| Keine Medizin - Uni in Bozen: Land soll in Uni Innsbruck investieren |
| Samstag, 4. August 2007 | ||||||||||||||||||
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Gerade bei der Ausbildung angehender Ärzte darf nicht so sehr die Quantität, sondern muss vielmehr die Qualität zählen. An einer Medizin-Uni in Bozen würde man aber zwangsläufig eine schlechtere Ausbildung anbieten, da die italienische Gesetzeslage den Studenten das Sezieren von Leichen untersagt. Das eigenhändige Erforschen des menschlichen Körpers stellt jedoch eine Grundvoraussetzung des anatomischen Verständnisses dar, welches für die medizinische Ausbildung unverzichtbar ist und niemals durch Abbildungen in Büchern ersetzt werden kann. Die österreichischen medizinischen Universitäten, und insbesondere jene von Innsbruck, sind Einrichtungen von höchstem Niveau, die Weltruhm besitzen. Die Ausbildung an einer dieser Universitäten ist die beste Visitenkarte, die ein Mediziner haben kann, und die Weltweit alle Türen öffnet. Die medizinische Ausbildung an einem kleinen Provinzkrankenhaus wie Bozen, könnte da nicht mithalten und würde somit auch die Berufschancen der angehenden Mediziner deutlich verschlechtern. Anstatt Unsummen in die Gründung und Leitung einer eigenen medizinischen Fakultät in Bozen zu stecken, sollte sich das Land Südtirol besser finanziell an der medizinischen Universität Innsbruck beteiligen und sich im Gegenzug dafür, ausreichend Studienplätze für Südtiroler Studenten sichern. Mit einem Bruchteil dessen, was eine eigene Medizin–Uni in Bozen kosten würde, könnten in Innsbruck neue Lehreinrichtungen gebaut und die universitären Forschungseinrichtungen intensiver gefördert werden. Die Medizinische Universität in Innsbruck würde damit noch weiter aufgewertet und somit auch den Südtiroler Medizinstudenten eine bestmögliche Ausbildung zuteil werden.
Sven Knoll Aufgerufen: 814 | Drucken
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