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Dank an Bundesratspräsident Helmut Kritzinger

helmut_kritzinger.gifDer Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, dankt dem scheidenden Präsidenten des österreichischen Bundesrates, Helmut Kritzinger, für seine Bemühungen um Süd-Tirol. Helmut Kritzinger hat in seiner Amtszeit starke Impulse für das Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile gesetzt und dabei auch stets die Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Österreich unterstrichen.

Wie kaum ein anderer Politiker hatte er den Mut, bei einer Veranstaltung, an der auch der italienische Botschafter teilnahm, öffentlich die faschistischen Relikte in Süd-Tirol anzuprangern.

Seine unzähligen politischen Gespräche nützte er zudem geschickt, um immer wieder auf das Süd-Tirol Problem aufmerksam zu machen.

Durch die Wahl von Helmut Kritzinger, als Präsident des österreichischen Bundesrates, wurde auch ein starkes Signal von Österreich an Süd-Tirol gesandt, da Kritzinger selbst Süd-Tiroler ist und aufgrund seiner Unterstützung der Freiheitskämpfer, in den 60er Jahren von Italien politisch verfolgt wurde und daher nach Nord-Tirol flüchten musste.

Helmut Kritzinger gehört zu den wenigen Politikern mit Handschlagqualität, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt und dabei stets um die Zusammengehörigkeit seiner Tiroler Heimat bemüht ist.

Die JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT dankt Helmut Kritzinger daher aufrecht für seinen Einsatz und wünscht ihm für seinen weiteren politischen Lebensweg viel Erfolg.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

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7 Kommentar(e)

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1
Georgos Egger

Tiroler Treue
Von einer besonderen, andere Bundesländer übertreffende Österreichtreue habe ich in den jüngsten fünfzig Jahren nichts bemerkt, obwohl ich diese ganze Zeit als Tiroler in Tirol verbracht habe. Auch als ich — noch unter LH Eduard Wallnöfer — im Tiroler Studentenheim in Wien wohnte, bemerkte ich nichts von einer so hervorstrahlenden Österreichtreue der Tiroler Studenten. Es gab dort aber unter uns ein starkes Tiroler Identitätsgefühl. Wir empfanden gemeinsam einen signifikanten Unterschied zwischen uns Tirolern und den Wienern wie auch anderen Österreichern. Die sogenannte Österreichtreue, von der Markus A. schwärmt, war nichts anderes als Treue zu Habsburg. Welcher vernünftige Mensch würde denn annehmen, daß die Tiroler etwas mit Treue zu Böhmen, Siebenbürgen, Bosnien-Herzegowina usw. auf dem Hut hatten, die ja auch zu Österreich gehörten? Und Andreas Hofer? Sein und Peter Mayrs Heldentum war nicht so sehr der Griff zum Schießprügel, um für Habsburg–Lothringen ihr Leben einzusetzen, sondern daß sie nicht lügen wollten und so der Wahrheit treu waren, sie höher achteten als ihr eigenes Leben.

2

ein dummer satz
"Noch etwas. Wenn es überhaupt treue Österreicher gibt, dann sind sie vor allem in Tirol Zuhause, im Westen Österreichs. "

wozu dieses herumschlagen?

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wiener und treuer unterstuezter der freiheitsbestrebungeng von sued-tirol

3
Georgos Egger

Phantast
Mein Standpunkt zu Gesamttirol (mit Trentino) dürfte genügen, den Vorwurf des Markus A. (rassistisches Deutschtirolertum) zu entkräften. Ich habe auf meine Abstammung nur hingewiesen, um zu beweisen, wie falsch dieser Mann lag, als er mich für einen Italiener hielt. Allein dadurch führt er selbst seinen nunmehrigen Vorwurf ad absurdum. Ich habe ganz gewiß kein Interesse, mit jemandem zu diskutieren, der seine Phantastereien und grotesken Fehlinterpretationen mit dem verwechselt, was ich tätsächlich geschrieben habe.

4

Tiroler Treue
Noch etwas. Wenn es überhaupt treue Österreicher gibt, dann sind sie vor allem in Tirol Zuhause, im Westen Österreichs. Kein anderes Bundesland ist von der Geschichte so oft geprüft worden und kein anderes Bundesland hat so viele Opfer für dieses Österreich gebracht wie das Land Tirol in Nord-Süd-Ost bis heute! Die Tiroler haben mehrmals in der Geschichte eine Fremdherrschaft abwehren müssen, vor der Zeit des Landesvater Andreas Hofer um 1809 und in seiner Zeit, auch an der Tiroler Front des ersten Weltkrieges und in der Zeit des süd-tiroler Freiheitskampfes der 60er Jahre für die Selbstbestimmung und für die verbrieften Menschenrechte als freie Bürger. Ich erinnere da an die Selbstbestimmung-Petition der Süd-Tiroler mit der Forderung der Rückkehr des Landes Tirol südlich des Brenners nach Österreich, so gut wie von allen erwachsenen Bürgern deutscher Sprache 1945/46 unter schwierigsten Bedingungen unterzeichnet und im Mai 1945 dem damaligen BK Leopold Figl in Innsbruck feierlich übergeben, sowie an die geschlossene Selbstbestimmung-Petition der süd-tiroler Bürgermeister von 2006 an den Österreichischen Nationalrat in Wien. Die treuesten Österreicher sind die Tiroler, aber das gehört ja bekanntlich zum Tiroler Volkscharakter und ist nichts neues. Manche wissen es aber heute immer noch nicht, oder wollen vielleicht um jeden Preis provozieren.

5

Die Kommentare des Fürsprecher des "Reines Blutes" Georgos Egger widern mich persönlich langsam an. Sie sind im höchsten Grade für viele Menschen beleidigend und dem Inhalt nach abstossend, wenn nicht sogar rassistisch! Die Tiroler in Süd-Nord-Ost sind dazu noch aus antropologischer Sicht (einer echten Wissenschaft, die seinerzeit von beiden Diktaturen in Tirol und in Europa mißbraucht und kompromittiert wurde, die es aber immer noch gibt), viel weniger Bajuwaren=Altbayern, als die anderen Österreicher, sondern haben nicht nur bajuwarische und germanische sondern auch starke romanische, ladinische, keltische und jenische, sogar windische Elemente und Wurzeln. Das hat ganz einfach auch mit Topographie des Landes im Gebirge zu tun, wo die Menschen in der früheren Geschichte vom Rest der Welt durch das Gebirge isoliert gelebt haben und nicht jede Völkerwanderung zur Gänze aus natürlichen Gründen mitgemacht haben, sondern sie haben von jeder dieser Völkerwanderungen etwas abgekommen und in sich konstruktiv aufgenommen. Die Menschen sind dazu keine Hunde- oder Pferderasse, die man nach bestimmten Kriterien züchten sollte. Die Finnen in Nord-Europa sprechen z.B. eine echte asiatische Sprache, aber sind alles andere als Asiaten, sondern Skandinavier und nur die kleine Urbevölkerung hat einmal diese Ur-Sprache gesprochen, die Einwanderer aus dem Rest dieses Raumes haben Generation für Generation diese schöne finnische Sprache ganz einfach übernommen, das gleiche gilt auch für Ungarn oder Estland. In Ost-Tirol gab es dazu nachweislich sehr wohl sehr lange Zeit sogar Tiroler die noch in Resten Windisch wie in Kärnten gesprochen haben. Kärnten war am Anfang seiner Geschichte ein rein slawisches Fürstentum. Die Bajuwarische Völkerwanderung hat bis um das Jahr 1200-400 die deutsche Sprachgrenze ziemlich genau bis nach Ost-Österreich an die heutigen Grenzen verschoben. Auf dieses gemeinsame mitteleuropäische Erbe weisen heute noch sehr viele Ortsnamen in Süd-Tirol und in Österreich. In Nord-Tirol gilt das auch für viele Ortsnamen keltischen und romanischen oder ladinischen Ursprungs. In der Sprachwissenschaft gehören gestern wie heute die Österreicher und die Nieder- und Ober Bayern, aber nicht mehr die Franken und die Schwaben der gleichen Sprachgruppe, nämlich der Sprachgruppe der österreichisch-bayerischen Dialekte. Die österreichischen Bajuwaren haben immerhin zu einem eigenen Staatswesen, wie auch die allemanischen Schweizer, über mehr als Tausend Jahre Kontinuität gebracht, und zwar über Österreich der Babenberger, Habsburger, der Ersten und der Zweiten Republik bis heute, wenn man das Ostarrichi-Jahr 996 als den Beginn der österreichischen Geschichte annimmt. Die Staats- und Nationbildung des Vaterlandes verlief und verläuft immer noch nach den gleichen Schematas wie überall anderswo in Europa auch. Die gemeinsame deutsche Hochsprache ist sogart sehr vorteilhaft für all die Länder, die sie im Alltag verwenden. Die einmalige historische Kulturlandschaft an der Donau, Strudelgau, Wachau, Carnuntum, Marchfeld in Nieder-und Ober-Österreich sucht ihresgleichen in ganz Europa und weist auf eine über zwei Tausend Jahre in die Geschichte reichende zivilisatorische Kontinuität bis tief in die Zeit des Imperium Romanum, wo damals sogar ein Teil Tirols zu Provinz Noricum gehört hat. Die Unterscheidung der Länder aus der Urgeschichte in Raetia = Schweiz, Noricum = Österreich, Germania = Deutschland reicht sogar bis in unsere moderne Zei . Die Denkansätze des "Ur-Tirolers", in dessen Adern nach eigener Aussage "seit Generationen sich kein Tropfen walsches Blut verirrt hat", sind daher ein blanker Unsinn und stammen aus einer schon längst als überwunden geglaubten Periode der Geschichte, die über ganz Europa viel Verderben und Leid gebracht hat. Ich lege keinen Wert mit Georgos Egger über irgend etwas zu diskutieren, aber seine eigenartige "Deutsch-Tiroler Rassenlehre" kann man nicht ganz einfach so unkommentiert stehen lassen, das gebietet allein der Anstand.

6
Georgos Egger

gemeinsame Kultur
Kulturell steht der deutschsprachige Teil Tirols Bayern näher als Österreich. Man sehe sich einmal die Bauernhöfe an! Wo gibt es denn in Tirol oder in Bayern einen Vierkanthof, einen Vierseithof oder einen Streckhof wie sonst in Österreich? Inzing, Hatting, Polling, Flaurling sind bayrische Ortsnamen. Wo gibt es in Tirol böhmische Einflüsse wie in Wien und Niederösterreich? Wo gibt es in Tirol windische Elemente wie in Kärnten, wo kroatische wie im ganz im Osten Österreichs — vom Zuwandererkonglomerat aus aller Herren Ländern einmal abgesehen. In Tirol gibt es ausschließlich Haufendörfer, ebenso wie in Bayern, aber keine Straßendörfer wie im Burgenland und keine Rundlinge wie gegen Mähren hin. Die Volksmentalität der Tiroler ähnelt eher der bayrischen als der wienerischen, nieder- oder oberösterreichischen. Man vergleiche das Tiroler Volksliedgut mit dem Bayerns einerseits und mit dem Wiens sowie Ostösterreichs anderseits!
Es steckt schon ein gehöriges Körnchen Wahrheit darin, wenn gesagt wird: „Hinter der Enns beginnt der Balkan.“ Tirol ist aber nicht der Balkan, ebensowenig, wie Süd-Tirol nicht Italien ist.

Wer übrigens den italienischsprachigen Teil Tirols von der Einheit Tirols ausschließt, ist kein authentischer Tiroler, sondern fördert die Spaltung Tirols ebenso wie die italienischen Landräuber beim „Frieden“ von St. Germain. Solche Landeszersetzer und Aufwiegler brauchen wir nicht.

7

Danke !
Danke an Helmut Kritzinger, der wie kein anderer durch seinen Lebensweg und seine politische Tätigkeit bewiesen hat, dass Süd-Tirol sprachlich, ethnisch und kulturell ein Teil des österreichischen Vaterlandes geblieben ist. Er ist in seiner Funktion und mit seinem unermüdlichen Einsatz für das "10. Bundesland" als Präsident der Länderkammer Österreichs umso glaubwürdiger, weil er ein Süd-Tiroler und Sarner ist, der sogar in den 60er Jahren sich mutig, kompromisslos und sehr entschieden für das Menschenrecht der Selbstbestimmung in und von Italien für das deutschsprachige Land Tirol südlich des Brenners politisch eingesetzt hat. Es gibt in Österreich nicht genug und es kann nicht genug Politiker von diesem Format geben, daher sollte man in der Hauptstadt der Österreicher, auch der Alt-Österreicher, die Frage der doppelten Staatsangehörigkeit für Süd-Tiroler politisch diskutieren und umsetzen, und zwar für die das wollen, dann gäbe es vielleicht oder sogar ganz sicher mehr Politiker süd-tiroler Herkunft in den parlamentarischen Gremien des Vaterlandes. Das ist überall auf der Welt gängige Praxis, dass Landsleute, auch wenn sie gezwungenermaßen nicht im Staatsgebiet des Heimatlandes leben, ein Recht auf parlamentarische Vertretung ihrer Interessen sogar oft genug Kraft der geltenden Verfassung eines Staates haben. Es ist unter anderem in Italien der Fall, wo Auslands-Italiener in den Kammern des Parlamentes vertreten sind. Warum sollte dasn nicht im Falle der Süd-Tiroler in Österreich möglich sein? Alle Süd-tiroler, die das wollen, sollen meiner Meinung nach eben als Alt-Österreicher einen Ausweis der nationalen Zugehörigkeit zu Östereich bekommen, z.B. einen Reisepass auf der BH in Innsbruck oder Lienz. Diese Frage kann nur die hohe Politik beantworten, aber man sollte sich damit beeilen. Vieleicht würden sich dann dadurch viel mehr vor allem junge Süd-Tiroler ohne Wenn und Aber mit dem Vaterland identifizieren wollen, wenn es in ihrem Reisepass stehen würde, Herr oder Frau aus Süd-Tirol, Bürger/In der Republik Österreich, eines Staates der EU. Vor den österreichischen Gesetzen sind die Süd-Tiroler den Inländern ohnehin gleichgestellt, aber das ist nicht dasselbe wie eine direkte Staatsangehörigkeit, auf die man theoretisch Anspruch hätte, und zwar Aufgrund der ethnischen Herkunft als Alt-Österreicher und Tiroler. Wie oben bereits von mir erwähnt wurde, das ist in der EU und in der Welt weit verbreitete politische Praxis. Der Selbstbestimmung des Landes Süd-Tirol würde das wahrscheinlich sehr gut tun. Es wäre keine Option, sondern, die Rückkehr zum Normalzustand der nationalen und staatlicher Zugehörigkeit, die für über 350 Tausend Bürger der AP Bozen theoretisch möglich wäre, wenn man noch dazu die Menschen zählen würden, die eine gemischte Abstammung haben, würde man wohl auf eine viel höhere Zahl kommen. Nach einer gelungenen Selbstbestimmung würde diese Frage ohnehin anders aussehen, aber so weit sind wir damit leider noch nicht. In der politischen Wirklichkeit würden wohl doch nicht so viele Bürger daraus Gebrauch machen, aber gerade vielen Süd-Tirolern würde ein neuer Pass aus dem Vaterland aus vielen Gründen das Leben viel einfacher machen, und sie würden genau wissen, wohin sie auf dieser Welt gehören, und dass das rot-weiss-rote Vaterland immer für sie da war, weiterhin ist, und immer da sein will und sein wird! Das wäre meiner Meinung nach die richtige politische Antwort auf die sich langsam in Süd-Tirol breit machende Altoatesini Mentalität. Noch ist die Einheit Tirols möglich, wenn alle Tiroler und Österreicher es so wollen! Das Andreas Hofer Jahr 2009 wäre eine passende Gelegenheit, über solche Fragen in der Politik ernsthaft nachzudenken, auch im Bundesrat der Österreicher, d.h. auch der Süd-Tiroler.