Junge Südtiroler: 10% weniger Alkoholvergiftungen - Campidell: „Trendumkehr?"
Mittwoch, 4. Juli 2007
ImageDie Anzahl der Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren, welche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden ist leicht rückläufig. Wurden im Jahr 2005 noch 92 Jugendliche eingeliefert, so waren es im letzten Jahr 83 Jugendliche. Diese Daten gehen aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage der Abgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz, hervor.

Nach wie vor erschreckend ist laut Meraner Gemeinderätin Reinhild Campidell, dass bereits 7 Kinder im Alter von 14 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Jahr 2006 eingeliefert wurden. Je früher Kinder zu trinken beginnen, desto größer ist die Gefahr, dass sie abhängig werden, zudem schädigt Alkohol Kinder stärker als Erwachsene. Reinhild Campidell verfolgt schon seit einigen Jahren die Entwicklung und stellt mit Ernüchterung fest: 566 Jugendliche mit Alkoholvergiftung in den letzten 6 Jahren.

Jugendliche mit Alkoholvergiftung
Jahr 2001: 105
Jahr 2002: 89
Jahr 2003: 104
Jahr 2004: 93
Jahr 2005: 92
Jahr 2006: 83

Jugendliche mit Alkoholvergiftungen 2006
14-jährige: 7
15-jährige: 11
16-jährige: 15
17-jährige: 18
18-jährige: 18
19-jährige: 14

In den Krankenhäusern von Bozen und Bruneck wurden die meisten Jugendlichen mit Alkoholvergiftung aufgenommen: In Bozen 24, in Bruneck 25. In Brixen hingegen 13 und in Meran 8. Rein statistisch sind im abgelaufenen Jahr Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren am meisten betroffen.

Während in den europäischen Nachbarländern immer mehr Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung eingeliefert werden, geht in Südtirol der Trend rein statistisch zumindest in eine positivere Richtung. Laut Reinhild Campidell ist es aber nach wie vor wichtig, dass die Erwachsenen eine entsprechende Vorbildrolle einnehmen sich dieser Verantwortung bewusst sein müssen. Jeder Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ist ein Jugendlicher zuviel.

In Österreich ist vor einigen Tagen die Aktion „Nachdenken statt nachschenken" gestartet. Seit Beginn des Jahres sind in Österreich bereits 1300 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ziel der Kampagne ist es, die Verhältnisse, in denen Jugendliche aufwachsen so zu verändern, dass Alkoholmissbrauch immer weniger möglich wird.

Reinhild Campidell
Meraner Gemeinderätin

Meran, 4. Juli 2007


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Kommentare (2)
1. 30-07-2008 11:32
 
Unrecht bleibt nicht ewig
Südtirol, das Baskenland, Katalanien... die ungarischen Gebiete in Rumänien (Erdélyi), das Kosovo, die Krajina in Kroatien, Nordirland, JA wenn man so will von mir aus auch die türkisch besetzten Gebiete Europas (Koninetaltürkei-vormals Griechisch) oder auch Lappland- die Serbenrepublik in Bosnien, die kroatisch dominierte Herzegowina in Bosnien, die Sudetengebiete  
 
- DAS EWIG ZERSTRITTENE VON KRIEGEN,GROSSMACHTWAHN , WECHSELNDEN ALLIANZEN UND BÜNDNISSEN GEBEUTELTE EUROPA  
 
Die Liste ist lang und lässt sich nach Belieben fortsetzen 
 
Eines ist klar Unrecht und Unrechtsbewusstsein setzen sich fest und auch nach Jahrhunderten wird Unrecht, Unrecht bleiben.  
 
Ich selbst bin zwar überzeugter Europäer , jedoch glaube nicht daran das ein System oder ein Einzelner, jemanden seinen Willen auf Dauer aufzwingen kann.  
 
Also finde ich deshalb auch die Mutmassung falsch dass die in Europa durch Unrecht, Vertreibung und Homogenisierungsversuche entstandenen Grenzen und Gebiete jetzt ganz so einfach mit den Staaten in denen Sie sich befinden in ein Europa von Morgen hineinwachsen können , weil ja dann eh alles "wurscht" ist, weil wir ja dann eh keine Grenzen mehr haben usw. ALLES FALSCH  
 
Das ist wie in einer Beziehung oder Freundschaft wenn wir von Anfang an nicht Ehrlich und mit offenen Karten miteinander spielen, dann wird das ALLES nix.  
 
Wenn ich Südtiroler wäre, dann wäre es mir egal ob jetzt jemand behauptet dass durch die EU eh eine Zusammenführung mit dem Mutterland stattgefunden hat- das Unrecht bleibt trotzdem mitsamt italienischen Hoheitsgetue und ständigen Legitimierungsversuchen - wenn man Unrecht gewähren lässt dann enstehen ewige Glutnester die dann zu Brandherden werden können - siehe Balkan 
 
Also bin ich strikt dafür dass jede Region Europas mittels Volksabstimmung, darüber selber befinden kann als Teil welchen Staates Sie ein Teil  
EUROPAS werden will. D.h. das Unrecht rückgängig gemacht wird damit Recht geschehen kann. 
 
Die Herzegowina soll als Teil Kroatiens nach Europa, das Kosovo als unabhängiger Staat oder Teil Albaniens, die Republika Srpska als Teil Serbiens, die Ungarn in Rumänien als Teil Ungarns, die Katalanen unabhängig, das Baskenland vereint und unabhänig 
...warum haben die "Mächtigen" der Welt soviel Angst vor dem Selbstbestimmungsrecht der Völker ?  
 
Es sollte einmal TABULA RASA gemacht werden und GLEICHES RECHT für ALLE gelten.  
 
Es kann nicht sein dass manche Staaten durch Generationen durch, Gebiete annektieren können und dies als legitim gilt - wogegen es in anderen Regionen, falls der Okkupator temporär nicht den richtigen Bündnispartner hat dies Unrecht ist.  
 
Z.B. Italien hält an der Okkupation Südtirols fest, da es im 1. und 2. Weltkrieg in letzter Minute auf die Siegerseite gewechselt hat. Detto Sudetengebiete - die Vertreibung der der deutschsprachigen Bevölkerung gilt dort als legal weil die Tschechen nachdem Krieg auf der richtigen Seite waren.  
 
Man kann es endlos weiterführen, das Kosovo mitsamt albanischer Mehrheitsbevölkerung darf sich abspalten obwohl der Landesteil historisch zu Serbien gehört - auf der anderen Seite in Bosnien wo der Fall ähnlich gelagert ist darf sich die Serbenrepublik mitsamt serbischer Mehrheitsbevölkerung nicht abspalten.....  
 
Die Türkei darf sich in Fragen der Okkupation fremder Gebiete alles leisten, weil Sie Nato-partner ist- Die Vertreibung der Krajina-Serben ist legitim, weil die Serben zu diesem Zeitpunkt kein Partner der Amerikaner waren - andererseits ermöglichten die Amerikaner den Serben den Jugoslawenstaat mit gross-serbischen Zügen, da Sie zu diesem Zeitpunkt auf "der richtigen Seite" standen. - (Sorry falls ich immer den Balkan hernehme... habe familiärerseits dorthin den meisten Bezug)  
 
Mein Kommentar ist nun auch schon viel zu lang geraten- Resümee:  
 
DIE SOGENANNTEN GROSSEN SOLLEN AUFHÖREN SICH VOR DEM SELBSTBESTIMMUNGSRECHT DER VÖLKER UND DER GERECHTIGKEIT ZU FÜRCHTEN - DAS EUROPA VON HEUTE MITSAMT ALLEN UNGERECHTIGKEITEN DER VERGANGENHEIT KANN KEIN EUROPA VON MORGEN SEIN.  
 
jede Region soll wie schon gesagt selbst bestimmen können im Rahmen welchen Staates sie Europa beitreten will (oder auch nicht beitreten möchte !) und es soll Gerechtigkeit für alle gelten - ein Javier Solana kann nicht von den Serben einfordern die Unabhängikeit des Kosovo zu akzeptieren solange in seinem Mutterland Spanien die Basken und Katalanen Ihrem Selbstbestimmungsrecht nicht nachkommen können. 
 
Den Südtirolern ist eine Teilnahme oder Nicht-Teilnahme an der europäischen Union als Bestandteil Italiens nicht zuzumuten. Man soll ganz einfach in diesen Fällen nach dem Mehrheitsrecht demokratisch abstimmen, unabhängig davon wie viel Autonomie diese Gebiete haben oder vorher hatten. Mit dem Kosovo ist nun auch der Präzedenz - Fall dafür geschaffen worden. Eine dementsprechende Erwartungshaltung in allen davon betroffenen Gebieten ebenfalls. Oder ganz einfach: WAS HABEN DIE KOSOVO-ALBANER WAS DIE SÜDTIROLER NICHT HABEN BZW WARUM DÜRFEN DIE KOSOVO-ALBANER ETWAS WAS DIE SÜD-TIROLER NICHT DÜRFEN ? Solange man den Menschen das nicht erklären kann, wird es NIE zu einem auf DAUER friedlich geeinten Europa kommen. 
 
MfG
IP: 83.65.8.27
 
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2. 06-03-2008 15:01
 
Unrecht bleibt nicht ewig
Ich bin stolz ein Tiroler zu sein  
Ein Tirol!!!
IP: 79.16.109.176
 
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