Start / Leserbriefe / Dornenkrone: „Südtirol ist nicht der Gazastreifen“

Dornenkrone: „Südtirol ist nicht der Gazastreifen“

dornenkrone_2009.jpgDen Verdi-Grünen-Vërc ist die neue, mit Rosen geschmückte Dornenkrone fürwahr ein Dorn im Auge, denn „Rosen verblühen, die Dornenkrone aber bleibt als Stachel im Fleisch Tirols und degradiert die Rosen zur schmückenden Garnitur“. Den Verdi-Grünen-Vërc scheint es regelrecht peinlich zu sein, wenn nun 2009 an die negativen Folgeerscheinungen der Teilung Tirols erinnert werden soll. In schier dozierwürdiger Weise beeindruckt Hans Heiss mit dem Vergleich: „Südtirol ist nicht der Gazastreifen“.

Stimmt! Gott sei Dank! Südtirol ist, historisch und kulturell betrachtet, aber auch nicht Italien! Und anders als im Gazastreifen soll in Südtirol die Selbstbestimmung mit friedlichen Mitteln erreicht werden! Dass die Verdi-Grünen-Vërc das „Alto Adige“ mit noch mehr Vehemenz als die SVP an Italien binden möchten, dürfte indes bis zu den altoatesinisiertesten Studenten durchgedrungen sein.

Und wenn nun die Verdi-Grünen-Vërc ein neues Symbol für 2009 wünschen, hier ein Vorschlag speziell für sie: Eine Friedenstaube auf dem Grün der Trikolore als Hintergrund. Und faschisten- und italienfreundliche Schriftzüge wie „Südtirol ist Alto Adige“ und „Südtirol ist Italien“ sollten freilich auch nicht fehlen!

Cristian Kollmann
SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

6 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1
Nordeuropäer

Mit welchem Recht bezieht sich die italienische Regierung in Rom eigentlich immer noch auf das imperialistische Fantasie-Wortungetüm "alto adige" aus faschistischer Zeit?
Vielleicht sollte Rom mal über eine Rückkehr zur korrekten italienischen Bezeichnung Sud Tirolo nachdenken um sich vom Mussolini-Erbe klar zu distanzieren.
Oder will Rom sich weiter dem Vorwurf der Fortsetzung des Faschismus aussetzen?

2

Nein,
Südtirol ist nicht der Gaza-Streifen.
Aber die tiroler Minderheit wird ebenfalls unterdrückt. Nur mit anderen Mitteln.

3

an s
Was ich sagen wollte, ist, dass sich Neofaschisten und linke "pace"-Fahnenschwinger vor dem Faschodenkmal, zusammen, Schulter an Schulter, gegen die Schützen gestellt haben. Ich habe ja selbst inmitten der Schützen friedlich mitdemonstriert und habe das als äußerst sonderbar empfunden.

4

an oje
ich möchte sie erinnern, dass die schützen friedlich demonstriert haben!

5

oje-oje-oje
Ich möchte daran erinnern, dass während der Antifa-Demo der Schützen in Bozen auch "pace"-Regenbogenfarbenfahnen geschwungen wurden, und zwar beim Vorbeimarsch, neben den Neofaschisten vor ihrem Denkmal.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

6

Symbole der Einheit sind zu begrüßen!
Der Vergleich der Herren Heiss und Dello Sbarba mit dem Gazastreifen war dagegen wirklich unqualifiziert und geschmacklos. Aber ganz grundsätzlich: Die Grünen sind doch vehemente Gegner des Rechtsextremismus, oder? Warum unternehmen sie dann nicht endlich was gegen den Duce-Faschismus, der immer noch die seltsamsten Blüten treibt? Warum verlangen sie nicht endlich den Abriss der Faschistentempel? Kapieren sie denn nicht, worum es da geht? Fühlen sie sich denn da dem Mussolini oder Berlusconi verpflichtet? Die Grünen haben beim Umweltschutz einiges weiter gebracht, das stimmt und ist auch gut so. Aber was das Gesellschaftliche angeht, torkeln sie offensichtlich ziemlich orientierungs- oder gar ahnungslos durch die Gegend. Sie sollen sich wieder auf die Umweltthemen konzentrieren. Sie sollen aber das andere bleiben lassen und vor allem keinen Schwachsinn verzapfen, wenn sie nicht einmal Recht und Unrecht unterscheiden können. Wie kommen den die Tiroler Patrioten dazu, sich immer wieder von solchen Ignoranten anpatzen zu lassen und gleichzeichtig zuschauen zu müssen, wie das wirklich Bedenkliche wohlwollend toleriert wird, obwohl es eigentlich keinen Platz in einer aufgeklärten Gesellschaft haben darf.