Selbstbestimmung: „Scotland forever“ - Entwicklung in Schottland aufmerksam verfolgen
Samstag, 4. Februar 2012
scottish_independence_2014.jpgMit großer Aufmerksamkeit verfolgt die SÜD-TIROLER FREIHEIT die Entwicklung in Schottland. Mit der Fragestellung: „Stimmen Sie zu, dass Schottland ein unabhängiges Land sein sollte“ soll nach dem Willen der Schottischen Nationalpartei (SNP) in Europa ein neuer Staat entstehen, so Leitungsmitglied Roland Lang. London hat den Wunsch der Schotten, unabhängig zu werden, zuerst ignoriert, dann mit einer Autonomie zu dämpfen versucht. Vergebens! Am 25. Jänner 2012 stellte der erste Minister der Regionalregierung in Edinburgh, Alex Salmond, den Entwurf des Referendumsplans vor. Schottland verlangt die Selbstbestimmung.

Der bekannteste Kämpfer für ein unabhängiges Schottland ist sicherlich der Bond Darsteller Sean Connery, der als Beweis seiner Heimatliebe und seines Einsatzes für ein freies Schottland sich den Kampfruf „Scotland forever“ (Schottland für immer) auf seinem Unterarm eintätowieren ließ.

Es hört sich an wie  die üblichen Scheidungsfragen, die von London nach Schottland geschickt wurden: Wie stellt ihr euch das überhaupt vor, wer zahlt euch die Pensionen, usw.!


Sogar mit dem Zukunftsszenario, Schottland könnte als eigenständiges Mitglied der EU gezwungen werden, den Euro einzuführen, wurden Ängste gegen den Freiheitsdrang der Schotten geschürt.


Mit rechtlichen Fragen versuchte „Westminster“, die Vorbereitungen zur Selbstbestimmung zu untergraben. So sprach der englische Premier Cameron den Schotten überhaupt das Recht ab, eine bindende Abstimmung zu veranstalten; dafür fehle der Autonomieregierung schlicht die Kompetenz. Dafür boten aber Cameron, sein Finanzminister Osborne und sein Schottlandminister Moore an , man könne mit einem speziellen Gesetz die Abstimmung möglich machen, aber als Kuhhandel dafür (bei uns Kompromiss genannt), sollte die schottische Seite zu gewissen Zugeständnissen bereit sein, wie  einem frühen Termin. Schottland sieht in der englischen Diskussion über den Zeitpunkt der Abstimmung wieder die typische Bevormundung aus dem englischen Süden, stellte  Salmond daraufhin fest.

Das Ausscheiden  von Schottland aus der englischen Fremdbestimmung und die Errichtung eines eigenen Staates in friedlicher Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes ist ein weiterer Beweis dafür, dass in Europa jedes Volk frei über sein Schicksal entscheiden kann. Worauf wartet das südliche Tirol?
 
Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (9)
1. 09-02-2012 15:05
 
Antworten seit Jahren bekannt!
@frage 
Die Antworten wurden auf vielen Pressekonferenzen und in etlichen Aussendungen gegeben, es tut mir leid, wenn Sie davon nichts mitbekommen haben. 
F. Cossiga hat einen tragfähigen und beachteten Entwurf ausgearbeitet, dem auch K. Zeller höchste Tauglichkeit bescheinigt.  
Die aus einer friedlichen und demokratischen Abstimmung hervorgegangene Willensbekundung des Volkes wird dann umgesetzt, Detailfragen, die ohne Zweifel wichtig sind, werden vorher im Entscheidungsprozess, und in Anlehnung und Abwägung anderer in die Unabhängigkeit gelangten Völker erarbeitet und geklärt. 
 
Aber dazu muss erst mal die Diskussion zugelassen werden! 
 
Es haben sich seit den letzten 60 jahren über 100 neue Staaten gebildet, Grenzen wurden verschoben, Völker haben sich vereinigt. 
Renten, Exekutive, Staatsangestellte, Schule, Heer, usw., all dies wurde auch dort gehändelt, 1. Voraussetzung ist aber der Wille des Volkes nach Unabhängigkeit. 
 
Näheres gerne mittels Mail oder Post. 
Mit freundlichen Grüssen, 
Barbara Klotz
 
Barbara Klotz
2. 09-02-2012 13:46
 
wie soll es gehen? zum zweiten
kriege ich keine antwort darauf wie die loslösung von italien von statten gehen sollte?
 
frage.
3. 07-02-2012 13:35
 
wie soll es gehen?
kann bitte hier irgendwo einmal erklärt werden, wie die loslösung von italien von statten gehen soll? bitte nicht nur angebote für das zuschicken per mail. ich und viele andere möchten es einfach und genau wissen. danke
 
frage.
4. 06-02-2012 22:13
 
Politische Richtungen
Die SVP wird in einigen Jahren und bis in alle Ewigkeit einen Grund finden, den Tirolern südlich des Brenners die Selbstbestimmung vorzuenthalten. Da ist die Volkspartei sogar um die lächerlichsten Ausreden und Täuschungsmanöver nicht verlegen. 
 
Wenn die Volkspartei die faschistischen Symbole in Südtirol akzeptiert und sich damit in Richtung rechte und rechtsradikale italienische Parteien bewegt, dann ist die politische Richtung der ehemaligen Sammelpartei klar: Festklammen am italienischen Staat, koste es was es wolle. Völkerrecht nicht. Es wird nicht Politik für die Volksgruppe gemacht. Süd-Tirol wird der Partei geopfert.  
 
Der Süden Tirols soll geopfert werden, weil die Volkspartei zu viel zu verlieren hat, zu viel an Macht, zu viel Geld und zu viel Einfluss im Land. 
 
Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist das Volk über die politischen Möglichkeiten und Rechte aufzuklären, die es besitzt.  
 
Wollen die Südtiroler ewig von den Almosen eines Ein-Partei-Athesia-Systems abhängig sein? Obwohl die SVP bei jeder Wahl stimmen verliert, blendet sie das Volk unablässig mit Erfolgsphrasen. Dabei verfolgt die Partei nur rücksichtslos ihre Parteiinteressen und gibt Südtirol einer schleichenden Verarmung und Italienisierung preis. Autonomie ist nicht Freiheit, Autonomie unter Italien ist Selbstmord in Raten. 
 
Wollen die Süd-Tiroler als willkürlich verschacherte österr. Volksgruppe nach 90 Jahren, nicht ihr selbstverständliches Recht auf Selbstbestimmung (UNO-Konvention) einfordern? Niemand kann uns davon abhalten. Fordern wir die Loslösung vom italienischen Staat, solange wir es noch können.
 
Gesamttiroler
5. 06-02-2012 15:35
 
Hat der Euro eine Zukunft?
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/ 
 
Flossbach: Das eigentliche Problem sind die großen Unterschiede innerhalb der Eurozone, zu viele Staaten sind nicht wettbewerbsfähig. Deshalb ist der Euro zum Scheitern verurteilt - was nicht heißt, dass es den Euro nicht in ein paar Jahren noch geben wird. Wenn die Politik das will, und die Europäische Zentralbank das Geld bereit stellt, dann ist das eine Zeit lang möglich.  
 
 
Italien ist ebenfalls nicht wettbewerbsfähig. Das heißt, in einigen Jahren könnte Italien wieder die Lira haben und Südtirol würde wahrscheinlich mit Italien verarmen. 
Besser los von Italien als ewig zu hoffen, dass es nicht schlimmer kommt.
 
ff
6. 05-02-2012 18:40
 
Congratulations Scotland!
Man kann sogar sehr gespannt sein, was dazu die SVP in ST sagen wird, wenn Schottland einmal in zwei bis drei Jahren seine Selbstbestimmung bekommt und die hiesige Selbstbestimmung immer noch sich nicht vom Nullpunkt bewegt hat, weil die Partei an der Macht in Bozen dem Vormund Rom zuliebe es immer so haben wollte. 
 
Originalzitat des amtierenden Landeshauptmanns von ST, es gibt hier immer noch eine klare Mehrheit der ST-ler, die Selbstbestimmung des eigenen Landes will und dazu wohl als Teil vom Bundesland Tirol oder als 10. neues Bundesland des eigenen Rotweissroten Vaterlandes, aber Italien will uns das leider leider nicht erlauben.  
 
Wirklich wahr, kann oder vielleicht muss irgendwann der heutige Staat in ST die Selbstbestimmung der Politik der Autonomie Bozen erlauben, wenn das ein Wunsch der Mehrheit is, und wenn das vor allem in einem anderen Staat der alten EU in einer vergleichbaren Autonomie gut geht? 
 
Die SVP scheint heute nicht einmal ind er Lage zu sein, sich Gedanken zu diesem Thema zu machen und deswegen wird sie einmal die eigene Chance auf Selbstbestimmung einfach verschlafen, die dieses Land wahrscheinlich nur einmal in 100 Jahren nur kurze Zeit bekommt.  
 
Vielleicht kann wenigstens die Opposition in ST versuchen noch zu retten, was man in dieser Frage aller Fragen retten kann. Wer heute politisch nicht handelt, der vergibt diese Chance leichtsinnig und ohne Not. Das Land ST hat sicher eine bessere Zukunft verdient, als die der italienischen Fremdbestimmung, nach der hier niemand gerufen hat. Die Schotten handelten und handel zum Beispiel sofort, nachdem sie die Chance auf eigene Selbstbestimmung erblickt haben und machen grosse Vortschritte dabei. Wo also ein Wille da auch ein Weg!
 
Markus Anton
7. 05-02-2012 16:17
 
freude
ich freue mich auf freie Schotten und auf blöde Gesichter in der SVP. Was will man dann den Südtirolern sagen?? dass es immer noch unmöglich ist eine Unabhängigkeit anzustreben??
 
stefan
8. 05-02-2012 10:28
 
Freiheit unter der Krone
Auch ich mit meinem Buch ´im Windschatten der Freiheit´ werde aller Landeskreise als ´Zündler´ in Feuerwehruniform angeprangert. Zündstoff ist natürlich schon in meinem Werk, aber zünden tun hauptsächlich meine Witz in Klammer. Derweil ich mich eher als ´Löscher´ sehe. Die Macht der Parteien hat mit Demokratie und jene der Zeitungen mit ´Rede Pressefreiheit´ nichts mehr gemein.Wichtig wäre zu sagen, dass Schottland zwar selbständig werden wird, aber gemeinsam unter dem Könighaus verbleiben. So gesehen ein ´Minigebilde´ alla Habsburg. Damit die Krone zum Freiheitssymbol wird, welche eben die Freiheit schützt. Otto hat man aller Ehre beerdigt, aber nach Österreich dürfen sie trotzdem noch nicht.
 
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9. 04-02-2012 23:00
 
Achtung
In Zukunft wird bei uns in ST wohl auch das Tragen eines Schottenrockes als Zündeln und Provokation gelten...
 
Hans

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