auffassen kann, der mit einem desolaten Bus voll Passagiere mit kaputten Bremsen steil bergab fährt und bei jeder Kurve die er gerade noch nehmen konnte, begeistert ausruft, diesmal ist noch alles gut gegangen, wir dürfen noch weiter fahren.

So ein Szenario eines drohenden Staatsbankrotts zeichnet heute nicht die Opposition in Italien, sondern die Regierung selbst und das muß doch das was heißen. Ein bankrotter Staat zieht einen allgemeinen Wirtschaftkollaps nach sich, sowie eine Massenarbeitslosigkeit, Massenarmut und einen allgemeinen zivilisatorischen Rückstand. Der gegenwärtige Staatsminister Tremonti warnte neuerlich ebenfalls vor einer Liquiditätskrise des Staates, da Italien eines der am meisten verschuldeten Länder der Welt wäre und langsam sich selbst als Staat in den eigenen Finanzen an die Grenzen des machbaren verspekuliert hat. Das bedeutet, Italien hat kein Geld mehr, dazu sind langsam auch keine Geldgeber vorhanden oder sie springen ab, die Italien noch zusätzliche Kredite geben wollten, d.h. dem Staat wird langsam aber sicher dieses geborgte Geld fehlen, um die Gehälter der Staatsbediensteten und die Renten, Pensionen usw. zur Gänze zu bezahlen. Abgesehen davon, die Staatsverschuldung dieser Republik ist so gigantisch, das alle Italiener über ein Jahr lang unentgeltlich nur für den Staat arbeiten müssten, um diese Schulden zu begleichen. Die alte Regierung Prodi hat leider vergebens versucht, diese gefährliche Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Menschen haben es ihm nicht geglaubt, jetzt darf der nächste Ministerpräsident dieses Landes, der Italien bereits zwei mal an die Wand gefahren hat, dies noch zum dritten mal tun, vielleicht dann endgültig? Ein Zukunftszenario dieser Republik gleicht daher einem Schreckenszenario und ist einer demokratischen Republik wie Italien ganz einfach nicht würdig, die Menschen hätten sich sicher eine bessere Regierug verdient, aber sie hatten bis jetzt nicht besonders viel Glück gehabt mit den Superiori in diesem Nationalstaat. Die Zukunft von den kommenden Generationen hat man ohne Not und Zwang bereits in dieser Republik verspekuliert, das ist ein Faktum, d.h. der Staat geht nicht so bald Pleite und versucht bis zum St. Nimmerleinstag diese exorbitanten Schulden, die Zinsen und Zinseszinsen redlich an die Gläubiger abzutragen. Das wird aber ganz sicher wenn schon nicht die alltbekannte La Casta in Italien machen müssen, sondern einzig und allein der einzelne Bürger und Bürgerin, das müsste auch allen klar sein.

Süd-Tirol ist bekanntlich unfreiwillig auf die M/S Titanic Italia gekommen. Mit diesem Schiff hat gerade Minister Tremonti, wenn ich mich recht erinnere, gerade Italien verglichen, als er vor noch mehr Unruhe und Panik in Anbetracht der herrschenden und der noch ab 2009 kommenden Krise gewarnt hat. Die heutige und die drohende viel grössere Wirtschaftkrise, die erst in den nächsten Monaten und Jahren im vollen Umfang überall in Europa angeblich ankommen wird, ist sicherlich in diesem Sinne mit einem Eisberg zu vergleichen. Manche Beobachter der Politik und Wirtschaft meinen, M/S Titanic Italia ist schon jetzt auf diesen Eisberg bereits aufgelaufen. Heute gibt gerade ein Minister unumwunden zu, dass Italien argentinische Zustände drohen würden, d.h. vor allem Wirtschafts- und Bankenkrise. Als Landepolitik und politische Führung der AP Bozen, d.h. Landesregierung, hätte man sich daher schon längst nach einem rettenden Boot für den Notfall umsehen müssen. Falls diese M/S Titanic einmal wirklich zu sinken beginnen sollte, dann hoffentlich spätestens dann wissen die Verantwortlichen für die Autonomie in Südtirol, wie sie alle mit dem Rettungsboot und die Interessen des Landes retten werden können. Dazu hatte das Land Süd-Tirol, hat und wird immer einen sicheren rot-weiss-roten Hafen in der Reichweite haben, dazu noch eine eigene Tiroler Landungsbrücke mit eigener rot-weisser Fahne am Pier. Die Lichter und die Leuchtfeuer dieses Ufers sind auch klar für die Landespolitiker bei jeder Wetterlage zu sehen, es sei denn, man will sie nicht beachten, so lange bis anderswo die Lichter ganz ausgehen, aber das würde man diesem Staat mit so vielen Gaben und Talenten doch nicht einmal im Traum wünschen, vor allem der Menschen wegen.

So lange aber die AP Bozen auch nolens volens dabei ist, wird sie alle Krisen mit allen entsprechenden Folgen mittragen müssen, und ob dann zum Schluß die Autonomie das Land vor dem zunehmenden drohenden wirtschaftlichen und später auch politischen Chaos retten wird, das ist heute ziemlich unsicher. Die Frage der Selbstbestimmung der Bürger in der AP Bozen bleibt in diesem Sinn weiterhin offen und aktueller denn je!

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Unerwünschte Besatzer
Warum spricht nicht Frau Klotz oder Herr Knoll vor dem Europaparlament? Genauso wie Tibet mit China, hat auch Süd-Tirol mit Italien unerwünschte Besatzer im Land.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/dalai-lama-geisselt-china;2103482

@Marco
wie du alles weißt, so alles so genau zu wissen glaubst.
Süd-Tirol ist keine süditalienische Provinz, wo es keine Arbeit gibt oder man nicht arbeiten will. Lichtenstein ist noch viel kleiner als Süd-Tirol und nagt auch nicht am Hungertuch.
Wo ist das Positive und das positive am Sonderstatus. Wir brauchen keinen Aufpasser Italien und wir sind auch nicht die Sklaven Italiens.
Vielleicht siehst den Vorteil, dass die SVP frei und langsam an den Säulen der Autonomie sägen kann? Sprich zweisprachige Kindergärten und Italienischunterricht 1. Klasse....usw.

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Als Bundesland von Österreich braucht es keine Autonomie mehr, wozu auch??? Ausserdem ist Österreich kein zentralistischer Staat, also haben die Bundesländer mehr Freiraum.
Ob es uns wirtschaftlich besser ginge? Natürlich, man braucht nur bei den südtiroler Händlern anzufangen die an den italienischen Ketten hängen (zB Siemens Italia, VW Italia, Poli usw) und unter diesen finanziell und eben auch sprachlich leiden. Was sich darin zeigt, daß viele Südtiroler ihre Einkäufe in Nord- und Osttirol erledigen, wer will schon zB. 100.000€ für seinen neuen BMW ausgeben und dann vom Internetauftritt bis zur Rechnung alles in italienisch haben, wenns 80km weiter nördlich alles in unserer Muttersprache gibt???
Und natürlich kaufe ich auch die Dinge des täglichen Lebens lieber mit Beschriftung die ich und meine Familie verstehen, ohne in einer Fremdsprache denken zu müssen, denn ich bezahle ja auch dafür!!!

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@Marco

Niemand, der ehrlich ist, wird heute noch abstreiten, dass die Abtrennung Südtirols ein großes Unrecht war und das Südtiroler Minderheitenproblem erst geschaffen hat. Mit allen bekannten Folgen (Zwangsitalienisierung, Option, Attentate, usw.)
Das ist Vergangenheit die man nicht vergessen sollte, aber auch nicht mehr ändern kann.
Heute, im 21. Jahrhundert, im vereinten Europa sollte es aber doch wohl möglich sein, die Bevölkerung Südtirols selbst ihre Staatszugehörigkeit bzw. Selbstständigkeit bestimmen zu lassen.

Zu den Kleinstaaten:
Es gibt in Europa und in der Welt eine ganze Reihe von kleinen, selbstständigen Staaten die perfekt funktionieren und ihre Bevölkerung meist einen höheren Lebensstandard bieten als ihre großen Nachbarstaaten.
Ich habe noch nie gehört, dass sich z.B. europäische Kleinstaaten wie Andorra, Lichtenstein, Monaco, San Marino oder Luxemburg (Einwohnermäßig fast gleich wie Südtirol) einem größeren Nachbarstaat anschließen möchten.

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an marber
Die Frage ist aber auch eine andere... als Eigenstaat würde es uns da besser gehen ? Ich würde sagen hier wären wir nicht nur fast Bankrott, sondern sicherlich Bankrott !! Als anhängsel von Österreich wären wir vielleicht nicht Bankrott...aber die Autonome Provinz geht Flöten, kein Sonderstatus mehr und auch vieles andere was Positiv ist nicht mehr... Würde es uns wirklich besser gehen ? Finanziell ? Wirtschaftlich ?...und ich rede hier sicherlich nicht von den dämlichen Namen auf den Straßenschildern oder irgendwelchen Denkmählern...

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@Marco

In Italien ist nicht erst seit der aktuellen Wirtschaftskrise der Wurm drin.

Italien hat es inzwischen zur weitaus höchsten Staatsverschuldung aller europäischen Staaten gebracht.

Italien hat die dritthöchste Staatsverschuldung DER WELT.

Das heißt: Die allermeisten Entwicklungsländer haben geringere Staatsschulden als Italien.

Italien steht am Rande eines Staatsbankrotts. (Laut Tremonti, Finanz- und Wirtschaftsminister im Kabinett Berlusconi.)

Der südliche Teil Tirols wurde gegen den Willen der angestammten Bevölkerung zu diesem Staat geschlagen. Wir wurden bis heute nie gefragt, ob wir zu diesem Staat Italien gehören wollen.

Sollen wir jetzt mit diesem jämmerlichen Staat Italien untergehen?

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Autonomie kein Allheilmittel
Seit Jahren und Jahrzehnten wird den Südtirolern die Autonomie als das Allheilmittel und als das Beste was es an Freiheit und Selbstbestimmung gibt verkauft.

Durnwalder soll nur schauen, ob er vielleicht bald selbst nichts mehr zu sagen hat.

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..als ob es den anderen Staaten besser gehen würde in der Aktuellen Welt Finanzkrise.

Hauptsache man findet was zu meckern auch wenn mal die gegenseite einlenkt...

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Edelweiß oh Edelweiß
Ich habe gestern zufällig ein Lied mit diesem Titel gehört. Es stammt aus dem auf der ganzen Welt sehr bekannten Film "The sound of music" aus dem Jahr 1965 u.a. mit der amerikanischen Schauspielerin Julie Andrews. In diesem Film wurde die wahre Geschichte der kinderreichen Familie von Trapp aus Salzburg verfilmt. Der Vater war ein hochverdienter Fregattenkapitän aus der Kaiserzeit in der k.u.k. Marine in Triest, mit einer direkten Verbindung nach Süd-Tirol glaube ich. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie kehrte er nach Salzburg zurück, wo er sich auf seinem Schloß der eigenen Familie widmen wollte. Der Verlauf der Geschichte machte ihm das aber unmöglich. Er war in Österreich vor März 1938 ein bekannter und erbitterter Gegner des Anschlußes und ein glühender Patriot Österreichs. Als er vor die Alternative oder Befehl des Kriegsdienstes bei der Deutschen Kriegsmarine und sich Verweigern dieser Macht der Fremdbestimmung nach 1938 gestellt wurde, wählte er freiwillig mit der ganzen Familie die Flucht über die Berge ins Ausland bis in die USA, wo seine Nachkommen im Staat Vermont immer noch bis heute leben und dort ein bekanntes Hotel und eine Skischule als Familienbetrieb betreiben. Dieser Film ist bis heute immer noch überall auf der Welt sehr bekannt und populär, und er hat vielleicht wie kein anderer das Bild von Österreich in der Welt geprägt, weil er im Still eines Musikfilms gemacht wurde. Es ist dazu noch eine Visitenkarte des schönen Österreich von seiner besten Seite in einer geschichtlich gesehen sehr schwierigen Zeit, als dieser Name von der Macht der Fremdbestimmung dort wo Österreich über Jahrhunderte andauerte gewaltsam ausgelöscht wurde. Mir ist aus diesem Film das auf englisch gesungene Lied "Edelweiss, Edelweiss" in Erinnerung geblieben. Anscheinend konnte man dieses Wort nicht so leicht in eine andere Sprache dieser Welt übertragen. Daher verstehen die meisten Zuseher darunter die Liebe zu Heimat und zum Vaterland, in diesem Fall eines Familienoberhauptes. In diesem Sinne hat wohl auch der Kapitän von Trapp unter Edelweiss das alte fremdbestimmte Vaterland vestanden. Das möge man heute gerade der SVP ins Stammbuch wieder schreiben, eine Partei die diese Bergblume als ihr Erkennungszeichen führt. Mag dieser alte Film noch so altmodisch und sogar kitschig sein, beim Zuseher weckt er an vielen Stellen unwillkürlich sehr starke patriotische Gefühle, gerade dann, wenn der Kapitän von Trapp das Lied Edelweiß gemeinsam mit seiner Familie singt, das damals als Synonym der Heimat verstanden wurde. Man kann die Auszüge aus diesem film sicher auf YouTube sehen und zwar unter dem Stichwort: The sound of music, Edelweis. Dieses Lied hat auch ein anderer Österreicher nämlich Udo Jürgens seinerzeit gesungen und damit noch mehr bekannt gemacht, glaube ich zumindest. Ich musste immer wieder daran denken, als ich am 08.November 2008 bei der patriotischen Kundgebung der Schützen in Bozen manche Familienväter unter den Teilnehmern mit ihrem Nachwuchs gesehen habe, als ihre Knirpse nicht einmal drei Käse hoch auf den Schultern des Vaters die rot-weiss-rote Fahne des Vaterlandes getragen haben. Das gemeinsame Vaterland Österreich lebt also auch dort in den Menschen selbst und es ist heute lebendiger denn je, trotz der Grenze quer durch das Land Tirol, auch dort südlich des Brenners bis nach Bozen und Salurn, wo es heute nicht selbstverständlich ist, dazu noch nach 90 Jahren der Fremdbestimmung und erzwungenen Entfremdung von diesem Vaterland. Der Verlust des Vaterlandes gräbt sich oft über Generationen hinweg traumatisch und tief in die Seelen der Menschen ein, es hilft manchmal nur ein einfaches Lied leichter damit umzugehen. Die erste und wichtigste Aufgabe einer Edelweisspartei in der AP Bozen müsste es sein, eine Politik zu betreiben, die die fremdbestimmten Tiroler südlich des Brenners einmal in die Lage versetzen würde, die Frage der eigenen Selbstbestimmung friedlich und demokratisch legitimiert vor sich selbst und vor dem Rest der Welt glaubwürdig zu klären. Ich glaube nicht, dass so eine Erwartung diese Partei überfordern würde und diese dieser Herausforderung nicht gewachsen wäre. Hier ist der Text dieses Liedes auf Englisch:

EDELWEIS

Edelweis, Edelweis
every morning
you greet me
small and white,
clean and bright
You look happy to meet me
blossom of snow may you
bloom and grow
bloom and grow forever
Edelweis, Edelweis
bless my home-land forever...

Der Text in deutscher Sprache:

Edelweiß, Edelweiß
Du grüßt mich jeden Morgen
sehe ich dich
Freue ich mich
Und vergess´ meine Sorgen
Schmücke das Heimatland,
schön und weiß,
Blühest wie die Sterne
Edelweiß, Edelweiß
Ach, ich hab dich so gerne...