Das Programm

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT ist eine politische Bewegung, deren Grundausrichtung vom Ideal der Freiheit geprägt ist. Die Freiheit des Menschen, aber auch des Volkes, selbst über die eigene politische Zugehörigkeit zu entscheiden, ist Grundvoraussetzung für eine echte demokratische Gesellschaft. 

Bei den kommenden Landtagswahlen kandidiert die SÜD-TIROLER FREIHEIT zum ersten Mal und wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass in der Süd-Tirol- Politik endlich jene Veränderungen herbeigeführt werden, die notwendig sind, damit wir in einer freien und gesicherten Zukunft leben können und unser Land auch für die nachkommenden Generationen noch Heimat bleibt. 

Auf der Grundlage einer offenen Weltanschauung, doch auch eines Toleranzdenkens mit klaren Grenzen, beurteilen wir Menschen nicht nach Lebensweise, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit, sondern für uns zählt das Bekenntnis zu unserer Heimat und die Bereitschaft, für diese etwas zu tun. Von den Italienern fordern wir daher, dass auch sie einen Beitrag für das friedliche Zusammenleben leisten, und zwar indem sie auf die faschistischen Symbole verzichten. 

Uns geht es nicht um Geld, Macht oder Regierungsbeteiligung, sondern um die Umsetzung unserer politischen Ziele. Diese sind: 

1. Selbstbestimmung:

Fremdbestimmung, Misswirtschaft, Korruption, politische Instabilität und nationalistische Drohgebärden sollen ein Ende haben. Die unfreiwillige Zugehörigkeit zu Italien ist nicht nur ein Unrecht, sondern auch eine dauernde Zitterpartie, die uns wirtschaftlich und politisch nichts als Probleme bereitet – ganz zu schweigen von der Bevormundung in sprach- und kulturpolitischen Belangen.

Italien hat in Europa die höchste Verschuldung, dafür wird auch Süd-Tirol die Zeche zahlen müssen: wenn es mit Italien bergab geht, geht es auch mit Süd-Tirol bergab!

Trotz „Vorbild-Autonomie“ sind wir bis heute auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen Italiens abhängig und können uns langfristig auch der Bewahrung unserer sprachlich-kulturellen Identität nicht sicher sein, denn Assimilierung, Italienisierung und Einwanderung schreiten langsam aber sicher voran.

Das Ziel einer zukunftsorientierten Politik muss daher ein Süd-Tirol ohne Italien sein.

Die Selbstbestimmung bietet uns dazu die Möglichkeit: In einer Volksabstimmung sollen wir selbst über unsere politische Zugehörigkeit entscheiden – damit können wir die Verantwortung für unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen. Das Selbstbestimmungsrecht ist in Art. 1 der UNO-Menschenrechtspakte verankert und sogar von Italien 1977 in der Verfassung anerkannt worden – es kann somit jederzeit ausgeübt werden. Süd-Tirol muss aber endlich den Mut haben, es auch einzufordern, denn wenn es so weitergeht, wird es in unmittelbarer Zukunft zu spät dafür sein. 

2. Heimat:

Die Heimat macht uns zu dem, was wir sind. Sie ist gleichsam Quell unserer Identität und Ausdruck unserer Verbundenheit zu dem Ort, an dem wir leben und der uns prägt. Die Erhaltung unserer Heimat ist daher nicht nur eine Frage der Verantwortung vor unserer Geschichte, sondern auch vor unserer Zukunft.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT steht für:

  • Recht auf Gebrauch der Muttersprache auch in jenen Situationen, wo den Süd-Tirolern dieses Recht immer wieder verwehrt wird (Staatsbahnen, Polizei, Gericht usw.) und Förderung des Bewusstseins für die deutsche Hochsprache und den Tiroler Dialekt.
  • Erhalt des muttersprachlichen Unterrichts, da mehrsprachiger Unterricht auf Kosten des Deutschen gehen würde, und Vermittlung eines einheitlichen Tiroler Geschichtsbildes für alle Sprachgruppen.
  • Abschaffung der faschistisch belasteten Orts- und Flurnamen und Wiedereinführung der historisch gewachsenen Namen nach wissenschaftlichen Kriterien und gemäß Empfehlungen der Vereinten Nationen.
  • Schleifung der übrigen faschistischen Symbole wie Siegesdenkmal, Beinhäuser, Mussolinirelief usw.
  • Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer.
  • Rückgabe der vom Staat enteigneten Liegenschaften an die rechtmäßigen Besitzer sowie Übergabe der Wasserkraftwerke an Süd-Tirol und Entschädigung für die Ausbeutung unserer Naturressourcen.
  • Gezielte Förderung des Tirol-Bewusstseins durch intensive Zusammenarbeit mit Nord- und Ost-Tirol auf allen Ebenen, damit die Tiroler Landesteile wieder zusammenwachsen.
  • Erhalt unseres architektonischen Erbes und Stopp der Zersiedelung der Landschaft.
  • Volksabstimmungen zu Großprojekten (Direkte Demokratie).
 

3. Einwanderung kontrollieren:

Die massive Einwanderung der letzten Jahre bereitet vielen Menschen Angst und stellt uns vor große Herausforderungen, die auch unsere kulturelle Identität betreffen. Viele Ausländer kommen nämlich hierher im Glauben, dass es sich um eine gewöhnliche italienische Provinz handelt, und nicht um einen Tiroler Landesteil, der in erster Linie deutsch ist. Dementsprechend passen sie sich dem italienischen Staatsvolk an, sprechen zumeist nur Italienisch und besuchen italienische Schulen. Spätestens ihre Kinder werden normale Italiener werden. Für Süd-Tirol bedeutet dies, dass das Verhältnis der Sprachgruppen und somit auch der Proporz zu unseren Ungunsten verschoben werden, zumal die deutschsprachige Bevölkerung Gefahr läuft, in einigen Jahren zur Minderheit im eigenen Land zu werden. Vorurteile und blinde Ausländerhetze bringen uns jedoch nicht weiter. Es braucht vernünftige und sachliche Vorschläge, um diese Problem zu lösen.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert daher: 

  • Übertragung der Zuständigkeit für die Einwanderung vom Staat auf das Land, so lange Süd-Tirol noch zu Italien gehört (bisher entscheidet Rom, wie viele Ausländer nach Süd-Tirol geschickt werden).
  • Gezielte Anwerbung von Arbeitskräften in Nord- und Ost-Tirol (bzw. dem restlichen Österreich) sowie aus Deutschland. Mit diesen gibt es nämlich keine Integrationsschwierigkeiten.
  • Verpflichtender Besuch von Deutschkursen als Voraussetzung für Fördergelder, sowie Sprachvorbereitungskurse für ausländische Kinder.
  • Vorrang der einheimischen Bevölkerung bei öffentlichen Förderungsmaßnahmen.
 

4. Umweltschutz:

Eine intakte Umwelt ist unser wertvollstes Gut, sie bietet uns gesunden Lebensraum und ist das größte Kapital der Tourismuswirtschaft. Schutz und Erhalt einer intakten Umwelt sind somit Grundvoraussetzungen für eine zukunftsorientierte Politik, für die sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT einsetzt:

  • Einschränkung des Transitverkehrs auf der Straße durch Nachtfahrverbote, Mautanpassung (Vermeidung des Umwegverkehrs).
  • Schließung des Bozner Flughafens.
  • Nein zum Brenner-Basis-Tunnel unter den derzeitigen Bedingungen (es braucht Garantien für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene).
  • Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Schonender Umgang mit unseren Naturschätzen.
  • Förderung der erneuerbaren Energiequellen.
  • Erhalt einer intakten Naturlandschaft.
 

5. Zukunftsorientierte Jugendpolitik:

Die Jugend ist Träger der zukünftigen Gesellschaft und muss daher in besonderem Maße gefördert und in die politischen Entscheidungen einbezogen werden, denn die Jugend muss auch morgen noch mit den Entscheidungen leben, die heute getroffen werden.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT steht für:

  • Aktive politische Mitsprache Jugendlicher.
  • Wahlrecht ab dem 16ten Lebensjahr.
  • Gewährleistung einer optimalen schulischen und beruflichen Ausbildung.
  • Förderung von Jungunternehmern.
 

6. Familienförderung:

Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft, auf der unser gesamtes Sozialsystem aufgebaut ist. Familie darf daher nicht zur Belastung werden, sondern sie verdient die größtmögliche Unterstützung durch die Politik.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert daher:

  • Finanzielle Entlastung der Familien.
  • Elterngeld.
  • Kinderbetreuungseinrichtungen für berufstätige Eltern.
  • Förderung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung, um diesen weitestgehend Selbstständigkeit zu ermöglichen.
  • Fachliche und finanzielle Unterstützung für die Betreuung von alten,  kranken und behinderten Menschen zu Hause.
 

7. Soziale Gerechtigkeit:

Wer Land und Leute gern hat, dem ist auch die soziale Gerechtigkeit ein Anliegen! Viele Süd-Tiroler wissen heute nicht mehr, wie sie mit ihrem Lohn bis zum Ende des Monats über die Runden kommen sollen. Die Folge ist, dass immer mehr Menschen in die Schuldenfalle tappen und verarmen.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT steht daher für:

  • Gerechte Lohnpolitik.
  • Senkung der Lohnnebenkosten.
  • Steuerliche Entlastungen.
  • Förderung bedürftiger Menschen.
 

8. Stärkung der heimischen Wirtschaft:

Innerhalb des italienischen Staatsgefüges sind die Wirtschaftstreibenden in Süd-Tirol – vom großen Unternehmer bis zum kleinen Bauern – einem kaum durchschaubaren und kostspieligen Bürokratie- und Steuergesetzesdschungel ausgesetzt, der sie allzu oft an den Rand ihrer finanziellen Existenz treibt.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT engagiert sich daher für:

  • Förderung regionaler Produkte (kleinräumiges Wirtschaften).
  • Abbau bürokratischer Hindernisse.
  • Förderung und Entlastung der klein- und mittelständischen Unternehmen.
  • Gerechte Steuerpolitik (Abschaffung der Wertschöpfungssteuer).
  • Parteiunabhängige Wirtschaftsverbände.
  • Förderung der Bergbauern.
 

Es gibt also genug zu tun, für das es sich lohnt, die Ärmel hochzukrempeln.

Eines sollten wir aber nicht vergessen: 

Einen großen Teil all dieser Probleme gäbe es erst gar nicht, wenn wir nicht mehr zu Italien gehörten und selbst über unser Land bestimmen könnten.

 
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