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Cossiga bringt „Selbstbestimmungsantrag für Süd-Tirol“ erneut im Senat ein

francescocossiga.jpgDer ehemalige Staatspräsident und Senator auf Lebenszeit, Francesco Cossiga, hat im Senat wiederum den Antrag zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes für Südtirol eingebracht. Dies geht aus der offiziellen Internetseite des Senates hervor (Verweis Internetseite Senat ). Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT begrüßt den neuerlichen Antrag von Cossiga. Damit beweist Senator Cossiga einmal mehr, dass ihm mit der Selbstbestimmung Südtirols ernst ist und der bereits zweimal vorgelegte Gesetzentwurf keine Eintagsfliege ist, die nur einer momentanen Laune entsprungen sei.

Wenn die SVP nicht im Südtiroler Landtag die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes verlangt, ist es gut, wenn es andere tun. Zumal nun die SVP im Senat in der gleichen Fraktion wie Cossiga sitzt, hofft die SÜD-TIROLER FREHEIT auf Zustimmung und Einsatz der SVP für dieses Anliegen. Gleichzeitig dankt die SÜD-TIROLER FREIHEIT dem Senator Francesco Cossiga für seinen erneuten Vorstoß in Sachen Selbstbestimmung.

Eva Klotz ermuntert erneut die Südtirolerinnen und Südtiroler, sich im Sinne der Selbstbestimmungs- Vorschläge Francesco Cossigas ernsthaft mit der Zukunft Südtirols auseinander zu setzen. Echten Frieden kann es nur auf der Basis der Gerechtigkeit geben, und Voraussetzung dafür ist, dass die Südtiroler endlich ihr Recht wahrnehmen, über ihre politische Zukunft in freier Abstimmung selbst zu entscheiden.

Die SVP ist besonders aufgerufen, endlich in Sachen Selbstbestimmung tätig zu werden und die Vorschläge Senator Cossigas für eine neue Weichenstellung zwecks Beendigung der Zugehörigkeit zu Italien zu nützen!

SÜD-TIROLER FREIHEIT
13.05.2008

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19 Kommentar(e)

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Selbstbestimmung Südtirols aus Nord-(OstWährend nach einer Umfrage die Mehrheit der Tiroler Bevölkerung eine Rückkehr Südtirols zu Österreich begrüßen würde, sieht´s von offizieller politischer Seite leider anders aus.Lediglich die FPÖ, die sich als einzige Partei aktiv für die Selbstbestimmung Südtirols einsetzt.Von LH van Staa hört man hier ebenso wenig, wie von seinem südlichen Kollegen Durnwalder.Würde die gesamte Tiroler Politik nördlich und südlich des Brenners an einem Strang ziehen und nur mit dem halben Engagement der Süd-Tiroler Freiheit bei der Sache sein, dann wäre alles möglich, auch ein geeintes Tirol in absehbarer Zeit.

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@ DoppelbürgerLieber Doppelbürger!Bin selbst auch kein Deutscher. Ein Anschluss Südtirols an Deutschland wäre auch absurd.Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass Deutsch in der BRD, Österreich, im Großteil der Schweiz, Liechtenstein und eben in Südtirol gesprochen wird.Und ich finde, auch Deutschland hat die moralische Pflicht, sich für die Deutschsprachigen in Südtirol einzusetzen. Wenn auch die Schutzmacht und das Vaterland der Südtiroler Österreich ist (oder sein sollte).Außerdem kann man die Situation der Katalanen nicht mit jener der Südtiroler vergleichen.Erstens ist die katalanische Sprache mit dem Kastillischen näher verwandt (da beides romanische Sprachen sind) als das Italienische mit dem Deutschen. Während die Südtiroler im Verhältnis zu über 50 Mio Italienern eine wirkliche Minderheit sind, kann bei den Katalanen nicht von einer Minderheit sprechen, da sie selbst einen großen Teil der spanischen Bevölkerung ausmachen.Über Spanien lernt man, dass dort mehrere Sprachen gesprochen werden, nämlich das Kastillische, Katalanische und Galizische. (das Baskenland könnte man noch am ehesten mit der Situation in Südtirol vergleichen)Wenn man über Italien spricht wird niemand behaupten, in Italien wird Italienisch und Deutsch gesprochen, weil es eben im Verhältnis nur so wenige Südtiroler gibt.Für die Katalanen besteht keine Gefahr, dass Ihre Sprache untergehen wird - für die Südtiroler schon.Im übrigen wurden in den letzten Jahren auch die Ortstafeln nur mehr auf Katalanisch aufgestellt.Bsp: Insel Menorca: die Hauptstadt Mahon heißt jetzt nur mehr wieder Mao (Katalanisch). Von dort kommt die Majonäse (neue Rechtschreibung) her.Unterrichtssprache ist in Katalanien Katalanisch. Spanisch (Kastillisch) ist nur mehr Fremdsprache.

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Auf die Bevölkerung kommt’s an!100%ig richtig analysiert, lieber ff! Ich bin nur gespannt, wie die Landtagswahl im Herbst ausgeht. Dann wird man auch sehen, welche Stimmung die Oberhand behält im Lande und ob es ernstzunehmende Süd-Tiroler Initiativen Richtung Abstimmung mit Durchschlagskraft gibt oder nicht. Der SVP-Spitze wäre es aus den bekannten Gründen am liebsten, wenn alles so bliebe wie derzeit (selbst auf die Gefahr hin, dass die rechten Recken Italiens früher oder später die Autonomie wegknabbern). Sie würde daher bei Verlust der Absoluten möglicherweise lieber mit Italienern koalieren als mit Befürwortern der Selbstbestimmung. Können sich dagegen letzlich die Befürworter behaupten, wäre der Senatoren-Antrag (modifiziert) die perfekte Grundlage für unsere Zukunft in Tirol. Dann gilt es, die Chance zu ergreifen, bevor sie wieder weg ist!!! Cossiga etwas zu unterstellen, wie es die SVP-Spitze tut, ist kurzsichtig und auch entlarvend, zumal man mit keinen besseren Vorschlägen kommt. Cossiga ist ein ehrenwerter Mann, um Konsens bemüht. Ihm ist daher für diese Grundlage zu danken. Es liegt aber eindeutig an Süd-Tirol selbst, etwas daraus zu machen. Dass es möglich ist, weiß man inzwischen. Wie, ist noch offen. Das verlangt nur nach entsprechendem Engagement.

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SelbstbestimmungCossiga muss sich wohl denken, die Süd-Tiroler sind mit Dummheit geschlagen. Jetzt kriegen sie die Selbstbestimmung am goldenen Tablett serviert und sie nehmen sie nicht.Ich denke, heute sind die wirklichen Verhinderer der Selbstbestimmung die SVP selbst.Sie sind zu Beamten und Postenklebern geworden, ohne politische Vision und Zukunft für die Tiroler Volksgruppe.Wenn es stimmt, dass sogar die meisten (SVP)Bürgermeister für die Selbstbestimmung sind, so heißt dies, dass die Basis für eine Selbstbestimmung ist.Nur die SVP Spitze verweigert den Süd-Tiroler das Recht auf Selbstbestimmung, weil die Partei nicht auf ihre Macht und ihre Privilegien verzichten will.

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?
@armin: Habe heute mit einem Katalanen gesprochen, er fühlt sich 100%ig als Spanier!
was herr Renert betrifft, glaube ich er ist Oesterreicher/Südtiroler und warum
soll Deutschland wieder der grosse Retter sein, bei einer Landflucht, einer miserablen Wirtschaftslage, Leute die auswandern um Kohle zu verdienen,
eine grosse Klappe haben"bei uns in D", sorry nichts gegen dich armin, aber es ist so. Warum nicht italienisch?
Deutschland? Nein, dann lieber
Italien!!!

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Gentile Signor Rennert !
Ich nehme an, Sie leben in Süd-Tirol, wahrscheinlich in Bozen. Gerade diese Gegend ist aber für ganz Süd-Tirol nicht besonders repräsentativ, da dort die deutschsprachige Sprachgruppe erzwungenermaßen sich eigentlich in einer Minderheitenposition befindet. Im Landesdurschnitt sind immer noch die Süd-Tiroler und nicht Italiener eine über 75% ethnische Mehrheit, also das Staatsvolk der AP Bozen. Zu ihrem Schutz hat das Vaterland der Süd-Tiroler 1946 in Paris mit Italien die heute gültige Autonomie mit vielen späteren Ergänzungen bis 1992 ausverhandelt. Süd-Tirol ist daher völkerrechtlich keine rein italienische Angelegenheit, sondern es ist eindeutig ein Subjekt des Völkerechtes, wo sogar die UNO eine festgeschriebene Funktion hat. Das scheinen Sie und so gut wie immer die Italiener in Alto Adige salopp zu vergessen. Bitte noch zu dedenken, die Süd-Tiroler befinden sich in der schwächeren Situation in diesem Staat der Fremdbestimmung, den man in der näheren Heimat in Süd-Tirol in der breiten Bevölkerung nie gewollt hat. Das war auch in der Ex-DDR wahrscheinlich auch nie anders gewesen. Gerade Sie als Deutscher mit Ihrer Lebenserfahrung müssten das genau wissen. Alle Tiroler und Österreicher freuen sich mit Ihren Landsleuten mit, dass sie in einem wiedervereinten Land seit 20 Jahren wieder leben dürfen. Wenn Sie dieses Gefühl persönlich vielleicht nicht teilen können, und in einer BRD nach 1990 nicht leben wollen, ist das Ihre persönliche Entscheidung. Aber erlauben Sie dann, dass wir, die für die Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol eintreten anders darüber denken, das ist nämlich unsere Zukunft und die Zukunft unserer Heimat, unseres Vaterlandes um die es geht! Die heutige EU ist bestrebt alle trennenden Grenzen abzubauen, hoffentlich auch einmal die zwischen den geteilten Landesteilen Tirols. Jede demokratische Gesellschaft lebt und schöpft ihre vitale Kraft aus der Meinungsfreiheit, sonst wäre das eine demokratiepolitische Wüste, wie es früher einmal in Ihrem Heimatland Deutschland im östlichen Teil auch der Fall war. Für einen Deutschen aber, der in Süd-Tirol lebt, ist es ein wenig komisch, wenn man einem kleinen Volk seine immer noch nicht erreichte Einheit nicht gönnen will, oder ich habe Sie mißverstanden. Die Tiroler Einheit ist eine Angelegenheit, die in erster Linie nur die Süd-Nord-Ost Tiroler und damit alle Österreicher betrifft. Die Deutschen aus der BRD könnten nur bei diesem demokratiepolitischen Projekt wervolle Hilfe leisten. Sie erweisen dem Deutschland-Bild der Menschen zwischen Salurn und Kufstein keinen guten Dienst, wenn Sie scheinbar einseitig die Partei für die Seite der Fremdbestimmung in Süd-Tirol ergreifen. In diesem Sinne, Ihrer Meinung ist ein wenig verwunderlich und seltsam. Ihre Beiträge könnten daher auch von einem Italiener stammen. La prego di scusarmi, questo è una cosa molto triste. Bada a quel che fai é non parlo di questo. Tenga a mente le mie Parole. Ho parlato per il suo bene. Sono lieto del suo successo a Sudtirolo, ma capisco e condividi il suo dolore... Auguri cordialissimi, Markus A.

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@ achim aus baden-w.Lieber Achim!Nehme an, dass Herr Stefan R. weder Südtiroler noch Österreicher ist, eher ein Landsmann von Ihnen mit einer gewissen Begeisterung für Italien.Die Unterstützung Deutschlands für Südtirol war damals sehr wichtig - heute lässt sie aber zu wünschen übrig.Liebe Grüße aus Tirol

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achim baden-württemberg

dt. Wiedervereinigung@Stefan R.Tatsache ist, dass Sie ohne unsere Solidarität für die deutschsprachige Schule in den 60ern ihren Beitrag auf Italienisch schreiben müssten. Nichts gegen Italienisch, ich bin kein Romanenhasser, spreche fließend Spanisch und Catalán. Aber: warum schreiben Sie, wenn Sie so für Italien sind, ihren Beitrag nicht in der Dantesprache ?

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@ Antwort an HEDanke, dass Sie sich lobend über meine Beiträge äußern. Ich versuche mich ohnehin kurzzufassen. Dieses Thema bietet so viele Aspekte, dass man nicht weiss, wo man aufhören sollte. Es ist auch nicht einfach, sehr komplexe Zusammenhänge in einigen Sätzen abzuhandeln. Ich persönlich als Mitglied der Süd-Tiroler Freiheit versuche ich auch meinen Beitrag zu leisten, damit diese grossartige politische und patriotische Bewegung an Einfluss und Boden in Tirol südlich des Brenners gewinnt. Es ist eigentlich ein Glück für die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, dass es endlich seit einem Jahr eine neue politische Bewegung dieses Formats gibt, die man in dieser Form wirklich braucht, um diesem Ziel der Ausübung der Selbstbestimmung näher zu kommen. Wir leben in Europa und auch in der EU gerade in einer für die Selbstbestimmung sehr günstigen Zeit, daher muss man dafür mit friedlichen und demokratischen Mitteln heute und morgen couragiert kämpfen. Erst dann wird man gehört und erhört werden. Der Gesetzesentwurf des italienischen Altpräsidenten ist in dieser Hinsicht meiner Meinung nach sehr hilfreich. Zuerst aber müsste jede Landesregierung in Bozen die Selbstbestimmunginitiative selbst ergreifen und in diesem Sinne auch politisch klar handeln. Die SVP-Spitze meint aber heute, dazu müsste zuerst Italien dem Land Südtirol einen konkreten Anlass geben, z.B. Einschränkung der Autonomie. Das wird ohnehin geschehen, da die AP Bozen und Italien sich wirtschaftlich in zwei entgegen gesetzte Richtungen entwickeln. Rom wird schon bald einen ordentlichen Solidaritätsbeitrag der AP Bozen zur Sanierung des Staates abverlangen, d.h. auf Kosten des erreichten Wohlstandes der Bürger. Italien hat die schlechtesten Daten der alten Länder der EU und Besserung ist nicht in Sicht. Diese permanente Krise des Stiefelstaates ist jetzt auch immer mehr in Süd-Tirol zu spüren. Auch als reichste Provinz Italiens fällt Süd-Tirol seit Jahren in allen guten Statistiken der EU zurück. Gestern hat der alte und neue Ministerpräsident Berlusconi gemeint, Italien wird aus diesem tiefen Fall bald auferstehen. Für mich sind das leere Worte und nichts mehr. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass dieser Staat früher oder später eine ernsthafte Staatskrise erleben wird. Vielleicht wird die Italienische Republik dann neu gegründet. Das hat es schon einmal in der alten EU 1959 in Frankreich unter General Charles de Gaulle bereits gegeben, als die V. Franz. Republik nach einer tiefen Krise in diesem Land neu gegründet wurde. Bei so einer Neugründung muss nicht automatisch jede Autonome Provinz des Landes auch dabei sein. Ich erinnere auch in diesem Zusammenhang, dass damals ein Teil des franz. Staatsgebietes sich von Frankreich losgesagt hat, nämlich die Autonome Provinz Algerien zwischen 1959 - 1962. Es war auch so eine gelungene Selbstbestimmung innerhalb eines alten EU-Staates, auf die man so oft vergisst, da diese Autonomie bis 1962 zu Frankreich gehörte und es war absolut keine Kolonie. In diesem Land war Frankreich über 90 Jahre als Staatsmacht anwesend. Der franz. Präsident De Gaulle meinte damals in Hinblick auf diese Selbstbestimmung, Frankreich schenkt sie den Menschen in dieser Autonomie aus egoistischen Gründen. Damals wie heute stammt die Grösse eines Landes nicht von seiner geografischen Grösse ab, sondern von der klugen Politik der Regierenden in einer west-europäischen Demokratie, von gelebten Menschenrechten und Investitionen in die Bildung und in die eigene Infrastruktur des Staates. Der Senator Francesco Cossiga hat eine ähnliche Stellung in Italien wie seinerzeit der General und franz. Präsident Charles de Gaulle in Frankreich, auch wenn er heute kein Präsident mehr ist. Sein Wort hat Gewicht, er ist nicht irgendwer in diesem Staat, sondern einer der grössten politischen Persönlichkeiten, die dieses Land Italien in seiner Geschichte je geprägt haben. Umso mehr an politischer Bedeutung gewinnt damit sein Gesetzesentwurf im Römischen Senat zur Klärung der Frage der Selbstbestimmung Süd-Tirols. Das haben manche Politiker hinter den vielen Bergen in Alto Adige aus Vorsicht oder Opportunismus nicht ganz verstanden zu haben, daher habe ich gemeint, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Anderswo in Europa, wo es auch eine Trennungs- und Teilungsgrenze quer durch ein Land gegeben hat, seit November 1989 eine "unsichtbare Grenze", hat die lang ersehnte Selbstbestimmung eines geteilten Landes und Volkes eine Bahn gesucht und auch gefunden. Dieses Nachbarland der Österreicher und damit aller Tiroler kann sich bereits über 20 Jahre der Einheit und Überwindung der Teilung freuen. Möge das auch einmal in Tirol, in diesem Land auf der Südseite der Alpen so geschehen.

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vergleich
"Besonders zutreffend ist der Vergleich mit der dt. Wiedervereinigung"

Der Vergleich ist insofern zutreffend, als Italien einer der bedeutendsten Staaten der Erde ist und die DDR heute nicht mehr existiert.

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„Wer zu spät kommt, …“Der Beitrag von Markus A. (Ihre Beiträge sind zwar lang, aber doch immer wieder interessant zu lesen) verdient unsere volle Anerkennung, ebenso die Artikel der anderen, die sich für die Selbstbestimmung einsetzen. Besonders zutreffend ist der Vergleich mit der dt. Wiedervereinigung („Wer zu spät kommt, …“). Damals hat sich gezeigt, was alles möglich ist, wenn Politiker schnell und richtig zu handeln fähig sind. Was die SVP betrifft, sieht es derzeit so aus, als ob sie – aus welchen Gründen auch immer – absichtlich zu spät kommen möchte. Wenn sie sich aber weiterhin von Rom so blenden lässt – wird sie vielleicht irgendwann mit leeren Händen dastehen (auch die Herbst-Wahl kommt bestimmt!). Die Wahlen im April waren schon ein Schuss vor den Bug, und die ersten Signale aus Rom die Autonomie betreffend war auch nicht gerade überwältigend. Es sieht nun nicht so aus, als ob die SVP die richtigen Lehren aus dieser Schlappe – Rückbesinnung auf ihre Wurzeln als Sammelpartei – gezogen hätte. Eine weitere Anbiederung an Italien würde sie bestimmt noch diffuser erscheinen lassen und könnte ihr den Boden unter den Füßen vollends wegziehen. Dabei gäbe es nun wieder die Gelegenheit, zu einer Politik zurückzukehren, bei der alle an einer ehrlichen Volkstumspolitik Interessierten– egal ob Großpartei oder Kleinbewegung – an einem Strang ziehen und ausgehend vom Cossiga-Antrag professionell unsere Zukunftschancen nützen. Zum Schmunzeln ist beim Cossiga-Vorschlag also höchstens die Wahlalternative „Deutschland“. Ansonsten ist er aber ernst zu nehmen und mit entspr. Modifizierungen so schnell wie nur möglich aufzugreifen! Es geht schließlich wieder einmal so richtig um die Zukunft Süd-Tirols und wer weiß, wie lange es die Möglichkeit einer fairen Abstimmung überhaupt noch gibt. Seht also alle zu, dass wir nicht aus lauter Passivität oder Bequemlichkeit am Ende zu spät kommen!

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Günther Morat

Ich vergass noch etwas hinzuzufügen. Der Link oben führt ja auf die Senatsseite zu den Akten-Gesetzesentwürfen-Eingaben usw.

Schaugs enk amol un, wia sie zu Südtirol sogn :-))))

Riconoscimento del diritto di autodeterminazione al Land Sudtyrol - Provincia Autonoma di Bolzano"

Alles klar oder? YES!

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Günther Morat

Vorher alle gut informieren. Das "jetzt gleich" würde sicher einigen "Mitbürgern" gut passen. 90 Jahre Heimvorteil (ungerechtfertigten) geniessen...nana...Es gibt in Europa Unabhängigkeitsbestrebungen, die geplant werden. Siehe Schottland oder Katalonien. Die Völker geben sich einige wenige Jahre Zeit. Als wir als Südtiroler Volk es wollten, wären 90 % oder mehr gewesen. Man erinnert sich an die über 150.000 Südtiroler Unterschriften, die die Selbstbestimmung einforderten.Da sind auch die Unterschriften meiner Grosseltern drinn. Der damalige italienische Staat (vor über 60 Regierungen hahahah!!!!) hat damals wenig Grösse gezeigt...wie so oft auch danach. Italien ist eben gut bei autoritären Staatsgehabe, aber wie gesagt, molto fumo e molto poco arrosto. Man erinnert sich auch an die Unterschriften der Bürgermeister, das ist nicht lange her. Die meisten Bürgermeister waren und sind von der SVP. Und selbst diese Funktionäre der Sammelpartei fordern dieses Recht ein. Nicht auszudenken, was nach dem Wahlsieg der deutschsprachigen Parteien, welche die Selbstbestimmung einfordern, im Herbst geschehen wird. Wir haben nicht verlernt, unser Volk auf den grossen Schritt vorzubereiten.

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VolkabstiimungVolksabstimmung jetzt gleich.Und ihr werdet sehen, dass menr al 50% der Ansässigen für den Verbleib bei Italien abstimmen würden.

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Cossiga Senatore per vita..Dass es Senatoren auf Lebzeiten gibt, erinnert mich an England mit den gekauften Titeln des abgeordneten Hauses, die sogarweiter verebrt werden können?Ferner die Rolle Cosigas beim Fall Moro, allenfalls Kontakte zur Mafia. Die Rolle Cossigas alsChrisdemokrat bei den Vatikangräbern, den verschwundenen Kinder (Vatikanbürger), der Verdacht derPädophilie etc, usw.Ansonsten finde ich es nicht schlecht, dass Sen a.L seine Macht die er offenbar besitzt ein-setzt. Trotzdem hoffe ich er bringt es so, dass es einen Power auslöst der eine totale Autonomie der Selbstbestimmung bringt, für alle Südtiroler. Einen Staat im Staat! In einem zweiten Schritt könnte dann der Übertritt zu Oesterreich erfolgen.Summa sumarumetwa in 20 Jahren denke ich. (ich)Die Grenzlösung dann müsste mit neutralen Beobachtern zB, Schweiz, Norwegen etc, angeschaut werden. In der Hoffnung einen erneuten Krieg zu verhindern.Es ist nicht nötig den deutsch. Tirolern ewig die empfundene Heimat zu verwehren, aufgrund eines Abkommens welches fraglich war!Ich bin Italiener, Patriot aber in dieser Frage klar eins!Gruss nach Tirol!!!!

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Selbstbestimmung für Süd-TirolGerade das Andreas Hofer Jahr 2009 und die Zeit davor würde die beste Gelegenheit bitten, über mögliche Alternativen der Selbstbestimmung Süd-Tirols ernsthaft nachzudenken. Der Vorschlag des Altpräsidenten Cossiga wird schon einen handfesten Grund haben, warum er überhaupt jetzt wieder gemacht wird. Ist das vielleicht eine italienische "Geheimwaffe" gegen die gerade geplante Verankerung der Schutzmachtfunktion des österreichischen Vaterlandes für die AP Bozen Südtirol als ureigenes Staatsziel in der neuen Bundesverfassung Österreichs, dazu an noch so prominenter Stelle, nämlich in der Präambel, also auf der ersten Seite? War auch nicht im deutschen Grundgesetz, d.h. in der deutschen Verfassung, die Deutsche Wiedervereinigung in der Zeit vor 1989 in der alten BRD als oberste politische Priorität des Staates in der Präambel festgehalten? Ein halbes Jahr vor dem Fall der innerdeutschen Grenze im Nov. 1989 meinte der Altkanzler Gerhard Schröder sinngemäß dazu, wer von der Deutschen Einheit träume, der belüge sich selbst und andere, sie werde nicht kommen, es gäbe keine Chance der Wiedervereinigung. Nur über ein Jahr später war Deutschland, das Nachbarland der Österreicher und damit aller Tiroler in Süd-Ost-Nord ein in Freiheit der demokratischen Wahl wiedervereintes Land. Glaubt man vielleicht in Italien, der Fremdbestimmung des Alto Adige rennt langsam die Zeit davon, in einem Europa der freien und selbstbestimmten Völker, oder ist Francesco Cossiga vielleicht der Michail Gorbatschow Süd-Tirols, der aus der fernen Hauptstadt in Rom im Zeichen der Glasnost und italienischen Süd-Tirol-Perestroika den noch so staatstreuen Parteigenossen in der Brennerstrasse in Bozen die Lösung der Selbstbestimmung und Wiedervereinigung Tirols zuruft? In seinem überarbeiteten Vorschlag hätten die Süd-Tiroler in einem möglichen Referendum zur Frage der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit des Landes eine dreifache Wahl, nämlich, Status Quo wie bis jetzt als AP Bozen bei Italien, ein neuer Freistaat Südtirol, oder die Rückkehr des Landes zu Österreich und Wiedervereinigung Tirols. Als Signatarmacht des Pariser Autonomievertrages von 1946 müsste aber auch Wien jeder Änderung des politischen Status Quo der AP Bozen zustimmen. Der Landeshauptmann Luis Durnwalder hat damals 2006 zu diesem Vorschlag Cosiggas sinngemäß gemeint, er sei realitätsfremd, niemand in Italien wird diesen Vorschlag ernsthaft im Senat behandeln wollen. Bei mehreren möglichen Option würde auch keine klare Mehrheit für eine dieser Vorschläge rauskommen, und Italien würde so ein mögliches unklares Ergebnis dann als eine endgültige Festschreibung der staatlichen Zugehörigkeit des Alto Adige zu eigenem Staat vor der EU und der Welt präsentieren können. In der Politik muss man aber manchmal ein Risiko eingehen und entschlossen nur für eine Lösung der Frage der südtiroler Selbstbestimmung werben, falls Italien jemals so eine Abstimmung politisch in der AP Bozen Südtirol dulden würde. Wer aber zu spät kommt, den bestraft das Leben, die Macht der Fremdbestimmung Italien, oder in einer Demokratie der Wähler und die Wählerin. Wenn eine Selbstbestimmung in Süd-Tirol jemals politisch eine Chance auf reale politische Verwirklichung gehabt hat oder wieder hat, dann war das die Selbstbestimmungpetition der Süd-Tiroler an das österreichische Vaterland im Mai 1946, damals so gut wie von allen Menschen unterzeichnet, und jetzt über 60 Jahre später dieser Vorschlag des italienischen Altpräsidenten Francesco Cossiga zur Frage der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol, dazu in der EU von heute und morgen, in einer in Fragen der Selbstbestimmung äusserst freundlichen Zeit, die nur einige wenige Jahre andauern wird, vielleicht bis 2010-15. Daran hat die SVP-Selbstbestimmungpetition der 99% der Bürgermeister aus Süd-Tirol an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006 alle sehr erfolgreich erinnert. Vor einem Monat am 14 April hat die SVP als die Sammelpartei der Süd-Tirol eine historische Wahlniederlage erlitten. Wird sich das auch bei der Landtagswahl im Herbst 2008 wiederholen, dann ist die SVP die Sammelpartei der Süd-Tiroler gewesen. Wenn eine einzige südtiroler Oppositionspartei in manchen Orten bis an die 30% der Stimmen bei der letzten Wahl im April bekommen hat, dann ist sie auf dem besten Wege die SVP in ihrer angestammten Rolle als Regierungspartei auf der Landesebene abzulösen. Der Traum von der Tiroler Wiedervereinigung im Süden, Norden und Osten des Landes in seinem deutschsprachigen Teil ist aktueller denn je und wird weiter leben. Es ist eine andere Frage, ob auch die heute grösste Partei des Landes ohne dieses politische Ziel der Selbstbestimmung auch ihre alte angestammte Machtposition behalten wird. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, das hat bekanntlich der Mann und Altpräsident gesagt, der vor fast 20 Jahren die Deutsche Wiedervereinigung politisch möglich gemacht hat. Francesco Cossiga hat heute in Rom keine vergleichbare Position inne, aber er ist wohl ein Sprachrohr des italienischen Staates in diesem zarten Frühling der südtiroler Selbstbestimmung, daher müsste jede Landesregierung sich mit solchen Vorschlägen aus Rom ernsthaft befassen und eine für alle Seiten nachvollziehbare und glaubwürdige Antwort finden.

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Georgos Egger

Isch es Zeit?Daß alles seine Zeit habe, ist eine salomonische Weisheit. Ich bezweifle, daß gegenwärtig die Lage für eine Abstimmung über den Verbleib „Südtirols“ bei Italien günstig ist. Vielmehr bin ich der Meinung, Italien sollte der AP Bozen in völkerrechtlichem Rahmen auf zehn Jahre ein Statut der souveränen Selbstverwaltung einräumen. Eine Abstimmung über die politische Zukunft wäre dann am Ende dieser Frist durchzuführen. Auf diese Weise würde Italien Format demonstrieren, und die Bevölkerung des „Alto Adige“ würde selbst herausgefordert sein, Format zu beweisen. Eine aktuell stattfindende Abstimmung darüber, ob das Land bei Italien bleiben oder seine Landespolitik der Österreichischen Bundesrepublik angängeln solle, würde in keinem Fall eine Manifestation politischer Mündigkeit darstellen.

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Aufpassen !Muss man nicht unvorbereitet zu einer Referendum kommen: es ist sehr risikant.Ich denke dass sich heute etwa die Haelfte fuer den Verbleib an Italien zustimmen wuerde, wenn die anderen sich zwischen zu viele Moeglichkeiten abspalten, dann ist es verspielt!

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Zu viele Optionen
Bleibt zu hoffen dass Herr Cossiga seinen Gesetzesentwurf überarbeitet und die Option Deutschland herausgenoomen hat, sonst wird eher keine Mehrheit für eine Abschpaltung von Itlaien zustande kommen...