„SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN" - Tafel am Brenner steht wieder
Samstag, 14. Juni 2008
brenner_tafel_3.jpgHeute, Samstagvormittag wurde die inzwischen berühmte Tafel mit der Aufschrift „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN", am Brennerpass wieder aufgestellt. Diese Tafel, welche direkt auf der Unrechtsgrenze am Brenner steht, soll Reisende darüber aufklären, dass Süd-Tirol weder kulturell, noch historisch, ein italienisches Gebiet ist und die derzeitige politische Zugehörigkeit zu Italien, gegen den Willen der Bevölkerung und unter Anwendung von Gewalt erfolgte.

Die Tatsache, dass diese Tafel, seit ihrer Aufstellung am 11. November 2007, immer wieder der brachialen Zerstörungswut neofaschistischer Gruppierungen zum Opfer fiel, beweist, wie entfernt sich Süd-Tirol von einer entspannten politischen Normalität befindet.

Historische Wahrheiten, wie die Tatsache, dass Süd-Tirol nie ein flächendeckend italienisch besiedeltes Gebiet gewesen ist, und dies auch nach 90 Jahren Fremdbestimmung noch nicht geworden ist, werden einfach geleugnet, als Provokation abgestempelt, oder gar als Anschlag auf die Einheit des Staates interpretiert.

Bis heute ist es nicht möglich, sachlich die Geschichte aufzuarbeiten und dabei auch die Verbrechen des Faschismus aufzuzeigen, ohne dass dies zu wüsten Protesten weiter Teile der italienischen Bevölkerung führen würde, welche in gewaltsamen Ausschreitungen, wie der Zerstörung dieser Tafel enden.

Als besonders beschämend, aber sinnbildlich für die politische Situation in Süd-Tirol, ist dabei der Umstand zu bezeichnen, dass der Sohn eines ranghohen Carabinieribeamten auf frischer Tat dabei ertappt wurde, als er mithalf die Tafel zu zerstören, von Seiten der Justiz, trotz Anzeige, aber nichts gegen diese unbestreitbare Straftat unternommen wurde.

Es drängt sich daher die Frage auf, ob sich die italienische Justiz wohl ebenso untätig zeigen würde, wenn umgekehrt einige Süd-Tiroler das faschistische Siegesdenkmal, oder das Mussolinirelief in Bozen beschädigen würden? 

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT wird sich trotz der blinden Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppierungen auch weiterhin nicht davon abbringen lassen, die Wahrheit auszusprechen und diese, durch die SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN Tafel am Brenner, auch einer breiten, internationalen Öffentlichkeit mitzuteilen.
Die Tafel am Brenner dient somit nicht nur der Aufklärung ortsfremder Menschen über die Situation in Süd-Tirol, sondern ist auch zu einem unverzichtbaren Symbol des Widerstandes, gegen rechtsextremes Gedankengut geworden.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

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Kommentare (56)
1. 15-09-2008 21:40
 
SÜDTIROL zurück zu Österreich
Jeder kann sich für das einsetzen was er glaubt - und ich finde dass südtirol wieder österreichisch werden sollte. 
Die italiener hatten ohnehin nie recht auf südtirol. Ausserdem ist südtirol deutschsprachig(und hat in Ital absolut nix verloren) und sollte daher zurück zum Vaterland Öst.! 
Ein vereintes Tirol unter ösaterreichischer fahne - viele österreicher wollen einen südtiroler anschluss(auch n-tiroler - letzte umfragen 2008 hatten ergeben dass die mehrheit der Ö tiroler südtirol zurückwollen). 
Also aufhörn mim deppat discutieren und revoluzn gemeinsam mit n-tiroler kompanen zusammenreden. 
Die masse kann was erreichen. Wer will kann, sag ich immer 
 
Lg aus oö
IP: 80.108.243.130
 
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2. 05-07-2008 22:42
 
SÜDTIROL zurück zu Österreich
Ich bin nur Deutscher ,aber ich bin der meinung das Süd Tirol auch Süd Tirol bleben soll und das Denkmal von Andreas Hofer was die Italiener in den 70igern gesprengt haben wieder errichtet werden sollte denn so ein Land wie Tirol haben die Italierner NICHT verdient
IP: 92.192.54.48
 
3. 29-06-2008 20:02
 
Italien
@couronne5 
 
Die Betonung liegt auf: NOCH!!! Alles geht einmal vorbei...
IP: 194.242.217.102
 
H.R.
4. 27-06-2008 14:21
 
Mein Alto Adige / Südtirol
Nach 10 Tagen Urlaub bin ich wieder daheim in meinem Alto Adige / Südtirol und stelle frohen Herzens fest dass ich zum Glück immer noch in Italien bin, trotz den Tafeln am Brenner. 
Und vielleicht bin ich nicht der einzige........
IP: 151.64.68.195
 
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5. 24-06-2008 12:13
 
Grenzübergänge
Die Tafel ist die beste Art und Weise um Touristen und (leider) auch uns Südtiroler darauf aufmerksam zu machen dass wir immer noch unter Fremdherrschaft leben. Daher wünsch ich mir solche Tafeln auch an den anderen Südtiroler "noch Grenzübergängen"!
IP: 80.74.176.33
 
H
6. 20-06-2008 12:44
 
Nicht nur Wahlkampf
Diese Tafel ist für auch im Wahlkampf wichtig. Durch derartige Aktionen und Reaktionen darauf z.B. der FI, AN direkt, oder der Frau Biancofiore, werden alle auf die STF als neue Partei der Selbstbestimmung aufmerksam und sehr viele werden auch aus diesem Grund diese Liste bei der LW am 26.10.2008 auch wählen. Etwas besseres als indirekte gratis Wahlhilfe von der italienischen Seite kann der STF jetzt nicht passieren, würde ich meinen.
IP: 195.3.113.168
 
Markus A.
7. 20-06-2008 11:33
 
Stimmberechtigte
mf hatte die Frage über die Stimmberechtigung bei einer Abstimmung über Verbleib Südtirols bei Italien oder nicht gestellt. Grundsätzlich stimmen nach gängigen UNO- Regeln alle im Land Geborenen und eventuell die seit einem gewissen Zeitraum ansässigen Bürger (50 bzw. 30 Jahre Ansässigkeit)mit. Wäre im Falle Südtirols sicher speziell auszuhandeln. Ex- Staatspräsident Cossiga spricht davon auch in seinem Selbstbestimmungentwurf für Südtirol. Dieser kann entweder in ital. Originafassung oder in deutscher Übersetzung bei uns auch über mail angefordert werden. Eva Klotz
IP: 62.101.0.30
 
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8. 19-06-2008 13:27
 
Jetzt aber...
...hat leider nicht funktioniert... unter dieser Adresse kann mans sehen... 
 
http://www.picoodle.com/view.php?img=/4/6/19/f_tricolore71m_cdf4d2d.jpg&srv=img34
IP: 80.180.118.65
 
Braito G.
9. 19-06-2008 10:10
 
Ins Schwarze getroffen
Das Logo der STF ist u.a. auch eins, das an eine Bogenschützenscheibe erinnert. Die Schweiz hat einmal die mythische Gestalt des Wilhelm Tell gehabt, das Land Süd-Tirol hat dafür in unserer Zeit die Frau Eva Klotz und eine Selbstbestimmung stiftende politische Partei dazu. Der STF ist es mit dieser Aktion gelungen, wieder einmal ins Schwarze zu treffen. Was für eine Resonanz überall im In- und Ausland, Radio, TV- und Zeitungsberichte, Eintrag in Wikipedia, tausende Besucher auf der Website und unzählige Kommentare, die meisten doch wohlwollend. Das beweist nur eins, die STF liegt vollkommen richtig mit der Behauptung, "Süd-Tirol ist nicht Italien", historisch, sprachlich, ethnisch, kulturell auf jeden Fall, politisch gibt es in dieser Frage immer noch einen gewaltigen Klärungsbedarf nach 89 Jahren und 8 Monaten der seinerzeit mit Gewalt und diplomatischen Betrung am Vaterland Österreich aufgezwungener Fremdbestimmung in Tirol südlich des Brenners zwischen Brenner und Salurn. Erst wenn das einmal z.B. in einer freien und unbehinderten Volksabstimmung der Zukunft restlos und demokratisch geklärt ist, würde man diese Tafel als Denkmal der Zeitgeschichte stehen lassen können. Heute ist sie aktueller denn je! Anderswo in der EU von gestern und heute hätte man schon längst ein Selbstbestimmungreferendum unter solchen Vorzeichen wie in Süd-Tirol abgehalten, falls das der unverrückbare repräsentative demokratische Wille der Parteien und der davon direkt betroffenen Bevölkerung gewesen wäre. Aber bereits schon damals zum Zeitpunkt der Annexion 1918 bar bereits im Völkerrecht ein Grundsatz verankert, wonach kein Volk gegen seinen Willen vom Vaterland ohne Abstimmung abgetrennt werden darf. Daraus haben schon damals sehr viele Volksgruppen von 1918 bis 1922 Gebrauch gemacht und ihre Fragen der Selbstbestimmung frei klären können. Das, was Italien mit diesem Land zwischen 1918-1972 gemacht hat, das würde man im Wiederholungsfall in unserer Zeit gemessen an heutigen demokratiepolitischen Standards vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag behandeln, wo gerade die Konflikte in Ex-Jugoslawien in den 90er Jahren vor dem Völkerrecht abbehandelt werden, und die Übeltäter hätten genug Zeit gehabt, über ihre Heldentaten auf dem Felde der Italianità nachzudenken. Die Geschichte der demokratischen Respekrierung des Volkswillens in der Frage der Selbstbestimmung hat eine lange Geschichte und ist gar nicht so neu, wie man vielleicht meinen würde. Das hat es bereits in Skandinavien vor über 100 Jahren gegeben, als Norwegen Aufgrund einer Volksabstimmung zur Frage der eigenen Selbstbestimmung im jahre 1905 die staatliche Zugehörigkeit zu Schweden 1907 gekündigt hat. Das hat es auch im Falle von Island und Dänemark im Jahre 1945 gegeben. Eine diesbezügliche freie Abstimmung scheiterte allerdings in den 70er Jahren (1975?) auf den dänischen Färöerinseln im Nordatlantik. Auch am demokratiepolitisch noch so unterentwickelten Balkan in Süd-Ost Europa durfte das Land Montendgro 2006 über seine Selbstbestimmung abstimmen und diese wurde von der Bevölkerung klar bejaht. Nur in Italien gehen die Uhren immer noch anders, in Süd-Tirol deswegen, weil vor allem die grösste politische Partei der Süd-Tiroler es nicht anders will. Daher es ist eine für das Land Süd-Tirol sehr verdienstvolle Aufgabe auch der STF, auf die politischen Alternativen in dieser so wichtigen Frage hinzuweisen. Selbstbestimmungrecht ist ein Menschenrecht, von diesem Recht stammen weitere Rechte ab, ohne die kein Land und kein Volk zur Gänze in Freiheit und ohne Einschränkung oder Verweigerung der ethnischen Selbstbestimmung auf die Dauer leben kann. Wohin das führt, das zeigen einige Beispiele von gewesenen ethischen Mehrheiten im eigenen Land im Elsaß oder in früheren Teilen des Baskenlandes usw. Mit Süd-Tirol ist es noch nicht so weit. Die nächsten Jahre werden für die Selbstbestimmung des Landes geopolitisch eine gute Zeit sein, die man in der Politik zum Wohle des Landes nutzen sollte. In diesem Sinne, "Süd-Tirol ist nicht Italien".
IP: 195.3.113.172
 
Markus A.
10. 18-06-2008 21:52
 
Wikipedia
An der Bevölkerungskurve des Dorfes Brenner läßt sich gut das Italienisierungsvorhaben des Staates ablesen:  
bis 1961 war die Einwohnerzahl kontinuierlich angestiegen. Ab 1961 kontinuierlich gesunken. 
 
Daraus kann man schließen, dass der Süd-Tiroler Freiheitskampf anfang der 60er Jahre erfolgreich war und durchaus seine Berechtigung hatte.
IP: 77.20.196.74
 
ff
11. 18-06-2008 20:45
 
Wikipedia
Ich kenne ein junges Mädchen, ugf. 19 Jahre jung, Vater (Carabiniere, seit Jahren in Südtirol stationiert) und Mutter aus Genua. 
Ihre Einstellung zu Süd-Tirol?  
TIROL ISCH LEI OANS!!!
IP: 83.190.214.64
 
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12. 18-06-2008 20:34
 
Wikipedia
Manuela, 
 
ich finde , Markus hat gut argumentiert, was meinst du? Und welche Gegenargumente würdest du jetzt vorbringen?
IP: 83.190.214.64
 
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13. 18-06-2008 16:00
 
Wikipedia
Wikipedia - Brenner/Brennero 
 
Interessantes Detail auf Wikipedia: 
 
Bei Aufrufen von Brenner/o auf Italienisch gibt es ein Foto mit der SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN - Tafel mit kurzem Kommentar: 
http://it.wikipedia.org/wiki/Brennero 
 
Bei Aufrufen desselben Seite auf Deutsch wird davon nichts erwähnt. Was das wohl bedeuten mag...? 
 
Davon abgesehen: Weiter so !! 
 
Liebe Grüße aus Wien nach Süd-Tirol !
IP: 64.236.188.8
 
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14. 18-06-2008 15:58
 
eis tummen leit!
sittirol isch net italien. sell wisst es jo olle. gleich wia boazn net sittirol isch! boazen isch a stodt und sittirol isch a lond. sittirol geat fan brenner bis salurn und italien geaht fa sizilien bis zan brenner... also konn sittirol net italien sein, weil sem warmer in neapel jo olm nou in sitirol... 
 
i hon enkern slogan wirklich nou nia verstonden. echt net. ober i glab, die heintige politk isch nett zu verstiahn.. kaone.
IP: 84.18.132.37
 
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15. 18-06-2008 15:24
 
Ing.
Begriffsverwirrung 
Da bemüht Herr Georgos Egger die Geschichte Tirols und schreibt unter anderem: Der Name"Tirol" steht historisch dem Trentino zu, da die Grafen von Tirol vom Trienter Bischof als Vögte eingesetzt wurden: Natürlich und das zu erwähnen hat Herr Geogos Egger vergessen waren die Grafen von Tirol auch Vögte des Bischofs von Brixen. 
Bemühen wir auch ein bischen die Geschichte: In der Spätantike 8ab 476 n. Ch.) gehörte Tirol zum Reich der Ostgoten. In den Jahren 550 bis 553 erfolgte von Norden her die Einwanderung der Baiern. Seither gehörte der weitaus größte Teil Tirols zum Herzogtum Bayern. Die neue bayerische italienische Grenze lag unmittelbar südwestlich von Bozen. Kaltern und Salurn blieben italienisch, das Fassatal wurde bayerisch. Die Christianisierung erfolgte durch die Bischöfe von Brixen und Trient. 1027 trennte Kaiser Konrad II. zwecks Sicherung der Brennerroute das südlich angrenzende Bistum Trient von Italien ab und schlug es dem deutschen Reichsteil zu. In der Folge fiel auch das Etschtal zwischen Meran bzw. Bozen im Norden und Deutschmetz im Süden an Bayern. Im 12. Jahrhundert entstanden im südlichen Teil das Herzogtums Tirol, ausgehend von Schloss Tirol bei Meran. 
Die Grafen von Tirol waren zunächst Vögte ( Rechtvertreter eines nicht Rechtfähigen)der Bischöfe von Trient und Brixen, erweiterten aber ihr Land bald auf Kosten der Bischöfe und konkurrierener Adelsfamilien, wie der Eppaner und machten sich von ihnen wie auch vom bayerischen Herzog unabhängig  
( Absetzung Heinrich des Löwen 1180). 1228 traten sie die Saalforste an die Wittelsbacher ab; dieses Gebiet gehört noch heute zum Freistaat Bayern. 1253 wurden sie von den Grafen von Görz (Meinardiner) beerbt, nach dem Aussterben ihrer männlichen Linie 1335 kam das Land abwechselnd an die Luxenburger und an die Wittelsbacher. 1363 vermachte die Tochter des letzten Meinhardiners, Margarete von Tirol (Margarete Maultasch) ihr Land dem Habsburger Rudolf IV..Doch erst durch den Frieden von Schärding 1369 gewannen endgültig die Habsburger die Herrschaft über Tirol und zwar bis 1919. Was dann geschah weis ein jeder.Und jetzt wollen einige südliche Tiroler wie es scheint lieber Italiener( dabei sind sie genau genommen eine österreichische Minderheit die gezwungen ist in Italien zu leben) sein und andere glauben der Name Tirol gebühre dem Trentino (früher Welschtirol) das bereits 1860 nicht mehr Tirol sein wollte. SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN 
denn "Tirol isch lei oans"
IP: 195.3.113.76
 
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16. 18-06-2008 00:17
 
Für Europa
Ein Freund von mir aus Schenna kennt gut eine Frau mit einem in diesem Forum vorgekommenen Vornamen. Der Papa ist italienischer Carabinieri, die Mutter Südtirolerin. Das bedeutet nicht, dass man sich als gemischtsprachiger/e so fanatisch nur für eine Sprachgruppe entscheiden muss, sondern man sollte beide Seiten beachten. Manche Leute leben scheinbar in einem parallelen Universum in Süd-Tirol und können es nicht erwarten, bis der letzte Funke an Tirol-Patriotismus verschunden, und durch Altoatesi-Mentalität ersetzt wird. Dafür braucht es bestimmt noch sicher über 300 Jahre! Wer mit Untergriffen und Beleidigungen an die Adresse der patriotischen Kräfte in diesem Forum um sich herumschmeisst, der zeigt, dass er/sie nicht für die Rechte der Süd-Tiroler eintritt, sondern für den Fortbestand der Macht der Fremdbestimmung ist. Mit solcher Einstellung wäre anderswo in EUROPA ganz sicher keine Deutsche Einheit, keine demokratische Wende in Ost-Europa, keine Freiheit fürs Baltikum, keine Selbstbestimmungen auf dem Balkan möglich gewesen. Mit dieser Einstellung wäre in den 50er, 60er, 70er Jahren auch keine Autonomie für Süd-tirol möglich gewesen, sondern das Land wäre heute eine relativ arme, weitgehends italianisierte und politisch entmündigte stinknormale italienische Provinz geworden. Alles was das Land Süd-Tirol an erkämpften Rechten und wirtschaftlichen Wohlstand bis heute zurecht erreicht hat, das verdankt man nur mutigen Menschen, die bereit waren für die nähere Heimat sogar die grössten Opfer zu bringen. Die Nutznießer der Früchte der Autonomie können heute in einem Land leben, das wir alle gut kennen. Würde es damals wie heute nach dem Willen der Verteidiger der Italianità gehen, würde es in diesem Land ganz sicher ganz anders aussehen, aber das kommt vielleicht noch, wenn dieser Staat einmal seine Politik gegenüber der AP Bozen ändert, bzw. wenn die Zukunft weiteren Niedergang des Stiefelstaates bringen wird. Heute ist Italien das Schlusslicht der alten EU-Länder, morgen vielleicht auch von Europa, es würde niemand sehr verwundern. Ein Bildungsurlaub in Mezzogiorno würde diesen Leuten aus Süd-Tirol, die die angeblichen Vorzüge der Fremdbestimmung so sehr schätzen, ganz sicher nicht schaden. Auch wenn man als Italiener/in in eine deutsche Schule gegangen ist, heisst es noch lange nicht, dass solche Meinungen allgemein für Süd-Tirol repräsentativ sind. Ich allein kenne über zehn verschiedene Italiener/inen, die so gut Deutsch beherrschen, wie Eingeborene Süd-Tiroler. Manche von ihnen sind politisch neutral, manche fanatische Nationalisten im Sinne der Italianità. Manche sind weder das noch das, vor allem wenn ein Elternteil süd-tiroler Herkunft ist, sondern fühlen sich "nur" als Südtiroler ohne jegliche Bindung zu Tirol oder zu unserem Vaterland Österreich. Das ist 100% keine Einstellung der Mehrheit der Bevölkerung, das ist so sicher wie ein Amen in der Kirche. Darauf weisen eindeutig noch heute oder für die nächsten 20 Jahren immer wieder repräsentative Meinungsumfragen ohne Wenn und Aber. Daher, Herr, lass Deine Gnade über diese Menschen walten, und gewähre ihnen die Gnade der Einsicht, damit sie Landsleuten in diesem mühsamen Kämpf um die verbrieften Rechte kein Unrecht antun, Amen.
IP: 195.3.113.172
 
Markus A.
17. 17-06-2008 21:23
 
Selbstbestimmung als legitimer Ausweg, .
... keine Animositäten! Die vielen Kommentare zeigen doch, dass das Thema bewegt. Die STF will hier sicher nicht provozieren, sondern vielmehr aufrütteln! Weisen nicht verschiedene Äußerungen von italienischer Seite in der letzten Zeit (zuletzt von Brunetta) darauf hin, dass schön langsam wieder ein rauerer Wind von Süden her weht? Sind nicht gerade viele Aktionen von Italienern eine bewusste Provokation, ob es sich nun um das Hochhalten von „Sieges“Symbolen, das Anpöbeln von dt.-sprachigen Süd-Tirolern beim Fußball oder um das Kaputtmachen des Schildes am Brenner handelt? Warum ertragen es diese Italiener nicht, wenn sich eine nicht-italienische Bevölkerungsgruppe, die es ja gibt, als solche deklariert? Es ist doch verständlich, wenn sich manche Gruppe wieder mehr auf die eigenen Füße stellen will, um nicht inhaliert zu werden oder gar unterzugehen. Das kann man doch nicht als Provokation sehen. Es gibt aber auch manche Vertreter beider Sprachgruppen – das zeigen einige Reaktionen hier –, die die Sensibilität schon verloren haben, denen schon alles wurscht ist oder die einfach überall Reaktionäres wittern. Der zivilisierte Ausweg scheint nun tatsächlich das Selbstbestimmungsrecht mit einer gut vorbereiteten und verbindlichen Abstimmung zu sein! Dann herrscht endlich Klarheit und man muss sich nicht weiter mit kleinlichem interregionalem Gezänk herumschlagen. Dass es auch unter den Tiroler Landesteilen Rivalitäten gibt, mag stimmen – manches geht halt einfach auf eine unterschiedliche Behandlung in manchen Dingen zurück. Es sind aber auch die Bewohner des Vinschgaus und des Pustertales etwa nicht immer und überall einer Meinung. Tatsache ist jedenfalls, dass sich alle am Riemen reißen und persönliche Animositäten zurückstellen müssen, wenn sie ein großes Ziel erreichen wollen. Es ist z. B. nicht angebracht, Italien nur anzuhimmeln und die Österreicher geringzuschätzen (so ein die Welt bewegender Staat ist Italien auch wieder nicht; wenn man so weiter macht, wird es sogar bald mit der Fußball-Vormacht oder dem G7-Status vorbei sein, während Ö in vielen Belangen im Aufschwung und eher vorbildhaft ist). Die Mehrheit in Ö schätzt die Süd-Tiroler jedenfalls (das beweisen manche Privilegien) nach wie vor außerordentlich und würde das Land gern wieder aufnehmen! Doch warum sollte es sich auf Dauer Schmähungen gefallen lassen? Summa summarum gilt: Das Selbstbestimmungsrecht ist ein so großes Ziel, für das es sich lohnt, zusammenzustehen, das ist außer Zweifel! Ein legitime Chance, wenn das Süd-Tiroler Volk so will, das die Politiker fordert.
IP: 82.192.9.194
 
HE
18. 17-06-2008 20:57
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Herr lass es Hirn regnen... 
Mittleid und Trauer darüber, dass anscheinend immer ncoh soviele Menschen in meiner Heimat so wenig Sensibilität beweisen. Ja bitte provoziert doch wieder, statt mit konstruktiven Argumenten auf angemessenen Ebenen diplomatisch für die Merheit Südtirols zu argumentieren. 
 
Trauer und Mittleid auch für jene die noch dierekt mit solcher Ignoranz konfrontiert sind und nicht schon längst das Weite gesucht haben. 
 
FÜR EIN EUROPA
IP: 84.56.240.244
 
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19. 17-06-2008 18:54
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Karin und Manuela: Ihr könnt ruhig alle freiheitsliebenden Tiroler als Hirnlose und Ewiggestrige bezeichnen. Ihr bevorzugt ja lieber diese faschistoide Regierung und lasst Euch vom "hinc ceteros...." weiterhin gerne beleidigen. 
Wir werden die Freiheit von diesem maroden und rechtslastigen Staat in friedlicher Weise erreichen, auch ohne Euch. 
Ob zu Österreich oder eigenständiger, dreisprachiger Staat ist dann nicht so wichtig. Nur die Freiheit zählt.
IP: 79.16.109.202
 
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20. 17-06-2008 14:58
 
Das Wunder von Südtirol
Das Wunder der Selbstbestimmung von Süd-Tirol ist möglich. Genau so einfach ist es! Wir haben durch die vielen Reaktionen auf das Aufstellen des Schildes "Süd-Tirol ist nicht Italien" der SF direkt an der Grenze am Brenner eine sehr wertvolle Orientierungshilfe gewonnen. Das Thema der Selbstbestimmung Süd-Tirols bewegt weiterhin zum Glück tief im Herzen und in Köpfen sehr viele Menschen. Alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Bürger eine Klärung dieser Frage in absehbarer Zukunft haben wollen. Die meisten würden wohl aus heutiger Sicht im Sinne der Selbstbestimmung abstimmen. Aus diesem Grund sind sich die Verteigiger der Fremdbestimmung der italienischen Zukunft des Alto Adige nicht mehr so sicher, dass alles zwischen Brenner und Salurn so bleibt wie es bis jetzt war. Es könnte einmal auch heissen, Italia fino al Salorno - Italien endet bei Salurn. In sprachlicher, ethnischer, historischer, und kultureller Hinsicht war es schon immer der Fall. Süd-Tirol ist endlich Dank der unermüdlichen Arbeit auch der SF auf dem richtigen Weg, der Freiheit der Wahl entgegen. Sollte bald einmal Schottland, Baskenland, Katalonien über dortige bereits fix eingeplante Frage der eigenen Selbstbestimmung abstimmen, wird es auch so eine Abstimmung früher oder später endlich einmal zum ersten mal seit dem Beginn dieser Fremdherrschaft seit fast 90 Jahren auch in Süd-Tirol geben. Diese Mauer, die Süd-Tirol vom Vaterland trennt, bröckelt bereits gewaltig und ist vielleicht bald schon gefallen! Wie es mir scheint, die Selbstbestimmung Süd-Tirols ist nur die Frage der Zeit, wenn alle Entscheidungsträger ab sofort in diesem Sinne richtig handeln, d.h. die Landespolitik der AP Bozen Südtirol, die Schutzmacht der süd-tiroler Interessen das Vaterland Österreich und das Bundesland Tirol mit seiner Landesregierung. Dazu im oder um das Andres Hofer Jahr 2009! Wird man einmal über diese Frage abstimmen können, wird das aber nur ein Etappensieg werden, da man jede Abstimmung erst klar gewinnen müsste. Als Beobachter des politischen Geschehens in Europa stellte ich damals 1992 fest, das Slowenien bei der ersten grossen realen Chance auf die eigene Selbstbestimmung sofort die Initiative ergriffen und unverzüglich in diesem Sinne klar und sichbar gehandelt hat. Die alte Macht der Fremdbestimmung ist nach einer Woche bereits abgezogen. Der italienische Altpräsident Francesco Cossiga hat, wenn ich richtig informiert bin, in seinem im Senat im Mai 2008 eingebrachten Gesetzesentwurf zur Frage der endgültigen Klärung der staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol vorgechlagen, dass direkt nach einer im Sinne der Selbstbestimmung gewonnenen Abstimmung, die italienischen Streitkräfte und die Zollwache die AP Bozen binnen 48 Stunden zu verlassen hätten, die Ordnungskräfte wie Carabinieri und Stadtpolizei wären dann ohne Zeitlimit direkt der Landeregierung unterstellt. Die Allgemeine Diskussion um die Abstimmung in Montenegro z.B. dauerte auch über ein Jahr. Dortige Landesregierung hat die Selbstbestimmung für das Land gefordert und die EU machte da sehr direkt klare Vorgaben. JA wir in Brüssel, bei der EU und bei der Nato sind dafür, falls diese Selbstbestimmung friedlich und demokratisch abläuft und wenn nicht weniger als 55% der Wahlberechtigten bei dieser sehr genau auch international überwachten Abstimmung dafür stimmen. Der Rest ist Geschichte der Fremdbestimmung in diesem wunderschönen Land zwischen 1918 und 2006, und endlich einer glücklichen Selbstbestimmung nach so vielen Jahren der Bevormundung aus einer diesem Land fremden Hauptstadt. Das Land Süd-Tirol befindet sich langsam auch auf dem besten Wege dorthin. Dieses Wunder der eigenen Selbstbestimmung von Süd-Tirol kann aber allein nur die Landesregierung in Bozen zuerst ermöglichen, erst dann wird es andere völkerrechtliche Schritte in diesem Sinne Zug um Zug geben können, dazu vielleicht nicht anders als bei Slowenien oder Montenegro. Auch aus dem Beispiel der Deutschen Einheit 1989/90 kann man vieles lernen, wie ein geteiltes Land auf einem friedlichen und demokratischen Wege von der Aussenwelt unterstützt wieder zusammenwächst.
IP: 195.3.113.175
 
Markus A.
21. 17-06-2008 14:48
 
Italia-Provokationen
In einem Land in dem 74% der Bevölkerung keine Italiener sind, empfinde ich nicht das STF-Schild, sondern das ITALIA-Schild und die italienische Fahne am Brennerpass (Bildhintergrund) als eine echte Anmaßung und Provokation. 
Leider haben sich die Südtiroler haben schon daran gewöhnt, dass Italien ihnen alles vorschreibt und schlucken, was man ihnen vorsetzt. 
 
@Walter P. 
Das mit der Reisepassidentität ist ein emotionale Unsinn. Wenn ich dir einen chinesischen Pass schenke, bist du dann Chinese? Dieser Staatslappen ist den Süd-Tirolern ebenfalls aufgezwungen worden.
IP: 62.206.27.9
 
ff
22. 17-06-2008 13:38
 
brodeln...
Wie muss es in einem Land unter der Oberfläche brodeln, wenn so ein kleines(!) Schild schon solche Reaktionen hervorruft. Liebe italophile Kommentatoren: nur weiterhin den Deckel zuhalten und so tun, als ob nichts wäre...
IP: 150.217.9.162
 
Arno
23. 17-06-2008 13:20
 
Frühe Reue
Zutiefst bereue ich es mich überhaupt auf diese sinnlose "Diskussion" eingelassen zu haben... Möchte mich aber für alle persönlichen Angriffe herzlich bedanken! :-)  
 
@hans: Upps...da habe ich mich wohl in der Seite vertan - wollte es auf die Seite der Südtiroler-Freiheit schreiben, da müsste es ja passen... Zwecks Geschichteunterricht: Die Farbe braun gehört den Nazionalsozialisten (auch Braunhemden genannt)und Schwarz ist die Farbe der Faschisten!  
@doppelbürger CH&I: Fern der Realität - das heisst ausserhalb der ach so wünschenswerten Staatsgrenze von Salurn bis Brenner 
@STF-whatever: So oft dieses Schild augestellt wird, so oft wird es auch wieder abgerissen werden - daran wird sich nichts ändern, und auch nicht an der Tatsache das Südtirol italienisches Staatsgebiet ist und wir Italiener mit deutscher Muttersprache sind! punto e basta 
 
Für EUROPA
IP: 84.74.32.104
 
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24. 17-06-2008 12:55
 
Die Geschichte anerkennen
Eine Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien geografisch(!) zu begründen ist reiner Imperialismus. Es gibt keinen Rechtsanspruch Italiens über andere Völker drüberzufahren und alles bis zum Alpenhauptkamm zu kolonialisieren.  
Politisch ist Süd-Tirol ebenfalls NICHT Italien. Die SVP erhielt immer die meisten Stimmen und die ist, zumindest nach außen, eine deutsche Partei. 
 
Die STF lebt nicht im Gestern. Sie will eine Zukunft für Süd-Tirol und für die Süd-Tiroler schaffen. 
Demütigende Faschistenrelikte und –dekrete sowie italienische Wachhunde sind keine Zukunft für eine deutsch-ladinische Volksgruppe. 
 
Wenn du die Geschichte kennen und vor allem anerkennen würdest, dann würdest du den von Österreich abgetrennten und überfahrenen Süd-Tirolern heute nicht Hass unterstellen, sondern ihr das Recht auf Selbstbestimmung zugestehen. 
Auf der ganzen Welt wehren sich Minderheiten gegen Fremdbestimmung und für ihre Rechte. Dieses Recht steht auch den Süd-Tirolern zu.
IP: 62.206.27.9
 
ff
25. 17-06-2008 12:38
 
@ hp
"Einerseits meine ich dadurch, dass der wirtschaftliche Unterschied zwischen Südtirol und Österreich doch sehr gering ist. Österreich müsste keine Aufbauhilfe in Südtirol leisten" 
 
Österreich hat ja auch schon Aufbau geleistet. 417 Millionen €
IP: 82.56.44.7
 
mf
26. 17-06-2008 08:53
 
Immer diese PROVOKATION finde ich eine
Ich bin mit euch nicht einverstanden und kann mit Euren dauernden Provokationen nicht leben. Bis heute war ich immer ein Anhäger der Südtiroler Freiheit, aber werde ich im Herbst wohl anders entscheiden müssen. Provokationen hilft niemanden, sondern bringt nur böses Blut unter den Sprachgruppen.  
Schlussendlich trägt jeder von Euch einen italienischen Pass, ob ihr es wollt oder nicht! Ich möchte auch niemals ein Österreicher sein, NEIN DANKE!!
IP: 87.28.200.150
 
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27. 17-06-2008 07:53
 
Immer diese PROVOKATION finde ich eine
@hp 
 
Ich würde es mir wünschen würde alles wirklich so sein wie du beschreibst, aber wenn ich mich in meiner näheren Umgebung umhöre und umsehe, dann ist dem halt nicht so. 
 
Vielleicht sehe ich es wirklich pessimistisch, aber es sind halt die Erfahrungen/Eindrücke die ich hier tagtäglich bei uns sehe und warum ich den Charakter vieler Südtiroler anprangere. Bei vielen habe ich geradezu die Meinung, daß das beste was Südtiroler können schimpfen ist, egal gegen wen. Die "Pieff" sind ihnen zu arrogant und hochnässig (obwohl sie einen Großteil der Gastronomie ausmachen und viel Geld dalassen),den Österreichern ziehen sie "den Landstreichern" vor und das ganze Jahr schimpfen alle über die "Walschen" aber kaum ist Fußball sieht man sie mit italienischen Fahnen und Trikots herumlaufen. Das ist doch alles heuchlerisch. 
Ich wünsche mir auch sehr oft eine Abtrennung von Italien aber ob ich gewillt bin mit diesen Mitbewohnern auch zu gehen, habe ich sehr oft Zweifel.
IP: 80.104.14.135
 
manni
28. 17-06-2008 07:47
 
Brunetta
Die neuerlichen Vorstöße von Minister Brunetta, welche unsere Autonomie bedeutend schwächen würde, geben uns Anlass, erneut für ein unabhängiges Südtirol zu kämpfen. Süd- Tirol ist nicht Italien.
IP: 80.104.14.71
 
Thomas O.
29. 16-06-2008 23:46
 
Ins Schwarze getroffen !
Die vielen Reaktionen und Kommentare zeigen ganz deutlich, dass die SF wieder einmal mit dieser Aktion den im Lande herrschenden Zeitgeist widerspiegelt. Süd-Tirol - Italien 1:0 !
IP: 195.3.113.177
 
Markus A.
30. 16-06-2008 23:01
 
@manni
zu 1) ich denke das siehst du zu pessimistosch. Sicher gab und gibt es zwischen West- und Ostdeutschland Probleme, aber es gab und gibt auch viel grössere Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland als zwischen Österreich und Südtirol. 
Einerseits meine ich dadurch, dass der wirtschaftliche Unterschied zwischen Südtirol und Österreich doch sehr gering ist. Österreich müsste keine Aufbauhilfe in Südtirol leisten. Zum anderen war die Grenze zwischen Südtirol und Österreich doch immer recht offen. Auch wenn sie in unseren Köpfen viel stärker ausgeprägt ist als sie sein müsste und sollte. 
Ausserdem darfst du die Innsbrucker nicht als die Meinung der Österreicher bezeichnen. In Innsbruck gibt es sehr viele Südtiroler Studenten, die in gewissen Bereichen auch den österreichischen bevorzugt werden (z.B. Heimplätze). Und das finden viele Innsbrucker nicht wirklich gerecht. Davon abgesehen dass ich in Osttirol (nicht in Innsbruck) viele kennen gelernt habe die Südtirol sehr gerne wieder zurückhaben möchten. 
 
zu 2) Prinzipiell gebe ich dir schon recht. Ich kann aber deine Argumentation nicht nachvollziehen. Die italienische Bevölkerung ist in Bozen nun mal die deutliche Mehrheit. Das Abstimmungsergebnis ist somit hauptsächlich die Meinung der italienischen Bevölkerung. 
Fanatismus hat es sicherlich gegeben. Aber nicht diesen den du beschreibst...
IP: 85.126.206.173
 
hp
31. 16-06-2008 21:59
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Lächerlich mein erster Gedanke Traurig mein zweiter! 
Besser ohne Nation und Nationalität als Italiener??? Könnten wir uns überhaupt noch in Österreich einfügen und Heimat-Nationalbewusstsein entwickeln? Macht euch doch nichts vor! 
Mit Scham und Trauer betrachte ich solche Aktionen und wandere aus... 
 
Mitleid mit all denen die solche Menschen, Ansichten und Aktionen noch ertragen müssen. 
 
@Karin wie immer auf den Punkt 
 
EIN EUROPA
IP: 84.56.230.191
 
Manuela
32. 16-06-2008 17:27
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Lieber Markus A. ich bin ja als Gemischtsprachiger aufgewachsen aber ich kann dir garantieren dass ich kein Staatsbeamter bin oder einer der von diesem System abhängig ist, ich kenne die Geschichte Südtirols recht gut und kann sagen dass ich weiss was passiert ist. Ich kann dir jedoch garantieren dass die große Mehrheit der Leute mit denen ich zu tun habe, dh. junge, alte, deutschsprachige, italienischsprachige, gebildete und nicht gebildete der Meinung sind dass Südtirol (mittlerweile) sehr wohl zu Italien gehört und das nicht nur geografisch sonder politisch und (teils) auch kulturell. Die Zeiten haben sich geändert, wir können nicht ewig im Gestern leben, die Menschen entwickeln sich weiter, kommen zusammen und dadurch entsteht eine neue Kultur ja sogar ein neues Volk. Dass solche Entwicklung den einen und den anderen nicht Recht sind kann ich voll und ganz nachvollziehen. Man brauche nur zu beobachten dass mittlerweile der Fokus des Hasses sich immer mehr weg von den "Walschen" in Richtung "Einwanderer" bewegt. Es gibt eben politische Gruppen (wie die Der STF oder UFS) die genau auf solchen Gefühlen bauen, Gefühle des Hasses, Intolleranz und Trennung, solche Gefühle sind tief in jedem Menschen verwurzelt und können am leichtesten angesprochen werden.
IP: 213.140.11.136
 
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33. 16-06-2008 16:16
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Also ich würde eine "Abnabelung" von Italien durchaus befürworten. Bleibt für mich nur die Frage ob zurück zu Österreich (was ich mir durchaus vorstellen könnte) oder ein eigener Staat (und das denke ich ist möglich). 
Aber trotzdem machen sich in meinem Kopf folgende Probleme/Fragen breit: 
 
1. Zurück zu Österreich? Ok, aber wollen uns die Österreicher überhaupt "noch"? Ich nenne nur das Beispiel Deutschland/DDR. Die waren "nur" 44 Jahre getrennt und trotzdem wächst da auch noch immer nicht zusammen "was eigentlich zusammengehören würde". Nach wie vor gibt es dort massive Probleme zwischen Wessis und Ossis. Kenne genug Westdeutsche die über Ossis mehr schimpfen als über Türken. Und wir sind schon ewig weg von Österreich und uns trennt nicht nur eine Mauer sondern ein ganzer Berg. Und letztes Wochenende als ich in Innsbruck war habe ich auch genügend Stimmen von Innsbruckern gehört, daß es denen überhaupt nicht recht wäre wenn Südtirol wieder zu Nordtirol dazustösst. 
 
2. Ich schätze die Mehrheit der deutschsprachigen Südtiroler von vornherein eher als Duckmäuser bzw. Leute ein, denen es scheissegal ist was morgen ist. Typisches Beispiel war die Abstimmung von Bozen über die Umbenennung des Siegesplatzes in Friedensplatz. Der Ausschlag daß diese Abstimmung gescheitert ist doch nicht darauf zurückzuführen,daß die Mehrheit so fanatisch war den alten Namen zu behalten, sondern weil der Großteil der Bozner Bevölkerung (und damit meine ich die Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung) es scheissegal war, wie der Platz heisst.
IP: 80.104.14.226
 
Manni
34. 16-06-2008 16:06
 
Südtirol ist und bleibt ITALIEN
dieses schild scheint wohl genau wiederzuspiegeln was viele von uns halten.. ->hinterwäldler.. danke an alle beteiligten! 
habt ihr wirklich keine anderen probleme? .. und für jene unter euch die zeit haben einen ewig langen dialog mit sich selbst (also egtl monolog) zu führen.. sucht euch eine arbeit! .. (oder braucht man dafür eine (aus)bildung?)
IP: 85.127.21.186
 
haha
35. 16-06-2008 16:02