| Offener Brief: Abgekartetes Spiel |
| Montag, 24. März 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Verzicht auf die Landtagskandidatur wurde von Dir mit zu vielen Kandidaten des SBB, Frauenquote und einer „Kampfabstimmung“ begründet. Deine Meinung in Ehren, aber da Dr. Durnwalder sowieso gewählt wird, wäre es einfacher gewesen, ihn von der Liste zu nehmen, dann wären es auch nur fünf gewesen. Wäre er aber dann nicht mehr Ansprechpartner für Bauernprobleme gewesen? Es ist für viele Bauern sowieso unverständlich, warum nur Bauernvertreter auf der SVP- Liste in den Augen des Bauernbundes die bäuerlichen Interessen vertreten. Damit wird es mir und anderen Wählern unmöglich gemacht, einen Vertreter meines Berufstandes zu wählen, weil ich mit der Wahl von Berger oder Kuenser auch der gesamten Politik der SVP zustimme, einer Politik, die nicht den Weg eines selbstbestimmten Südtirols gehen will, nicht faschistische Namen abschaffen will und in Rom paktelt anstatt dem italienischen Staat Tschüss zu sagen. Die Aussagen des SVP- Landeshauptmannes zu den Ereignissen im Kosovo zeigen wohl klar und deutlich, welchen Weg die SVP geht! Lieber Georg, auch Dein Weg scheint mir sehr genau abgekartet zu sein. Denn wenn Dein Verzicht auf eine Landtagskandidatur von vielen zuerst bedauert wurde, so schlug diese Meinung sofort um, als bekannt wurde, dass Du Favorit für den Vizepräsidenten der Bozner Handelskammer bist. Da die Handelskammer der Aufsicht der autonomen Provinz Bozen unterliegt, kämst Du ja als Landtagsabgeordneter für diesen Posten nicht in Frage. Mit anderen Worten, statt eines teuren Wahlkampfes mit Risiko durch ein abgekartetes Spiel in den ebenso gut bezahlten Sessel des Vizepräsidenten der Handelskammer. Und wie der derzeitige Präsident beweist, kann man solche Posten ja bis ins hohe Alter ausüben. Solche Kartenspiele hinter dem Rücken des Steuerzahlers sind die Gründe für die Politikverdrossenheit der Wähler, den vielen Weisswählern und der politischen Passivität der Jugend. Lieber Georg, gib der Gerüchteküche um Deine Person keine Chance und erkläre vorab, kein Interesse an der Handelskammer zu haben, sondern weiterhin für Deinen Bauernstand aktiv bleiben zu wollen. Roland Lang, Hauptausschussmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Auftrag von Bauern der Umgebung Aufgerufen: 703 | Drucken
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