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Das Siegesdenkmal

Am Platz des Siegesdenkmales hatte man 1917 mit dem Bau eines österreichischen Kaiserjäger Denkmales begonnen, welches jedoch bis zum Kriegsende nicht fertig gestellt wurde. (Reste des Kaiserjägerdenkmals befinden sich heute neben der Andreas Hofer Statue am Bergisl in Innsbruck).

Der Rohbau wurde von den Faschisten weggesprengt und an derselben Stelle das Siegesdenkmal errichtet, das den Auftakt der faschistischen Baupolitik in Bozen darstellt.

Das Siegesdenkmal ist ein überdimensionaler Triumphbogen (20,5 m hoch, 19 m breit und 8 m tief), der von 14 Säulen getragen wird, die die Form von Liktorenbündeln haben (Machtinsignien des faschistischen Regimes). Die Äxte ersetzen dabei die Kapitelle der Säulen.

An der Attikazone der Fassade, die der Altstadt zugewandt ist, befindet sich die lateinische Inschrift: HIC PATRIAE FINES SISTE SIGNA HINC CETEROS EXCOLVIMVS LINGVA LEGIBVS ARTIBVS (Übersetzung: Hier an der Grenze des Vaterlandes, setzt das Zeichen. Von hier lehrten wir den Übrigen Sprache, Gesetz und Kunst).

Ebenso befindet sich dort die von Arturo Dazzi geschaffene „Vittoria Sagittaria“, die ihren Pfeil gegen Norden, als Warnung an Österreich abschießt.

Gewidmet ist das Siegesdenkmal den italienischen „Märtyrern“ des

1.Weltkrieges und allen voran Cesare Battisti (der sich jedoch selbst nie für die Brennergrenze ausgesprochen hat).

Unter dem Siegesdenkmal befindet sich ein Krypta, in der sich eine Urne, mit der Erde des Hinrichtungsortes der „Märtyrer“ befindet.

Erbaut: 1926 – 1928
Entwurf: Marcello Piacentini
Eingeweiht: 12. Juli 1928

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