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Deutscher Alpenverein (DAV): Kein Gespür für historische Südtiroler Ortsnamen?

landkarte_dav_01.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT zeigt sich über die neueste Landkarten-Beilage in der Zeitschrift „Panorama“ des Deutschen Alpenverein (DAV) verwundert. Die Ortsnamen für Südtirol werden in dieser Karte, welche in Zusammenarbeit mit einem Automobilhersteller herausgegeben worden ist, ausschließlich in italienischer Sprache angeführt. Dabei handelt es sich vor allem um pseudo-italienische Namen, die erst von Faschisten erfunden wurden. In dieser Karte scheint es so, als sei Südtirol eine rein italienische Provinz. Dies darf nicht akzeptiert werden, so die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT.

 

Es ist nicht besonders hilfreich, wenn den Touristen, welche Südtirol kennen lernen wollen, ein falscher Eindruck vermittelt wird. Es stimmt wohl, dass in Südtirol drei Sprachgruppen leben, über 70% der Bevölkerung ist jedoch deutschsprachig, und nur wenige der heute verwendeten italienischen Ortsnamen haben eine historische Berechtigung. Die in der Landkarte nicht verwendeten deutschen Ortsnamen hingegen sehr wohl.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT wünscht sich mehr Feingefühl im Umgang mit den  Südtiroler Orstnamen. Das faschistische Gedankengut eines Ettore Tolomei hat in einer Landeskarte des Deutschen Alpenvereins (DAV) nichts verloren. Zudem sind die Ortsnamen teilweise auch noch falsch geschrieben.

Nachdem es immer wieder vorkommt, dass im deutschsprachigen Ausland allein die italienischen Falschnamen verwendet werden, fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT, dass die Ortsnamensfrage in Südtirol nach dem Prinzip der Wissenschaftlichkeit und der historischen Entwicklung angegangen wird.

Werner Thaler
SÜD-TIROLER FREIHEIT – Freies Bündnis für Tirol
Sprecher der Arbeitsgruppe Gemeindepolitik sowie rechtlicher Vertreter

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37 Kommentar(e)

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So erklärts der DAV
Genau dazu hat der DAV im aktuellen Panorama 2/08 auf Seite 144 eine Erklärung abgegeben. Hier ein Auszug
"[...]Hinter den italienischsprachigen Ortsbezeichnungen in Südtirol auf der Hüttenübersichtskarte (Rückseite des Toyota-Beilegers) steckt seitens des DAV keinerlei Absicht. Der DAV hat die Kartenbasis kostenfrei aus der Schweiz
erhalten und die Karte unverändert
übernommen; es finden sich auch einige deutsche Ortsnamen in falscher
Schreibung wieder, ebenso die Schweizer Schreibweise „ss"für „ß". Mit der
nächsten Auflage werden diese Feh-
ler beseitigt und die Südtiroler Ortsnamen dann selbstverständlich mit den deutschsprachigen Bezeichnungen wiedergegeben."

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Südtirol IST Italien!!! Gott sei Dank!!!
LOS VON EVA!!!! Der Großteil der Südtiroler ist stolz italienisch zu sein. Niemand will zu Österreich gehören. Liebe Eva! Gefällt es dir hier nicht? Dann bitte mach uns allen einen großen Gefallen und verschwinde aus unserem Land, denn solche Unheilstifter wie dich brauchen wir hier nicht! Wir wollen in Frieden multikulturell leben, ohne eure Ignoranz!

MFG Rebekka

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Doppelbürger Schweiz / Italie

Rolle von Austria....
Die Oesterreicher habens akzeptiert, sie haben nicht mal reklamiert! 1291 Abschaffung der Habsburgischen Diktatur in der Schweiz und Gründung derer durch die Ur Kantone!
Immer alles an Tolomei aufzuhängen
ist auch etwas fantasielos....
Ihr seid doch deutschsprachige Italiener und Italien tät guet daran euch besser zu fördern und eure Kultur zu akzeptieren?
Der Nachfolger des ital. Königs ist jedenfalls Schweizer und hat hier Dienst geleistet! Hochachtung...

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Verbot dieser Ortsnamen
Ich denke man sollte sich einsetzen, dass die Verwendung dieser schein-italienischen Namen zumindest im übrigen deutschen Sprachraum (Österreich, Deutschland, Schweiz) verboten werden.
In Österreich könnte sich z.b. die Nordtiroler Gruppe der ST-Freiheit dafür einsetzen.

Dies gilt ebenfalls für Sendungen in ZDF und ORF, wo Süd-Tiroler Sportler regelmäßig zu Italienern abgestempelt werden.

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mein Gott, wie fixiert muss man sein, um immer die gleichen Predigten loszulassen als Antwort auf Thesen, die ich nie vertreten habe.

meine Bemerkung war:
ein müdes Lächeln für "Magonza", aber für "Mailand" oder "Venedig" nicht?

- mehr nicht.
Deine Litanei ist keine Antwort auf meinen Einspruch.

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Mainz, wie es singt und lacht
@Nickname: es ist schon richtig, dass die Namen bekannter Städte in andere Sprachen übersetzt werden, aber dann handelt es sich um Anpassungen an die sprachlichen Fähigkeiten der Ausländer, nicht um Versuche, die eigentliche Identität der übersetzten Orte zu ändern. Daher ist es noch legitim, wenn Mainz "Magonza" heisst (natürlich trägt sich niemand mit dem Gedanken, auf die Theodor-Heuss-Brücke ein Ortsschild "Magonza" anzubringen, sowie ein Ortsschild "Mailand" auch kaum Aussichten auf Verwirklichung haben dürfte).
Aber "Glorenza","Cadipietra" und "Molini di Tures" sind greifbare Realitäten, die an den jeweiligen Ortseinfahrten für jeden leserlich angebracht sind und entsprechen keinen historischen Tatsachen. Es sind auch keine Orte, die sich eines internationalen Bekanntheitsgrades erfreuen.
Weg von den Ortsnamen: Wie sieht es denn mit den Übersetzungen von Familiennamen aus? Kannste mühelos nachvollziehen, wer "Giorgio del Ceppo" gewesen sein könnte?
Nicht viel anders erging meiner Mutter, die, als gebürtige Gräfin v. Kalss zu Carlsberg-Hallstatt von den Helfershelfern des Duce zu einer "Frau Calzi" gemacht wurde und damit in verwandschaftliche Nähe der slowenischen (absolut respektablen) Familie Kalcic, der auch so ein Schicksal widerfuhr, rückte?
Das sind die noch schlimmeren Taten der Faschisten: Wenn man bei der Übersetzung eines Ortsnamens sich noch auf dessen internationale Verständlichkeit berufen kann, ist die Zwangsübersetzung eines Familiennamens pure, sinnentleerte Barbarei.
Die deutschen Faschisten hatten gräßliche Schandtaten begangen, das bestreitet niemand, aber niemals hätten sie Signore Rossi auf "Herrn Rot" umgetauft!

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An alle
die es noch immer nicht wissen.
Diese italienisch klingenden Ortsnamen sind von Tolomei erfunden worden, damit man die deutschen Ortsnamen und in Folge die deutsche Kultur mit Gesetz abschaffen konnte.
All diese erfundenen Namen gehören nicht noch von unwissenden oder ebenfalls faschistisch Denkenden verteidigt, sondern auf den faschistischen Misthaufen.

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gelesen hast du, verstanden offenbar nicht.

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e jo derno....
@nickname: Habs gelesen, glaub`ich richtig.... wäre aber Südtirol ist besetztes Gebiet 1915/18, wer war aggressor? Wer hat gelitten?
Deshalb ist zwar die internationale Grenze italienisch, aber im Herzen, der Kultur, der Sprache? der Volkszugehörigkeit, eindeutig
das AT Bundesland Tirol! Noch fragen werter nickname, ich habe fertig, du hoffe verstanden...

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@ Pichler, du antwortest auf Einwände, die ich nie gemacht haben.

"Es sei ihm auch unbenommen, Mainz als "Magonza" zu bezeichnen, ein müdes, schmunzeldes, sogar wohl wollendes Lächeln unserseits ist ihm aber sicher."

das war die Kritik: ein müdes Lächeln für "Magonza" (ein Straßenschild Magonza steht da ja nicht), aber "Venedig" passt?!

jene, die "Venedig" sagen, oder dürfen nur die Italiener nicht "Magonza" sagen, die Deutscher

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Sagen kann man viel, aber Südtirol ist i
Es hat ja nie jemand behauptet, dass es keine italienischen Bezeichnungen für Orte in Südtirol gibt bzw. geben soll.
Venedig ist überall bekannt. In Italien unter dem Namen Venezia, in Deutschland als Venedig und in England als Venice. Der eigentliche Namen der Stadt ist Venezia, aber durch seinen grossen Bekanntheitsgrad gibt es den Namen in mehreren Sprachen übersetzt. Aber dennoch wird dort kein Strassenschild stehen, das uns den Städtenamen in mehreren Sprachen sagt. Nein, denn die eigentliche Sprache dort ist italienisch und damit auch alle Strassenschilder auf italienisch.

So war vermutlich auch schon früher die Stadt Bozen auch in Italien bekannt und dadurch ist der Namen Bolzano entstanden und gegen den Namen ist nichts einzuwenden.
Auch gegen ein zweisprachiges Ortsschild in Bozen ist nicht all zu viel einzuwenden. Denn immerhin leben dort sehr viele Italiener und die Stadt ist mitlerweile sicherlich auch als "Bolzano" bekannt.

ABER jeder kleine Fluss, jeder kleine Hügel und jedes kleine Dorf in Südtirol hat nur einen offiziellen Namen. Und das ist seine italienische Übersetzung, die keinen historischen Bezug hat und meist auch schlecht ist.
Der italienische Namen wird oft auch gar nicht verwendet weil dort keine Italiener leben und auch keine italienischen Gäste hinkommen. Also hat der künstliche Namen doch überhaupt keine Daseinsberechtigung. Und wen störts auch wenn es den Namen nicht mehr gibt? Es verwendet ihn doch eh niemand!

Du hast schon Recht: Südtirol war Deutsch und ist jetzt gemischtsptrachig. Aber dennoch: die Mehrheit in Südtirol spricht deutsch und daher wäre es durchaus logisch die italienischen Bezeichnungen der Orte wieder abzuschaffen und durch deutsche oder ladinische zu ersetzen. Bezeichnen kann der Ort ja ohnehin jeder wie er will: in Deutsch, Italienisch, Englisch, ...

Dass zweisprachige Orte auch weiterhin ein zweisprachiges Schild haben können ist auch klar. Dort hat der italienische Namen ja mitlerweile auch seine Daseinsberechtigung erlangt.

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@ Doppelbürger, vielleicht liest Du genauer durch, was ich geschrieben habe ---
dann vielleicht du kapischen ?

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Aber aber..
@nickname: Gerade sowenig wie die schweiz deutsch ist, ist Südtirol
italienisch.
Aber die deutschen sind meistens die ewigestrigen! Capische?

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ein müdes, schmunzeldes, sogar wohl wollendes Lächeln für den Italiener, der Magonza sagt.
Und für den Deutschen, der Mailand sagt oder Venedig ?

"Südtirol ist ein Teil Tirols! Tirol ist ein Teil Österreichs und die Amtssprache in Österreich ist nunmal Deutsch."

Stimmt einfach nicht: Südtirol ist nicht nur deutsch, die Amtssprache ist nicht nur eine. Ein einsprachiges Südtirol ist ein fachistischer Wunsch, egal von welcher Seite der Wunsch kommt.

Genauso wie Du könnte sich ein Faschist ausdrücken, halt anders gedreht: "Alto Adige Teil Italiens, und da ist die Amtsprache Ialienisch ..."

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die Deutschen...
@armin: jesees nei di tütsche!
Grosse Klappe und ab in die Schweiz arbeiten! So ist doch die
Realität zwischen dem grossen Adler und der kleinen viersprachigen Möve, dann habts ihr auch noch EURO turbo gespielt,
aber ihr hebt jetzt betreffend Südtirol gar nox zu sagen, ihr deutschen und turbos, aber gar nie!! Ein in erster Linie Italiener und Schweizer, mit dem dringenden Bedürfnis: Freiheit für Südtirol, wie es schon die roten Kleber vor 20 Johr forderten!Auch in der CH!!

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Das Selbe gilt aber auch für die meisten anderen Karten.
Ich verwende zwar meist nur Elektronische Karten, aber bei denen ist Südtirol auch immer Italienisch. Manchmal gibt es die Option um auch alternative Namen anzuzeigen. Wobei auch da nicht alle Namen deutsch sind.

Ich finde man sollte sich da überall beschweren!

Hat aber vermutlich als Partei mehr Sinn als wie als einzelne Person.

http://www.at.map24.com/
http://maps.google.de/
http://www.navigon.com/
und viele andere auch

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Welsche Namensgebung
Werter Franz,

Die Veröffentlichung kam aus Deutschland und ist daher moralisch verpflichtet, unseren angestammten Namen Rechnung zu tragen.
Wenn ein Italiener von "Campo Tures" redet, sei dies ihm unbenommen, obwohl wir sehr wohl wissen, dass er keine gewachsene historische Bezeichnung verwendet.
Es sei ihm auch unbenommen, Mainz als "Magonza" zu bezeichnen, ein müdes, schmunzeldes, sogar wohl wollendes Lächeln unserseits ist ihm aber sicher.
Südtirol ist ein Teil Tirols! Tirol ist ein Teil Österreichs und die Amtssprache in Österreich ist nunmal Deutsch.

Mit freundlichen Grüßen

Julius Franzot

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toponomastik
Warum darf sich ein italienischsprachiger Suedtiroler, der in Suedtirol geboren ist, nicht mit den italienischsparachigen Ortsnamen identifizieren?

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vorhergehender Witz
Ich bin zwar selbst kein Deutscher Staatsbürger, aber eines möchte ich zum vorhergehenden Witz schon anmerken:

Bei aller Kritik über die Karten des Deutschen Alpenvereins:

Deutschland ist immer noch der wirtschaftliche Motor in der EU, deutsche Technik und deutsches Know-how ist weltweit gefragt. Deutschland ist derzeit noch (vor China) jenes Land, das weltweit die höchsten Exporte hat.

Und wie steht Italien derzeit da? Brauche ich wohl nicht zu beantworten.

Soviel zum "Hirn wie ein Vogel".

Und wenn man von einmem Drang spricht - da hat Italien doch eher denn Drang Richtung Norden - siehe Besetzung Süd-Tirols.

Die Deutschen Urlauber verleiben sich wohl keine italienischen Gebiete ein.

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quisque de populo

Angesichts der traurigen Lage der deutschen Nation hier ein sarkastisch gemeinter Witz:
Frage: Was hat ein Deutscher mit einem Vogel gemeinsam?
Antwort: 2 Dinge:
1.) Das Hirn
2.) den Drang nach Süden.
Traurig, aber wahr.

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Das Land, wo die Zitronen blühn
Es ist leider so, dass der Bundesdeutsche grundsätzlich gerne Südtirol (Friaul, Triest...) als Teil Italiens sieht, weil er damit seine, schon seit Goethes Zeiten bekannte, Sehnsucht nach dem Süden in wenigen Autostunden stillt und dabei keine Fremdsprache lernen muss. Als Jörg Haider die Autobahn-Schilder in Villach den Weg nach "Laibach" zeigen liess, dann waren die "Piefkes" total verunsichert, denn sie hatten ihr "balkanromantisches" Ljubljana nicht erkannt. Das erklärt auch, warum der durchschnittliche Bundesbürger die Geburt eines Staates mit dem Namen "Padania" nie willkommen heissen wird. Schon am Brenner riecht Lieschen Müller die ersten Zitronen und spätestens unter der Weinlaube in Kaltern glaubt sie die Stimme der ersten Capri-Fischer zu hören.
Ganz zu schweigen von den neuen Bundesbürgern, denen die "DDR" eingefleischt hatte, es gäbe keine Grenzen ausser der Politischen, da es dem Proletarier sowieso egal sei, wo ihn das Kapital ausbeute.
Wenn ich in Mainz normales Deutsch rede und irgendwann sage, dass ich aus Triest stamme, stosse ich meistens auf Unverständnis: Da bin ich der Spielverderber.

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Tiroler Geschichte
Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg war Tirol ab 08.Mai 1945 ein dreifach besetztes Land. Der künftige internationale Status war bereits ab 1943 unklar, da die faschistische Italienische Republik von Salo die direkte Kontrolle über Süd-Tirol verloren hat. Nord-Tirol befand sich ab Mai 1945 in der französischen, Ost-Tirol in der brittischen und Süd-Tirol in der amerikanischen Zone. Jedes Land und Volk sollte seine eigene Geschichte aufarbeiten, um mit sich in diesen so wichtigen Fragen ins reine zu kommen. In ganz Tirol hat es damals viele Nazis gegeben, aber noch viel mehr Tiroler Patrioten, die gegen Ende des Krieges als organisierter militärischer östereichpatriotischer Widerstand das Inntal, z.B. bis fast nach Bayern von den Nazis selbst befreit hat. Dieser Widerstand der Tiroler ist aber erst dann offen in Erscheinung getreten, als überhaupt eine Chance auf Erfolg bestanden hat. Das haben später die Allierten Kräfte bei ihrer Beurteilung des Landes berücksichtigt. Der oberste Kommandant der französischen Besatzungsmacht in Innsbruck hat nach Studie der Aktenlage die Tiroler von pauschalen Verdächtigungen der Nazikollaboration freigesprochen, als er sinngemäss meinte, die Tiroler mögen damals wie heute alles gewesen sein, aber sicherlich keine Nazis. Die Tiroler und Österreicher sind von uns und unseren Streitkräften ab sofort zwar als besetztes, aber als befreundetes Volk zu betrachten, das auch so wie wir Franzosen im Krieg fürchterliches Leid erfahren mussten. Unser Besatzung dient hier der Wiederherstellung der Demokratie und Souveränität Österreichs und Landeseinheit in Tirol, so dieser französiche General und grosser Freund Tirols und Österreichs damals. Die Britten und Franzosen waren bekanntlich damals für die Wiederherstellung der alten Landeseinheit in Tirol mit Süd-Tirol. Die Amerikaner waren dagegen, da sie bei Landung auf Sizilien anderslautende Versprechen den Italienern gegeben haben. Es hat zwar in ganz Tirol überzeugte Nazis gegeben, aber das war eine Minderheit, die meisten Tiroler wussten mit dieser Ideologie nichts anzufangen, sie lieben ihre Heimat über alles und lassen sich nicht so leicht für von aussen getragene Ideologien und Regime begeistern, das waren auch die Worte dieses französichen Generals, da bekanntlich Nord-Tirol nach dem Krieg der franz. Besatzungszone zugesprochen wurde. Die US-Streitkräfte haben dann in den ersten Maitagen 1945 nur noch das Schlüsseltat Nord-Tirols das Inntal von diesem in Erscheinung getretenen Tiroler Widerstand zu übernehmen gebraucht. Die amerikanischen Soldaten sind so ähnlich in Innsbruck von der Bevölkerung mit Blumen und Jubel begrüsst worden, wie früher in Belgien oder Frankreich, was für sehr Verwunderung und Verwirrung bei den Amis sorgte, da sie von ihrer Führung nicht aufgeklärt worden sind, wo sie sich in diesen ersten Maitagen 1945 befunden haben, nämlich in Austria und nicht wie sie glaubten, was auf ihren Landkarten stand, in Nazi-Germany im Feindesland. Jeder Mensch muss mit der Geschichte seines eigenen Landes klar kommen, man kann aber dabei weder bei der Frage der Beurteilung des italienischen und deutschen Faschismus noch bei der demokratischen Gesinnung und Reife einer Gesellschaft nur "a Bisserl schwanger werden". Die Verbrechen der beiden Totalitarismen sind unentschuldbar und stehen mit ihren Untaten für sich. Eine demokratisch verfasste Gesellschaft muss auch immer und überall die Werte, für die sie steht, auch mit allen Mitteln verteidigen. Es stimmt zwar, dass der italienische Faschismus nicht gleich viel Verderben über die Menschen gebracht hat, wie der Nationalsozialismus des Dritten Reiches, aber wohl aufgrund der Tatsache, dass Mussolini nicht genug Zeit und Mittel dafür gehabt hat, die Bereitschaft dazu aber schon, wenn man an die italienischen Kriegsverbrechen in Afrika denkt. Die gleichen Faschisten, die unter diesem Regime in Italien bis 1943 die Süd-Tiroler unterdrückt und drangsaliert haben, sind über die Nacht mit einem neuen Parteibuch zu "Demokraten" geworden, und haben ihr Werk in Alto Adige weiter "fortgesetzt". Eine "Ent-Mussolinisierung" hat es in Wirklichkeit in Italien nie gegeben. Das, wa sie seinerzeit in den Folterkammern des alten Regimes an Verhörmethoden gelernt haben, haben sie dann später in den 50er und 60er Jahren bei den festgenommenen süd-tiroler Widerstandskämpfern angewandt. Viele von diesen Tirol-Patrioten haben das mit ihrem Leben und Gesundheit bezahlt. Die Massenfolter war zeitweise an der Tagesordnung in Alto Adige und bis heute musste weder ein einzelner Beschuldigter diese Untaten abbüssen, noch hat es zu irgendeinem Zeitunkt der Geschichte und der Gegenwart eine ernstzunehmende Auseinandersetzung der Gesellschaft auf der italienischen Seite mit der Geschichte dieser "Italianità" in Alto Adige der 60er Jahre gegeben. Einige mutige, oft linke italienische Richter und Staatsanwälte haben damals in Italien in den 60er Jahren diese Folterknechte ihrer Taten überführt und angeklagt, trotz des ungeheueren Vertuschungsdrucks von ganz oben, trotz Einschücherungsversuche durch die Vorgesetzten, trotz für immer verbauter Karrieremöglichkeiten, sie haben sich als aufrechte Italiener ehrlich darum bemüht, dass die Verursacher dieser Schandtaten in und von Italien bestraft werden. Es ist zwar zu einigen Prozessen gekommen, aber alle Folterknechte, es handelte sich dabei um Dutzende von angeklagten Italienern im Staatsdienst, sind damals von italienischen Gerichten entweder sofort nach dem Urteil amnestiert worden oder freigesprochen. Diese italienischen "übereifrigen" Richter und die Staatsanwälte sind dann während oder nach den Prozessen abgesetzt und in andere Provinzen strafversetzt worden und durften nie wieder nach Süd-Tirol zurückkehren. Im Gegenzug sind dann später einige der Opfer dieses Folterregimes der "Verleumdung der Sicherheitsorgane des Staates und der Beleidigung der Italianità" von der gleichen Justiz angeklagt worden. Die Folterknechte des Systems sind für ihre Untaten nie bestraft worden, sie sind sogar danach in höhere Dienste nach Rom und anderswo berufen worden, man hat das also gutgeheissen und von oben gewollt belohnt. Sie werden sich, wenn schon vor höheren Instanzen einmal verantworten müssen, aufgrund ihres Alters einmal vor ihrem Schöpfer, wenn sie gläubig sind, wenn nicht, müssen sie lebenslang mit dieser Schande leben. Es ist für einen aufrechten Menschen aus psychologischer Sicht leichter mit der Opferrolle auszukommen, als ewig mit der Schande solcher Untaten zu leben, es sei denn man ist ein aufrechter gerechter Mensch und Patriot seiner Heimat!

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Deutscher Alpenverein
Es ist offenbar wirklich so, dass viele in Deutschland über die Geschichte Tirols nicht bescheid wissen. Für viele in Deutschland beginnt am Brenner Italien.

Umgekehrt wissen wahrscheinlich auch viele Tiroler wenig über die Geschehnisse anderswo Bescheid, etwa über die Vertreibung von 10 Millionen Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg (z.B. Ostpreussen, Schlesien aber auch aus Tschechien, wo heute noch die gesetzlichen Bestimmungen gültig sind, die diese Vertreibungen gerechtfertigt haben).

Es ist auch unbestritten, dass das nationalsozialistische Deutschland großes Unheil über ganz Europa gebracht hat. Aber war es als Vergeltung für diese Verbrechen richtig und gerecht, diese Menschen aus Ihrer Heimat zu vertreiben? Sicher nicht!

Steffan Rennert kehrt dieses Unrecht mit einem Satz: "das ist eben durch die Verschiebung der Grenzen passiert" unter den Tisch.

Klar, Deutschland war nicht in der Position, diese Gebiete zurückzufordern und heute, wo keine Deutschen mehr dort leben, kann nicht Deutschland hergehen und diese Gebiete zurückfordern.

Aber seinen wir doch ehrlich: Italien hat mit süd-Tirol das Gleiche vorgehabt. Wenn es nur nach Italien gegangen wäre, dann gäbe es jetzt sicher keine Süd-Tiroler mehr in ihrem Heimatland.

Gott sei Dank ist es den Italienern nicht gelungen, die Süd-Tiroler aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben. Und es ist Italien auch nicht gelungen, das Land zu italianisieren.
Drei Viertel der Süd-Tiroler Bevölkerung sind nicht Italiener.

Das sollte man beim Deutschen Alpenverein schon wissen. Und man sollte dort auch die historischen Ortsnamen kennen. Für das ausschließliche Verwenden der italienischen Bezeichnungen darf es keine Entschuldigung geben! Ich werde diesbezüglich auch persönlich beim Deutschen Alpenverein protestieren.

Da Süd-Tirol auch Teil des deutschen Sprach- und Kulturraumes ist, sollte gerade auch aus Deutschland etwas mehr Solidarität mit den Süd-Tirolern gezeigt werden.

Und übrigens: der Deutsche Alpenverein, nach dem 1. Weltkrieg noch der "Deutsche und Österreichische Alpenverein" war ja selbst leidtragender der Besetzung Süd-Tirols durch Italien.

Unzählige Alpenvereinshütten wurden enteignet und dem CAI überlassen - hat das der Deutsche Alpenverein schon vergessen?

24

43-45
"wo man zuerst über die Nacht 1943-45 die schwarzen Hemden der Faschisten auszieht und plötzlich zu Demokraten wird"

wenn man über die Jahre 1943-45 spricht, sollte man nicht die vielen Südtiroler Nazis vergessen. 1945 zogen sie die Braunhmenden nur zum Teil aus, denn Nazi durfte man in Südtirol weiterhin sein, da hatte niemand Skrupel.

Nicht zufällig sind viele Nazi-Größen über Meran und Umgebung geflohen: hier wurden sie immer noch verehrt.

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Stefan Rennert

Markus A. schrieb:

"Der Gipfel der Frechheit ist, dass man gerade Österreich vorwerfen will, die Menschen dort hätten seinerzeit versäumt den fremden Diktator in ihrem Land rechtzeitig zu stürzen."

Lieber Markus, jedem Widerstandskämpfer gegen ein totalitäres Regime gebührt Achtung und Respekt. An ihnen müssten wir uns in ähnlichen Situationen messen. Ich habe lediglich geschrieben: "Das hat leider kein Österreicher geschafft." Und das ist auch so gemeint.

Der Faschismus in Italien war offensichtlich weniger tödlich als der Nationalsozialismus und hat auch in der "Theorie" mehr die Kultur als die "Rasse" akzentuiert. Damit will ich nur die Aussagen derjenigen Forenteilnehmer relativieren, die immer die italienische Vergangenheitsbewältigung anprangern mit dem Argument: "Mann stelle sich nur vor, wir würden so mit Hitler umgehen." Zwischen Hitler und Mussolini liegt eben schon ein gewaltiger Unterschied. Die Voraussetzungen für die Vergangenheitsbewältigung sind anders. Es existieren Filmaufnahmen, die zeigen wie die Leiche Mussolinis vom Mob malträtiert wird. Das ist gelungene Vergangenheitsbewältigung! Die Aufnahmen wurden (so vermute ich) vom Istituto Luce durchgeführt, dass zu Lebzeiten Mussolinis unter anderem für seine propagandistischen Filmaufnahmen zuständig war und aus filmtechnischer Sicht damals Maßstäbe gesetzt hat. In Deutschland hingegen gab es bis zum Schluss keinen nennenswerten Widerstand, der vergleichbar mit der Partisanenbewegung in Italien gewesen wäre, der Leiche Hitlers ist man auch nicht habhaft geworden und nach der Niederlage wollte niemand mit den Nazis sympathisiert haben. Das ist es, was ich mit unterschiedlichen Voraussetzungen für die Vergangenheitsbewältigung meine.
Im Übrigen hat Mussolini für Hitler in militärischer Sicht unfreiwillig mehr als Bremsklotz gewirkt denn als Unterstützung und das ist auch gut so.

Der letzte Absatz ist nicht als Verteidigung des ital. Faschismus zu verstehen. Er ist ein Verbrechen gewesen und hat auch als Vorbild eines größeren Verbrechens gedient. Mich stört nur, dass von separatistischer Seite aus Südtirol das Adjektiv "faschistisch" inflationär für alles gebraucht wird, was an die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien erinnert.

Lieber Rainer: Ich weiß, dass die meisten italienischen Namen in Südtirol künstlich sind. Und das ist in Europa mit den Grenzverschiebungen nicht einzigartig.

Dass im Italien der Nachkriegszeit gefoltert wurde, dafür würden mich die Quellen interessiren.

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Geschichtsverständnis in Italien
Es ist wirklich ein "edler" Zug von manchen in diesem Land, wenn sie unter Umständen die leidvolle Geschichte des Landes Süd-Tirol bei Italien nur so nebenbei erwähnen, und gleich damit zur Tagesordnung übergehen, nach dem Motto, ah ja da war doch was, ah ja wir waren nicht ganz brav in der Geschichte , wir haben sie nur ein wenig unterdrückt, italianisiert, vertrieben und misshandelt, aber sie müssten sich schon längst daran gewöhnt haben, wie wir mit ihnen umgehen, oder etwa nicht? Sonst steht Italien nicht mehr lang, wenn es mit der Selbstbestimmung hier so weiter geht. Die Krokodiltränen könnt ihr euch ruhig sparen. Wer so unmoralisch und schlampert mit solchen wichtigen Fragen der eigenen Landesgeschichte auch in in Süd-Tirol umgeht, darf sich überhaupt nicht über die fürchterlichen Zustände im Stiefelstaat von heute wundern. Der Gipfel der Frechheit ist, dass man gerade Österreich vorwerfen will, die Menschen dort hätten seinerzeit versäumt den fremden Diktator in ihrem Land rechtzeitig zu stürzen. Es ist eine Beleidigung der unzähligen Toten in Österreich, die damals im Widerstand gegen dieses Regime gefallen sind, auch wenn viele auf seiner Seite begeistert mitgemacht haben. In diesem Land, damals mit 7,5 Millionen Menschen sind fast 180 Tausend, cirka je zur Hälfte, aus politischen und rassischen Gründen für das eigene Vaterland Österreich als Opfer des Regimes umgekommen. Eines steht ausser jeder Frage und Diskussion. Sowohl die Österreicher als auch die Süd-Tiroler haben einen sehr hohen Preis für die Irrtümer in der eigenen Geschichte bezahlen müssen, und zwar für die verbrecheriche Komplizerschaft beider Diktatoren auf dem Rücken der Österreicher und der Alt-Österreicher in Süd-Tirol. Schaut euch noch einmal den bekannten Film von und mit Charlie Chaplin aus dem Jahre 1940 "Der grosse Diktator" wieder an, dann wisst ihr ganz genau was ich damit meine! Ihr könnt stolz sein auf die "italienischen Siege", die vielen Menschen in Europa zu einem Begriff mit der Zeit geworden sind, in Süd-Tirol, in Albanien, Jugoslawien, Griechenland, Afrika usw. Z.B. auch für den in der Geschichte beispiellosen diplomatischen Verrat und Betrug an Österreich Ungarn 1915-18, auf die Unterdrückung und gewaltsame Italianisierung eines kleinen Volkes in einem Land, das euch nichts getan hat, euch nichts böses wollte und euch nichts schuldig ist, weder in der Geschichte noch heute oder morgen! Dieses Land hat euch nie gehört und noch lange wird es euch nicht gehören, solange es genug Süd-Tiroler Patrioten gibt, die sich mit der Teilung des Landes nicht abfinden werden. Das Recht ist nie auf der Seite der Fernbestimmung und Verweigerung des Selbstbestimmungrechtes für ein noch so kleines Volk gewesen, auch das könnte man, wenn man wollte als Lehre aus der Geschichte ziehen, es sei denn, man ist und bleibt unbelehrbar. Seid daher stolz auf die Politik des Duce, der zuerst dem Ständestaat Österreich gegen Deutschland seine uneingeschränkte Unterstützung bis 1938 angeboten hat, aber dann wie eine heisse Karoffel fallenlassen hat, als er den Preis dafür von einem anderen Diktator bekommen hat, nämlich ein Land Tirol südlich des Brenners, das ihm nie gehörte, und dem Duce und Italien ab 1943 bis 1946 auch wieder nicht gehört hat. Der weitere Verlauf der Geschichte des Zweiten Weltkrieges hat dieses Vorgehen des "grössten Titanen und Denkers" mit seiner Rolle in der Achse Rom-Berlin-Tokio stark begünstigt und Leid sowie Verderben über die ganze Welt gebracht. Der Duce befindet sich heute noch auf der Liste der wichtigsten und grössten Italiener aller Zeiten sogar auf Platz zwei nach Garibaldi, laut einer grossen Umfrage einer Abendzeitung aus Milano von Juni 2007. Weiters ihr konnt noch auf eure Siege auf dem Feld der Ehre der Italianità stolz sein, wo man zuerst über die Nacht 1943-45 die schwarzen Hemden der Faschisten auszieht und plötzlich zu Demokraten wird, in Paris verspricht man Süd-Tirol und der Schutzmacht Österreich 1946 in einem Vertrag weitgehende Autonomie, man lässt sich aber damit Zeit bis 1992, und das nach über 40 Jahren immer noch lückenhaft und unvollständig. In der Zwischenzeit versucht man mit der Brechstange und Brachialgewalt das zu vollenden, was der Duce "leider" nicht geschafft hat, diesmal unter "demokratischen" Vorzeichen Italiens. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände der 60er Jahre in Süd-Tirol sprechen in dieser Hinsicht eine klare Sprache, wo das Land Süd-Tirol damals von diesem Staat so behandelt wurde, wie Kosovo von Serben in den 90er Jahren bis heute. Die vielen Toten und Opfer der Massenfolter des Staates der 60er Jahre sprechen eine klare Sprache. Ihr könnt stolz sein auf eure Sicherheitskräfte, die das "vollbracht" haben und als Lohn für getanes Unrecht und Vergehen gegen die Menschlichkeit von Italia damals in höhere Ämter berufen wurden, seid stolz auf eure Sicherheitsorgane, die sogar die verbrecherische ost-deutsche Stasi nach Süd-Tirol"eingeladen" haben, um sie auf patriotische Kreise in Süd-Tirol loszuhetzen und das bis in den 80er Jahren sogar, wenn man der Geschichtsforschung glauben darf. Ihr könnt stolz sein auf die Huldigungen am Mussolinitempel der italienischen Neofaschisten in Bozen am "Siegesdenkmal", genauso wie bei den von Duce aufgestellten Alibi-Beinhäusern aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, wo bekanntlich kein einziger italienischer Soldat den heutigen Boden des deutschsprachigen Landes Süd-Tirol jemals betreten hat. Seid stolz auf eure Wähler, die mehrheitlich in Alto Adige italienische Rechtsaussenparteien wählen, auf Aufmärsche der Neofaschisten, auf die ununterbrochenen Geschichtsfälschungen bis heute. Seid stolz auf die diplomatische Erpressung der Schutzmacht der Interessen Süd-Tirols, dieses noch so kleine Österreich im Vorfeld der Beitrittsverhandlungen zur EU vor 1995 usw. usw. usw. Wem sich der Magen noch nicht umdreht, und wer noch nicht aufs Klo muss, um zu kotzen, der hat eine "wahre Liebe und Treue" zu Italianità des Alto Adige bewiesen. Nur weiter so und das Land Süd-Tirol wird nicht mehr lange mehr diese "italienischen Siege" ertragen müssen, da bekanntlich alles was auf Widersprüchen, Lug und Trug aufgebaut ist, früher oder später in sich zusammenbricht. Die ersten Anzeichen sieht man schon in diesem Land wo die Zitronen und noch etwas anderes blühen. Am Ende werden auch in Süd-Tirol Gerechtigkeit, Demokratie und Menschlichkeit siegen!

27

Lacher
Ach wie lustig: Zuerst erklätz Österreich Italien nicht den Krieg, nachdem ein paar italienische Bullen die Brennergrenze verletz haben um Knolls Ausweis zu kontrollieren. Dann schreibt der Aplenverein die italienischen Namen in die Landkarte. Liebe SF, eure Seite ist echt so amüsant, ich falle jedesmal leider vom Stuhl vor lauter Lachen!!!!

@Michael: ja, es stimmt, die Italiener sind viel zu spät des Trottels genannt Muso Lino losgeworden, aber immer noch besser als die Deutschen, die sich monatelang für ihren Diktator haben schlachten lassen, obwohl schon alles verloren war. Welche der 2 Varianten ist wohl besser? Lieber "spät" als "nie", wohl wahr!!!

28

-
Schade, dass Deutsche wegen dem italienischen Flair nach Südtirol kommen. Den Rest haben Sie auch zuhause.

29

Stefans Geschichtsverständnis
Stefan sollte sich mal über die Entstehung der italienischen Falschnamen für Süd-Tirol kundig machen. Sein Geschichtsverständnis reicht nicht mal für Erstsemester! Einfach mal lesen - über den Geschichtsfälscher Ettore Tolomei steht ja im Internet gerade genug!

Tolomeis "Prontuario dei nomi locali dell`Alto Adige" wurde letzmalig im Jahre 1940 durch Dekret von Mussolini zum offiziellen Namensbuch für Süd-Tirol erklärt. Damit sollte aller Welt vorgegaukelt werden, dass Süd-Tirol eine uritalienische Provinz sei.Wer sich intensiv mit dem Prontuario beschäftigt, merkt übrigens schnell, wie falsch und dümmlich viele Namen übersetzt wurden, bzw. durch lautliche Umformung italienisiert wurden, ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Dies ist nicht nur bei Orts- und Flussnamen der Fall, sondern es zieht sich über den letzten Weiler, den letzten Hof und die letzte Alm!

In allen anderen demokratischen Saaten wurden die "Führerbefehle" aufgehoben - aus gutem Grunde! Warum in Italien nicht? Stefan sollte sich mal vorstellen wie es wäre, wenn heute in Deutschland einige Befehle Adolf Hitlers noch Gültigkeit hätten. Soviel zur zitierten "Amtlichkeit" der italienischen Falschnamen.

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An Stefan Rennert
Der Gestank, den Du mit Deinen Verbal-Diarrhöen auf der SF-Website verbreitest, ist ja nicht auszuhalten. Wundern muss man sich schon, wie Du nur so kaputt argumentieren kannst. Schlechte Erfahrungen in Österreich gemacht? Egal.
Billig provozieren à la Rennert, kann ich auch, z.B. wie folgt:

Deine Aussage, dass die italienischen Namen amtlich gültig seien...lieber Stefan, Unrecht wird nicht automatisch zu Recht, nur weil ein amtlicher Stempel drauf ist. Dass man diese Unterscheidung in Deutschland mit der dortigen "Jawoll-Mentalität" nur schwer versteht, dafür gibts ja genug tragische Beispiele... Na Stefan, bin fast so gut wie Du, häh?

Und was Deinen Mussolinikommentar und die damit verbundene Österreichschelte anbetrifft: der Mussolini ist zwar erschossen worden, aber eben auf die italienische Art, d.h. "von hinten" bzw. erst, nachdem er eh schon fertig war, d.h. viel zu spät!!! Weiters sei bemerkt, dass es in Österreich gottseidank keine Kalender mit Nazigrössen zu kaufen gibt, im Gegensatz zu Deinem tollen Italien, wo überall Mussolini-Kalender legal zum Verkauf aushängen.

Ich habe jetzt fertig und werde mich nicht weiter über Dich aufregen

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Stefan Rennert

Korrektur
Oh, Verzeihung: Cossiga hat mit ja gestimmt.

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Stefan Rennert

Sie SF legt sonst immer großen Wert auf die Feststellung, lediglich die italienischen Namen seien "amtlich gültig" und die deutschen lediglich "geduldet". Warum wird das hier nicht erwähnt. Soll die Karte etwa nicht die "amtlich gültigen" Namen enthalten? Was soll man von jemandem halten, der nicht die "amtlich gültigen" Namen druckt?

Die SF ist bestrebt, alles zu bekämpfen, was an die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien erinnert. Auch beschwört sie den Untergang Italiens vielfach herauf und braucht dabei in Stil und Inhalt keinen Vergleich mit Kronen-Zeitung oder Bild zu scheuen.

Im Übrigen bin ich natürlich der Meinung, dass Italien in seinen natürlichen Grenzen wiederhergestellt werden sollte, wie sie unter Trajan definiert worden sind, natürlich mit einer einheitlichen italienischen Toponomastik. Aber alles schön friedlich und ohne Spaltung der Gesellschaft. Eben wie die SF.

PS: Euer geliebter Cossiga hat im Senat mit Nein votiert. Jetzt dürft ihr euch über Berlusconi freuen.

Zum Thema "mangelnde Vergangenheitsbewältigung in Italien" möchte ich sagen, dass Italien sich seines Diktators (leider zu spät) selbst entledigt hat. Das hat leider kein Österreicher geschafft.

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Protestiert beim DAV!
Ich habe meine Protestnote soeben Richtung DAV geschickt. Je mehr das tun, desto besser.

Das ist eben das Unbefriedigende an der 'Autonomie'. Man wird für Italiener gehalten, als Italiener gehandelt sofern das in den Kram passt. Nur Selbstbestimmung wird für Klarheit darüber sorgen, was Süd-Tirol nicht ist, nämlich Italien.

Ganz abgesehen von den enormen wirtschaftlichen Vorteilen, die sich sofort realisieren würden.

Worauf wartet Süd-Tirol eigentlich? "Uns gehts doch eigentlich gut...", sagen viele. Mag auch stimmen, wenn man sich mit italienischen Regionen vergleicht. Es könnte, es sollte uns viel besser gehen, wenn wir dieses marode, bankrotte, korrupte Gebilde namens Italien nicht am Bein hätten.

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DAV besser als AVS
Tolle Nachricht: Der DAV ist besser als der AVS!

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So ist es..
Leider ist es so, gerade die deutschen die immer protestieren,
va. die Bayern (ausg. die Franken),
sehen halt Südtirol als Italienisches Gebiet. Aufklärung tut not.
Aber ein Alpenverein der sich sicher mit Trenker und anderen Südtiroler befassten/en, wissen es genau!

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Protestieren
Ich schlage den Lesern dieser Seite folgendes vor: Text der Pressemitteilung kopieren, dazuschreiben, "ich schließe mich dieser Forderung an, dass in Ihren Landkarten für Südtirol nur die historisch gewachsenen deutschen Ortsnamen verwendet werden." unterschreiben und an den DAV (info@alpenverein.de) mailen!

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Südtirolbild in Medien
Dieser Wahnsinn hat gerade in den Medien der BRD Methode. Wie oft ist da die Rede von italienischen Alpen, oder Wandern unter der Sonne Italiens im direkten Zusammenhang gerade mit Süd-Tirol. Neuerlich habe ich in einem deutschen TV-Sender (WDR) einen Bericht über Skifahren in Alto Adige in Italien, Südtirol gesehen. Titel der Sendung, "Zwischen Piste und Pasta". Eine bessere Verfälschung der Tatsachen und des heutigen Charakters und status quo des Landes Süd-Tirol könnten sich sogar die Neofaschisten aus Italien fast nicht mehr wünschen. Ein unbeteiligter Mensch, der das zum ersten mal gesehen hat, würde zwangsläufig glauben, es ist ein Bericht über´s Skifahren in den Alpen des Trentino, wie wir es verstehen würden. Lediglich in den Medien Österreichs wird diese Trennung zwischen den Begriffen Italien und Südtirol in den Berichten aus allen Sparten der Gesellschaft in allen Medien des Landes meistens peinlichst genau vollzogen. Es ist bestimmt auch kein Zufall, und all die Nord, Ost und auch Süd-Tiroler, die im Vaterland Österreich in den Medien ihr Brot verdienen, sorgen schon dafür, dass es weiterhin so bleibt. Das Land könnte aber da selbst für Klarheit in solchen Fragen sorgen, und gegen diese skandalöse Unwissenheit mancher Medien gerade in Deutschland etwas unternehmen, z.B. Briefe an die Macher dieser "Werke" schreiben, mit der Bitte um Richtigstellung und künftige korrekte Berichterstattung aus dem Land Tirol südlich des Brenners.