| Leserbrief: Gemeindehymne - Auf Kurtatsch folgt bald Tramin |
| Mittwoch, 9. Juli 2008 | ||||||
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Die Landeseinheit muss im alltäglichen Leben, in Kultur, Wirtschaft und Sport gelebt werden. Dies ist ein kleiner aber wichtiger und symbolträchtiger Schritt in die richtige Richtung. Dass sich Provinzen bzw. Bundesländer eine eigene Hymne geben und somit ihre geschichtliche und kulturelle Eigenart untermauern ist nicht ungewöhnlich; man denke dabei nur an Bayern, Nord-Tirol, Brandenburg usw. um nur einige zu nennen. Die SVP-Fraktion im Süd-Tiroler Landtag konnte sich bekanntlich (noch) nicht dazu durchringen die Hymne „Zu Mantua in Banden“ offiziell anzuerkennen und auch zur Süd-Tiroler Landeshymne zu erheben. Man verwies dabei auf Rücksichtnahme gegenüber der italienischen Volksgruppe. Die Hymne wurde 1831 vom (jüdischen) Dichter Julius Mosen geschrieben, zu einer Zeit als im heutigen Süd-Tirol kaum Italiener lebten. Dass sich das Lied gegen die italienische Bevölkerung richtet oder eine Beleidigung derselben darstellt ist also eine völlig unbegründete Annahme. Vielmehr zeigt sich an diesem Beispiel, dass die SVP zwar „stolz auf Südtirol“ ist und mit Trachten und Folklore in den Wahlkampf zieht, aber ihre Handlungen signifikant von ihren Behauptungen abweichen. Es bleibt zu hoffen, dass mehrere Bürgermeister von der (Zick-Zack) Linie ihrer Partei abweichen und dem Beispiel von Kurtatsch und Tramin folgen. Stefan Zelger Hauptausschussmitglied und Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin Aufgerufen: 428 | Drucken
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