Toponomastik-Gesetzentwurf von Eva Klotz auch an Südtirol-Ausschuss des Österreichischen Nationalrat
Donnerstag, 24. April 2008
eva_klotz_neumarkt_500.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz, hat heute den Gesetzentwurf zur Regelung der Ortsnamen im Landtag eingebracht, welcher auf der wissenschaftlichen Arbeit des Sprachexperten und Namenforschers Dr. Cristian Kollmann beruht und mit diesem abgesprochen ist.

Der Gesetzentwurf sieht die Abschaffung der faschistischen Dekrete aus den Jahren 1923, 1940 und 1942 vor sowie die amtliche Anerkennung und Verwendung all jener ladinischen, deutschen und italienischen topographischen Namen, welche nachgewiesenermaßen in Dokumenten überliefert und nicht dem Fälscherhirn Tolomeis entspringen. Es handelt sich um 100 deutsch- ladinisch- italienische Doppel- bzw. Dreifachnamen, darunter all jene, die nach Heiligen benannt sind, sowie um 96 Mehrfachnamen für Pässe, Täler, Gebirge und Gewässer. 

Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT spricht von einer sehr großzügigen Lösung, da auch solche italienische Benennungen anerkannt würden, welche früher nie amtliche Gültigkeit hatten, sondern lediglich als Exonyme besonders von den italienischen Nachbarn benutzt worden waren. 

Eva Klotz wird ihren Gesetzentwurf auch den Mitgliedern des Südtirol- Unterausschusses des Österreichischen Nationalrates überreichen, welche am 29. April zu einem Informationsgespräch mit den Fraktionssprechern im Südtiroler Landtag sein werden.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
24. 4. 08


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Kommentare (27)
1. 30-04-2008 12:41
 
@ff 
 
Aber das ist nur DEINE Wahrheit!!! Wer sagt denn welche Ortsnamen die richtigen sind?? Wieso nur die von vor 100 Jahren? Wer entscheidet das.. wieso denn nicht wie schon erwähnt die vor 2000 Jahren, oder die vor 50 Jahren? 
 
Denn meine Wahrheit muss DIR zumutbar sein.
IP: 213.191.86.173
 
Hannes
2. 30-04-2008 11:44
 
Orts und Flurnamen
Warum nicht einfach in deutsch 
lassen. Ein Teil der Provokation wäre weg, wie bei einer Begnadigung der Freiheitskämpfer. 
 
Un Italiano...
IP: 81.221.93.3
 
3. 29-04-2008 17:44
 
Ortsnamen
Völlig richtig. 
Die Wahrheit muss den Italienern zumutbar sein! 
 
@fabivS 
Auch die Süd-Tiroler stammen von den Bayuwaren ab. 
In der "süddt Saufrepublik" stehen BMW, Audi, Siemens, MediaMarkt, Microsoft, Adidas, O2. Alle Alkoholiker :-)
IP: 62.206.27.9
 
ff
4. 29-04-2008 17:35
 
Ortsnamen
Wahrheit, das ist es eben, womit die meisten von euch ein grosses Problem haben. Die Wahrheit ist das es mir egal ist ob unter Terenten auch Terento oder unter Sterzing Vipiteno steht. Ich werde nie im Leben zu Sterzing Vipiteno sagen, weil ich das so von Kind auf sage, glei aber wie ich immer Carezza anstatt Karerpass und Ora anstatt Auer sage.. das ist MEINE Kultur und wie ihr alle so schön predigt von der Tiroler Kultur und das die Kultur das ein und alles ist, so habt ihr auch meine und die vieler Südtiroler zu respektieren.  
 
Es wurde gesagt das es lustig ist sich solche Szenarien auszudenken wie ichs gemacht habe.. stimmt aber genau so sinnlos wie das Toponomastik Problem.  
In Südtirol kommen immer weniger Familien über die Runden, mich inklusive.. ob das busta paga oder Lohnstreifen heisst.. die Zahlen sind für alle gleich - gleich schlecht. 
In Südtirol haben Jugendliche kein wirkliches Angebot an Freizeitbeschäftigungen - in Bozen werden anstatt Jugendzentren und Konzerträume geschlossen anstatt eröffnet. 
 
Akzeptiert das es menschen gibt die wenn sie Wandern gehen nicht bei jedem Wander schild anfangen sich über die Toponomastik aufzuregen sondern es geniessen eine so schöne Heimat zu haben und von den Problemen im alltag sich abzulenken versuchen! 
und ich sags nochmals... steht auf dem Schild Bozen/Bolzano/Bauzanum ich weiss wohin mich das Schild hinführt und damit bin ich zufrieden.
IP: 213.191.86.173
 
Hannes
5. 29-04-2008 15:50
 
Ortsnamen
Es ist wichtig und richtig, die Ortsnamensfrage jetzt aufzugreifen. 
 
Je länger die faschistischen Ortsnamen verwendet werden umso schwerer bekommt man sie weg. 
 
Und bei aller Rücksicht auf die italienischsprachige Bevölkerung: 
Die Wahrheit muss zumutbar sein!
IP: 80.122.84.130
 
armin
6. 29-04-2008 14:18
 
Gott mit dir, du Land der Bayern
Ahwa... Suedtirol zu Schweiz?? Des hatt i no nie kehrt. 
Nor sog i enk warum net zu den Bayern gian? 
De sein supper Lait, hobn schiane Trochtn, redn foscht gleich wie ba ins...und hobn insern Wein gleich so gern wie mir in bayrisches Bier...  
Dai Lait! Gruendmor haint no die sueddeutsche Saufrepublik!! :-)
IP: 82.54.71.61
 
fabivS
7. 29-04-2008 12:23
 
@ Völkerrecht, Sepp
Wenn Sie etwas von Völkerrecht verstehen, dann wissen Sie, dass das Recht auf Selbstbestimmung gerade durch die UNO weiterentwickelt wurde. Die UNO-Charta stammt aus dem Jahr 1945 und wurde mehrmals durch spätere Menschenrechtsakte ergänzt, z.B. 1948. Die Petition der Süd-Tiroler, die mat ruhig als Willensbekundung aus den Katakomben der Fremdbestimmung bezeichnen konnte, mit der unmissverständlichen Forderung nach Selbstbestimmung für das Land und Volk Tirol und für Tiroler Einheit im Vaterland Österreich, die damals trotz maßloser Behinderung und sogar Gewalt von der Seite der Fremdbestimmung so gut wie von allen unterzeichnet wurde, stammt aber schon aus dem Jahre 1946, also man kann sie sehr wohl retroaktiv verwenden. Zum Zeitpunkt der Annexion hat man in ganz Europa zwischen 1918-23 das Recht auf Selbstbestimmung der Völker in Form von Referenden praktiziert und zum Durchbruch verholfen, auch das ist geltendes Völkerrecht. Italien hat sich 1975 in der Schlussakte von Helsinki bei der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa dazu eindeutig verpflichtet, das Selbstbestimmungsrecht der Völker auch im eigenen Bachtbereich zu erlauben, zu fördern und nicht zu behindern. Das galt und gilt aber in der ganzen Geschichte und Gegenwart für Italien nur in Hinblick auf nicht eigene Selbstbestimmungen, das letzte Beispiel war Kosovo, wo Italien diese Selbstbestimmung als einer der ersten Staaten anerkannt hat. Man würde meinen, auch die Süd-Tiroler sind ein von Anfang der Fremdherrschaft an nach Selbstbestimmung strebendes eigenes Volk, heute mit eigener freigewählter Führung und seit Menschengedenken angestammten Territorium, heute in Form der AP Bozen Südtirol. Bei den von Ihnen aufgezählten Voraussetzungen der Selbstbestimmung würde ich "rassische " Diskriminierung durch sprachliche ersetzten. Es ist ein Faktum, dass die Staatsmacht in allen relevanten Sicherheitsbereichen die Süd-Tiroler nur in Ausnahmefällen nur als Hilfskräfte duldet, obwohl die Autonomiebestimmungen seit 1946 etwas anderes besagen. Wahrscheinlich hat das etwas mit der Zuverlässigkeiteinschätzung zu tun, da man den Süd-Tirolern grundsätzlich auf staatlicher Ebene pauschal mißtraut. Die Schlussakte von Helsinki haben damals 1975 auch der grosse Führer der SU Leonid Breschnev und sein Statthalter in Ost-Deutschland Erich Honecker unterzeichnet. Sie haben sich ins Fäustchen gelacht und gedacht, wir denken nicht im Traume die Selbsbestimmung den von uns kontrollierten Völkern zu erlauben. Die Geschichte hat nur noch 15 Jahre später anders entschieden. Der zweite hat noch den Untergang seines Arbeiterparadieses 1989/90 auf einem friedlichen und demokratischen Wege im Amt erlebt und in Chile in Exil lange überlebt. Dafür werden gerade die Deutschen auf der ganzen Welt bis heute hochgeschätzt und bewundert, dass sie einen gangbaren Weg einer friedlichen Wiedervereinigung den immer noch geteilten Ländern auf der ganzen Welt vorgezeichnet haben. Das Nachbarland der Deutschen Österreich freute sich damals für die Deutschen mit. Die Frage der Tiroler Einheit scheint immer noch nicht gelöst zu sein, auch wenn Italien dazu in der Schlussakte von Helsinki verpflichtet wäre, die Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler demokratisch, nachhaltig und glaubwürdig national und international zu lösen oder sich einer Lösung nicht in den Weg zu stellen. Vieleicht ist man aber der Meinung, dass das Land und die Menschen auf die Klärung der Frage der Selbstbestimmung wegen der mangelnden Legitimation dieses Vorhaben und fehlenden nationalen und internationalen Rechtspersönlichkeit der Autonomie verzichten können, weil Süd-Tirol keine Kolonie, kein militärisch besetztes fremdes Land ist, und die Süd-Tiroler daher keine Minderheit (im eigenen Land 3/4 ethnische Mehrheit) in Italien sind, erleiden keine nationale, sprachliche und ethnische systematische Benachteiligung von Anfang der Fremdherrschaft an, bis heute 2008, und sind heute mit ihrer Lage zufrieden. Wenn es dem nicht so wäre, dann ist immer noch sehr viel Klärungsbedarf und Spielraum für die Klärung der Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, heute in Italien in AP Bozen Südtirol und morgen in Europa der freien und selbstbestimmten Völker. Das Selbstbestimmungsrecht ist erstes und wichtigstes Menschenrecht, das andere Rechte erst möglich macht.
IP: 195.3.113.172
 
Markus A.
8. 29-04-2008 08:44
 
@Günther Morat
Die Charta der UNO, die Sie zitieren, ist aus dem Jahr 1945. Das Völkerrecht ist nicht retroaktiv. Also sind die Londoner Vertäge laut damaligem Völkerrecht legitim, was nicht heißt, dass ich sie gutheiße. 
Weiters ist nach heutigem Völkerrecht nur jenes Volk (das im heutigen Völkerrecht gar keine Rechtspersönlichkeit hat) nur dazu legitimiert, das Prinzip der Selbstbestimmung durchzusetzen, wenn es a)ein Kolonialgebiet ist; b)eine ethnische Minderheit ist, die systematisch rassistische Diskriminierung erleidet; c)mit militärischer Macht besetzte Gebiete sind. 
Meiner Meinung nach bleibt da nicht viel Handlungsspielraum.
IP: 213.140.22.72
 
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9. 28-04-2008 20:25
 
@Hannes
Hallo Hannes, 
ist ja alles ganz lustig, was du dir so ausdenkst an Szenarien. So kann man auch seine Zeit verbringen...  
Allerdings wird es weniger spaßig, wenn man sich, wie schon im Forum gesagt wurde, mit der  
-Entstehung- besagter italienischer Ortsnamen befaßt. Tolomei eben.
IP: 87.162.114.125
 
Seeland
10. 28-04-2008 18:30
 
Tolo/Torromei..
@ff erst mal Dank für den Link, 
betreffend der Gesetzgebung des Tolo.(Wohl eher Torromei). 
Ich meinte nicht Aufzählung, sondern,da du nummeriert hast, in diesem Sinne, wollte ich sagen. 
Betreffend Italien: Defacto nin/war ich auch Oesterreicher, denn die alte Grenze ging bei Caprille(BL) durch, an einem Haus, falls es noch steht sah/sieht man die alte Grenze und einen Grenstein. Da mein Heimatort Rocia (Rocca Pietore (Grossgemeinde), vom Weiler Davar/Davare, meine Mutter hiess so, wurde also mit e veritalienisiert, Der Weilergehört zu Laste, wo noch ein 
ladinähnlicher Dialekt gesprochen wird. Mit Blick auf Arabba, welches nicht weit von Cortina d`an Pez, also walsch - Tirol. Sehe ich dss richtig, oder ist das nicht so? 
Betreffend: Giovanni(Hannes)Hans, 
er schreibt die Schweiz soll Südtirol annektieren. Ich habe meinn Militärdienst, wahlweise in der Schweiz absolviert. Die Schweiz würde nie jemanden anektieren, schon gar nicht einen Grenzteil der Schweiz. (Vinschgau) 
Wo beste Beziehungen existieren, kulturell und im Handel und Sport. 
Wäre esalso so, ich täte als Italiener den Südtirolern helfen. 
Zudem meine Grossmutter hiess Darman, stammte aus Innsbruck. 
Mit Grüssen, trotzdem Italien liebend von ganzem Herzen.
IP: 81.221.93.3
 
11. 28-04-2008 15:53
 
Tolo/Torromei..
@ff: Natürlich würde es mich nicht freuen in Giovanni umgetauft zu werden, das ist klar. Was das Giovannum angeht.. das beweist das du weder die Ironie noch die Intelligenz besitzt das was ich geschrieben habe zu verstehen. 
 
Aber ich geb dir noch ne Chance: 
 
Ich bin für die Annektion Südtirols von der Schweiz!!! Da würde sich dann einiges ändern, Mein Vater und Grossvater sind in Südtirol/Altoadige aufgewachsen.. das heisst dies wäre dann meine Heimat! Ich bin in Südtirol als wälscher und als crucco von beiden Seiten aus genannt worden. Bolzano/Bozen hiess für mich immer Bolzano/Bozen.. würden die Schweizer dies ändern, würde ich das Toponomastik-problem aufrufen!! Ich wäre für eine Loslösung vom schweizerischen Staat und für eine Rückkehr zu Italien..  
 
Dann wäre ja eine Aufforderung "Flurnahmen wie vor dem Jahre 1918 - ein Tirol" zuweit hergegriffen, oder - praktisch wie Seeland sagt - es hätte nichts mehr mit der jüngeren Geschichte zu tun..
IP: 213.191.86.173
 
Hannes
12. 28-04-2008 13:27
 
Alle müssen bewältigen
Ich denke es geht bei Ortsnamen nicht, ob ein Wort schön ist oder schön klingt. Es geht in Südtirol um das Wie und Warum es zu diesen Ortsnamen gekommen ist. 
Bekanntlich wurden diese Ortsnamen von Tolomei einfach erfunden. Da er Lehrer war, wußte er genau wie schnell Wörter von Menschen (besonders von Kindern) aufgenommen werden und wie diese sich verbreiten. 
Tolomei erfand diese Ortsnamen, um Italien und der Welt ein italienisches Siedlungsgebiet vorzutäuschen. Er war ein Fälscher und strebte die Auslöschung der deutschen Kultur auf der Alpensüdseite an. Unglücklicherweise ist es zur Annektion und zum Faschismus in Italien gekommen. So wurde dieser von Tolomei erfundene Unsinn in Dekrete verpackt und von einem totalitären Regime den Südtirolern aufgezwungen. 
 
All jene, die heute diese Namen anerkennen wollen, unterstützen damit nur Tolomeis Fälscherwerk und die dazugehörigen faschistischen Gesetze.  
Ich glaube, da müssen auch viele Südtiroler nachdenken, was sie mit ihrer Meinung in Wahrheit vertreten. 
Will man die deutsche Kultur wirklich dem Faschismus opfern?
IP: 91.64.34.212
 
ff
13. 27-04-2008 23:40
 
Alle müssen bewältigen
Bei ins im Burggrafenamt sein viele Ortsnamen zumindestens akzeptabel. Trotzdem muas ich erkennen dass, bsunders in Pustertol, a haufn bloede Namen gibts... 
Die gonze Gschicht mitn Ortsnamen wissn mir schun olle und will ollerdings net sogn dass kuane schweinerei gwesn isch.  
Obr iatz, ernst gemuant, fuehlts enk wirklich beleidigt wenn uaner Typ es "Tiroler-Etschland" als Alto-Adige bezeichnet odr so wos aehnliches?
IP: 87.4.21.147
 
fabivS
14. 27-04-2008 12:01
 
Völkerrecht und Süd-Tirol
Zu den Ausführungen von Günther Morat möchte ich noch anmerken, dass laut Völkerrecht nach der Besetzung eines fremden Territoriums, in so einem Fall wie in Süd-Tirol nach 1918 bis heute, die Staatsmacht der Fremdbestimmung dazu eindeutig verpflichtet ist, in einem annektierten Gebiet eine Volksbefragung der betroffenen Bevölkerung zum Staatsübertitt zu erlauben, nicht zu behindern oder überhaupt selbst anstrengen und durchführen, um diese völkerrechtlich zu legitimieren und reines Gewissen vor sich selbst und vor der Welt zu haben. Diese Kategorie ist aber der Politik gerade in diesem Staat schon immer fremd gewesen. Italien hat Süd-Tirol bekanntlich niemals militärisch errobert, sondern mit diplomatischen Verrat an Bündnispartner Österreich und diplomatischen Betrug bei Ausnutzung der momentanen Schwäche des Gegners überrannt und dauerhaft besetzt und ab 1919 Schritt für Schritt auch mit der Zustimmung der "freiheitsliebenden Welt" annektiert. Italien ist nach Süd-Tirol damals in ein Land fast ohne Italiener gekommen und hat bis heute keine demokratische Klärung der Frage der Selbstbestimmung des Süd-Tiroler Volkes zugelassen oder geduldet, abgesehen von den bekannten Petitionen, die letzte von 2006 an Österreich. Die Süd-Tiroler glaubten damals seit November 1918, dieser italienische Herrschaftsanspruch im eigenen Land ist dermassen moralisch verwerflich und ethnisch sowie historisch absurd begründet, dass er wahrscheinlich nur kurz andauern wird, höchstens 5 bis 10 Jahre. Aus diesem Grund hat sich damals niemand im November 1918 und danach unverzüglich und eindeutig dagegen aktiv gewehrt, von der Petition der süd-tiroler Gemeinden an den US-Präsidenten Wilson 1918/1919 abgesehen, man möge eine klare ethnische Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich ziehen, oder die Bevölkerung in Süd-Tirol über diese Frage abstimmen lassen. Italien hat bis heute solche Abstimmung erfolgreich zu verhindern gewusst, auch wenn damals in ähnlich gelagerten Fällen um 1918-21 überall in Europa dieses Völkerrecht auf Selbstbestimmung ausgeübt wurde, so z.B. zwischen Dänemark und Deutschland in Schleswig, zwischen Deutschald und Polen in Schlesien und Ostpreussen, 1923 Litauen-Memelland, in Irland 1922, in Österreich im Burgenland und in Kärnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945/46 hat es derartige Abstimmungen oder entsprechende Wahlmöglichkeiten auch in Italien gegeben, die fast alle gegen diesen Staat ausgefallen sind, nur in Süd-Tirol nicht. So z.B. hat Italien mehrere Täler an Frankreich um Tende/Tenda, grosse Teile Istriens und Dalmatiens an Juguslawien, und die Dodekanes-Inseln an Griechenland nach diesem eindeutigen Votum in einem Referendum der betroffenen Bevölkerung abtreten und zurückgeben müssen. Auf das gleiche Selbstbestimmungrecht der Völker, auf das sich gestern und heute die Süd-Tiroler berufen, hat sich der Stiefelstaat aber nur für die Italiener an der damals unklaren Grenze zu Jugoslawien in der "Freien Stadt Triest" nach 1946 bis 1954 berufen und für sich entscheiden können. 1944/45 hat Island von Dänemark die Selbstbestimmung erhalten. Am 01.Jänner 1957 hat zum letzten mal in West-Europa ein gösseres Land den Staat gewechselt, und zwar nach einer freien Abstimmung hat das Land Saarland von Frankreich zu Deutschland den Staat gewechselt, wo über 82% der Bevölkerung sich dafür in einer freien Wahl ausgesprochen haben. Ähnliche Abstimmung hat es glaube ich einmal auf den dänischen Föroyar-Inseln in den 70ern im Nordatlantik gegeben, wo die Selbständigkeit von Dänemark von den Inselbewohnern abgelehnt wurde. Wer mit Gewalt und Betrug ein Land annektiert, kann nicht so mit dieser Frage der direkten Demokratie umgehen, wie andere Staaten in Europa, die eine lange demokratische Tradition haben, und Faschismen als Eigenzüchtung in ihrer Geschichte nie gekannt haben. Deswegen waren die Regierungen solcher Länder wie Dänemark der Frankreich seinerzeit für sachliche Argumente zugänglich. Nur in Italien und Spanien ist das wegen Mussolini- und Franko-Faschismus leider bis heute nicht möglich gewesen. In Spanien hat man zumindest alle Relikte dieser Vergangenheit entfernt, in Süd-Tirol stehen diese immer noch unter einem sehr eigenartigen demonstrativen "Denkmalschutz" der Italianità, wohl als ein eigenartiger permanenter Einschüchterungsversuch der Macht der Fremdbestimmung gegenüber der eingeborenen Bevölkerung, und vieleicht auch als Erinnerung und "Erziehungsmassnahme". Ich bezweifle es persönlich sehr, ob Italien jemals die menschliche Grösse und demokratische Reife haben wird, den Süd-Tirolern in einer freien und unbehinderten Abstimmung zu erlauben, die Frage der Selbstbestimmung zu klären und zu beantworten. Nicht einmal theoretisch ist diese demokratische Minimalforderung in diesem Staate der Fremdbestimmung bis heute politisch möglich gewesen. Stattdessen vergiessen italienische Medien und Politiker oft genug, auch die offiziellle Politik, dicke Krokodiltränen gerade jetzt wieder über Tibet oder Kurdistan, Palästina etc. Das ist auch der Grund, warum die SVP in Süd-Tirol als regierende Partei zu dieser Forderung auf Selbstbestimmung für das Land und Volk Süd-Tirols immer auf Distanz geht, weil sie weiss, dass Italien, egal unter welcher Regierung, dies ganz einfach nicht dulden würde. Süd-Tirol ist aber nach der Parole der SF nicht Italien und dem italienischen Herrschaftsanspruch haben die Süd-Tiroler stets geschlossen und klar widersprochen, so z.B. bei den Selbstbestimmungpetitionen von 1918 an USA, an das Vaterland Österreich 1946 und 2006. Eine demokratische Selbstbestimmung für Süd-Tirol auf dem Wege der Abstimmung ist dennoch heute und morgen zu 100% möglich, aber nur im europäischen Geiste, auf einem friedlichen und demokratischen Wege und nur mit der diplomatischen Unterstützung aus dem Vaterland Österreich und dem Rest der deutschsprachigen Länder und der Völkergemeinschaft, die dieses Anliegen der Tiroler in Süd-Nord-Ost und damit aller Österreicher verstehen wollen würden. Dazu aber müsste doch zuerst einmal jemand der in Namen der Süd-Tiroler mit einem politischen Mandat offiziell spricht, diese Forderung nach Klärung der Frage der Selbstbestimmung für das Land und Volk in Süd-Tirol lokal, national und international erheben, erst dann würden andere Schutz-Mächte handeln können und diesen Wunsch unterstützen und nicht umgekehrt. Das heisst, so lange keine Landesregierung der AP Bozen Südtirol diese Forderung nach Selbstbestimmung über die Klärung der Frage der Selbstbestimmung wohl in einer demokratischen und überwachten Abstimmung nicht klar und deutlich erheben wird, solange wird diese Diskussion einer Minderheit in Minderheit und rein akademischer Natur bleiben. Es gibt eine Chance, dass dies vieleicht noch 2008 doch passiert, und zwar wenn nach der nächsten Landtagswahl die SVP duch Wahlresultat gezwungen sein wird, sich mögliche Koalitionspartner zu suchen. Dazu gibt es je nach Wahlresultat drei Möglichkeiten: die SVP regiert auch alleine in einer Koalition der Willigen weiter das Land, die SVP sucht sich zum Weiterregieren italienische Parteien des Alto Adige aus, oder sie entscheidet sich für die Zusammenarbeit auf Landesregierungsebene für die deutschsprachige Opposition. Wenn es in Zukunft eine Landesregierung der AP Bozen Südtirol bestehend aus SVP, FP, SF und UfS geben sollte, dann wird es höchstwahrscheinlich zum ersten mal in der Nachkriegsgeschichte auch eine klare Alternative zu Fremdbestimmung in Süd-Tirol auch geben können. Sollte sich die SVP im Herbst 2008 für italienische Parteien in der Landesregierung entscheiden, wird das wohl auch den Untergang des Selbstbestimmungsgedanken Süd-Tirols für längere Zeit bedeuten. Die verbliebene Zeit kann daher genutzt werden, um den Menschen klare Alternativen in der Politik aufzuzeigen. Man muss auch kein Prophet sein, um zu wissen, das der wirtschaftliche und politische Niedergang in Italien der letzten Jahre und Jahrzehnte früher oder später auch Süd-Tirol mit sich nach unten in allen Statistiken der EU ziehen wird. Die Aufgabe der Landes-Politik liegt auch darin im Interesse der Bürger das Land vor solchen Entwicklungen zu bewahren und in diesem Sinne auch rechtzeitig politisch klar im Sinne der Selbstbestimmung zu handeln. Dieser Beitrag ist an alle gerichtet, denen die Zukunft Süd-Tirols wichtig ist, und an die Menschen, die sich in diesem Sinne auch die Zeit zum Lesen nehmen, andere Forumteilnehmer, denen meine Beiträge zu lang sind, mögen von Anfang an darauf verzichten. Ich kann nicht sehr komplexe Themen nur mit einigen Sätzen abhandeln, ich bitte dafür um Verständnis.
IP: 195.3.113.172
 
Markus A.
15. 27-04-2008 12:01
 
Entnationalisierung Süd-Tirols
Unter Entnationalisierung verstand Tolomei, alles in Süd-Tirol auszulöschen was uns noch an Österreich erinnern könnte. 
Also den Süd-Tirolern ihre österreichische Identität verbieten und nehmen. 
 
Das ist nicht meine Aufzählung, sondern Tolomeis Programm zur Italienisierung des noch zu erobernden österreichischen Tirols bis zum Brenner. 
Man beachte: 1915(!) gehörte ganz Tirol und Welsch-Tirol (Trentino) noch zu Österreich. Tolomei war also ein österreichischer Staatsbürger! Damals hatte niemand im Traum dran gedacht, dass Tirol zerissen und ein Teil von Italien annektiert werden würde. 
 
Quelle:  
Institut für Zeitgeschichte Universität Innsbruck 
http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/welcome_chronik.phtml 
Suche: „32 Punkte“ eintippen 
 
@Hannes und ähnliche: wenn man ein Diktat (fasch. Gesetze) durch einen Schwachsinn ersetzt, der mit dem Ursprünglichen nichts zu tun hat, dann ist das Unrecht wohl nicht gelöst? Auch DU würdest dich nicht morgen von einem italienischen Beamten in Giovanni und als Wiedergutmachung in Giovannum umbenennen lassen wollen.
IP: 91.64.34.136
 
ff
16. 26-04-2008 21:43
 
Frage betr. Aufzählung..
@ff: Ich habe deine Aufzählung 
gelesen, es ist schwierig hier in der CH an Bücher zu kommen. Kannst du mir allenfalls ISBN Nummern zukommenlassen. 
Ich bin zwar Italiener und Schweizer, aber was unrecht ist nicht recht, auch wenn ich ab und zu kritisch schreibe, Danke... 
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Nochmals Dank und Gruss!
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17. 26-04-2008 21:38
 
Tolomeien...
Wenn dann die Namen angepasst sind 
zu aller Zufriedenheit, hoffe ich-was ist dann die nächste Forderung. Etwa der Beitritt in die "österreichische Heimat"? 
Ich will nicht provozieren, aber die Diskussion anregen zu diesem Thema.... 
Sicher hat der zeitgenosse Tolo hiermit etwas unrechtes getan!!
IP: 81.221.93.3
 
18. 26-04-2008 18:22
 
Landtagswahlen
Die Zeiten stehen gut, nach der Wahlschlappe der SVP kann in Südtirol endlich die wahre Demokratie eintreten. Die SVP sollte gezwungen werden mit weiteren deutschsprachigen Parteien zu regieren. Mit der Toponomastik als eines vieler Steckenpferde könnt Ihr die Hürde schaffen und verstärkt in den Landtag im Herbst eintreten. 
Wünsche Euch allen viel Erfolg
IP: 87.9.254.177
 
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19. 26-04-2008 13:59
 
Landtagswahlen
@hannes: 
 
bin GANZ deiner Meinung... völlig richtig! wenn schon ewiggestrig, dann richtig!!!
IP: 85.115.42.190
 
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20. 26-04-2008 13:30
 
Landtagswahlen
Es wird nicht leicht fuer die Toponomastikfrage in Suedtirol eine Loesung finden... zumindestens bis Italiener unter "Abschaffung der nicht historisch gewachsenen Namen" einfach die "Abschaffung der Italienischen Ortsnamen" verstehen werden. 
Und auch bis Deutsche unter "Abschaffung der Italienischen Namen" nur einfach meinen mit den Faschismus eine Ende zu setzen. 
 
Italiener verstehen meistens nicht wie beleidigend jene Namen fuer die deutsche Bevoelkerung waren. Und Deutsche verstehen mittlerweile nicht wie beleidigend waere heute fuer unseren Mitbuerger sie abzuschaffen...
IP: 87.4.105.2
 
fabivS
21. 26-04-2008 13:22
 
Bleiben wir bei den Tatsachen
Vielleicht weil über 70 % der Bürger deutscher Muttersprache sind? Vielleicht weil die meissten Familien deutsche Wurzeln haben? Vielleicht dass viele Ahnen von uns für das Vaterland gekämpft haben? Mein Urgrossvater war zum Beispiel bei den Kaiserjägern. Nur ich musste zu den Alpini. Warum? Weil Südtirol ein annektiertes Land ist und ungerechtfertigt in Italien liegt. 
 
Aus Wikipedia: 
 
"Eine Annektierung erfolgt meistens nach militärischer Gewaltanwendung oder wenigstens unter Androhung einer solchen. Sie geht über die Okkupation (Besetzung) insofern hinaus, als auf dem fremden Territorium nicht nur die Hoheitsgewalt de facto ausgeübt wird, sondern dieses auch de jure in das eigene Staatsgebiet oder Kolonialreich einverleibt wird. Zwischen Okkupation und Annexion kann auch eine längere Zeit liegen. 
 
Das klassische Völkerrecht erlaubte dem Sieger in einer militärischen Auseinandersetzung, Gebiete des Gegners ganz oder teilweise zu okkupieren oder zu annektieren. 
 
Nach Artikel 2 Zif. 4 der Charta der Vereinten Nationen vom 26. Juni 1945 ist „jede gegen die territoriale Unversehrtheit […] eines Staates gerichtete […] Androhung oder Anwendung von Gewalt“ verboten. Daraus folgt das grundsätzliche völkerrechtliche Verbot von Okkupation und Annexion." 
 
Klingelts??? Nach 1945 hielt das Unrecht weiterhin an. Niemand redet von den Folterungen, die ein paar wenige Aufrechte über sich ergehen liessen. Leute das war in den 60gern und ist nicht mal 50 Jahre her. Meine Mutter wurde in Bozen als "deutsche Hure" beschimpft. So etwas bleibt sitzen. Ich bin für die Selbstbestimmung des Landes. Vielleicht würde die Bevölkerung ja für ein Verbleiben bei Italien abstimmen, vielleicht für einen Freistaat, vielleicht für die Rückkehr in ein Oesterreich, das logisch nicht mehr dasselbe ist, für das mein Urgrossvater gekämpft hat, das aber immer noch unser Vaterland ist. Nur was fehlt und wo die SVP ihre Ursünde hat, ist das Recht auf INFORMATION und auf ABSTIMMUNG. Dies wird uns bis heute verwehrt. Und ich denke nicht, dass unsere Volksgruppe weniger Rechte hat als ein Kosovo oder bereits bestehende Kleinstaaten wie Lichtenstein, Monaco, Luxembourg oder Malta.
IP: 82.60.42.191
 
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22. 26-04-2008 08:05
 
@ Hannes
Genau! Endlich einer, der Nägel mit Köpfen macht! Genial! Bravo!
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
23. 25-04-2008 23:21
 
Zurückdrehen?
@Hannes 
 
Was heißt da „zurückdrehen“? Sind wir im nördlichen Teiltirol etwa „zurückgedreht“, weil unsere Ortsnamen entweder deutschen Ursprungs oder an Deutschtirolerisch angepaßt sind?
IP: 80.109.167.201
 
Georgos Egger
24. 25-04-2008 21:32
 
@Hannes
Quatsch! Geht's noch? Beschäftige dich mal mit der jüngeren Geschichte! Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft.
IP: 87.162.120.239
 
Seeland
25. 25-04-2008 15:20
 
@Hannes
Ich bin für die abschaffung der Orts- und Flurnamen welche anderst sind als jene um 10v.Chr. Denn das sind unsere waren Vorfahren.. Meranum, Baulzanum, Vipitenum einfach perfekt und keine probleme mehr mit doppelsprachigkeit..  
Wen man schon die Zeit um 100 Jahre zurückdrehen möchte wieso denn so bescheiden und nicht gleich 2000???
IP: 213.191.86.173
 
Hannes
26. 25-04-2008 11:20
 
Das Italienisierungsprogramm
Ettore Tolomeis 32 "Provvedimenti per l'Alto Adige" 
15.7.1923 
 
1. Vereinigung des Alto Adige und des Trentino in einer einzigen Provinz mit Hauptstadt Trient. 
2. Ernennung italienischer Gemeindesekretäre. 
3. Revision der (Staatsbürgerschafts-) Optionen und Schließung der Brennergrenze für alle Personen, denen die italienische Staatsbürgerschaft nicht zuerkannt worden war. 
4. Einreise- und Aufenthaltserschwernisse für Deutsche und Österreicher.  
5. Verhinderung der Einwanderung Deutscher. 
6. Revision der Volkszählung von 1921. 
7. Einführung des Italienischen als Amtssprache. 
8. Entlassung der deutschen Beamten bzw. Versetzung in die alten Provinzen. 
9. Auflösung des "Deutschen Verbandes". 
10. Auflösung aller Alpenvereine, die nicht dem italienischen Alpenverein unterstanden; Übergabe der Schutzhütten an den italienischen Alpenverein. 
11. Verbot des Namens "Südtirol" und "Deutsch-Südtirol". 
12. Einstellung der in Bozen erscheinenden Tageszeitung "Der Tiroler". 
13. Italianisierung der deutschen Ortsnamen. 
14. Italianisierung der öffentlichen Aufschriften. 
15. Italianisierung der Straßen- und Wegbezeichnungen. 
16. Italianisierung der verdeutschten Familiennamen. 
17. Entfernung des Denkmals Walthers von der Vogelweide vom Bozner Waltherplatz. 
18. Verstärkung der Carabinieritruppe unter Ausschluß deutscher Mannschaften. 
19. Begünstigung von Grunderwerb und Einwanderung von Italienern. 
20. Nichteinmischung des Auslandes in Südtiroler Angelegenheiten. 
21. Beseitigung deutscher Banken, Errichtung einer italienischen Bodencreditbank. 
22. Errichtung von Grenzzollämtern in Sterzing und Toblach. 
23. Großzügige Förderung der italienischen Sprache und Kultur. 
24. Errichtung italienischer Kindergärten und Volksschulen. 
25. Errichtung italienischer Mittelschulen. 
26. Strenge Kontrolle von Auslands-Hochschuldiplomen. 
27. Ausbau des Istituto di Storiaper l'Alto Adige. 
28. Änderung des Gebietsumfangs des Bistums Brixen und strenge Kontrolle der Aktivität des Klerus. 
29. Verwendung des Italienischen bei Prozessen und vor Gericht. 
30. Staatliche Kontrolle der Handelskammer Bozen und der landwirtschaftlichen Körperschaften (Corporazioni). 
31. Umfangreiche Programme für neue Eisenbahnknoten, um die Italianisierung des Alto Adige zu erleichtern (Bahnprojekte Mailand-Mals, Veltlin-Brenner, Agordo- Brixen). 
32. Steigerung des Truppenbestandes im Alto Adige. 
Quelle: Alfons Gruber, Südtirol unter dem Faschismus (Schriftenreihe des Südtiroler Kulturinstitutes 1), Bozen 1974, S. 21f.
IP: 62.206.27.9
 
ff
27. 24-04-2008 19:00
 
Das Italienisierungsprogramm
Bravo, Frau Klotz, weiter so! Schluss mit dem Faschismus.
IP: 77.57.14.85
 
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