Flugplatz Bozen: Air Alps kündigt größere Flugzeuge an - Wird Landesregierung Versprechen brechen?
Mittwoch, 1. Februar 2012

air_alps_bozen.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, fordert von der Süd-Tiroler Landesregierung umgehend Aufklärung über die weitere Entwicklung des Bozner Flugplatzes. In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung kündigt der neue Geschäftsführer der Air Alps heute an, dass zukünftig auf der Strecke Bozen-Rom größere Flugzeuge zum Einsatz kommen sollten. Wenn dies umgesetzt wird, würde die Landesregierung ihr Versprechen brechen, dass am Flugplatz Bozen nur kleine Zubringerflugzeuge mit bis zu 50 Passagieren eingesetzt werden.

Im Rahmen der Diskussionen um den Ausbau des Bozner Flugplatzes, hatte die Süd-Tiroler Landesregierung an alle Haushalte ein Rundschreiben verschickt, in welchem der Bevölkerung hoch und heilig versprochen wurde, dass keine großen Flugzeuge in Bozen starten und landen werden, sondern nur kleine Maschinen mit maximal 50 Passagieren.
Von der Länge der Landebahn, über die Anzahl der Flüge, bis hin zu den Flugzeugtypen, all das, was der Bevölkerung versprochen wurde, interessiert die Landesregierung nun offenbar nicht mehr.

Die Leichtfertigkeit mit der diese Versprechen gebrochen werden, zeugt von der systematischen Irreführung der Bevölkerung seitens der Süd-Tiroler Landesregierung und damit der SVP.
In Bezug auf den Flugplatz werden schon längst nicht mehr die Interessen der Bevölkerung vertreten, sondern die Privatinteressen einer kleinen Flughafenlobby.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll erneuert daher seinen Vorschlag, anstelle des defizitären Flugplatzes in Bozen einen schnellen und komfortablen Bus-Zubringerdienst an die Flughäfen von Innsbruck und Verona zu finanzieren. Damit könnte nicht nur eine bessere Anbindung Süd-Tirols an internationale Destinationen gewährleistet werden, sondern auch Millionen von Steuergeldern eingespart werden.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

versprechen_landesregierung.png


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Kommentare (1)
1. 02-02-2012 08:45
 
Dilettanten
Politiker sind absolut lernunfähig. Wer das noch beweisen wollte, der muß sich nur mit dem Bozner Flughafen befassen. 
 
Das Problem des Bozner Flughafens ist die viel zu kurze Startbahn, und nicht die Art der Subvention, die man Airlines in die Hose schiebt, um auf solchen Startbahnen einen Flugbetrieb aufrechterhalten zu können. 
 
Die erforderliche Maßnahme heißt: Ausbau der Startbahn, damit dort Airlines anfliegen können, die auch völlig ohne Subventionen auskommen wollen und auskommen müssen.  
 
Gibt es eine derartige Startbahn, dann kommen die Airlines ganz von alleine, denn davon leben diese Gesellschaften.  
 
Und kommen diese Airlines, dann wird dieser Flughafen auch rentabeler, vielleicht sigar rentabel. 
 
Alle anderen Lösungen, wie beispielsweise die Bezuschussung von Airlines werden immer - das zu errechnen ist was für Erstklässler, die Hürden das auch zu begreifen scheinen unüberwindlich - zu Subventionen führen müssen. 
 
Unglaublich, wie schwer man sich in Süd Tirol bereits mit solch einfachen Erkenntnissen tut.  
 
Sven Knoll, zünde denen den Frack an. Enbtweder richtige Lösungen, oder den Flughafen schließen.
 
EEkat

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