Bürgerbefragung der SÜD-TIROLER FREIHEIT: Traminer wollen Los von Rom!
Donnerstag, 18. Dezember 2008
gemeinderaete_tramin_200.JPGMit Gemeindeverwaltung zufrieden, mehr Transparenz bei wichtigen Projekten gefordert - Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT Tramin versandte vor drei Monaten an nahezu alle Haushalte Tramins einen 16-teiligen Fragebogen. Damit sollten die Bürger/Innen zu Wort kommen und verstärkt in die Oppositionsarbeit eingebunden werden. An der 2. Bürgerbefragung der Bewegung beteiligten sich 12,6% der Traminer Haushalte. Da eine demographische Spezifizierung nicht gewünscht war um die Anonymität zu gewährleisten, gilt die Befragung zwar nicht als gänzlich repräsentativ, sehr wohl ist sie aber ein deutlicher Richtungsweiser.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten stellt der Traminer Gemeindeverwaltung demnach ein gutes Zeugnis aus. 54,9% der Bürger/Innen bewerteten die Arbeit der letzten Jahre als zufriedenstellend, 12,8% als gut, 22,5% der Befragten waren mit der Gemeindeverwaltung nicht zufrieden.

Anders sieht dies bei der Durchschaubarkeit bei wichtigen Projekten aus. Demnach sind knapp die Hälfte der Befragungsteilnehmer/Innen (48,1%) mit letztgenannter nicht zufrieden und wünschen sich bei wichtigen Projekten verstärkt eingebunden zu werden.

Sehr zufrieden sind die Bürger/Innen hingegen sowohl mit der Informationspolitik der SÜD-TIROLER FREIHEIT Tramin, als auch mit jener der Gemeindeverwaltung. Ein kontroverses Thema ist die Verkehrsberuhigung im Dorfzentrum. Auf die Frage ob die Hans-Feur-Straße (im Dorfzentrum Tramins) bis zum Dorfplatz für den Straßenverkehr gesperrt werden sollte, antworteten 34,6% der Befragten mit ja, 54,1% mit nein, wobei 11,3% keine Stellung bezogen. Auch das Dorfbild liegt den Traminer/Innen nach wie vor am Herzen; für 35,3% der Befragungsteilnehmer/Innen hat sich das Dorfbild in den letzten Jahren verschlechtert, 30,8% können keine nennenswerte Veränderungen erkennen und für 18,8% der Befragten hat es sich gar verbessert.

Das knappste Ergebnis brachte die Frage, ob das gesellschaftlich-soziale Angebot gehalten oder ausgebaut werden sollte, wenn dadurch der Steuerdruck leicht steigen würde. 43,6% währen bereit dazu, 42,1% lehnen dies aber ab. Sehr klar viel die Antwort auf die Frage aus, wie es mit der Lebensqualität in Tramin stehe. Von den Befragten antworteten 12,8% mit sehr gut, 46,6% mit gut, 32,3% mit zufriedenstellend und nur 6,0% fühlen sich in Tramin demnach nicht wohl.

Wie verwurzelt die Traminer/Innen mit ihrer Heimat sind, zeigt die Frage, welche politische Zukunft Süd-Tirol anstreben sollte. 31,6% der Befragungsteilnehmer/Innen möchten demnach den Status Quo beibehalten und bei Italien bleiben, 12,8% wünschen sich gar eine Rückkehr zu Österreich und knapp die Hälfte der Befragten möchte einen eigenen Staat Süd-Tirol (49,6%). Ein deutliches Bekenntnis zur Unabhängigkeit Süd-Tirols.

Der gesamte ausgewertete und graphisch aufbereitete Fragebogen ist auf der Internetseite www.suedtiroler-freiheit.com einsichtig. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT Tramin dankt allen Bürger/Innen die sich an der Befragung beteiligten, für die konstruktiven und kritischen Beiträge und wünscht allen Tiroler/Innen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten und gesunden Rutsch ins Jahr 2009.

Stefan Zelger
Hauptausschussmitglied und Fraktionssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Traminer Gemeinderat

 

Auswertung Umfrage 2008
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Kommentare (1)
1. 18-12-2008 16:35
 
Solche Umfragen sollte man zukünftig in allen Gemeinden Süd-Tirols durchführen. Ich bin davon überzeugt, dass bis auf den Gemeinden mit italienischer Mehrheit, sowie in einigen mit ladinischer Mehrheit sich auch viele andere Gemeinden ein "Los von Rom" wünschen würden. 
So eine südtirolweite Umfrage wäre genau deshalb sinnvoll, um dann diese Daten dem Landtag vorzulegen und zu sagen "So siehts aus!".
 
Hannes I.

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