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Diskussion – Mehrsprachige Schule

cristian_kollmann_2.jpgFrau Brigitte Foppa, Vorsitzende des LBE und Landtagskandidatin der Grünen, schreibt im Leserbrief vom 5. August, dass es bei der Süd-Tiroler Freiheit, etwa im Gegensatz zu den Grünen, Menschen gibt, die in Bezug auf die mehrsprachige Schule "nicht nur für sich und die eigenen Kinder bestimmen wollen, sondern am liebsten auch für die anderen mit".

Abgesehen davon, dass Frau Foppa auf die in meinem Leserbrief vom 31. Juli geäußerten Bedenken zu einer mehrsprachigen Schule nicht eingeht, ist es ein Leichtes, auch hier aufzuzeigen, worum es den Grünen letztendlich wirklich geht: Im Zusammenhang mit der mehrsprachigen Schule ist auf der Homepage der "toleranten" Grünen unter "Wissenschaftliche Grundlagen" u.a. zu lesen: "Einsprachigkeit ist heilbar." Was ist an einer derartigen Aussage wissenschaftlich? Dass Einsprachigkeit eine Krankheit ist? Ist das nicht eine Beleidigung für all jene Menschen, die nicht mehrsprachig sind? Von wegen, die Grünen wollen die Kinder zu nichts nötigen! An anderer Stelle schreiben die Grünen: "Mehrsprachigkeit macht klug." Und "nur" einsprachige Menschen sind minder "klug"? Derlei grüne Bekenntnisse zu Wissenschaft und Toleranz sind wahrlich beeindruckend!

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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8 Kommentar(e)

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1

Der "grüne Traum"
@ Christian Kollmann

Exzellente Stellungnahme! Inhaltlich und rethorisch nicht zu überbieten! Weiter so!

2
Cristian Kollmann

Plötzlich leeres Fenster
Die Grünen sind nun offenbar um Schadensbegrenzung bemüht. Sie haben wohl nicht damit gerechnet, als Mehrsprach-Imperialisten demaskiert zu werden, denn plötzlich kommt, wenn man auf ihrer Internetseite die Rubrik "Mehrsprachige Schule" anklickt, ein leeres Fenster - just dort, wo vorher noch von "Wissenschaftlichen Grundlagen" für die mehrsprachige Schule die Rede war. Man darf gespannt sein, wie nun die Grünen die "wissenschaftlichen Grundlagen" umformulieren werden, damit sie ihren grünen "Traum" weiterleben können...

3

Ich glaube es ist vollkommen ausreichend bei dem italienisch Unterricht zu bleiben den wir jetzt haben. Eine zweisprachige Schule oder Kindergarten verwirrt die Kinder eher als dass etwas positives erreicht wird. Italienisch ist und bleibt eine Fremdsprache und wird mit dem jetzigem Schulsystem gut erlernt.

4
Michaela Abate

Hallo,

niemand ist dumm, wer "nur" eine Sprache spricht, das ist Bloedsinn und wollten wir Gruene ganz und gar nicht sagen, das ist jetzt Haarspalterei, die ihr da betreibt und allenfalls falsch ruebergekommen...
Eine mehrsprachige Schule waere eine weitere Moeglichkeit, was aber nicht heissen sollte, dass die "einsprachige" derzeitige abgeschafft werden sollte....
Aber Mehrsprachigkeit ist nunmal auch hier in unserem Suedtirol eine Realitaet, wieso sollte man das leugnen?

lieben Gruss,
Michaela.

5

Geschaetzter Professor Kollmann und es olle, i denk es hobt iatz seggo Recht kopt. Zwoasprochigkeit isch lei an Hinderniss firn Buibelen. Man sollt aa vielleicht bedenken af Hochdaitsch zu verzichten: sell war schun gscheider.
I denk aa es isch lei Schode dass so wichtige Figuren wie Kaiser Friedrich der Zweite, Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Goethe, Felix Mendelssohn, unser Held Andreas Hofer, Karl Marx und a haufn onderen net ausschliesslich Deutsch gekonnt hobn... Suscht haetten sie sicherlich den Menschentum viel mehr leisten koennen...

Ma hallo, Bittschien!!!

6

Grüne Ideologien
Unsere Kinder sind also dumm und krank, wenn es nach den Grünen geht, oder sie wären nur durch „Grüne“ Ideologie heilbar?
Solche Aussagen ähneln eher Nazi-Sprüchen (Arbeit macht frei, Kraft durch Freude, Einsprachigkeit ist heilbar), als wissenschaftlichen Grundlagen.

Wenn das so wäre, müßten auch Einstein, Bill Gates, Boris Becker krank gewesen sein oder sein.
Oder wenn "Mehrsprachigkeit macht klug.", müßte Einstein wohl 1000 Sprachen gesprochen haben.

Diese Leute können alle kein Wort Italienisch!!!
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Milliard%C3%A4ren

7

Ganz gut...
... geschrieben.

8

Die Dialektik
Die Zweisprachigkeit ist so oder so in diesem Land schon immer vorhanden gewesen, daran wird sich nichts ändern. Den Grünen geht es scheinbar nicht schnell genug mit der Altoatesinisierung von Süd-Tirol. Sie haben ihre Tiroler Heimat schon längst ideologisch aufgegeben und verlangen das jetzt auch von der Mehrheit der Menschen in diesem Land. Sie lehnten und lehnen leidenschaftlich jede Form der Selbstbestimmung für Südtirol ab und sind die eifrigsten Befürworter und Verteidiger der heutigen Situation des Landes, die sich die Bevölkerung wahrlich nicht ausgesucht hat und zu der sie nicht einmal ein Wort heute in einer Abstimmung sagen darf. So viel zum demokratischen Verständnis des Menschenrechtes auf Selbstbestimmung der Süd-Tiroler in dieser Partei. Die Grünen sich daher in diesem Sinne mit einem Teil der von den Linken kontrollierten Medien direkt oder indirekt die logischen ideologischen Nachfolger und Gehilfen der seinerzeitigen totalitären tolomeischen Italianisierung Süd-Tirols in unserer Zeit. Diese Ideologie der ethnischen Entrechtung der eingeborenen Bevölkerung hat hier nie aufgehört zu wirken und wird auch in Zukunft nie aufhören, solange die AP Bozen ein Teil des italienischen Staates bleibt. Wissen eigentlich alle, wie stark und zahlenmäßig groß die deutschsprachige Minderheit in der AP Bozen in Italien ist? Der Anteil der Süd-Tiroler an der Gesamtbevölkerung in Italien beträgt nicht einmal 1%, sondern liegt bei der Hälfte dieses Wertes. Im eigenen Land ist man noch eine 3/4 ethnische Mehrheit aber in einem Staat, wo die anderen 99,5% über die Geschicke der Gesellschaft bestimmen. Glaubt man allenernstens, daß man so die Minderheitenrechte einer äußerst kleinen Minderheit in Italien sichert, wenn man als Grüne und Linke alle Tore der weiteren Italianisierung scheunenbreit öffnet? Dann sind die Süd-Tiroler in den nächsten zwei oder drei Generationen Süd-Tiroler gewesen. Was Tolomei und Italien noch nicht geschafft haben, das schaffen womöglich die Süd-Tiroler selbst mit der Hilfe vor allem aus diesem politischen Spektrum der Gesellschaft in Süd-Tirol. Die Grünen sind auch das beste Beispiel dafür, wie man in diesem Land gefügige und politisch pflegeleichte Altoatesini auf der deutschsprachigen Seite bekommt. Die Multi-Kulti Ideologie und Politik der Grünen und der Linken anderswo in Europa hat in den grösseren Städten dazu geführt, dass diese auf die Dauer ethnisch nicht mehr zu erkennen sind. Heute will sogar Italien gegen die Auswüchse dieser Politik der Linken und der Grünen in Namen des Notstands Militär in diesen Städten einsätzen, wo man die heute herrschenden furchtbaren Zustände von dieser Seite sehenden Auges bewußt herbeigeführt hat. In Spanien will jetzt die dort regierende linke Regierung Zapaterro alle noch nicht legalisierten Einwanderer bald legalisieren und ihnen allen bald sogar Wahlrecht geben, ohne das von der Staatsangehörigkeit dieser Menschen abhängig zu machen. Da können sich die Linken und die Grünen sicher sein, dass weder die Rechten noch die ethnischen Parteien jemals gegen sie in Zukunft eine demokratische Wahl gewinnen werden, wenn sie das eigeborene Volk ganz einfach politisch entmündigen und durch eine neue Multi-Kulti-Gesellschaft ersetzen. Die Rechnung für diese Hirngespinnste der historisch und ideologisch gescheiterten Anhänger der vielen Totalitarismen, sei es Marxisten, Anarchiten, Maoisten, Trotzkisten oder Kommunisten, die sehr oft nur als "Grüne" eine Chance sehen politisch sichtbar aktiv zu sein, die muß wie immer und überall die gesamte Bevölkerung bezahlen, die sie nie gewählt hat und die sie nie wählen wird. Sie verteilen alle möglichen Rechte, die ihnen gar nicht gehören und wollen eine neue Gesellschaft so oder so herbeiführen. Wohin das führt, kann man überall in West-Europa mehr als deutlich sehen, zuerst in den größeren Metropolen, zum Schluß aber auch in diesem kleinen Land Süd-Tirol.