| Erfolgreiche Landesversammlung der SÜD-TIROLER FREIHEIT |
| Sonntag, 28. September 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
An die 200 Mitglieder und Sympathisanten nahmen an der 2. ordentlichen Vollversammlung der SÜD-TIROLER FREIHEIT – Freies Bündnis für Tirol am 27. September 2008 in Eppan teil. Der Saal im Lanserhaus war bis zum letzten Stuhl besetzt, gar einige Teilnehmer mussten die Versammlung stehend verfolgen.Die Versammlung begann mit mehreren Grußworten von verschiedenen Persönlichkeiten.Die Präsidentin der der Europäischen Freien Allianz, Nelly Maes, verwies auf die Kontakte, die wir mit den verschiedenen Völker in Europa haben. Die, und nicht die Nationalstaaten, geben Europa ein Gesicht, machen Europa bunt. Fabrizio Comencini wünsche als Vertreter der Liga Fronte Veneto der SÜD-TIROLER FREIHEIT viel Kraft bei ihrem Kampf für die Selbstbestimmung und dankte gleichzeitig für die Vorarbeit, die die Süd-Tiroler im Kampf um die Selbstbestimmung und Unabhängikgeit geleistet haben. Sie dienen auch anderen Völkern als Beispiel. Hilfe und Zusammenarbeit gegen unseren gemeinsamen „Feind" Italien bot auch Franco Piretta vom Partito Sardo d'Azione an. Die Süd-Tiroler sollen sich nicht einreden lassen, sie seien in Süd-Tirol eine Minderheit, ebenso wenig wie die Sarden in Sardinien Minderheit sind. Die letzten Grußworte kamen von Pia Morise vom „Renouveau Valdôtain", der Aostataler Erneuerung, die aus dem Aostatal ins Lanserhaus gekommen ist, um über den Kampf der Aostaner zu berichten. Denn trotz weitreichender Autonomie ist es ihnen nicht gelungen, ihre Sprache zu erhalten. Der rechtliche Vertreter der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Werner Thaler, stellte die Tätigkeitsschwerpunkte der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Jahr 2008 vor. Unter anderem ging er auf die erfolgreiche Mitgliederwerbung ein. Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 1307 Mitglieder, wobei sich täglich zwei bis drei weiter Mitglieder einschreiben. Viele Mitglieder sind unter 30 Jahren. Einen großen Teil zu diesem Erfolg beigetragen hat die Aktion „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN". In einem emotionsgeladenen Referat wurde vom Obmann des Transitforum Austria-Tirol, Fritz Gurgiser, einmal mehr auf die dringende Lösung des „Gesamttiroler Transitproblems" verwiesen, weil es nicht reicht, um „jedes Edelweiß einen Stacheldraht zum Schutz" zu ziehen, während man es zulässt, dass Mensch, Natur und Wirtschaft entlang der Brennerstrecke durch den „täglichen Lärm- und Schadstoffcocktail" vor allem durch 2 Millionen Transitlaster jährlich um ihren „ureigensten Lebens- und Wirtschaftsraum geprellt" werden. Nach wie vor fungiert der Brenner als „Gesundheits-Unrechtsgrenze" der ganz besonderen Art. Es geht nicht an, in Nordtirol beinhart Nachtfahrverbote, Müll- und Schrotttransporte und einen Lkw-Kilometertarife von rund 65 Cent über 20 lange Jahre zu erkämpfen, während in Bayern, Süd- und Welschtirol weder Fahrverbote noch ordentliche Mauttarife gelten, so Gurgiser. Der Sprachwissenschaftler Dr. Cristian Kollmann sprach sich für mehr Toleranzdenken aus. Wir legen Wert auf ein Toleranzdenken mit klaren Grenzen, wir beurteilen Menschen nicht nach ihrer Lebensweise, ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, sondern es zählt, ob jemand bereit ist, für unser gemeinsames Ziel etwas zu tun. Und es werden besonders unter Jungen immer mehr, so Kollmann.
Die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz betonte, dass sich etwas bewegen
muss, wenn Süd- Tirol nicht langsam, aber sicher eine ganz gewöhnliche
italienische Provinz werden soll. Es gibt keinen Bereich, in dem die
römische Bevormundung nicht spürbar wäre: Im Schulbereich haben wir das
letzthin durch die x-ten Reformen und Änderungen zu Reformen erlebt!
Im sozialen Bereich hat es wenig Spielraum, weil die meisten
Zuständigkeiten bei Rom liegen, so wie im Wirtschaftlichen, das
wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung der Sozialpolitik hat.
(weitere Bilder, Grußworte und Berichte folgen am Abend)
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