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Durnwalders Schönfärberei im Bundesrat ist verantwortungslos

bundesrat_wien.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, reagiert mit Unverständnis und Vorwürfen auf die Ausführungen des Südtiroler Landeshauptmannes Durnwalder vor dem österreichischen Bundesrat.

Eva Klotz fordert Luis Durnwalder auf, endlich damit aufzuhören, das Märchen von der Vorbildautonomie Südtirols zu verbreiten, weil er damit auch seine eigenen Parteigänger Lügen straft. Ob es sich um Schule, Steuern, Verwaltung oder Polizei handelt, die Diskussionen darüber enden selbst bei den Volksparteilern immer mit der Klage, dass Südtirol dafür nicht die Zuständigkeit hat. Landesrat Widmann klagte kürzlich sogar in Zusammenhang mit dem Fahrsicherheitszentrum, dass Südtirol keinerlei Kompetenzen im Bereich Versicherungswesen habe. 

Der Landeshauptmann selbst weiß zudem nur zu gut, dass dieses Autonomiestatut täglich außer Kraft gesetzt wird, nämlich dann, wenn es um das Recht auf den Gebrauch der deutschen Muttersprache geht! 

Das Schönreden einer Autonomie, welcher die wichtigsten Elemente fehlen, ist politischer Leichtsinn. Die Volkspartei mit dem Landeshauptmann an der Spitze soll sich nicht weiter davor drücken, eine klare Entscheidung über die weitere Ausrichtung zu treffen. Das Volk muss endlich wissen, wie es mit dieser Partei dran ist: will die SVP die weitere Einbindung Südtirols in den Staat Italien, also die Altoatesinisierung, oder strebt sie eine Zukunft ohne Italien an. Um die Selbstbestimmungsfrage wird sie nicht mehr lange herum kommen!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
22. 5. 08

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12 Kommentar(e)

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Wenn man annimmt, dass auf der Webseite der SVP hauptsächlich SVP Wähler rumsurfen, und dann zu den 79% evtl. Stimmen der Freiheitlichen + UnionFS + SüdTiroler-Freiheit Wähler hinzuzählen würde, käme man sicher wieder auf über 50% der Gesamtbevölkerung, die ein LOS VON ITALIEN wollen.

Was soll diese Klauberei mit den Volksgruppen? Was ist der Unterschied zwischen einem italienischsprachen Südtiroler und einem Italiener? Was ist ein deutschsprachiger Italiener???? Was gibts denn noch alles?
Und wer Französisch und Visual Basic kann, der ist ein micro-softiger Süd-Tiroler?
Es gibt die Tiroler Volksgruppe, dazu kann man evtl. auch die Ladiner zählen und dann gibt es das Staatsvolk die Italiener.
Volksgruppen unterscheiden sich nicht nach Gefühl, sondern nach geschichtlich-kulturellen Eigenarten, denke ich.

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@Georgos Egger
Die Umfrage wurde auf der SVP Homepage durchgeführt. Wer dort abgestimmt hat ist nicht klar. Theoretisch können es auch nicht-Südtiroler sein.
Der grossteil der Stimmen kommt aber vermutlich von SVP-Wählern (dass die Umfrage nicht repräsentativ ist wurde schon gesagt - ist auch nur als "Tendenz" zu sehen).

Aber zur Frage ob auch italienischsprachige Südtiroler für ein Los von Rom sein können:
ich würde mal sagen es gibt italienischsprachige Südtiroler und in Südtirol lebende Italiener. Für jeden der sich als Südtiroler und nicht als Italiener fühlt ist ein eigenständiger Südtirol Staat von Vorteil. Ich sehe nicht warum das italienischsprachige Südtiroler anders sehen müssen.
Einer Wiedereingliederung Südtirols an Österreich würden sich italienischsprachige Südtiroler aber sicher nicht wünschen.

Auf der anderen Seite gibt es ja auch deutschsprachige Italiener die in Südtirol leben...

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Georgos Egger

Statistiken
„18% für Freistaat + 61% für Österreich = 79% Los von Italien (SVP-Umfrage) “

Prozent wovon? Von der Gesamtbevölkerung, einschließlich zugewanderte Italiener? Dann wäre auch ein Teil dieser Gruppe für eine Loslösung von Italien. Das kann doch wohl nicht ganz stimmen. Die Ergebnisse von Statistiken sind sehr steuerbar. Vermehrte Vorsicht ist hier angebracht.

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Autonomie hat ausgedient
"Auch wir sind ein Volk, haben eine eigene autonome Regierung, eigenes Territorium, daher können wir jede Zeit die Selbstbestimmung ausüben, wenn wir es wollen." (Karl Zeller)

„Wenn wir 6 Monate Zeit hätten,....“ (Durnwalder)

18% für Freistaat + 61% für Österreich = 79% Los von Italien (SVP-Umfrage)

Aha!?! Warum ist die SVP dann tatenlos? Fromme Bekenntnisse bleiben leere Phrasen, wenn man nicht Taten folgen läßt.

Wenn sich schätzungsweise 50-70 Prozent (auf ein paar Prozent mehr oder weniger kommt es nicht an), in dieser existenziellen Frage für die Selbstbestimmung entscheiden, dann muss die Frage der Selbstbestimmung auch für die SVP ein zentrales Thema sein.

Nur die Mehrheitsheitspartei hat zu diesem Thema noch immer keine Meinung.
Sie hat keine, weil sie keine Meinung haben bzw. äußern will.
Man will lieber die Bevölkerung im Glauben lassen, die SVP wäre die deutsche Partei des Volkes, als dem Volk zu sagen, dass man ihm dieses Recht verweigern will. In Wirklichkeit hat die SVP mit Tirol, den Süd-Tirolern und der deutschen Kultur nichts mehr am Hut. Beispiele für ablehnende Zusammenarbeit mit Nord- und Osttirol gibt es genug.

Entweder hat die SVP keine politischen Visionen und Ziele und ihre Politik ist blinder Aktionismus. Oder sie strebt eine Italienisierung Süd-Tirols an, in dem Glauben, sich dadurch auf ewige Zeiten die politische Alleinherrschaft sichern zu können.
Mit einer Autonomie unter Italien bleibt es aber immer eine Autonomie unter italienischer Herrschaft.

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Volksbefragung zu Selbstbestimmung
Angenommen die SVP würde sich in Zukunft als die stärkste Partei des Landes in Absprache vor allem mit der Schutzmacht der südtiroler Interessen, vielleicht auf Grundlage des Gesetzesentwurfes des Altpräsidenten Cossiga zu Selbstbestimmung der AP Bozen, ohne Wenn und Aber für die Klärung der Frage der Selbstbestimmung aussprechen und ein halbes Jahr eine Volksbefragung propagandistisch vorbereiten und für ein klares ja der Wahlberechtigten in dieser demokratischen Abstimmung werben. Dem würden sich weitere Parteien der deutschsprachigen Opposition anschliessen, d.h. die FP, SF, UfS. Andere Parteien der italienischen Minderheit und die wichtigste Partei der Verteidiger der Italianità des Alto Adige Die Grünen würden sich aus bekannten Gründen dagen ausprechen. Dementsprechend würde dann auch ein Wahlergebnis ausfallen. Es wäre aber nur eine Abstimmung, wo man eine Klarheit darüber bekommen würde, ob die Menschen in Süd-Tirol die Klärung der Frage der Selbstbestimmung wollen. Das wäre natürlich eine Kraftprobe mit Rom, aber eher eine sehr kleine, da keines Falls Italien dazu verpflichtet wäre ein vorhandenes Ergebnis in der eigenen Politik auch umzusetzen. Würden sich die Bürger gegen die Selbstbestimmung aussprechen, nah dann wissen wir, dass das ein Triumph der Italianitá des Alto Adige wäre und die Selbstbestimmung für lange Zeit aus der politischen Agenda in Süd-Tirol gestrichen. Ob jemals die Landespolitik überhaupt in die Nähe so einer Volksbefragung kommen wird, das hängt vor allem von Wahlergebnissen nach der LW im Herbst 2008 ab. Sollten auch die Oppositionsparteien in fünf Monaten die Chance bekommen das Land gemeinsam mit der SVP mitzuregieren, können sie leicht diese Forderung aufstellen und eine Volkbefragung als Orientierungshilfe für die Landesregierung frühestens für das Monat Juni 2009 propagandistisch vorbereiten und abhalten. Andere autonome Regionen in der EU wie Schottland, Katalonien, Baskenland oder Flandern streben ebenfalls solche Referenden an, und peilen bereits bestimmte Termine an. Die Wahlberechtigten zum Südtiroler Landtag würden grösstenteils so abstimmen, wie ihnen das die Partei empfehlen würde, die sie sonst immer wählen. Die deutschsprachigen Süd-Tiroler würden wahrscheinlich zu weit über 70% für die Selbstbestimmung stimmen, aber auch Ladiner und viele Italiener. Ein Ergebnis für die Selbstbestimmung weit über 60% für die Selbstbestimmung und gegen die Fremdherrschaft ist meiner Meinung nach aus heutiger Sicht realistisch. Mit so einem Ergebnis würde man endlich eine handfeste Grundlage schaffen, die notwendig wäre, um überhaupt sichtbare Fortschritte auf dem Weg der Selbstbestimmung zu erreichen. In Zukunft werden in der Europäischen Union auch solche Fragen wie die der Selbstbestimmung der AP Bozen zufriedenstellend gelöst werden müssen, wenn man rechtzeitig damit beginnt auf dieses Ziel in der Landespolitik hinzuarbeiten. Das machen bereits mit viel Erfolg die oben erwähnten autonomen Provinzen und Regionen der EU und in einigen Jahren werden die Süd-Tiroler neidvoll in diese Richtung blicken, wenn man nicht rechtzeitig für das Recht auf die eigene Selbstbestimmung d.h. schon jetzt eintritt. Mögen die politischen Gegner noch so ungleich sein, aber das war auch überall in Europa nicht anders, als andere kleinere Völker um ihre Selbstbestimmung gekämpft haben, die sie letzten Endes auch bekommen haben, davon zeugen die vielen erfolgreichen Selbstbestimmungen der letzten 20 Jahre, warum sollte das in der EU selbst anders sein? Bitte denken Sie alle, die die Selbstbestimmung für Süd-Tirol wollen, in diesem konkreten Zusammenhang auch an die Worte des Kanonikus Michael Gamper: "Ein Volk, das um nichts anderes kämpft als um sein natürliches und verbrieftes Recht, wird den Herrgott zum Bundesgenossen haben". Ich würde dem hinzufügen, und auch die Sympathie und Unterstützung der EU-Institutionen der freien und der selbstbestimmten Völker in einem neuen Europa, wo für die Fremdbestimmung kein Platz mehr vorhanden ist, und wo alle derartigen Konfliktsituationen auf einem friedlichen und demokratischen Wege zufriedenstellend, vor allem für die autonomen Regionen in einem demokratischen Prozess geregelt werden können. Manche nennen das Separatismus, ich nenne das Europäische Flurbereinigung, wo jedes der fremdbestimmten Staatsvölker im eigenen Land zusammen mit der Völkergemeinschaft in Europa so ein Modell der Verwaltung bekommen soll, die die überwiegende Mehrheit der betroffenen Bürger im eigenen Land auch will. Nichts anderes besagt das Völkerecht, die Menschenrechtscharta der UNO oder die Schlussakte der Konferenz von Helsinki von 1975 über die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Die fremdbestimmten Völker haben das in Osteuropa rechtzeitig erkannt und sind bereits zumindest die meisten davon seit 20 Jahren frei von der Fremdbestimmung. Alle politischen Beobachter sehen eine ähnliche Entwicklung auch für die EU voraus, hoffentlich auch für das Land deutschsprachige Land Tirol südlich des Brenners, das bis jetzt in der eigenen leidvollen Geschichte noch nie eine Möglichkeit der freien Wahl in dieser Frage bekommen hat. Was es an Willenbekundungen der Süd-Tiroler gab, das waren Petitionen, die letzte der 99% der südtiroler Bürgermeister von 2006 an den Österreichischen Nationalrat in Wien, "1946-2006 - 60 Jahre Friedensvertrag, 60 Jahre verwehrte Selbstbestimmung für Südtirol", ich glaube das war der Name. Europa macht es langsam überall möglich, dass auch in Süd-Tirol diese Frage einmal, d.h. in absehbarer Zeit geklärt wird, nur erkennen mus man das und politisch glaubwürdig in diesem Sinne handeln.

6

Eine Umfrage auf der Homepage der Südtiroler Freiheit hätte sicherlich keine Aussage, da von Homepagebesuchern dieser Seite ja ein gewisser Los von Rom Gedanke zu erwarten ist.
Bei einer Umfrage auf STOL habe ich diesbezüglich weit weniger Bedenken. STOL ist ja Athesia und somit SVP.

Aber auch auf der Homepage der SVP wurde im September 2006 eine ähnliche Umfrage durchgeführt:
20.3% sind für einen Ausbai der Autonomie, 18.6% für den Freistaat Südtirol und 61% für eine Rückkehr nach Österreich.
Von einer Volkspartei sollte man sich eigentlich erwarten, dass sie auf die Interessen der Wähler eingeht. Sprich: die SVP hätte diese Umfrage ja zum Anlass nehmen können um ein Studie/Mitgliederbefragung/... zu starten um repräsentative Zahlen zu erhalten.

Es ist schon klar, dass das Internet meist nur ie jüngere Bevölkerung anspricht und je nach Internetseite eine bestimmte Zielgruppe. Aber ich finde trotzdem dass man Internetumfragen als Indikatoren werten kann. Aus dieser Umfrage würde ich nicht folgern, dass 61% der deutschsprachigen Südtiroler für einen Wiederanschluss an Österreich sind. Aber die Mehrheit ist es mit Sicherheit.

7
Georgos Egger

Online-Umfrage
Eine solche Umfrage per Internet ist eindeutig zielgruppenorientiert. Damit ist sie nach der notwendigen statistischen Voraussetzungen einer Allgemeinstreuung nicht repräsentativ — nicht mehr als eine propagandistische Zahlen–Schaumschlägerei — paßt dafür aber gut in den ihn umgebenden effekthascherischen Wortschwall.

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Die Vorbildautonomie?
Die SVP hat bei der letzten LW ein Mandat vom Wähler/In bekommen, in seinem/ihrem Namen zu sprechen und dieses Land zu regieren. Daher kann sie so lange alles tun und lassen, so lange sie die Landesregierung stellt. Heute ist das eine Sammelregierung, unter der Führung der Sammelpartei SVP. Nach der nächsten Wahl muss oder kann das nicht mehr so sein, wenn die SVP ein Wahlergebnis um 35-38% einfährt. Die Meinungsumfragen haben auch vor der Wahl im April die Parteispitze vor einem Wahlergebnis weit unter 50% gewarnt, nur wollte das niemand wahr haben, nicht anders als heute. Theoretisch hätte die Edelweißpartei spätestens nach 2-3 Wochen richtige Schlüsse aus dem letzten Wahlergebnis am 14.April 2008 ziehen müssen, auf den Wähler und die Wählerin hören, Ursachen für die letzte Wahlniederlage der SVP orten und ihre Politik umgehend dramatisch ändern, wenn sie halbwegs aus dieser gegenwärtigen Krise heil herauskommen möchte. Stattdessen bekommt man nur eher allgemein verfasste unverbindliche Ankündigungen der Reformen zu hören und zu lesen, dazu in einer seltsamen Sprache verfasst, die eher an Gesundbeten erinnert. Der LH meinte neuerlich, die SVP macht einen Wahlkampf für die Opposition und nicht für sich selbst, das war und ist auch meine Meinung. Die SVP ist immer noch die Sammelpartei der Süd-Tiroler, sie hat aber meiner Meinung nach in den letzten Jahren versäumt auf den Wähler und die Wählerin genau zu hören, auch in der so wichtigen Frage der Selbstbestimmung. In den letzten Jahren z.B. ist so viel an neuen demokratischen Entwicklungen in Europa geschehen, ohne dass die SVP darauf offensiv reagiert hätte, wie z.B. der Gesetzesentwurf von Francesco Cossiga zur Frage der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol. Die heutige Autonomie hat ihre Vorbildfunktion vielleicht noch für die demokratisch unterentwickelte sog. Dritte Welt, oder für den Nahen Osten, aber schon längst nicht mehr für die hochentwickelte west-europäische Staatsordnung, das ist ein Faktum. Wer aufhört immer besser zu sein, der hat aufgehört auch gut zu sein. Nicht einmal den Kosovo-Albanern war das Model der südtiroler Autonomie im Februar 2008 schmackhaft zu machen, als man mit ihrer Führung über die Selbstbestimmung dieses kleinen Landes seitens der EU und der UNO verhandelt hat. Vom Beispiel Montenegro 2006 ganz zu schweigen, auch eine klassische echte autonome Provinz, die Kraft eines Referendums sich gegen Fremdbestimmung (1918 - 2006) und für die eigene Selbstbestimmung zu fast 56% der Wählerstimmen entschieden hat. Selbstbestimmungen kommen auch in West-Europa immer wieder vor, wenn ein Land oder eine autonomen Provinz oder ihre politische Führung es wollen. Davon war und ist das EU-Land Dänemark, aber auch Großbritannien und Spanien, Belgien direkt heute und morgen betroffen. Italien hat letztes mal die Selbstbestimmung für die griechischen Dodekanes-Inseln und ihre Rückkehr zum Vaterland nach 1946 auch erlaubt, aber nur weil die fremdbestimmten Griechen es damals entschieden von Rom und von der freien Welt gefordert haben. Es gibt aber Länder in Europa, wo die Bevölkerung für die Selbstbestimmung klar eintritt, die politische Führung aber nicht. Ich denke da an die frühere Sozialistische Musterautonome Republik Belarus, nach der Art einer Musterkolchose, auch Weissrussland genannt. Auch dieser Landesname wurde seinerzeit von anderen Geschichts- und Ortsnamenfäscher in einem anderen Land der Fremdbestimmung ( zwischen 1777 - 1991) erfunden, um die wahre ethnische Identität eines ganzen Landes zu verschleiern. Dortige Patiotische Sammelpartei bekommt heute bei jeder Wahl über 70% der Stimmen, der ehemalige Kolchosedirektor und der heutige "Landesvater mit eiserner Faust" von Belarus wehrt sich immer noch mit Händen und Füssen gegen die seinerzeit "aufgezwungene" Selbstbestimmung seines Landes und er würde sein Land am liebsten wieder unter der Fremdbestimmung des Nachbarlandes sehen. Das nennt man in der Fachsprache der Wissenschaft der Psychologie "Stockholmsyndrom", wo ein über längere Zeit traumatisiertes Opfer Überlebensstrategien entwickeln muss, um überhaupt zu überleben und mental über die Runden zu kommen, und sich freiwillig eben auf der mentalen Ebene mit der erlebten Gewalt abfindet und sogar die Beweggründe des Täters verstehen will. "Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben", sagt ein Sprichwort, das gilt auch in der Frage der Selbstbestimmung. Ist es daher jetzt auch mit Süd-Tirol schon so weit, dass man sich auf der Ebene der Landesregierung mit der Fremdherrschaft abgefunden zu sein scheint und die Selbstbestimmung keine politische Option und keine denkbare Alternative zum Status Quo mehr ist? Wenn es dem so sein sollte, dann sollte man das gerade vor der Landtagswahl im Herbst klar aussprechen, damit sich jeder Mensch gut auskennt, wie gerade die Sammelpartei mit diesem Thema in den nächsten Jahren umzugehen gedenkt. Vor einiger Zeit hat der Landeshauptmann Luis Durnwalder gemeint, man würde uns nur ein halbes Jahr für die Vorbereitung einer Abstimmung geben und er wäre sich sicher, dass die überwiegende absolute Mehrheit der Bevölkerung in der AP Bozen Südtirol für die Selbstbestimmung und für die Rückkehr des Landes zum Vaterlandes Österreich stimmen würde. Ein hoher Politiker der SVP und Völkerrechtexperte Karl Zeller meinte einmal, "Auch wir sind ein Volk, haben eine eigene autonome Regierung, eigenes Territorium, daher können wir jede Zeit die Selbstbestimmung ausüben, wenn wir es wollen." Genau um diese ungeklärte Frage der Selbstbestimmung geht es. Südtirol mag vielleicht eine veraltete Musterautonomie in Italien sein, aber es ist keine Musterkolchose, sondern eine Demokratie, wo diese auch in allen Bereichen der Gesellschaft gelebt werden muss. Es ist heute Angesicht der internationalen Entwicklung in der EU und in Europa ein politischer Anachronismus und einer Sammelpartei wie die SVP unwürdig, wenn man weiterhin in der Frage der Selbstbestimmung die Zeit ungenützt verstreichen lässt. Wenn man die Selbstbestimmung aber will, dann muss man auch selbst in der eigenen Politik dieses Thema berücksichtigen und aktiv werden. Die Opposition könnte unter Umständen der SVP nach der nächsten Wahl dabei tatkräftig helfen. Es geht dabei immer um die Zukunft der Süd-Tiroler und der Tiroler Heimat und erst später um die der politischen Parteien. Die letzte Instanz, der wir in allen Zeiten und Regierungsformen absolute Rechenschaft schuldig sind, das ist unsere ethnische Gemeinschaft und unser Vaterland und nicht die heutige Macht der Fremdbestimmung. Als christlich-katholische Partei wird daher die SVP auch an die obersten Instanzen denken müssen, aber auch an die Wähler, von denen ihre Macht abstammt.

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"Ein Landeshauptmann der dermaßen die Zukunft seiner Volksgruppe verspielt, kann keine Option für einen Wähler sein."

du liegst aber vollkommen daneben. Mehre als 100.000 gaben ihm die Stimme. Such dir ein anderes Volk!

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Frage?
Eine Bitte, was genau hat der Durni als LH des Landes Südtirol
vor dem AT - Bundesrat gesagt?
Kann mir jemand ein paar Zeilen schreiben?
Hat er im Sinn bei italien zu bleiben, kennt jemand seine Meinung?
Leider liest man hier in der Presse nicht viel und im Corriere della Sera habe ich nichts gefunden. Danke!

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Selbstsüchtige Partei am Abgrund?
Ganz gleich welcher Anhänger welcher deutschen Partei man ist, was sich Durnwalder und seine SVP noch immer leisten, ist für Süd-Tirol nicht mehr tragbar.

Österreich rollt den Süd-Tirolern den roten Teppich aus und spricht vom 10. Bundesland. Durnwalder dagegen hat nichts besseres im Kopf, als auf Tibet auszuweichen und sich dann noch mit der neapolitanischen Abwasserentsorgung zu messen.
Ein Landeshauptmann der dermaßen die Zukunft seiner Volksgruppe verspielt, kann keine Option für einen Wähler sein. Die Süd-Tiroler müssen sich mit so einem Landeshauptmann vor der Republik Österreich regelrecht schämen.

Die SVP muss von ihrem hohen Ross runter steigen, ihre Macht und ihre Privilegien in den Hintergrund stellen und zu ihren Wurzeln zurückkehren.
Die Süd-Tiroler ewig für Geld und Posten zu blenden, wird in Zukunft nicht mehr funktionieren. Der Wähler ist mündiger und informierter als je zuvor.

Jetzt ist es noch Zeit. Die Volkspartei muss nur den Mut und den Willen aufbringen. Ansonsten kann es sein, dass auch sie von der Realität früher oder später eingeholt wird.

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Die Sammelpartei und die Selbstbestimmun
Will die SVP auch nach der nächsten Landtagswahl im Herbst 2008 die Sammelpartei der Süd-Tiroler bleiben, muss sie sich wahrnehmbar auch um das so wichtige Thema der Selbstbestimmung kümmern. Gerade diese Partei, die in Namen der Menschen in diesem Land spricht, darf nicht länger dieses Thema weiter ignorieren. Heute ist eine Umfrage der "Dolomiten online" zum Thema der Selbstbestimmung Süd-Tirols abgeschlossen worden, die als Orientierungshilfe in dieser Hinsicht dienen könnte. Es haben fast 1700 Südtirol-Online Benutzer daran teilgenommen. Auf die Frage: Wollen Sie die Selbstbestimmung für Südtirol antworteten ca 71% mit einem ja, weitere 16% verneinten diese Frage, 13% hatte dazu keine Meinung. Auf die Frage, Glauben Sie, die Mehrheit der Südtiroler will überhaupt die Selbstbestimmung für Südtirol?, antworteten 64% mit einem ja, weitere 20% mit einem nein, weiss nicht ca 16%. Auf die Frage, Sollte die SVP für den Antrag des ehemaligen Staatspräsidenten Cossiga stimmen? antworteten fast 67% mit einem ja, weitere 15% waren dagegen, ca 18% hatten keine Meinung dazu. Die weitere Frage, Halten Sie den Antrag für realistisch?, wurde von den Teilnehmern wie folgt beantwortet: Ja, er ist realistisch - ca 41%, Man sollte ihn als Diskussionsgrundlage verwenden, dafür waren ca 25%, für utopisch stimmten 14%, Weiss nicht - 13%, er wird hundertprozentig abgewiesen - ca 7%. Alle Prozentangaben wurden jetzt geringfügig abgerundet angegeben. Man kann also auch aus dieser Umfrage klar ablesen, dass die Bürger in Süd-Tirol die Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes klar befürworten, und das ohne jede propagandistische Vorbereitung in den Medien des Landes. Die SVP hat dieses Land in den letzten Jahrzehnten hervorragend regiert und politisch klug geführt. Die heutige Krise dieser Partei hat daher eher damit zu tun, dass man an der Spitze der Partei in vielen Bereichen der Gesellschaft nicht die Zeichen der Zeit erkennen will, und auch das so wichtige Thema der Selbstbestimmung nicht offensiv genug in der eigenen Politik berücksichtigt. So gesehen hat der Landeshauptmann recht damit, als er vor einigen Tagen meinte, die SVP betreibt gegenwärtig den Wahlkampf für die Oppositionsparteien im Land und nicht für sich selbst. Eine weitere Wahlniederlage ist zur Zeit leider vorpragrammiert, es sei denn die SVP kratzt so bald als möglich die Kurve und spricht die brennenden Fragen der Landespolitik an, die einer Antwort schon so lange harren. Dazu gehört meiner Meinung nach auch die Klärung der Frage der Selbstbestimmung des Landes, die in diesen Jahren auch in anderen Ländern der EU auch geklärt werden könnte, wahrscheinlich in einem Referendum oder in einer Volksabstimmung. Das Tiroler Gedenkjahr 2009 würde der SVP, der Landespolitik in Bozen und anderen Parteien eine ausgezeichnete Möglichkeit dafür bieten. Wie so eine Abstimmung letztenendlich ausgehen würde, das kann heute niemand beantworten, aber man würde dann einschätzen können, ob das Thema der Selbstbestimmung noch mehrheitsfähig in der AP Bozen ist, und vor allem für welche Alternativen würden sich die Menschen dann ausprechen. Die Landespolitik wäre in weiterer Folge dazu verpflichtet, den demokratischen Volkswillen in der eigenen Politik fortwährend zu berücksichtigen und nach besten Wissen und Gewissen, lokal, national und international im Dreieck Rom - Bozen - Wien auch politisch zum Wohle des Landes umzusetzen.